Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia universal - Prehistoria e Historia antigua

Zwischen Abscheu und Hochachtung. Otto von Freising über die italienischen Stadtstaaten (Gesta II, 14)

Título: Zwischen Abscheu und Hochachtung. Otto von Freising über die italienischen Stadtstaaten (Gesta II, 14)

Trabajo Escrito , 2023 , 15 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: John Schröder (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit Otto von Freising, der einer der wichtigsten Geschichtsschreiber des Mittelalters war. Der zu Grunde gelegte Quellentext ist „Gesta Frederici II, 14“. Otto beschreibt in diesem Abschnitt vor allem die Bewohner der Lombardei, was im Zusammenhang des Konflikts zwischen Friedrich I. von Barbarossa und den norditalienischen Städten interessant wird.
Zwei Fragen werden in dieser Hausarbeit zentral sein. Wie beschreibt und bewertet Otto von Freising die norditalienischen Städte und deren Bewohner? Und inwiefern ist die Beschreibung Ottos ein Ausdruck der beiden Momente von Ordo und Mobilität, die das Mittelalter durchziehen und strukturieren?
Der Aufbau der Hausarbeit sieht wie folgt aus: Zuerst wird die Quellenlage dargestellt; dann wird der historische Kontext erläutert, um die Aussagen Otto von Freisings einordnen zu können. Die Untersuchung des Quellentextes geschieht dreigeteilt: Erstens wird die Hochachtung aufgearbeitet, die Otto von Freising den norditalienischen Städten entgegenbringt. Im zweiten Schritt wird die Kritik Ottos an den Städten dargestellt und eingeordnet. Diese Ambivalenz gilt es dann zu erklären und mit den beiden Momenten des Ordo und der Mobilität zu verbinden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellenlage

3. Historischer Kontext

3.1. Friedrich I. Barbarossa

3.2. Die norditalienischen Städte

3.3. Friedrich I. Barbarossa und die norditalienischen Städte

4. Analyse des Themas

4.1. Gesta II, 14: Hochachtung für die norditalienischen Städte

4.1.1. Der römische Einfluss auf die Städte

4.1.2. Prosperität der Städte

4.2. Gesta II, 14: Abscheu vor den norditalienischen Städten

4.2.1. Der barbarische Einfluss auf die Städte

4.2.2. Autonome oder herrschaftskritische Einstellung der Städte

4.2.3. Unterjochung der Bewohner und Möglichkeit zur standes- und altersübergreifenden Herrschaftspartizipation

5. Fazit: Zwischen Hochachtung und Abscheu

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die ambivalente Darstellung der norditalienischen Stadtstaaten und ihrer Bewohner in Otto von Freisings „Gesta Frederici II, 14“ im Kontext des Konflikts zwischen Friedrich I. Barbarossa und den Kommunen. Dabei wird analysiert, inwiefern die Beschreibung Ottos als Ausdruck des Aufeinandertreffens zweier gegensätzlicher gesellschaftlicher Konzepte – des feudalen „Ordo“ und der städtischen „Mobilität“ – zu verstehen ist.

  • Otto von Freisings Geschichtsschreibung und seine Sicht auf die lombardischen Städte.
  • Die Rolle von Friedrich I. Barbarossa und das feudale Herrschaftsverständnis.
  • Die Autonomiebestrebungen und die sozioökonomische Struktur der norditalienischen Kommunen.
  • Der Gegensatz zwischen dem antiken römischen Erbe und dem „barbarischen“ Charakter der Bewohner.
  • Die Ambivalenz von Hochachtung und Abscheu in der zeitgenössischen Chronistik.

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Der römische Einfluss auf die Städte

Otto von Freising stellt die Bewohner der Lombardei im 12. Jh. n. Chr. in eine gemeinsame Linie mit den Römern. Zwar waren sie ursprünglich barbarischen Charakters, als sie im 6. Jh. in Italien einfielen, doch sie „legten ihre rohe barbarische Wildheit ab“, indem sie sich mit den Eingeborenen Italiens verheirateten. Auf diese Art und Weise reifte die „römische Gesittung und Gedankenschärfe“ auch in ihnen heran und sie konservierten „die Eleganz der lateinischen Sprache und die verfeinerte Lebensart.“ Otto von Freising sieht auch in der erfolgreichen Verwaltung und im politischen System der Städte die kluge Handschrift der alten Römer.

Bei Otto von Freising wird eine große Wertschätzung für das antike Rom deutlich. Dies passt auch gut zu den Ambitionen und zum Selbstverständnis des Kaisers, das antike römische Reich fortzuführen. Anhand von lombardischen Quellen des Hochmittelalters wird allerdings deutlich, dass sie in ihrem Selbstverständnis kein so ungebrochenes Verhältnis zu Rom hatten, wie Otto es darstellt. Hier am Beispiel von Mailand: Während zwar das ältere geistliche Geschichtsbild der mailändischen Geschichtsschreiber noch von einer Gleichrangigkeit zwischen Rom und Mailand ausging, betonte das jüngere kommunal geprägte Geschichtsbild eher die Feindschaft Roms und Mailands und beanspruchte Eigenständigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema im Kontext der mittelalterlichen Periodisierung und definiert die Fragestellung bezüglich der Ambivalenz in Otto von Freisings Gesta.

2. Quellenlage: Dieses Kapitel erörtert den Quellenwert der Gesta Frederici, insbesondere die Nähe Ottos zum kaiserlichen Hof und die daraus resultierende Tendenzhaftigkeit des Werkes.

3. Historischer Kontext: Es werden die Grundlagen zur Person Friedrich I. Barbarossa, die Entwicklung der norditalienischen Städte sowie deren spannungsreiches Verhältnis zueinander und zum Kaiser dargelegt.

4. Analyse des Themas: Das Hauptkapitel untersucht detailliert die von Otto von Freising geäußerte Hochachtung (römischer Einfluss, Prosperität) und den Abscheu (barbarischer Charakter, Herrschaftskritik, Unterjochung) gegenüber den italienischen Kommunen.

5. Fazit: Zwischen Hochachtung und Abscheu: Das Fazit fasst zusammen, dass Ottos Ambivalenz ein direktes Spiegelbild des Konflikts zwischen der gottgewollten Feudalordnung (Ordo) und dem aufstrebenden bürgerlichen Verständnis (Mobilität) ist.

Schlüsselwörter

Otto von Freising, Gesta Frederici, Friedrich I. Barbarossa, Norditalienische Städte, Kommunen, Lombardei, Ordo, Mobilität, Hochmittelalter, Herrschaftskritik, Autonomie, Feudalismus, Römische Gesittung, Stadtstaat, Geschichtsschreibung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ambivalenten Darstellung norditalienischer Stadtstaaten in der Chronik „Gesta Frederici“ von Otto von Freising.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis zwischen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und den italienischen Kommunen, die Entstehung städtischer Autonomie sowie der theoretische Konflikt zwischen dem feudalen Ordo und städtischer Mobilität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum Otto von Freising den lombardischen Städten gleichzeitig mit Hochachtung und Abscheu begegnete und wie sich dies aus seiner Weltsicht erklären lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenanalytischen Untersuchung der Gesta Frederici unter Einbeziehung zeitgenössischer lombardischer Quellen und aktueller geschichtswissenschaftlicher Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der positiven Aspekte (römischer Einfluss, wirtschaftlicher Erfolg) und der negativen Kritik (barbarische Herkunft, Herrschaftskritik, Unterjochung von Adligen) aus der Sicht Ottos.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Otto von Freising, Lombardische Städte, Barbarossa, Ordo, Mobilität, Autonomie und Geschichtsbewusstsein.

Wie bewertet Otto von Freising den Einfluss Roms auf die lombardischen Städte?

Otto von Freising wertet den Einfluss Roms sehr positiv; er sieht in den Städten Erben römischer Kultur, lateinischer Sprache und Verwaltung, was er als einen Grund für ihre Prosperität anführt.

Was meint die Arbeit mit dem Begriff „Mobilität“ im Gegensatz zu „Ordo“?

„Ordo“ steht für die gottgewollte, statische Feudalordnung des Kaisers, während „Mobilität“ das neue, dynamische Streben der Städte nach politischer Partizipation und bürgerlicher Autonomie beschreibt.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Zwischen Abscheu und Hochachtung. Otto von Freising über die italienischen Stadtstaaten (Gesta II, 14)
Universidad
University of Siegen  (Historisches Seminar)
Curso
Einführung in die mittelalterliche Geschichte
Calificación
2,0
Autor
John Schröder (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
15
No. de catálogo
V1731074
ISBN (PDF)
9783389192979
ISBN (Libro)
9783389192986
Idioma
Alemán
Etiqueta
Otto von Freising Italienische Städte Gesta Frederici
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
John Schröder (Autor), 2023, Zwischen Abscheu und Hochachtung. Otto von Freising über die italienischen Stadtstaaten (Gesta II, 14), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1731074
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  15  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint