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Die julisch-claudischen Kaiser und die ludi publici

Title: Die julisch-claudischen Kaiser und die ludi publici

Seminar Paper , 2010 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Hümmer (Author)

World History - Early and Ancient History
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Gladiatorenkämpfe – Wagenrennen – Theateraufführungen: Hierbei handelt es sich um berühmte Phänomene aus der Zeit der Antike, weshalb sie oft auch in Film und Fernsehen, unter anderem zum Beispiel bei Ridley Scotts opulentem Filmepos „Gladiator“ aufgegriffen wurden. Demzufolge hat ein jeder zumindest eine vage Vorstellung der Gegebenheiten. Durch den etablierten Begriff panem et circensis ist bekannt, dass solcherlei Veranstaltungen zur Freude und zum Wohl des Volkes veranstaltet wurden – doch wie sieht es auf der anderen Seite aus, der Seite der Kaiser? Erfreuten diese sich ehrlich am Spielwesen, das ja sooft nur als politisches Machtinstrument Gebrauch fand? Besuchten sie ebenjene Spiele überhaupt oder nahmen sie vielleicht gar selbst daran teil? Die Einstellung der Kaiser zum römischen Spielwesen soll nun anhand des Beispiels der julisch-claudischen Dynastie, eingeschränkt von Augustus bis Claudius, vor allem in Hinblick auf die zeitgenössischen Quellen genauer untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Augustus

2.1. Die Beziehung zum Volk unter dem Aspekt des Spielwesens

2.1.1. Die Spiele als politisches Machtmittela

2.1.2. Interesse am Spiel

2.2. Qualität und Quantität der Spiele

3. Tiberius

3.1. Der Geiz des Tiberius

3.2. Desinteresse und Fernbleiben

4. Caligula

4.1. Die Grausamkeit des Caligula

4.2 Caligulas übertriebene Hinwendung zum Spielwesen

5. Claudius

5.1. Positive Aspekte seines Umgangs mit den Spielen

5.2. Negative Aspekte im Bezug auf die Spiele

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Einstellung der Kaiser der julisch-claudischen Dynastie – von Augustus bis Claudius – zum römischen Spielwesen. Dabei wird analysiert, inwieweit die Kaiser durch ihre Teilnahme an öffentlichen Spielen politisch agierten, ihr Ansehen beim Volk festigten oder das Spielwesen als Ausdruck ihres Charakters nutzten.

  • Die Instrumentalisierung öffentlicher Spiele als politisches Machtmittel.
  • Die Rolle der Spiele bei der Etablierung des kaiserlichen Ansehens beim Volk.
  • Unterschiede in der Einstellung und Partizipation der Kaiser an den Spielen.
  • Die Reflexion der Persönlichkeit der Kaiser durch ihr Verhalten bei Festivitäten.
  • Die Analyse antiker Quellen (u.a. Sueton, Tacitus, Cassius Dio) in Bezug auf das Spielwesen.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Die Spiele als politisches Machtmittela

„Der Grundsatz panem et circensis ist sicherlich nicht erst von ihm erfunden worden, wurde aber von Augustus souverän gehandhabt.“ 1

Schon allein dieses Zitat lässt bereits erahnen, dass Augustus es geschickt verstand, Spiele zu seinen Vorteilen auszurichten, nämlich um sich die Gunst des Volkes zu sichern und darüber hinaus seine Macht über das Volk zu festigen und zu legitimieren. Er verwendete demgemäß die Spiele als politisches Machtmittel.

Andererseits benutzte aber auch das Volk die Spiele als politische Plattform, denn in diesem Rahmen wurden sehr oft Demonstrationen und Meinungsäußerungen kund getan: Allerdings hielt dies den Kaiser nicht davon ab, Spiele zu veranstalten, da diese politische Agitation des Volkes für ihn auch durchaus von Nutzen sein konnte:

„Daneben darf jedoch nicht übersehen werden, dass Augustus offenbar gerade das Theater noch in anderer Weise seiner Politik dienstbar zu machen verstanden hat; denn das Theater war der Ort, wo die offiziöse Propaganda eine größere Menge am leichtesten erreichen konnte. Auch wissen wir, daß die dramatischen Aufführungen keineswegs nur Kritik am Prinzeps enthielten, sondern auch – und wohl weit öfter – seine Bestrebungen unterstützten und von mehr oder minder offenen Schmeicheleien nicht frei waren.“2

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Spielwesens in der Antike ein und formuliert das Ziel, die Einstellung der julisch-claudischen Kaiser zum Spielwesen anhand zeitgenössischer Quellen zu untersuchen.

2. Augustus: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Augustus das Spielwesen geschickt zur Festigung seiner Macht und zur Stärkung seiner Beliebtheit beim Volk einsetzte.

2.1. Die Beziehung zum Volk unter dem Aspekt des Spielwesens: Hier wird dargelegt, dass Augustus durch häufiges Erscheinen und ehrliches Interesse ein gutes Verhältnis zu seinen Untertanen aufbaute.

2.1.1. Die Spiele als politisches Machtmittela: Dieses Kapitel zeigt auf, dass Augustus Spiele als Instrument zur Steuerung der öffentlichen Meinung und Legitimation seiner Herrschaft nutzte.

2.1.2. Interesse am Spiel: Es wird beschrieben, wie Augustus durch seine physische Präsenz und die Anteilnahme am Geschehen die Gunst des Volkes gewann.

2.2. Qualität und Quantität der Spiele: Der Autor zeigt, dass Augustus durch eine enorme Vielfalt und Anzahl prachtvoller Veranstaltungen seine Vorgänger übertraf.

3. Tiberius: Das Kapitel behandelt den Persönlichkeitswandel des Tiberius und die damit verbundene Abkehr von der Förderung öffentlicher Spiele.

3.1. Der Geiz des Tiberius: Hier wird der Fokus auf die Sparmaßnahmen des Kaisers bei Gladiatorenkämpfen und Festivitäten gelegt, die als Zeichen seiner Abneigung interpretiert werden.

3.2. Desinteresse und Fernbleiben: Der Abschnitt erläutert Tiberius' Tendenz, öffentlichen Spielen fernzubleiben, um Forderungen des Volkes und politischer Agitation auszuweichen.

4. Caligula: Dieses Kapitel analysiert das exzessive und grausame Verhalten des Kaisers gegenüber dem Volk während öffentlicher Aufführungen.

4.1. Die Grausamkeit des Caligula: Es wird dokumentiert, wie Caligula seine Macht missbrauchte und Spiele nutzte, um das Volk zu terrorisieren und zu unterdrücken.

4.2 Caligulas übertriebene Hinwendung zum Spielwesen: Hier wird Caligulas fanatische Leidenschaft für bestimmte Akteure und das Rennpferd Incitatus thematisiert.

5. Claudius: Das Kapitel beschreibt Claudius als ambivalente Figur, die sowohl positive als auch negative Facetten im Umgang mit Spielen aufweist.

5.1. Positive Aspekte seines Umgangs mit den Spielen: Der Autor hebt Claudius' Bemühungen hervor, dem Volk durch innovative Spiele und volksnahes Verhalten Freude zu bereiten.

5.2. Negative Aspekte im Bezug auf die Spiele: Hier wird die Naivität des Kaisers, sein Einfluss durch Dritte und seine blutrünstige Begeisterung für Gladiatorenkämpfe thematisiert.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass die Art und Weise der Spielausrichtung als Spiegelbild des kaiserlichen Charakters und dessen Regentschaft dient.

Schlüsselwörter

Julisch-claudische Dynastie, Römische Kaiser, Augustus, Tiberius, Caligula, Claudius, Spielwesen, Panem et circensis, Machtinstrument, Gladiatorenspiele, Historische Quellen, Politische Propaganda, Antike Unterhaltung, Volksnähe, Herrscherbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis der Kaiser der julisch-claudischen Dynastie – von Augustus bis Claudius – zum öffentlichen Spielwesen in Rom und analysiert, wie dieses als politisches Instrument eingesetzt wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die politische Inszenierung durch Spiele, die persönliche Einstellung der Kaiser zum Spielwesen und die Art und Weise, wie antike Quellen diese Herrscher durch ihr Verhalten bei Festivitäten charakterisieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob die Kaiser die Spiele aus einer echten Begeisterung heraus oder rein kalkuliert als Machtmittel einsetzten und wie sich ihre Persönlichkeit in der Ausrichtung dieser Veranstaltungen widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse. Es werden Berichte antiker Geschichtsschreiber wie Sueton, Tacitus und Cassius Dio herangezogen und gegenübergestellt, um ein differenziertes Bild der Kaiser zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil ist chronologisch gegliedert und widmet sich einzeln den Kaisern Augustus, Tiberius, Caligula und Claudius. Dabei werden für jeden Kaiser spezifische Verhaltensweisen im Kontext des Spielwesens sowie die Bewertung durch antike Autoren diskutiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Untersuchung lässt sich unter Begriffe wie Römische Kaisergeschichte, antikes Spielwesen, Machtinszenierung, Herrscherkritik und politische Kommunikation im Rom der Antike einordnen.

Warum gilt Augustus in Bezug auf die Spiele als Vorbild?

Laut den Quellen verstand es Augustus, Spiele als effektives Mittel zur Stärkung seiner Gunst beim Volk einzusetzen, ohne dabei die politische Ordnung zu gefährden, was ihn von seinen weniger geschickten Nachfolgern abhebt.

Inwiefern zeigt sich Caligulas Wahnsinn in seiner Haltung zu den Spielen?

Caligulas Fanatismus drückte sich unter anderem durch exzessive Grausamkeiten gegen Zuschauer und Schauspieler sowie durch eine übertriebene, fast "sklavische" Begeisterung für Akteure und Tiere, wie sein Rennpferd Incitatus, aus.

Welche Rolle spielt Claudius als "ambivalenter" Kaiser im Vergleich zu seinen Vorgängern?

Claudius wird als Zwiespalt dargestellt: Einerseits zeigt er sich als volksnaher und innovativer Organisator von Spielen, andererseits verdeutlichen Quellen seine Naivität, seine Beeinflussbarkeit und eine teils blutrünstige Freude an Gladiatorenkämpfen.

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Details

Title
Die julisch-claudischen Kaiser und die ludi publici
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Philosophische Fakultät, Department Alte Geschichte)
Course
Proseminar "Öffentliche Feste im antiken Rom"
Grade
1,3
Author
Julia Hümmer (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V173661
ISBN (eBook)
9783640942091
ISBN (Book)
9783640941827
Language
German
Tags
Augustus Caligula Claudius Spielwesen ludi publici Gladiatorenkämpfe öffentliche Feste
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Hümmer (Author), 2010, Die julisch-claudischen Kaiser und die ludi publici, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173661
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