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Ist die teilnehmende Beobachtung eine adäquate Forschungsmethode zur Erforschung der Kindesperspektive?

Titel: Ist die teilnehmende Beobachtung eine adäquate Forschungsmethode zur Erforschung der Kindesperspektive?

Hausarbeit , 2008 , 16 Seiten

Autor:in: Dominik Pohl (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit soll hauptsächlich die Fragestellung behandelt werden, ob die teilnehmende Beobachtung in der qualitativen Kindheitsforschung eine bedeutsame Rolle spielt und welche Daten mit dieser Methode der empirischen Feldforschung überhaupt gewonnen werden können.

Nachdem ich zunächst die Frage klären möchte, was teilnehmende Beobachtung überhaupt bedeutet und welche Vor- und Nachteile diese Methode mit sich bringt, werde ich in einem weiteren Abschnitt darauf eingehen, wie das Kind zum Spielball der Erziehungswissenschaft wurde.
Weiterführend werde ich mit Hilfe des Buches von Peter Gstettner „Die Eroberung des Kindes durch die Wissenschaft – Aus der Geschichte der Disziplinierung“ und dem Werk von Dudek „Geschichte der Jugend“ die Intention der Erziehungswissenschaftler darstellen, Kindheit verstehen und begreifen zu wollen. Anhand der geschichtlichen und sozialen Veränderungen seit dem 17. Jahrhundert möchte ich in diesem Zusammenhang den Wandel der Kindheitsforschung genauer beschreiben.

Mit Hilfe der Texte von Gerold Scholz „Teilnehmende Beobachtung: eine Methodologie oder eine Methode“ und „Die Konstruktion des Kindes“, sowie einem Text über teilnehmende Beobachtung von Christian Lüders, werde ich mich kritisch mit der Fragestellung dieser Hausarbeit auseinandersetzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung in das Thema

1. Was bedeutet teilnehmende Beobachtung?

2. Über das Dilemma der Erziehungswissenschaften – Kindheit verstehen zu wollen

3. Ist die teilnehmende Beobachtung eine adäquate Forschungsmethode zur Erforschung der Kindesperspektive?

4. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der teilnehmenden Beobachtung innerhalb der qualitativen Kindheitsforschung und analysiert, inwieweit diese Methode geeignet ist, authentische Einblicke in die Perspektive von Kindern zu gewinnen.

  • Grundlagen und Definition der teilnehmenden Beobachtung
  • Methodische Herausforderungen wie Verzerrung und Objektivität
  • Historische Entwicklung der Kindheitsforschung und des Verständnisses von Kindheit
  • Kritische Auseinandersetzung mit der teilnehmenden Beobachtung als Forschungsmethode
  • Die Konstruktion von Kindheit in den Erziehungswissenschaften

Auszug aus dem Buch

1. Was bedeutet teilnehmende Beobachtung?

In der empirischen Sozialforschung gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. „Die direkte Beobachtung menschlicher Handlungen, sprachlicher Äußerungen, nonverbaler Reaktionen (Mimik, Gestik, Körpersprache) und anderer sozialer Merkmale (Kleidung, Symbole, Gebräuche, Wohnformen, usw.) […]“ liegen dabei im Auge des Betrachters (Diekmann 2006, S. 456). Die Interaktion mit dem Klientel kennzeichnet dabei die Teilnahme des Forschers und lässt diesen durch das unmittelbare Mitwirken detaillierte Perspektiven des Denken und Handelns wahrnehmen.

Dennoch besitzt die Distanz zwischen Beobachter und den zu Beobachtenden einen großen Stellenwert, um eine Verzerrung der Wahrnehmung zu unterbinden. Diese könnte durch das so genannte „going-native“ entstehen, wenn der Forscher eine Werteübernahme und damit verbundene Identifikation mit dem Forschungsfeld einnimmt. Gerade bei lang andauernden wissenschaftlichen Studien besteht das Problem, sich an die Forschungsobjekte zu gewöhnen. In diesem Falle ist zunächst alles ungewohnt und unvertraut. Es stellt sich zunächst die Frage, ob der Forscher in der Lage ist, das Gesehene und Gehörte so interpretieren, dass es die subjektiven Deutungen der Betroffenen wiedergibt. Dennoch besteht auch hier die Gefahr, dass man sich mit der untersuchten Gruppe in einer Art und Weise identifiziert, die den geboten Abstand in Frage stellt und dies zu einer Verzerrung der Wahrnehmung führen kann. Aus diesem Grund wird von den meisten Vertretern der qualitativen Sozialforschung verlangt, dass der Forscher darauf zu achten habe, eine kritische Distanz im Sinne der Objektivität nicht zu verlieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung in das Thema: Es wird die Forschungsfrage formuliert, ob die teilnehmende Beobachtung in der qualitativen Kindheitsforschung eine bedeutende Rolle einnimmt und welche Erkenntnisse sie über das Kindesleben liefern kann.

1. Was bedeutet teilnehmende Beobachtung?: Das Kapitel erläutert die Grundlagen der Methode, diskutiert die Gefahren der subjektiven Verzerrung und unterscheidet zwischen offener sowie verdeckter Beobachtung.

2. Über das Dilemma der Erziehungswissenschaften – Kindheit verstehen zu wollen: Der Abschnitt skizziert den historischen Wandel der Kindheitsforschung vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, wobei der Fokus auf der disziplinierenden Konstruktion des Kindes durch die Wissenschaft liegt.

3. Ist die teilnehmende Beobachtung eine adäquate Forschungsmethode zur Erforschung der Kindesperspektive?: Die Autorität der Methode wird kritisch hinterfragt, wobei die Balance zwischen Nähe und Distanz sowie die Ko-Konstruktion von Daten durch Forscher und Beforschte im Zentrum steht.

4. Reflexion: Abschließend wird konstatiert, dass Forschungsmethoden fortlaufende Prozesse darstellen und die Erkenntnis der kindlichen Perspektive stets eine Herausforderung bleibt, die ein Bewusstsein für die eigene Rolle erfordert.

Schlüsselwörter

Teilnehmende Beobachtung, Kindheitsforschung, Kindesperspektive, qualitative Sozialforschung, Erziehungswissenschaften, Disziplinierung, Forschungsfeld, Beobachterrolle, Ko-Konstruktion, Subjektivität, Objektivität, pädagogisches Wahrnehmen, Kindheitskonstruktion, Feldforschung, Datengewinnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der methodologischen Eignung der teilnehmenden Beobachtung zur Erforschung der kindlichen Perspektive innerhalb der qualitativen Sozialforschung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Definition und Anwendung der teilnehmenden Beobachtung, die historische Entwicklung der Kindheitsforschung sowie die kritische Reflexion des Forschers auf seine eigene Rolle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die teilnehmende Beobachtung eine adäquate Methode ist, um die reale Perspektive von Kindern zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse bestehender Fachliteratur (u.a. von Scholz, Lüders, Foucault und Gstettner) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Definition der teilnehmenden Beobachtung, ihre methodischen Grenzen, die historische Genese der "Eroberung des Kindes" durch die Wissenschaft und die fachliche Diskussion über deren Eignung erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Kindheitsforschung, teilnehmende Beobachtung, methodologische Kritik und subjektive Verzerrung charakterisieren.

Welche Rolle spielt die historische Perspektive in der Arbeit?

Die historische Perspektive dient dazu aufzuzeigen, wie das Verständnis von Kindheit vom 17. bis zum 20. Jahrhundert durch erziehungswissenschaftliche Disziplinierung geprägt und konstruiert wurde.

Wie bewertet der Autor die Gefahr des "going-native"?

Der Autor sieht darin ein zentrales Problem für die Objektivität, da die zu enge Identifikation mit dem Forschungsfeld die kritische Distanz gefährdet und zu selektiver Wahrnehmung führen kann.

Was bedeutet "Ko-Konstruktion" im Kontext der Beobachtung?

Der Begriff beschreibt, dass Daten bei der teilnehmenden Beobachtung nicht "unverfälscht" gewonnen werden, sondern als Ergebnis einer Interaktion zwischen Forscher und Beforschten entstehen.

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Details

Titel
Ist die teilnehmende Beobachtung eine adäquate Forschungsmethode zur Erforschung der Kindesperspektive?
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Autor
Dominik Pohl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V173031
ISBN (eBook)
9783640931774
ISBN (Buch)
9783640931545
Sprache
Deutsch
Schlagworte
teilnehmende Beobachtung Forschungsmethode Kindesperspektive Erziehungswissenschaft Pädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dominik Pohl (Autor:in), 2008, Ist die teilnehmende Beobachtung eine adäquate Forschungsmethode zur Erforschung der Kindesperspektive?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173031
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Leseprobe aus  16  Seiten
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