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Geschlechtsheterogenität im Schulsystem und ihre Folgen

Título: Geschlechtsheterogenität im Schulsystem und ihre Folgen

Trabajo Escrito , 2011 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Alexander Schwalm (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Werden Männer in unserer Gesellschaft bevorzugt? Sind Frauen intelligenter und erzielen
Mädchen deshalb in der Schule bessere Leistungen? Machen Männer Karriere in technischen
Berufen und legen Frauen hauptsächlich Wert auf Familie und Kinder? – Bereits seit Jahrzehnten
werden Fragen dieser Art kontrovers diskutiert. Immer wieder tauchen Überlegungen
und Untersuchungen auf, bei denen es hauptsächlich darum geht, welche Geschlechterunterschiede
es gibt, wie diese entstehen, wie sie sich auf das Leben von Frauen und Männern
auswirken und wie man zur Chancengleichheit beider Geschlechter beitragen kann.
Mein Anliegen ist es in dieser Arbeit auf die Geschlechterunterschiede in der Schule einzugehen,
da sich hier die Differenzen zwischen Jungen und Mädchen bereits in jungem Alter und
in einem öffentlichen Raum manifestieren. Gerade die Probleme und Konsequenzen, welche
sich aus der Geschlechtsheterogenität in der Schule ergeben und von den Schülerinnen und
Schülern bewusst erlebt werden, haben gravierenden Einfluss auf deren Entwicklung und zukünftigen
Werdegang. „Vor dem Hintergrund des Gender-Mainstreaming-Konzepts und des
Ansatzes der Reflexiven Koedukation wird sowohl in einzelnen Schulen als auch in den
Schulverwaltungen die Frage der Gleichstellung beider Geschlechter zunehmend diskutiert“
(Boldt, in Köker, Romahn, Textor 2010, S.154).
Um am Ende auf Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit in der Schule eingehen zu
können, möchte ich als Erstes die geschlechtstypischen Merkmale von Jungen und Mädchen
genauer beleuchten, um danach näher darauf einzugehen, welche schulischen Problembereiche
sich daraus ergeben. Insbesondere soll auch auf das durch Geschlechtsstereotype verursachte
Problem der Homophobie am Beispiel der Förderschule eingegangen werden. Anschließend
wird anhand der Pilotierungsstudie der alten Frage nachgegangen, ob Jungen wirklich
mathematisch begabter sind als Mädchen und aufgezeigt, wo die wirklichen Geschlechterunterschiede
in der Mathematikkompetenz liegen. Im nächsten Punkt möchte ich die Unterschiede
in der Studien-, Berufs- und Lebensplanung von Schülerinnen und Schülern darstellen
und auch aufzeigen, welche Auswirkungen der Mangel männlicher Lehrkräfte haben
kann. Schließlich wird dann auf Verbesserungsmöglichkeiten eingegangen, die zur Geschlechtergerechtigkeit
im Schulsystem beitragen können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschlechterunterschiede im Schulunterricht

2.1 Geschlechtstypische Merkmale

2.2 Konsequenzen und Probleme

2.2.1 Problembereiche von Schülerinnen und Schülern

2.2.2 Homophobie an der Förderschule

3 Die Differenzierung mathematischer Kompetenzen von Jungen und Mädchen – Ergebnisse der Pilotierungsstudie

4 Geschlechterunterschiede in Studien-, Berufs- und Lebensplanung

4.1 Unterschiedliche Zukunftsvorstellungen bei Schülerinnen und Schülern

4.2 Der Mangel männlicher Lehrkräfte

5 Verbesserungen und Lösungen für geschlechtergerechten Unterricht

5.1 Monoedukation oder Koedukation?

5.2 Geschlechtsspezifische Förderung

5.2.1 Angebote und Förderung für Jungen

5.2.2 Angebote und Förderung für Mädchen

6 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Geschlechtsheterogenität im Schulsystem. Ziel ist es, geschlechtsspezifische Unterschiede bei Schülern aufzuzeigen, daraus resultierende Probleme in der schulischen Entwicklung sowie der Zukunftsplanung zu analysieren und Lösungsansätze für einen geschlechtergerechteren Unterricht zu diskutieren.

  • Analyse geschlechtstypischer Merkmale und deren Einfluss auf das Lernverhalten.
  • Untersuchung schulischer Problembereiche, insbesondere in Bezug auf den MINT-Bereich und Homophobie.
  • Auswertung von Kompetenzunterschieden in Mathematik durch eine Pilotierungsstudie.
  • Diskussion von Zukunftsplanung sowie der Rolle männlicher Lehrkräfte als Vorbilder.
  • Bewertung von Monoedukation, Koedukation und reflexiven Förderansätzen.

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Homophobie an der Förderschule

Das in besonders großem Maße an Förderschulen auftretende Problem, welches mit der sozialen und emotionalen Entwicklung von Jungen zusammenhängt, heißt Homophobie. Zunächst sei dabei zu klären, was unter Homophobie beziehungsweise homophob verstanden wird. In den Köpfen der sich entwickelnden Jungen besteht das Geschlechtsstereotyp oder besser gesagt das Idealbild des „echten Mannes“. Dieser soll „… hart im Nehmen und Geben, technisch und sportlich interessiert und begabt, und vor allem: klar heterosexuell in seinem aufkeimenden sexuellen Begehren…“ (Kastirke, Holz, in Köker, Romahn, Textor 2010, S.146) sein. Wer diesem Idealbild nicht entspricht, wird oft ein Opfer von homophober Diskriminierung in Form von sozialem Ausschluss, Mobbing oder Ähnlichem. Als homophob wird dabei all das beschrieben, „… was in Abgrenzung zur eigenen sexuellen Identitätsbildung auf jene, die offenbar einen anderen Weg einschlagen, projiziert wird“ (ebd., S.146). Um noch einmal genauer auf die Ursache der Homophobie einzugehen, muss klargestellt werden, dass hinter alledem das für Jungen identitätsstiftende Leitbild der Hegemonialen Männlichkeit steckt.

„Hegemoniale Männlichkeit umfasst mehrere für das Selbstbild und Handeln von Jungen und Männern relevante Prinzipien, z.B. Externalisierung, Gefühlsverleugnung, Körperferne, Konkurrenzfähigkeit, Gewalt und das Streben nach Macht und Herrschaft. Hinzu tritt das Prinzip von Homophobie, das als Kennzeichen von Heterosexualität Zugehörigkeit zu dieser Normalität suggerieren und somit Leistungsfähigkeit beweisen soll“ (ebd., S.147).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Interesse an der Geschlechtsheterogenität im schulischen Raum und stellt die Forschungsfragen sowie den Aufbau der Arbeit vor.

2 Geschlechterunterschiede im Schulunterricht: Dieses Kapitel erläutert geschlechtstypische Merkmale und identifiziert zentrale Problembereiche, wie die Bildungsbenachteiligung und Homophobie an Schulen.

3 Die Differenzierung mathematischer Kompetenzen von Jungen und Mädchen – Ergebnisse der Pilotierungsstudie: Hier werden empirische Ergebnisse zu mathematischen Leistungsunterschieden analysiert, um Stereotype zu hinterfragen.

4 Geschlechterunterschiede in Studien-, Berufs- und Lebensplanung: Das Kapitel behandelt die Auswirkungen schulischer Prägung auf die spätere Berufsentscheidung und thematisiert den Mangel an männlichen Lehrkräften.

5 Verbesserungen und Lösungen für geschlechtergerechten Unterricht: Es werden didaktische Ansätze, insbesondere die Teilmonoedukation und spezielle Förderprogramme, diskutiert.

6 Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert die Notwendigkeit individueller Förderung und plädiert für eine differenzierte Unterrichtsgestaltung.

Schlüsselwörter

Geschlechtsheterogenität, Schulsystem, Koedukation, Monoedukation, Geschlechtsstereotype, MINT-Bereich, Homophobie, Hegemoniale Männlichkeit, Jungenförderung, Mädchenförderung, Lehrkräfte, Identitätsbildung, Chancengleichheit, Bildungsbenachteiligung, Reflexive Koedukation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Geschlechtsheterogenität im Schulsystem und den daraus resultierenden Auswirkungen auf Schülerinnen und Schüler.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen geschlechtsspezifische Verhaltensmerkmale, Probleme wie Homophobie, mathematische Kompetenzunterschiede sowie Konzepte der Berufs- und Lebensplanung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie geschlechtergerechter Unterricht gestaltet werden kann, um alle Kinder unabhängig von Stereotypen in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller pädagogischer Forschung sowie der Auswertung empirischer Ergebnisse, wie etwa einer Pilotierungsstudie zu mathematischen Kompetenzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Unterschiede in Merkmalen und Leistungen, beleuchtet Probleme wie den Mangel an männlichen Lehrkräften und diskutiert Interventionsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Koedukation, Geschlechtsstereotype, Chancengleichheit und die differenzierte Förderung von Mädchen und Jungen.

Warum tritt Homophobie besonders an Förderschulen auf?

Der Text erklärt dies durch das Streben der dortigen Schülerschaft nach dem Idealbild der hegemonialen Männlichkeit, um sich trotz sozialer Deklassierung als leistungsfähige Männer zu beweisen.

Welche Rolle spielen männliche Lehrkräfte für Schüler?

Sie werden als notwendige Identifikationsfiguren angesehen, die Jungen ein reales männliches Vorbild bieten und somit zur Persönlichkeitsreifung beitragen können.

Was ist das Konzept der „Teilmonoedukation“?

Es bezeichnet den Mittelweg, bei dem Schüler in bestimmten, geschlechtskonnotierten Fächern getrennt unterrichtet werden, um Hemmungen abzubauen und individuelle Potenziale besser zu entfalten.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Geschlechtsheterogenität im Schulsystem und ihre Folgen
Universidad
University of Augsburg  (Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Curso
Geschlechtsspezifische Aspekte Pädagogischer Handlungsfelder
Calificación
1,0
Autor
Alexander Schwalm (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
23
No. de catálogo
V172843
ISBN (Ebook)
9783640928934
ISBN (Libro)
9783640929122
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pädagogik Erziehungswissenschaft Geschlechtsheterogenität Geschlecht Gender Schulsystem Schule Psychologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alexander Schwalm (Autor), 2011, Geschlechtsheterogenität im Schulsystem und ihre Folgen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172843
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