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Hitlerjugend als Sozialisationsinstanz

Mit einem kurzen historischen Abriss

Title: Hitlerjugend als Sozialisationsinstanz

Term Paper , 2010 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christof Kaczmarkiewicz (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Eine Hausarbeit über die Hitlerjugend als Sozialisationsinstanz mit einem kurzen historischen Abriss der Geschichte dieser Organisation. Beleuchtung des Lebens in der HJ anhand von Dienst und Widerstand unter Nutzung von Zeitzeugenberichten und Metaanalysen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialisation und Sozialisationsinstanzen

3. Die HJ als Organisation

a. Historische Genese

b. Auftrag und Ziele der HJ

4. Der Dienst in der HJ

5. Widerstand gegen die HJ

a. Formen des Widerstandes

b. Mittel der Disziplinierung in der HJ

6. Diskussion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der Hitlerjugend von einer Jugendorganisation der NSDAP hin zur zwangsverpflichteten Staatsjugend im Dritten Reich. Dabei steht die Analyse der dienstlichen Verpflichtungen, der internen Sozialisationsprozesse sowie der angewandten Disziplinierungsmittel bei abweichendem Verhalten im Zentrum der Betrachtung.

  • Historische Entwicklung und Genese der Hitlerjugend
  • Struktureller Aufbau und Organisationsformen der HJ
  • Die Rolle der HJ als Sozialisationsinstanz im NS-Staat
  • Dienstpflichten und Disziplinierungsmethoden gegenüber Jugendlichen
  • Reaktionen und Formen des Widerstands gegen die HJ

Auszug aus dem Buch

Die HJ als Jugendorganisation der NSDAP (1926 - 1939)

Bereits im Zuge des 2. Reichsparteitages der NSDAP im Jahr 1926 wurde die Jugendorganisation der Partei unter dem Namen Hitlerjugend gegründet beziehungsweise nach Neugründung der Partei unter diesem Namen neu belebt (Schreckenberg 2001, S. 212). In ihrer Funktion als Unterorganisation wurde sie der SA unterstellt, wobei diese Unterstellung im Zuge der Weiterentwicklung der HJ innerhalb der Partei nicht von Bestand sein sollte (vgl. Schubert-Weller 1993, S. 19 ff.). Die Ortsgruppen nahmen in dieser frühen Zeit der HJ männliche Kinder sowie Jugendliche im Alter zwischen 10 und 18, unterteilt in die Knabenmannschaften [10-14 Jahre], die Jungmannschaften [14-16 Jahre] sowie die Wanderabteilungen [16-18 Jahre] auf (vgl. Schubert-Weller 1993, S. 33).

Die Jugendarbeit dieser Jahre war keineswegs auf eine Selbstgestaltung oder gar Selbstverwirklichung der Jugendlichen gerichtet, sondern war vorrangig auf das Erzeugen von „Nachwuchs für die paramilitärischen Abteilungen der Partei“ (Schubert-Weller 1993, S. 20) fokussiert, wobei die jüngsten Mitglieder vorrangig eine „heldische volkstumbewußte und rassenstolze Denkweise“ (Schubert-Weller 1993, S. 33; alte Rechtschreib. i. Orig.) erhalten sollten. Hitler formulierte hierzu 1922 die „anderen Parteien richten ihre Jungen im Mauldreschen ab, wir wollen sie lieber – körperlich abrichten“ (Hitler 1940, Von der Erziehung). So verwundert es auch nicht, dass „die politisch-argumentative Schulung und die paramilitärisch-wehrsportliche Aus- und Durchbildung“ (Schubert-Weller 1993, S. 20) Kernthemen der Arbeit für die älteren Mitglieder darstellten. Durch die Betonung des politischen kämpferischen Charakters kam der HJ unter den Jugendorganisationen eine Sonderstellung zu (vgl. Schubert-Weller 1993, S. 21 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz der Hitlerjugend als Sozialisationsinstanz und definiert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen.

2. Sozialisation und Sozialisationsinstanzen: Hier werden theoretische Grundlagen der Sozialisation nach Hurrelmann und Tillmann dargelegt, um das Verständnis für die späteren Analysen zu schaffen.

3. Die HJ als Organisation: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Hitlerjugend von den Anfängen in der Weimarer Republik bis zur Etablierung als Staatsjugend nach.

4. Der Dienst in der HJ: Hier wird das Dienstgeschehen analysiert, wobei insbesondere der Pflichtsport, die ideologische Bildung und die Auswirkungen der Zeitbelastung auf die Jugendlichen im Fokus stehen.

5. Widerstand gegen die HJ: Dieses Kapitel thematisiert die verschiedenen Formen jugendlicher Opposition sowie die drakonischen Disziplinierungsmittel und Überwachungsmethoden der Nationalsozialisten.

6. Diskussion: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Verschiedenartigkeit der individuellen Erfahrungen innerhalb der Organisation.

Schlüsselwörter

Hitlerjugend, Sozialisation, Nationalsozialismus, Staatsjugend, Dienstpflicht, Widerstand, Disziplinierung, HJ-Organisation, Jugendorganisation, Volksgemeinschaft, Erziehung, Rassenstolz, Paramilitärische Ausbildung, Streifendienst, Klafki

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Rolle der Hitlerjugend als zentrales Instrument der Sozialisation im Dritten Reich und untersucht, wie die Organisation den Alltag sowie die Entwicklung der Jugendlichen prägte.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die organisatorische Genese der Hitlerjugend, die erzieherischen Methoden unter dem Nationalsozialismus, die täglichen Dienstpflichten und der Umgang mit oppositionellem Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, wie aus einer parteigebundenen Jugendorganisation eine staatlich verordnete "Staatsjugend" wurde und welche Disziplinarmittel bei der Durchsetzung des staatlichen Erziehungsanspruchs zum Einsatz kamen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Beantwortung der Fragen genutzt?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine überblicksartige Darstellung auf Basis wissenschaftlicher Fachliteratur und zieht ergänzend autobiographische Dokumente für eine differenzierte Einblicksmöglichkeit heran.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsdefinition von Sozialisation, die historische Entwicklung der HJ, die detaillierte Beschreibung des Dienstalltags sowie eine Untersuchung von Widerstandsformen und Disziplinierungspraktiken.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialisation, Staatsjugend, Pflichtmitgliedschaft, Disziplinierung, nationalsozialistische Ideologie und Jugendführung charakterisiert.

Welche Rolle spielte die "Stamm-HJ" innerhalb der Organisation?

Die Stamm-HJ galt als direkter Teil der NSDAP und war mit strengeren rassischen Anforderungen sowie erhöhten Verhaltenserwartungen verbunden, was sie von der "normalen" Hitlerjugend abhob.

Warum war der sogenannte "Streifendienst" ein zentrales Instrument?

Der Streifendienst diente als Instrument der Überwachung und Disziplinierung, insbesondere während Fahrten und außerhalb der direkten Kontrolle, wobei er eng mit der SS kooperierte.

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Details

Title
Hitlerjugend als Sozialisationsinstanz
Subtitle
Mit einem kurzen historischen Abriss
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
2,0
Author
Christof Kaczmarkiewicz (Author)
Publication Year
2010
Pages
21
Catalog Number
V172902
ISBN (eBook)
9783640929849
ISBN (Book)
9783640929672
Language
German
Tags
Hitlerjugend Sozialisation Drittes Reich Jugend Totale Institution Jungvolk Widerstand Banden Schirach Disziplin Disziplinierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christof Kaczmarkiewicz (Author), 2010, Hitlerjugend als Sozialisationsinstanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172902
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