Die deutsche Modebranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Während die Frequenz neuer Kollektionen durch Fast Fashion drastisch zunimmt, zwingen steigende Lebenshaltungskosten und die Inflation Verbraucher zu einer Reduzierung ihrer Bekleidungsausgaben und führen zu einer Insolvenzwelle im Handel. Um in diesem dynamischen Marktumfeld Kaufanreize zu setzen und Lagerbestände zu reduzieren, setzen Unternehmen verstärkt auf zeitlich begrenzte Preisnachlässe im E-Commerce. Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht im Rahmen einer quantitativen empirischen Analyse die konkreten Auswirkungen dieser Online-Rabattaktionen auf das Konsumentenverhalten in Deutschland.
Auf Basis psychologischer, neurologischer und ökonomischer Wirkungstheorien – darunter der neuroökonomische „Schmerz des Bezahlens“ sowie der marketingtheoretische Knappheitseffekt – wurden fünf zentrale Hypothesen aufgestellt. Diese prüfen den Einfluss soziodemografischer Merkmale (Geschlecht und Alter), der Nutzungshäufigkeit, der Rabatthöhe sowie der wahrgenommenen Kaufsicherheit auf die finale Kaufwahrscheinlichkeit. Die Ergebnisse einer eigens durchgeführten Online-Befragung verdeutlichen, dass zeitlich begrenzte Rabatte einen starken finanziellen Beschleuniger für Kaufentscheidungen darstellen, deren Erfolg jedoch maßgeblich von strategischen Faktoren wie der prozentualen Nachlasshöhe und der Vertrauenswürdigkeit des Online-Shops abhängt. Die Arbeit schließt mit fundierten Handlungsempfehlungen für das digitale Modemarketing zur Optimierung von Sale-Kampagnen.
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- Anna Schumilowa (Auteur), 2024, Online-Rabattaktionen und ihre Auswirkungen auf das Kaufverhalten in der deutschen Modebranche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1731119