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Die stilistisch relevante Ordnung der sprachlichen Mittel am Beispiel des Wortschatzes

Vergleich politischer Reden von Merkel und Obama

Titre: Die stilistisch relevante Ordnung der sprachlichen Mittel am Beispiel des Wortschatzes

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 41 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Stefanie Groß (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der deutsche Philosoph Friedrich Nitzsche hat einmal gesagt: „Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern“. Wenn einem also im Kopf klar ist, was man ausdrücken will, optimiert sich mein Stil parallel. Stil entsteht also automatisch durch die sprachliche Umsetzung von Gedanken?

„Moderne Stilauffassungen (pragmatische, kommunikative, funktionale) betrachten Stil als die sprachliche Realisierung der – wie auch immer – außersprachlich vorgegebenen Faktoren der Redesituation. Das bedeutet, dass jeder Text, da immer eine situativ geprägte Äußerung, Stil haben muss.“ Jede Äußerung besitzt Stil – entscheidend geprägt wird er letztlich vom außersprachlichen Kontext?

Um die verschiedenen Ansätze zu bewerten, gilt es also im Vorfeld zu definieren, was Stil eigentlich ist, welche Ausprägungen er haben kann und wie er zu erkennen ist. Der französische Maler, Dichter und Filmregisseur Jean Cocteau (1889-1936) kam schon vor über einem halben Jahrhundert zu folgendem Ergebnis: Stil ist die Fähigkeit, komplizierte Dinge einfach zu sagen, nicht umgekehrt.“ Je einfacher ein Text formuliert ist, desto verständlicher und stilvoller ist er demzufolge? So einfach scheint es nicht zu sein, deshalb soll im Folgenden, der Begriff Stil näher bestimmt und am konkreten Beispiel der politischen Reden von Barack Obama und Angela Merkel analysiert, interpretiert und verglichen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSKLÄRUNG

3. STILISTISCHE ORDNUNG DES WORTSCHATZES

3.1 DIFFERENZIERUNG DES WORTSCHATZES

3.1.1 Stilistisch neutrale Wörter

3.1.2 Substantive

3.1.3 Adjektive

3.2 WEITERE MITTEL UM STILEFFEKTE ZU ERZEUGEN

4. FUNKTIONALSTILISTIK

5. ZWISCHENFAZIT

6. VERGLEICH DER ÖFFENTLICHEN REDEN VON BARACK OBAMA UND ANGELA MERKEL

6.1 DEFINITION UND LINGUISTISCHE MERKMALE EINER POLITISCHEN REDE

6.2 NEUJAHRSREDE VON ANGELA MERKEL

6.2.1 Kontext der Rede

6.2.2 Linguistische Stilanalyse und Interpretation

6.2.3 Wirkung und Funktion

6.3 REDE VON BARACK OBAMA IN DEUTSCHER ÜBERSETZUNG

6.3.1 Kontext der Rede

6.3.2 Linguistische Stilanalyse und Interpretation

6.3.3 Wirkung und Funktion

6.4 VERGLEICH DER BEIDEN POLITISCHEN REDEN

7. FAZIT

8. QUELLEN

9. ANHANG

REDE VON BARACK OBAMA AM 20.01.2009

REDE VON ANGELA MERKEL AM 31.12.2008

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen Stil innerhalb der linguistischen Sprachwissenschaft. Das primäre Ziel ist es, den Begriff Stil theoretisch zu fundieren und durch die Analyse zweier prominenter politischer Reden – der Neujahrsansprache von Angela Merkel und der Antrittsrede von Barack Obama – aufzuzeigen, wie sprachliche Mittel gezielt eingesetzt werden, um kommunikative Wirkungsabsichten zu erreichen.

  • Theoretische Bestimmung des Stilbegriffs und der Stilistik.
  • Differenzierung des Wortschatzes nach stilistischen Kriterien und Schichten.
  • Untersuchung der Funktionalstilistik im Bereich öffentlicher Kommunikation.
  • Linguistische Analyse rhetorischer Mittel und Strategien in politischen Reden.
  • Vergleichende Gegenüberstellung der Redestile von Angela Merkel und Barack Obama.

Auszug aus dem Buch

6.2.2 Linguistische Stilanalyse und Interpretation

Ihre Ansprache beginnt mit der Formulierung Merkels, die sie auch in allen anderen Neujahrsansprachen wählt „Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger“ (Z.2). Damit impliziert die Kanzlerin, dass sie sich als eine der Bürgerinnen Deutschlands sieht und mit ihnen auf der gleichen Stufe steht. Sie schafft eine vertrauliche Atmosphäre. Zudem achtet sie darauf, die Regeln der Höflichkeit zu einzuhalten und die Frauen zuerst anzusprechen.

Der vertrauliche Ton, den sie schon mit der Begrüßung anschlägt, wird im ersten Absatz der Einleitung noch extrem verstärkt. Es werden rhetorische Fragen wie zum Beispiel „Was war Ihnen in diesem Jahr wichtig? Ein langgehegter Wunsch? Die Sorge um einen lieben Menschen?“ (Z.3 ff.) genutzt um scheinbar zum Nachdenken anzuregen und die Menschen anzustoßen, ein persönliches Resümee zu ziehen. Doch die Strategie hinter solchen persönlichen Fragen mit Aufzählungscharakter ist im Grunde eine reine Emotionalisierung, um die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu erhöhen und sie von Beginn an - im übertragenen Sinne - abzuholen und mitzunehmen. Emotionalisierung ist eine wichtige Strategie bei Reden und Vorträgen, um ein geistiges oder in diesem Fall auch wörtliches Abschalten (nämlich des Fernsehers) der Rezipienten zu vermeiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Führt in die Thematik der Stilistik ein, diskutiert verschiedene Ansätze zum Stilbegriff und umreißt die Fragestellung der Arbeit anhand politischer Reden.

2. BEGRIFFSKLÄRUNG: Erläutert die etymologische Herkunft des Stilbegriffs und diskutiert Stil als ambivalentes Wahlphänomen zwischen Konvention und Eigenständigkeit.

3. STILISTISCHE ORDNUNG DES WORTSCHATZES: Behandelt die Kategorisierung von Wörtern in verschiedene Stilschichten und erläutert deren Stileffektpotenzial.

3.1 DIFFERENZIERUNG DES WORTSCHATZES: Detaillierte Unterteilung des Wortschatzes in Schichten, von der Grundschicht bis hin zu stilistisch auffälligen Wörtern.

3.1.1 Stilistisch neutrale Wörter: Analysiert, wie Wortneutralität entsteht und warum neutrale Wörter als stilistischer Hintergrund in Texten unerlässlich sind.

3.1.2 Substantive: Untersucht das Stilpotenzial von Substantiven am Beispiel des Wortfeldes „Zahlungsmittel“ und dessen Verwendung in verschiedenen Kommunikationskontexten.

3.1.3 Adjektive: Erörtert die Schwierigkeit der Stilbetrachtung bei wertenden Adjektiven und deren Einordnung in neutrale versus stilistisch markierte Verwendungen.

3.2 WEITERE MITTEL UM STILEFFEKTE ZU ERZEUGEN: Betont die Bedeutung rhetorischer Figuren und Tropen zur Vermeidung von Monotonie und zur Erzielung spezifischer Effekte.

4. FUNKTIONALSTILISTIK: Definiert Sprachgebrauch in Abhängigkeit vom funktionalen Zweck und gliedert Sprache in verschiedene Verwendungsbereiche wie Alltagssprache oder öffentliche Kommunikation.

5. ZWISCHENFAZIT: Fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Problematik der Subjektivität bei der stilistischen Bewertung von Wörtern.

6. VERGLEICH DER ÖFFENTLICHEN REDEN VON BARACK OBAMA UND ANGELA MERKEL: Überträgt die theoretischen Grundlagen auf die Analyse politischer Reden und beschreibt die Methodik des Vergleichs.

6.1 DEFINITION UND LINGUISTISCHE MERKMALE EINER POLITISCHEN REDE: Erläutert die Merkmale der politischen Rede als Mittel der mittelbaren Direktive und Argumentationsstrategie.

6.2 NEUJAHRSREDE VON ANGELA MERKEL: Analysiert die Neujahrsansprache der Kanzlerin hinsichtlich Kontext, rhetorischer Gestaltung und Zielsetzung.

6.2.1 Kontext der Rede: Beschreibt die Kommunikationssituation und die gesellschaftspolitische Ausgangslage der Neujahrsansprache 2008.

6.2.2 Linguistische Stilanalyse und Interpretation: Untersuchung der sprachlichen Mittel, Emotionalisierungsstrategien und des Satzbaus in der Rede.

6.2.3 Wirkung und Funktion: Bewertung der Wirksamkeit der Rede im Hinblick auf das angestrebte Ziel, die Bevölkerung zu motivieren und für das kommende Jahr zu stimmen.

6.3 REDE VON BARACK OBAMA IN DEUTSCHER ÜBERSETZUNG: Analysiert die Antrittsrede von Obama unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Übersetzung des Wortprotokolls.

6.3.1 Kontext der Rede: Setzt die Rede in den historischen Rahmen der Präsidentschaftswahl 2008 und die damalige Krisensituation der USA.

6.3.2 Linguistische Stilanalyse und Interpretation: Untersuchung der rhetorischen Vielfalt, des Storytellings und der Bildsprache in Obamas Ansprache.

6.3.3 Wirkung und Funktion: Reflektion über die Wirkung des charismatischen Redestils und die Herausforderungen der Mehrfachadressierung.

6.4 VERGLEICH DER BEIDEN POLITISCHEN REDEN: Gegenüberstellung der Redestile von Merkel und Obama unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede und kommunikativer Intentionen.

7. FAZIT: Kritische Reflexion der Untersuchungsmethodik und Feststellung der Komplexität sowie Subjektivität bei der Stilanalyse politischer Texte.

Schlüsselwörter

Stilistik, Linguistik, Stilanalyse, Politische Rede, Funktionalstil, Wortschatz, Rhetorische Mittel, Angela Merkel, Barack Obama, Emotionalisierung, Sprachwissenschaft, Kommunikation, Stileffekt, Sprachstil, Redeanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Stilanalyse. Ziel ist es, zu untersuchen, wie sprachliche Mittel – insbesondere der Wortschatz – ordnend und stilbildend in Texten wirken.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretische Definition von Stil, die Funktionalstilistik, die Analyse rhetorischer Stilmittel sowie der konkrete Vergleich des Redestils zweier führender Politiker.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, wie Stil in politischer Kommunikation erzeugt wird und inwieweit objektive Kriterien zur Bewertung von Stil bei komplexen Reden wie denen von Merkel und Obama angewendet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine linguistische Stilanalyse angewendet, die auf theoretischen Modellen der Stilistik basiert, um Wortwahl, rhetorische Figuren, Satzbau und die Gesamtwirkung der Reden zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Stilistik und eine detaillierte Analyse der Reden von Angela Merkel und Barack Obama, gefolgt von einem direkten Vergleich beider Redestile.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Stilistik, Linguistik, Politische Rede, Stilanalyse, Funktionalstil, Rhetorik und Emotionalisierung.

Wie unterscheidet sich der Redestil von Obama von dem von Merkel?

Während Merkel eher zurückhaltend und argumentationsorientiert spricht, zeichnet sich Obamas Stil durch ein Feuerwerk an rhetorischen Mitteln, den Einsatz von Storytelling und eine stärkere emotionale Leidenschaft aus.

Welche Rolle spielt der Kontext bei der Stilanalyse?

Der Kontext ist entscheidend, da er die Kommunikationssituation vorgibt und die Erwartungshaltung des Rezipienten bestimmt, was wiederum maßgeblich beeinflusst, wie ein Stil wahrgenommen wird.

Warum wird die Stilanalyse als „hochkomplex“ beschrieben?

Die Analyse gilt als komplex, da Stil kaum objektiven Maßstäben folgt, stark vom persönlichen Empfinden abhängt und die Interpretation der Stilmerkmale subjektiv variieren kann.

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Résumé des informations

Titre
Die stilistisch relevante Ordnung der sprachlichen Mittel am Beispiel des Wortschatzes
Sous-titre
Vergleich politischer Reden von Merkel und Obama
Université
University of Passau
Note
1,3
Auteur
Stefanie Groß (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
41
N° de catalogue
V173526
ISBN (ebook)
9783640937127
ISBN (Livre)
9783640937295
Langue
allemand
mots-clé
Stil Stilistische Ordnung politische Rede Vergleich politischer Reden bezüglich Stil Stilistik Sprachwissenschaft Stilelemente stilistisch relevanten Ordnung der sprachlichen Mittel Wortschatz stilistisch relevanten Ordnung sprachlicher Mittel Eroms Stilwert Stileffekt Mermalstypen Merkmalsbündel Funktionalstil Stilelement Systemneutralisierung Historismen Anachronsimen Fremdwörter Fachwörter rhetorische Figuren Tropen Funktionalstilistik Merkmalstypen
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Citation du texte
Stefanie Groß (Auteur), 2011, Die stilistisch relevante Ordnung der sprachlichen Mittel am Beispiel des Wortschatzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173526
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Extrait de  41  pages
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