In dieser Arbeit soll eine Sequenz aus einem Interview über die Lektüre von Elternratgebern analysiert werden. Hierfür wird die Methode der objektiven Hermeneutik verwendet, die zu Beginn erläutert wird. Dabei werden zunächst Teile der Sequenz wiedergegeben, um diese im Anschluss daran zu untersuchen. Abschließend folgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Sequenzanalyse. Die objektive Hermeneutik ist eine Methode der Sozial- und Kulturforschung, die die „latenten Sinnstrukturen und objektiven Bedeutungsstrukturen von Ausdrucksgestalten“ (Oevermann 2002) untersucht. Ausdrucksgestalten sind Texte, mit deren Hilfe man das menschliche Handeln untersuchen kann. Diese werden als Protokolle aufgefasst (vgl. Oevermann 2002). Darunter fallen „gegenständliche Objektivierungen in Produkten, […] hinterlassene Spuren, […] Aufzeichnungen […] [,] intendierte Beschreibungen, […] institutionelle Protokolle oder […] künstlerische oder sonstige bewußte Gestaltungen“ (Oevermann 2002). Der
Sinn und die Bedeutung von Ausdrucksgestalten sind abstrakt und daher sinnlich nicht erkennbar. Die Methode geht über eine rein deskriptive Form hinaus. Bei der Anwendung dieser Methode können die Bedeutungswelten verstanden werden, da sich die Bedeutung von Ausdrücken erst aus der sprachlichen Verwendung ergibt. Die objektive Hermeneutik ist besonders nützlich zur Erforschung von unbekannten Bereichen (vgl. Oevermann 2002).
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- Anonym (Auteur), 2013, Sequenzanalyse eines Ausschnittes aus einem Interview mit Frau Ha. über Elternratgeber, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1735401