Innovationen stellen in Wirtschaftsunternehmen die treibenden Wertschöpfungsfaktoren dar. Sowohl aus volks- als auch aus betriebswirtschaftlichem Blickwinkel sind Innovationen der entscheidende Hebel zur Profitabilitäts- und Wachstumssteigerung. Zur Förderung und Steigerung der Innovationsfähigkeit in Unternehmen gilt maßgeblich das Implementieren eines systematischen Innovationsmanagements.
In den Wirtschaftswissenschaften ist die Einführung von Innovationsmanagement gut erforscht. Jedoch zeigen sich in Bezug auf gelebtes Innovationsmanagement große Herausforderungen. Zwei seien exemplarisch genannt: Innovation wird im betrieblichen Umfeld zumeist nicht als Transformationsprozess verstanden, sondern nur mit Produktentwicklung gleichgesetzt. Und beim Thema Innovation liegen mittelständische Unternehmen zurück, besonders in Schleswig-Holstein.
Zu klären ist daher, wie Innovation in mittelständischen Betrieben in Schleswig-Holstein aufgefasst und umgesetzt wird. Besonderes Augenmerk gilt der Frage, welche Veränderungen durch die Beschäftigung mit Innovation in den mittelständischen Betrieben hervorgerufen werden, auch mit Blick auf die Dimensionen Individuum und Organisationskultur. Offen ist, wie der Transfer von dem Vorhaben, Innovationsprozesse zu implementieren, zu gelebter Innovationskraft auf allen Ebenen des Unternehmens gelingt. Eine weitere Fragestellung besteht in dem Zusammenhang zwischen persönlicher Transformation und institutionellem Wandel.
Die Forschungsergebnisse sollen einen Beitrag dazu leisten, die Einflüsse von Innovation in mittelständischen Unternehmen zu beleuchten. Mit den Ergebnissen sollen Ansätze auf übertragbare, branchenübergreifende Erkenntnisse über Innovationen in KMU`s in Schleswig-Holstein gewonnen werden. Dadurch sollen die Unternehmen ihr Bestehen sichern sowie ihre Zukunftsfähigkeit stärken können.
Qualitative Untersuchung der Frage, welchen Einfluss Mitarbeitende und Organisationskultur auf die Innovationskraft eines Unternehmens haben. Mit den Ergebnissen sollen Ansätze auf übertragbare, branchenübergreifende Erkenntnisse über Innovationen in KMU in Schleswig-Holstein gewonnen werden. Dadurch sollen die Unternehmen ihr Bestehen sichern sowie ihre Zukunftsfähigkeit stärken können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problembeschreibung
1.2 Zielsetzung
1.3 Forschungsfragen
1.4 Methodologie, Erhebungs- und Auswertungsmethoden
1.5 Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise bei der Literaturrecherche
2. Innovation
2.1 Begriffsbestimmung und Dimensionen von Innovation
2.2 Innovationsprozess
2.3 Innovationsmanagement
2.4 Innovation und Führung
2.5 Innovation und Change
2.6 Innovation und Kommunikation
2.7 Innovationskultur
2.8 Individuum und Innovation
3. Widerstände gegen Innovation
3.1 Organisationale Widerstände
3.2 Individuelle Widerstände
4. Innovation und Mittelstand
4.1 Begriffsbestimmung Mittelstand
4.2 Innovationshemmnisse im Mittelstand
4.3 Innovation in mittelständischen Unternehmen in Schleswig-Holstein
4.3.1 Innovationsansätze und -aktivitäten in Schleswig-Holstein
4.3.2 Innovationshemmnisse in Schleswig-Holstein
5. Ergebnisse: Beantwortung der theoretischen Subforschungsfragen
5.1 Auswirkung von Organisationskultur auf die Innovationskraft in mittelständischen Unternehmen Schleswig-Holsteins
5.2 Einfluss der Mitarbeitenden auf die Innovationskraft
6. Erhebung und Auswertung der empirischen Ergebnisse
6.1 Forschungsdesign und Methodenauswahl
6.2 Sampling und Stichprobenwahl
6.3 Interviewleitfaden und Ausführung der Interviews
6.4 Kategorienbildung und Operationalisierung
6.5 Gütekriterien und Qualitätssicherung
6.6 Datenauswertung
7. Darstellung und Auswertung der empirischen Ergebnisse
7.1 HK1 Innovationsverständnis
7.2 HK2 Innovierendes Unternehmen
7.3 HK3 Interne und externe Hemmnisse
7.4 HK4 Eigenschaften von Markt, Technologie / Produkt
7.5 HK5 Eigenschaften des Umfeldes
8. Ergebnisse: Beantwortung der empirischen Subforschungsfragen
8.1 Verständnis von Innovation in mittelständischen Unternehmen Schleswig-Holsteins
8.2 Förderliche und hinderliche Faktoren für Innovation aus Sicht der mittelständischen Unternehmen Schleswig-Holsteins
9. Conclusio
9.1 Ergebnis: Beantwortung der Hauptforschungsfrage
9.2 Diskussion und Ausblick
9.3 Limitationen
Zielsetzung & Themen
Ziel der Masterarbeit ist die Untersuchung der relevanten Aspekte für Innovation in mittelständischen Unternehmen in Schleswig-Holstein. Dabei wird insbesondere analysiert, welchen Einfluss Mitarbeitende und die Organisationskultur auf die Innovationskraft haben sowie welche Faktoren aus Sicht der Unternehmen Innovation fördern oder hemmen.
- Einfluss der Organisationskultur auf die Innovationskraft
- Rolle der Mitarbeitenden als Innovationsressource
- Innovationshemmnisse im mittelständischen Kontext
- Förderliche Faktoren für Innovationsprozesse
- Analyse regionaler Besonderheiten in Schleswig-Holstein
Auszug aus dem Buch
Innovationsverständnis des innovierenden Unternehmens
Alle Aussagen zum Innovationsverständnis innerhalb des eigenen Unternehmens sind in UK 2.1 aufgenommen. In Abgrenzung zu HK1 nennen die IP konkret Aspekte, die ihr innovierendes Unternehmen betreffen. Aus den Befragungen sind 20 Paraphrasen gebildet.
Auch auf ihr eigenes Unternehmen bezogen nennen die IP, dass Innovation mit Erneuerung definiert werden kann: „Wenn […] die Übersetzung Erneuerung ist, dann sind wir natürlich permanent innovativ und permanent in der Erneuerung“ (IP_02, 00:23:26). Strukturelle Änderungen werden als Innovation empfunden. Und ebenso Änderungen auf vielen Ebenen des Unternehmens: „Ich glaube, dass alles andere auch dazu gehört, nicht nur die technische Entwicklung, sondern [auch, d. Verf.] die Mitarbeiterentwicklung, die Strukturentwicklung, die Organisationsentwicklung...“ (IP_04, 00:11:21). Das Innovationsverständnis im eigenen Unternehmen ist breit gefächert in technische, strukturelle, soziale oder kompetenzgebundene Aspekte.
Durch Innovation zu einem Alleinstellungsmerkmal des eigenen Unternehmens und zu einem Wettbewerbsvorteil zu kommen, ist ein relevanter Aspekt. Innovation ist „alles, was uns nach vorne bringt, alles was wir anders machen“ (IP_04, 00:11:42). Die Differenzierung des eigenen Unternehmens oder Produktes führt dazu, sich von anderen abzuheben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel beschreibt die Problemstellung, die Forschungsfragen und die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Innovation: Hier werden theoretische Grundlagen zu Innovationsbegriffen, -prozessen und -management sowie der Rolle von Führung und Kultur dargelegt.
3. Widerstände gegen Innovation: Dieses Kapitel beleuchtet organisationale und individuelle Widerstände, die Innovationsprozesse hemmen können.
4. Innovation und Mittelstand: Es wird die spezifische Situation von mittelständischen Unternehmen und deren Innovationshemmnisse analysiert.
5. Ergebnisse: Beantwortung der theoretischen Subforschungsfragen: Dieses Kapitel fasst die theoretischen Erkenntnisse zur Auswirkung von Organisationskultur und Mitarbeitenden auf die Innovationskraft zusammen.
6. Erhebung und Auswertung der empirischen Ergebnisse: Hier werden das Forschungsdesign, die Stichprobenwahl und die methodische Vorgehensweise der qualitativen Untersuchung erläutert.
7. Darstellung und Auswertung der empirischen Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Experteninterviews anhand der Hauptkategorien.
8. Ergebnisse: Beantwortung der empirischen Subforschungsfragen: Hier werden die empirischen Befunde zu Verständnis und Einflussfaktoren auf Innovation zusammengeführt.
9. Conclusio: Das abschließende Kapitel beantwortet die Hauptforschungsfrage, diskutiert die Ergebnisse und gibt einen Ausblick.
Schlüsselwörter
Innovation, Innovationsmanagement, Mittelstand, Schleswig-Holstein, Innovationskraft, Organisationskultur, Innovationshemmnisse, Mitarbeitende, Innovationsprozess, Führung, Change-Management, Unternehmertum, qualitative Inhaltsanalyse, Experteninterviews, Wettbewerbsvorteil.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie mittelständische Unternehmen in Schleswig-Holstein Innovationen gestalten und welche Faktoren ihre Innovationskraft beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind Innovationsmanagement, Organisationskultur, der Einfluss von Mitarbeitenden auf Innovationsprozesse sowie spezifische Innovationshemmnisse im Mittelstand.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu identifizieren, welche Aspekte bei der Innovation in mittelständischen Betrieben in Schleswig-Holstein relevant sind, um Unternehmen in ihrer Innovationskraft zu bestärken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine qualitative Untersuchung mittels leitfadengestützter Experteninterviews durchgeführt und das Material mittels strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturanalyse sowie einen empirischen Teil, der die Ergebnisse aus zehn Experteninterviews mit Unternehmensvertretern darstellt und interpretiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Innovation, Innovationskraft, Mittelstand, Organisationskultur, Fachkräftemangel und Innovationsmanagement.
Welches ist laut den Ergebnissen das größte Innovationshemmnis für mittelständische Unternehmen in Schleswig-Holstein?
Das mit Abstand größte Hemmnis ist der Fachkräftemangel, da Unternehmen aufgrund fehlenden qualifizierten Personals ihre Innovationstätigkeiten einschränken müssen.
Welche Rolle spielen Familienunternehmen in dieser Studie?
Die Studie zeigt, dass Familienunternehmen einen starken Zusammenhalt bieten, was von den Befragten als wesentliche Ressource für Innovationsprozesse angesehen wird.
- Quote paper
- Kerstin Tanneberg (Author), 2021, Innovation in mittelständischen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1731075