Gegenstand dieser Arbeit ist das Aufzeigen von Übereinstimmungen und Differenzen zur Förderung von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und dem Förderschwerpunkt (FSP) Lernen. Als Grundlage wird zunächst auf relevante Termini, ein Bedingungsmodell für das Gelingen effektiver Förderung von Kindern mit ASS sowie jeweilige Indikatoren zur Förderung eingegangen. Die Autismus-Spektrum-Störung wird dabei sowohl anhand der früheren ICD-10-Klassifikation als auch unter Berücksichtigung der aktuellen ICD-11 eingeordnet. Es werden zentrale Förderbedarfe sowie Methoden wie strukturierte Lernumgebungen, visuelle Hilfen, PECS, TEACCH, Social Stories, Modelllernen und Scaffolding betrachtet.
Die Arbeit zeigt, dass beide Förderbereiche viele Gemeinsamkeiten aufweisen, insbesondere in der individuellen Förderung, Strukturierung und sozial-emotionalen Unterstützung. Unterschiede bestehen vor allem in den jeweiligen Zielsetzungen und methodischen Schwerpunkten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Autismus-Spektrum-Störungen
2.1.1. Frühkindlicher Autismus als frühere diagnostische Kategorie
2.1.2. Asperger-Syndrom als frühere diagnostische Kategorie
2.1.3. Atypischer Autismus als frühere diagnostische Kategorie
3. Förderbedarf
3.1. Förderbedarf für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen
3.2. Indikatoren für den sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen
4. Fördermöglichkeiten bei Autismus-Spektrum-Störungen
4.1. Rahmenmodell der schulischen Förderung
4.2. Fördermaßnahmen und -methoden
4.2.1. Unterrichtsmaterialien und -struktur
4.2.1.1. PECS
4.2.1.2. TEACCH
4.2.2. Förderung sozialer und emotionaler Fähigkeiten
4.2.2.1. Social Story und Comic Strip Gespräche
4.2.2.2. Modell- oder Imitationslernen
4.2.2.3. Positive Verhaltensunterstützung
5. Fördermöglichkeiten im Förderschwerpunkt Lernen
5.1. Unterrichtsmaßnahmen und -strategien
5.1.1. Aufgabenbezogene Maßnahmen
5.1.2. Lernprozessbezogene Strategien
5.1.3. Scaffolding
5.2. Förderung sozialer und emotionaler Fähigkeiten
5.2.1. Storyline
5.2.2. Kognitives Modellieren
6. Übereinstimmungen und Differenzen
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Übereinstimmungen und Unterschiede in der pädagogischen Förderung von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und Kindern mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt (FSP) Lernen im schulischen Kontext aufzuzeigen und zu analysieren.
- Grundlagen zur Autismus-Spektrum-Störung unter Berücksichtigung der aktuellen ICD-11-Klassifikation.
- Analyse der spezifischen Förderbedarfe bei ASS sowie der Indikatoren für den Förderschwerpunkt Lernen.
- Darstellung und Vergleich bewährter Fördermaßnahmen und methodischer Ansätze beider Bereiche.
- Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten und Differenzen in der schulischen Praxis.
Auszug aus dem Buch
4.2.1.2. TEACCH
Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children (TEACCH) ist ein umfangreicher pädagogisch-therapeutischer Ansatz, der die jeweiligen Besonderheiten und Stärken der Schüler*innen berücksichtigt und individuelle Hilfen zur Unterstützung beim Lernen und zur selbständigen Entwicklung des Alltags in den Fokus stellt. Eine große Rolle spielt hierbei die Zusammenarbeit von Eltern, Lehrkräften und allen weiteren betreuenden Personen. Grundlage der methodischen Vorgehensweise ist das strukturierte Lernen, welches durch Visualisierungen und Strukturierungshilfen gefördert wird und sich auf alle Lebensbereiche bezieht. Auf der Basis eines bestmöglichen Verständnisses für die autistische Wahrnehmung und deren Auswirkungen auf das Lernen, werden individuelle Unterrichtsstrategien erstellt. Folgende Herangehensweisen sind kennzeichnend für den TEACCH-Ansatz:
• Räumliche Strukturierung
• Zeitliche Strukturierung
• Strukturierung von Tätigkeiten und Materialien (Tuckermann, et al., 2012)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung formuliert das Ziel der Arbeit, einen Vergleich der Förderung von Kindern mit ASS und dem FSP Lernen im Schulkontext vorzunehmen.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den Autismus-Spektrum-Begriffs und ordnet frühere Diagnosen wie Frühkindlicher Autismus oder Asperger-Syndrom historisch in die aktuelle ICD-11-Systematik ein.
3. Förderbedarf: Hier werden die spezifischen Unterstützungsbedarfe bei ASS und die Indikatoren für den Förderschwerpunkt Lernen dargelegt.
4. Fördermöglichkeiten bei Autismus-Spektrum-Störungen: Das Kapitel stellt das Rahmenmodell der schulischen Förderung vor und erläutert spezifische Methoden wie PECS und TEACCH.
5. Fördermöglichkeiten im Förderschwerpunkt Lernen: Hier werden Unterrichtsmaßnahmen und -strategien wie Scaffolding sowie Methoden wie Storyline und Kognitives Modellieren beschrieben.
6. Übereinstimmungen und Differenzen: Dieses Kapitel führt die wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Förderansätze tabellarisch zusammen.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Fördergrundsätze und betont die Notwendigkeit individueller, ressourcenorientierter Unterstützung.
Schlüsselwörter
Autismus-Spektrum-Störung, Förderschwerpunkt Lernen, Inklusion, Sonderpädagogik, Förderplanung, TEACCH, PECS, Scaffolding, soziale Kompetenzen, Unterrichtsstrukturierung, individuelle Förderung, Lernprozessbegleitung, Verhaltensunterstützung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Übereinstimmungen und Unterschiede in der Förderung von Schülern mit Autismus-Spektrum-Störung im Vergleich zu Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen diagnostische Hintergründe, die Definition von Förderbedarfen sowie konkrete methodische Ansätze für den schulischen Alltag.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, pädagogischen Fachkräften aufzuzeigen, wie Förderung für beide Gruppen erfolgreich gestaltet werden kann und wo die methodischen Schnittmengen liegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Grundlagen und bestehende Förderkonzepte zusammenführt und vergleichend gegenüberstellt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung von Autismus, die Analyse von Förderbedarfen sowie die detaillierte Darstellung spezifischer Fördermaßnahmen für ASS und den FSP Lernen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Autismus-Spektrum-Störung, Förderschwerpunkt Lernen, Inklusion, individuelle Förderplanung und methodische Strukturierungshilfen.
Welche Rolle spielt der TEACCH-Ansatz?
Der TEACCH-Ansatz dient als Beispiel für eine strukturierte Lernumgebung, die besonders für autistische Kinder durch räumliche und zeitliche Strukturierung Sicherheit bietet.
Wie unterscheidet sich die Sprachförderung bei beiden Schwerpunkten?
Während beim FSP Lernen die Entwicklung von Alltags- zur Bildungssprache im Vordergrund steht, liegt bei ASS der Fokus oft auf alternativen Kommunikationsformen und der sozialen Kommunikation.
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- Anonym (Autor), 2024, Autismus-Spektrum-Störung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1733179