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Preisdeterminanten des europäischen Emissionshandelssystems

Titel: Preisdeterminanten des europäischen Emissionshandelssystems

Bachelorarbeit , 2022 , 71 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Anonym (Autor:in)

VWL - Umweltökonomie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Bachelorarbeit werden die Einflussfaktoren der Preisbildung der Emissionszertifikate empirisch untersucht. Die Analyse der Preisdeterminanten findet anhand einer multivariaten Regressionsanalyse statt. Ziel dieser Untersuchung ist es die Relevanz und die zeitliche Entwicklung, über die Handelsperioden dieser Faktoren darzustellen. Die Bachelorarbeit konzentriert sich dabei auf das Europäische Modell des Emissionshandelssystems. Dafür werden stellvertretend die Länder Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Italien als größte Industrienationen Europas betrachtet.

Die Arbeit gliedert sich in fünf Bereiche. Sie beginnt nach der Einleitung mit den Grundlagen des EU-Emissionsrechtehandels. Dabei wird zuerst der geschichtliche Ursprung des Emissionsrechtehandels erläutert. In diesem Kapitel wird auf den Ursprung des Umweltproblems, sowie erste Theoreme zum Umgang mit diesem Problem eingegangen. Darauf folgt eine Darstellung der Kyoto-Konferenz auf der das Handelssystem festgelegt wurde. Im darauffolgenden Unterkapitel folgt eine Erklärung des Europäische Handelssystems. Dabei wird zuerst auf die Funktionsweise und die Preisbildung eingegangen. Dieses Unterkapitel legt eine Basis zur Preisbildungsanalyse, die im empirischen Teil der Arbeit folgt. Darauf findet die Erläuterung der Allokation der Zertifikate statt. Das Unterkapitel wird mit den Handelsteilnehmern und deren Möglichkeiten des Handels abgeschlossen. Das letzte Unterkapitel der geschichtlichen Hintergründe betrachtet die vier einzelnen Handelsphasen und stellt die Neuerungen des Systems in den jeweiligen Perioden dar. [...]

Leseprobe


1. Einführung

1.1. Herausforderung und Zielsetzung

1.2. Verlauf der Arbeit

2. Grundlagen des EU-Emissionsrechtehandels

2.1. Geschichtlicher Hintergrund

2.1.1.Die Umwelt als gesellschaftliche Ressource

2.1.2.Externe Effekte

2.1.3.Die Pigou Steuer

2.1.4.Das Coase Theorem

2.1.5.Der Ursprung des Kyoto Protokolls

2.1.6.Die Mechanismen des Kyoto Protokolls

2.2. Das EU-ETS

2.2.1.Funktionsweise und Preisbildung

2.2.2.Allokation

2.2.3.Handelsteilnehmer und deren Möglichkeiten

2.3. Die EU-Emissionshandelsperioden

2.3.1.Pilotphase 2005-2007

2.3.2.2. Handelsperiode 2008-2012

2.3.3.3. Handelsperiode 2013-2020

2.3.4.4. Handelsperiode 2021-2030

3. Literaturüberblick der Preisdeterminanten der EU-Emissionszertifikate

3.1. Temperatur als Preisdeterminante

3.2. Fossile Brennstoffe als Preisdeterminante

3.3. Wirtschaftliches Wachstum und politischer Einfluss als Preisdeterminante

4. Empirische Untersuchung der Preisdeterminanten des EU-ETS

4.1. Der Datensatz

4.2. Multivariate Regressionsanalyse

4.3. Überprüfung der Gauß-Markov Annahmen.

4.4. Regressionsergebnisse und Diskussion

5. Fazit und Ausblick

6. Anhang

6.1. Abbildungen

6.2. Tabellen

6.3. Beschreibung des Codes

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Faktoren, die die Preisbildung von CO2-Emissionszertifikaten innerhalb des EU-Emissionshandelssystems (EU-ETS) beeinflussen. Das primäre Ziel ist es, die Relevanz und zeitliche Entwicklung dieser Preisdeterminanten über die verschiedenen Handelsperioden hinweg mittels einer multivariaten Regressionsanalyse für die wichtigsten europäischen Industrienationen empirisch darzustellen.

  • Analyse des Einflusses von Energiemärkten auf die Zertifikatspreise
  • Untersuchung der Rolle von Wetterphänomenen und der Temperatur
  • Evaluierung des Zusammenhangs zwischen Wirtschaftswachstum (BIP) und Emissionen
  • Berücksichtigung globaler Krisen (Finanzkrise, Corona-Pandemie) als Einflussfaktoren
  • Vergleichende Untersuchung der vier Handelsperioden des EU-ETS

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Externe Effekte

Externe Effekte können sowohl positiv als auch negativ sein. Positive externe Effekte sind Teil der reinen öffentlichen Güter und beschreiben eine Auswirkung, von der Leute profitieren können, die zu ihrer Produktion aber keinen Beitrag geleistet haben. Beispiele dafür sind die öffentlichen Infrastrukturen, wie Signalanlagen oder Straßen, wie auch die Bekämpfung von Krankheiten. Für die Betrachtung der Umweltfolgen müssen jedoch die unreinen öffentlichen Güter, spezifisch die Allmende Güter betrachtet werden. Diese produzieren keinen positiven, sondern einen negativen externen Effekt. Da bei Allmende Gütern kein Ausschluss einzelner Parteien möglich ist, ist es nicht möglich die Folgekosten der negativen externen Effekte in eine Preisbildung einfließen zu lassen. Somit entsteht auch kein Preis, den der Verursacher direkt zu tragen hat. Da sie nicht in die Marktpreisbildung mit einfließen, werden diese Effekte als extern bezeichnet. Auf die Umwelt bezogen treten die negativen externen Effekte als anthropogener Klimawandel auf. Durch die Nutzung von fossilen Energieträgern und dem daraus resultierenden CO2 Ausstoß erwärmt sich das Klima der Erde immer weiter. Um diese negativen externen Effekte und die daraus resultierenden Kosten, zu vermeiden, muss die uneingeschränkte Belastung der Umwelt mit Emissionen vermindert werden. Durch die sogenannte Internalisierung ist es möglich die Folgekosten auf die Produzenten zu verteilen. Zur Durchführung dieser sind umweltpolitische Maßnahmen, wirtschaftspolitischer Natur notwendig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz des Klimawandels dar, führt in das EU-ETS ein und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Grundlagen des EU-Emissionsrechtehandels: Hier werden der geschichtliche Ursprung, theoretische ökonomische Konzepte wie externe Effekte und die Funktionsweise des EU-Emissionshandels sowie dessen bisherige Perioden erläutert.

3. Literaturüberblick der Preisdeterminanten der EU-Emissionszertifikate: In diesem Teil werden bisherige Studien und wissenschaftliche Erkenntnisse über Faktoren, die den Preis von Emissionszertifikaten beeinflussen (Temperatur, Brennstoffpreise, Wachstum), zusammengefasst.

4. Empirische Untersuchung der Preisdeterminanten des EU-ETS: Dieser Abschnitt beschreibt den Datensatz, das multivariate Regressionsmodell, die Prüfung der statistischen Annahmen und präsentiert die Ergebnisse der Regressionsanalyse.

5. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen empirischen Ergebnisse zusammen, kritisiert das methodische Vorgehen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Relevanz der untersuchten Einflussfaktoren.

6. Anhang: Dieser Teil enthält ergänzende Abbildungen, Tabellen zur Regressionsanalyse und die Beschreibung des verwendeten Programmcodes.

7. Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen und Datenquellen der Arbeit aufgelistet.

Schlüsselwörter

EU-ETS, Emissionszertifikate, CO2-Bepreisung, Regressionsanalyse, Preisdeterminanten, Klimawandel, Fossile Brennstoffe, Wirtschaftswachstum, Allmende Güter, Externe Effekte, Handelsperioden, Energiepreise, Marktstabilitätsreserve, Finanzkrise, Corona-Pandemie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der empirischen Untersuchung der Einflussfaktoren auf die Preisbildung von CO2-Emissionszertifikaten im europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS).

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die ökonomische Theorie hinter externen Effekten, die Struktur des EU-ETS, sowie die Analyse der Auswirkungen von Energiemärkten, dem Wetter und dem Wirtschaftswachstum auf den Zertifikatspreis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Relevanz und zeitliche Entwicklung verschiedener Preisdeterminanten über die vier Handelsperioden des EU-ETS mittels einer multivariaten Regressionsanalyse für führende Industrienationen Europas darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine multivariate Regressionsanalyse verwendet, bei der monatliche Längsschnitt-Zeitreihendaten über mehrere Perioden hinweg mit der Methode der kleinsten Quadrate unter Berücksichtigung robuster Standardfehler ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des Datensatzes, die Definition des theoretischen Modells, die statistische Überprüfung der Gauß-Markov-Annahmen und die detaillierte Darstellung sowie Diskussion der Regressionsergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind EU-ETS, CO2-Bepreisung, Regressionsanalyse, Preisdeterminanten, Energiepreise und die zeitliche Entwicklung der Handelsperioden.

Welchen Einfluss haben fossile Brennstoffpreise auf den Zertifikatspreis?

Die Arbeit zeigt, dass insbesondere der Erdgaspreis stark mit dem Zertifikatspreis korreliert, wobei sich der Einfluss von Kohle im Zeitverlauf aufgrund der Abkehr von diesem Energieträger abgeschwächt hat.

Wie werden die Auswirkungen der Finanzkrise und der Corona-Pandemie berücksichtigt?

Beide Ereignisse werden als Dummy-Variablen in das Modell integriert, um zu untersuchen, inwieweit diese globalen Krisen signifikante Auswirkungen auf die Volatilität und das Preisniveau im Zertifikatehandel hatten.

Ende der Leseprobe aus 71 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Preisdeterminanten des europäischen Emissionshandelssystems
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Note
1,6
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
71
Katalognummer
V1735131
ISBN (PDF)
9783389196649
ISBN (Buch)
9783389196656
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftliches Wachstum Preis von fossilen Brennstoffen Handelssystem Preisdeterminanten Zertifikatspreis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Preisdeterminanten des europäischen Emissionshandelssystems, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1735131
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