Die Integrationsproblematik in der Migrationsliteratur am Beispiel von André Ekamas "Schwarzer sein im weissen Himmel"


Diplomarbeit, 2011
90 Seiten, Note: 14,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort und Danksagung

Résumé

Abstract

Abbildungsverzeichnis

Einführung

KAPITEL I : THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN ÜBER DAS NEUE LITERATURGENRE: „MIGRATIONSLITERATUR“
1.1 Gastarbeiterliteratur / Migrationsliteratur: Zum Paradigmenwechsel?
1.1.1 Die Gastarbeiterliteratur
1.1.2 Die Migrationsliteratur
1.1.2.1 Migration und Mobilität
1.1.2.2 Die schwarzafrikanische Migrationsliteratur
1.2. Fremdheit und Interkulturalität als wiederkehrende Thematiken der Migrationsliteratur.17
1.2.1 Fremdheit
1.2.2 Interkulturalität
1.3 Modelle des (Zusammen)Lebens in einer Gesellschaft mit kultureller Vielfalt
1.3.1 Segregation
1.3.2 Die Integration

KAPITEL II: ANALYSE DES WERKES
2.1. Handlungsübersicht
2.2. Figurenkonstellation
2.2.1 Die Migranten
2.2.2 Die Einheimischen
2.3. Raumdarstellung
2.3.1. Der wahrgenommene Raum
2.3.2 Der vorgestellte Raum
2.3.3 Der Erlebte Raum
2.4. Die Zeit

KAPITELIII: INTEGRATION UND MIGRATIONSSITUATION
3.1.Integrationshemmende Faktoren
3.1.1 Politisch-administrative Grenzen
3.1.1.1 Institutionelle Diskriminierung
3.1.2 Wirtschaftliche Grenzen
3.1.2.1 Arbeitslosigkeit
3.1.3 Soziokulturelle Grenzen
3.1.3.1 Einfluss der Heimat auf den Migrant
3.1.3.2 Ausländerfeindlichkeit
3.2 Integrationsfördernde Faktoren
3.2.1 Politisch-administrative Faktoren
3.2.2 Wirtschaftlicher Faktor
3.2.2.1 Arbeit
3.2.3 Soziokultureller Faktor
3.2.3.1 Interkultureller Dialog

Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis:

Tabelle 1: Vier Idealtypen von Migranten

Vorwort

Bei der Behandlung des Phänomens „Migration“ zeigen Medien am meistens Bilder armer Leute afrikanischer Herkunft, die von Ecke zu Ecke auf der Suche nach einem Stückbrot pendeln, in der Straße übernachten, der Polizei aus dem Weg gehen und sich besonders in behelfsmäßigen Booten zusammenpferchen. Beim Zuhören, Fernsehen, und Lesen solch fragwürdiger und gewiss hoch herabwürdigender Berichterstattungen über die Migration aus dem Süden fällt mir immer die Frage ein, ob die Migranten aus Afrika überhaupt über die geringste Integrationschance ins Abendland verfügen.

Als ich zum ersten Mal das Werk „Schwarzer sein im weißen Himmel“ von André Ekama an dem Goethe-Institut von Jaunde las, wurde ich dazu angespornt, das Wort zu ergreifen, um den Integrationsvoraussetzungen in Ankunftsländern auf den Grund zu gehen.

Da sie als meine ersten Schritte im literaturwissenschaftlichen Bereich gilt, fiel mir die Beschäftigung mit André Ekamas Werk zwar mühsam, aber auch spannend. Der größte Stein des Anstoßes bei der Abfassung dieser Arbeit war der Mangel an Dokumenten über die Primärliteratur. Nichtsdestotrotz ist mir dank zahlreicher intrinsischer und extrinsischer Motivationen gelungen, diese Hürde zu überstehen. Aus diesem Grund bin ich unzähliger Personen zum Dank verpflichtet, die mir bei der Durchführung der vorliegenden Forschungsarbeit mit Rat und Tat zur Seite standen. Leider könnte ich sie nicht alle erwähnen.

Von vorherein richte ich meinen Eltern Sadrack und Olive EKOBE einen herzlichen Dank für ihre ständige moralische und finanzielle Hilfe. Weil sie nicht nur meine akademische Bildung sondern auch mein Privatleben seit Jahren stark beeinflussen, schulde ich speziell meinen Brüdern Alain Germain EKOBE und Raymond EKOBE Dank.

Den größten Dank möchte ich aus tiefsten Herzen meinem Betreuer Dr. Phil Ignace NGOUEBENG EBOL aussprechen, der meine ersten noch zögernden Schritte in die Wissenschaft gesteuert hat, und dessen Ratschläge für die Erledigung dieser Arbeit von herausragender Bedeutung waren. In derselben Hinsicht bin ich all meinen Dozenten an der E.N.S für meine 5-jährige Deutschlehrerausbildung dankbar.

Gedankt werden auch meinen Freunden und Freundinnen Edwine FON, Bertrand MBIAKOP, Mathias DONFOUET, Jules-Ferry KOTCHE, Yannick GNIPEP-OO, Alfred DJEUPA, Christelle KWAYA, Francine GUIADEM, Charlotte MOCTO, Evelyne ZANGUE und Flora MINKA für ihre jeweiligen und vielfältigen Unterstützungen.

Jeannot MOUKOURI EKOBE, Jaunde, Mai 2011

Résumé

Dans un contexte où l’immigration des jeunes africains pour l’Europe cristallise l’attention de l’opinion publique occidentale, où le débat sur l’identité nationale bat son plein, où les partis d’extrême droite gagnent de plus en plus en crédibilité auprès de l’électorat européen, où les propos d’un LEPEN ou d’une Marine LEPEN, la politique d’immigration d’un SARKOZY ou d’un SCHROEDER[1] et les reportages à tout point de vue problématiques des médias occidentaux contribuent énormément à embraser la polémique autour de l’immigration venant d’Afrique, la prise de position non seulement des experts mais aussi des jeunes chercheurs africains apparaît particulièrement urgente.

C’est dans cette mouvance que s’inscrit le présent travail de recherche dont le but majeur est de présenter comment l’écrivain d’origine camerounaise, André Ekama, aborde la problématique de l’intégration dans son œuvre intitulée « Schwarzer sein im weißen Himmel » (être noir sous des cieux blancs- M. E. J)

Pour atteindre ce but nous nous appuyons sur deux questionnements principaux qui constituent l’ossature du présent travail, à savoir :

- Quelles sont les obstacles à l’intégration des africains en Occident ?
- Quelles conditions sont-elles requises pour permettre et faciliter l’intégration de ces immigrés ?

Les méthodes employées pour tenter de répondre à ces questions sont l’analyse du discours d’une part et l’analyse structurale d’autre part. Celles-ci permettent d’émettre l’hypothèse selon laquelle, nonobstant le flot de difficultés auxquelles les immigrés africains sont confrontés au quotidien, l’intégration en Europe reste possible à certaines conditions.

Ce travail jette ainsi les jalons d’une reconsidération du phénomène migratoire. Il s’y dégage en effet, l’idée selon laquelle, la migration plutôt qu’une menace, représente une chance aussi bien pour les pays de départ que pour ceux d’arrivée. En effet, à l’ère de la mondialisation, l’interpénétration et l’interconnexion entre les différentes cultures devraient être perçues comme possibilité d’enrichissement réciproque.

La présente étude peut donc être considérée comme tentative de remise en question du discours sur l’immigration tel que tenu par l’opinion publique européenne.

Ce travail débouche enfin sur un plaidoyer en faveur d’un rapprochement sans complexe et d’une entente fructueuse entre les différents peuples.

Abstract

In a context, where the immigration of young Africans to Europe draws the attention of western countries on the debate, where national identity has its full right, where extreme parties are winning more and more credibility close to the European elections, where proposers on the view points such as political immigration to Sarkozy or to Schroeder and the problematic aspect of western media, who contributes enormously in inflaming the debate of immigration coming from Africa, the reaction of experts and young African researchers seems particularly urgent.

It is in this context that the present research work registers and the main goal is to present the way the Cameroonian Author, André Ekama, points out the problem of integration in his writing “Schwarzer sein im weißen Himmel” (being black under white Sky.-M.E.J)

To reach this goal we are faced with two principal questions, which constitute the target point of our work:

-What are the obstacles to African integration in the west?
-Which conditions are put in place to facilitate the integration of these immigrants?

The methods employed to respond to these questions are analyzed discourse on the one hand and structural analyze on the other hand.

This study permits us to draw conclusions such as, despite the numerous obstacles faced by young Africans, integration into Europe remains possible under certain conditions.

This conclusion calls for a reconsideration of the phenomenon of migration. It brings about the idea that, the phenomenon of immigration is not a threat rather it offers a good chance of collaboration between the countries of departure and the receiving countries. It is during mondialisation that interpenetration and interconnection between different cultures seems possible.

The present study can be then considered as an attempt in solving the question of immigration, which is required by the public opinion of the Europeans.

This work ends with a call for understanding and bringing together different people.

Einführung « Toute personne a le droit de quitter tout pays, y compris le sien, et de revenir dans son pays». ( Déclaration universelle des droits de l’Homme, Art.13, Alinéa 2.) Thema der Arbeit

Barack Obama wurde 2008 zum Staatspräsidenten der vereinigten Staaten gewählt. Dieser Sohn eines aus Kenia stammenden Migranten hat somit in einer gewissen Maße die Schranken der Vorurteile schwarzer Migranten gegenüber zerbrochen. Selbst wenn die vereinigten Staaten als klassisches Einwanderungsland gelten, erweist sich die „Saga Obama“[2] als eine tiefgründige Infragestellung des sogenannten „mythe de l’éboueur“[3], wonach die Schwarzen nur für untergeordnete Berufsstellen bestimmt seien. In anderen abendländischen Staaten, etwa Frankreich[4] und Deutschland[5], haben wir viele Beispiele gelungener Integrationen. Wiederum erscheinen einige Ausländerviertel, etwa das Stadtrandgebiet von Paris, als brennende Unruheherde mit gewaltigen Ereignissen. Auch das von Frankreich verabschiedete Gesetz gegen den „voile integral“[6], die Minaretsschlüsse[7] in der Schweiz und die von der spanischen Regierung ständigen Rückführungen von Schwarzafrikanern stehen exemplarisch als Beweise dafür, dass die Integration von Migranten in das Ankunftsland heutzutage problematisch ist. Diese angestrebte Integration wird nun erst recht durch die Ereignisse vom 11. September erschwert. Von da an gewinnen Parteien der Rechtslinke immer mehr an Bedeutung[8] und einige kulturelle Minderheiten werden als Störfaktoren angesehen. Der Literaturforscher als Augenzeuge seiner Epoche kann sich gegenüber einer solchen heiklen und bestimmt hochaktuellen Debatte der Integration der Migranten in Ankunftsländer nicht in Schweigen hüllen. So lautet das Thema der vorliegenden Arbeit: Die Integrationsproblematik in der Migrationsliteratur am Beispiel von André Ekamas „Schwarzer sein im weißen Himmel“[9]

Problematik

Grundhypothese meiner Arbeit ist die Auffassung, dass die Migranten ins Besondere aus Schwarzafrika stammende Migranten nicht zum Scheitern verurteilt sind. Eine solche Arbeitshypothese setzt die Tatsache voraus, dass ich auf die folgenden Fragen eingehe: Auf welche Schwierigkeiten stoßen die Migranten? Welche Faktoren liegen einer gelungenen Integration zugrunde?

Als Korpus bediene ich mich des Werkes „Schwarzer sein im weißen Himmel“ von dem Kameruner André Ékama. In den Erzählungen des Werkes thematisiert der aus Kamerun stammende und in Deutschland als Migrant lebende Autor die Problematik der Integration in der Migrationssituation. Diese Erzählungen berichten von Erfahrungen afrikanischer Migranten in Deutschland.

Die erste Erzählung berichtet darüber, wie es dazu kam, dass Okomje, die Hauptfigur, die in der DDR erst Agrarwissenschaft studierte und dann eine Ausbildung zum Gastronomiefachwirt machte, nicht nur zu einem erfolgreichen Gastwirt wurde, sondern auch zum Bürgermeister der Gemeinde Wamsbuk.

Kebiyono, die Hauptfigur der nächsten Erzählung, ist von Kamerun nach einer Stadt in Sachsen geflogen, um erst einen Ingenieur- dann ein Medizinstudium zu absolvieren.

Die dritte Erzählung inszeniert die Geschichte eines Migranten namens Midoros aus Kongo, der am Anfang als Facharbeiter in einer Firma gut integriert, aber nach seiner Entlassung arbeitslos wird.

Mafopa, der Medizinstudent, ist die Hauptfigur der vierten Erzählung. Nach der Geburt eines Babys in seiner Familie lädt er seine Mutter nach Deutschland ein. Die Erfahrung dieses neuen kulturellen Raums wird für die Mutter unerträglich.

In den weiteren Erzählungen begegnen wir verschiedenen Figuren wie Babakolé, dem Tschader, der in Berlin ohne Genehmigung landet; dem aus Tanganjika stammenden fußballbesessenen Zanima, der alle Hebel in Bewegung setzt, um in Deutschland eine Profikarriere zu machen; oder der schönen intelligenten Deutschlehrerin namens Binda, die nach Deutschland auf der Suche nach dem Vater ihres Babys fliegt.

Im Grunde genommen lassen die Gesamtheit dieser Erzählungen Figuren auftreten, die in Deutschland auf so manche lebens-und ausländerfeindliche Situationen stoßen, aber sich nicht entmutigen.

Stand der Forschung

„Schwarzer sein im weißen Himmel“ von André Ekama ist ein Werk, das neulich erschienen ist. Meines Wissens gibt es bis jetzt keine wissenschaftliche Arbeit darüber. Es steht mir daher keine Sekundärliteratur über diesen Untersuchungsgegenstand zur Verfügung.

Die Migration als Forschungsobjekt wird aber ihrerseits in unterschiedlichen Disziplinen erarbeitet. Daher variieren die Ansätze je nach Forschungsfeldern. Wie dem auch sei, unterscheiden die Wissenschaftler zwei Arten von Migrationstheorien und zwar „Klassische“ und „neue Migrationstheorien[10].

„Klassische“ Migrationstheorien legen den Akzent auf die Gründe der Migration. Diese Ansätze lassen die Migration nur als einen negativen Faktor erscheinen. Von da an wird der Migrant zum Eindringling, der die Reinheit, die Kontinuität und die Kohärenz der Ankunftskultur zerstört.

Die „neuen Migrationstheorien“, die durch postkoloniale Diskurse bestimmt sind, betrachten keineswegs die Kultur als eine homogene Einheit. Sie vertreten eher die Auffassung, dass Kultur bzw. kulturelle Identität etwas Wandelbares ist. In diesem Zusammenhang erscheinen die Migration und die dadurch verursachte Heterotopie und Pluralität nicht mehr als Bedrohung, sondern als Chance. Hier erfahren wir auch eine Verlegung des Augenmerks von dem „Warum“ auf das „Wie“ der Migration.

Im Rahmen der Literaturwissenschaft sind die Arbeiten von David Simo, Albert Gouaffo, Ludger Pries und Horst Hamm über die Migration, für meinen Ansatzpunkt, besonders wichtig.

Beispielsweise untersucht David Simo in seinem Artikel „Migration, Imagination und Literatur“ die neuen Paradigmen, die sich auf dieses neue Literaturgenre beziehen. Aus dieser Untersuchung geht etwa hervor, dass in der Migrationssituation drei verschiedene Räume zu unterscheiden sind: den wahrgenommenen Raum, den vorgestellten Raum, und den erlebten Raum[11].

Albert Gouaffo für seinen Teil untersucht das Potential der Migrationsliteratur für das interkulturelle Training in seinem Artikel betitelt „Afrikanische Migrationsliteratur und interkulturelles Lernen. Zu ihrem Stellenwert im Literatur-oder Landeskundeunterricht des Deutschen als Fremdsprache im deutschsprachigen Kulturraum“. Er zieht den Schluss, dass diese Literatur in der Migrationssituation als Dialogangebot sowohl an die Minderheits- als auch an die Mehrheitsgesellschaft gelten kann[12].

Ludger Pries ergründet die verschiedenen Typen von Migranten und erhebt den Transmigrant zum Migrantenvorbild in seinem Artikel betitelt: „Migration und Integration in Zeiten der Transnationalisierung, oder warum braucht Deutschland eine ‚Kulturrevolution‘ ?“[13] .

Hort Hamm untersucht den Übergang der Bundesrepublik von einem Auswanderungs- zu einem Einwanderungsland in dem ersten Kapitel seinem Buch betitelt: „Fremdgegangen-freigeschrieben. Eine Einführung in die deutschsprachige Gastarbeiterliteratur“[14] und er unterstreicht somit die Permanenz des Phänomens „Migration“.

Methode der Arbeit

Die Migrationsliteratur gilt als interkulturelle Kommunikation. Demgemäß hat man die Möglichkeit bei der Untersuchung eines dazu gehörenden Werkes, sich zwei verschiedener methodischer Verfahren zu bedienen und zwar des Komparatistischen und des Diskursanalytischen. Ich für meinen Teil halte es für angebracht, mich für die Ausarbeitung meiner Untersuchung auf die Diskursanalyse zu stützen. Jürgen Bolten definiert das diskursanalytische Verfahren folgenderweise:

Diskursanalytisch gehen jene Untersuchungen vor, die sich überwiegend mit mündlicher Kommunikation befassen. Sie gehen von interkulturellen Missverständnissituationen oder diagnostizierten Kommunikations-bzw. Handlungsstörungen in interkulturellen Interaktionen aus und versuchen, sprachlich bedingte Ursache für diese Störungen zu ermitteln.[15]

Ich stütze mich auf diese Methode, um die Stellungnahme der verschiedenen Figuren zu dem interkulturellen Befinden in der Fremden durchzuarbeiten und daher könnte ich die daraus entstehenden Migrationsdiskurse darstellen.

Auch wäre es angebracht, auf die Strukturanalyse[16] zurückzugreifen, um die Struktur des Werks tiefgreifend zu erforschen.

Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit besteht aus drei Kapiteln.

Im ersten Kapitel verfolge ich das Ziel, es herauszustellen, wie dieses neue literarische Feld, und zwar die Migrationsliteratur, entstanden ist. Dieses Kapitel wird freilich als eine Art allgemeine Betrachtung fungieren. Hierbei wird der Versuch unternommen, es hervorzuheben, inwiefern der Übergang von der Gastarbeiterliteratur[17] zu der Migrationsliteratur ein Paradigmenwechsel aufweist. In diesem Kapitel wird auch die Gelegenheit ergriffen, die verschiedenen Modelle des Zusammenlebens in einer multi-oder interkulturellen Gesellschaft darzubieten. Es handelt sich ja um Segregation, und/oder Integration.[18]

Im Mittelpunkt des zweiten Kapitels steht die Absicht, es zu zeigen, inwiefern das Werk „ Schwarzer sein im weißen Himmel “ als ein Werk der Migrationsliteratur betrachtet werden kann. In dieser Hinsicht wird die Textstruktur besonders berücksichtigt. Daher werde ich die verschiedenen Auffassungen des Raums[19], die Typisierung der Figuren und die Dauer des Aufenthalts in der Migrationssituation tiefgründig untersuchen.

Das dritte Kapitel ist so aufgebaut, dass zuerst die Integrationshürden und dann die einer gelungenen Integration zugrunde liegenden Faktoren präsentiert werden. Ich gehe von der Grundannahme aus, dass die Integration[20] schwarzer Afrikaner im Abendland nicht reibungslos geschieht. Es gibt tatsächlich eine Fülle von integrationshemmenden Faktoren, die alle Ebenen des gesellschaftlichen Lebens –soziokulturelle, wirtschaftliche, und politische Ebene- umfassen. Ebenso kann man von einer gelungenen Integration erst sprechen, wenn das Individuum oder die kulturelle Minderheit sich soziokulturell, ökonomisch und politisch frei entfaltet.

KAPITEL I
THEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN ÜBER DAS NEUE LITERATURGENRE: „MIGRATIONSLITERATUR“

Inhaltlicher Schwerpunkt dieses Kapitels betrifft die theoretischen Überlegungen über die Migrationsliteratur. Die Grenzziehung zwischen Gastarbeiterliteratur und Migrationsliteratur wird erstens unternommen. Zweitens werden die Grundbegriffe dieses Literaturgenres geklärt. Der Frage, welche die verschiedenen Modelle des (Zusammen)Lebens in einer Gesellschaft mit kultureller Vielfalt sind, wird drittens nachgegangen. Diesem Kapitel wird freilich eine ausschlaggebende Bedeutung anerkannt, insofern als ich hiermit die Gelegenheit ergreife, für die Migrationsliteratur unentbehrliche theoretische Grundkategorien zu klären, ehe es in den Kern der Sache vorgedrungen wird.

1.1. Gastarbeiterliteratur / Migrationsliteratur: Zum Paradigmenwechsel?

In der Literaturgeschichte gibt es zahlreiche Termini und Begriffe zur Bezeichnung literarischer Werke von Autoren, die aus einer von mindestens zwei Kulturräumen geprägten Sichtweise schreiben. Diese Fülle von Bezeichnungsmöglichkeiten, etwa „Ausländerliteratur“, „Literatur von außen“, „Literatur von innen“, „kleine oder andere Literatur“, „Gastarbeiterliteratur“, „Migrationsliteratur“, „Migrantenliteratur“ und „inter- oder multikulturelle Literatur“, gibt die Schwierigkeit der Literaturwissenschaft wieder, das Phänomen der multi- oder interkulturellen Literatur in seinen zahlreichen Facetten zu benennen. Der vorliegende Unterteil meiner Arbeit macht sich die Erforschung der wichtigsten Bereiche dieser Literatur, nämlich Gastarbeiterliteratur und Migrationsliteratur, und die Hervorhebung der daraus ergebenen Unterschiede zur Aufgabe. Ich halte es auch für angebracht, die wiederkehrenden Grundkategorien „Fremdheit und Interkulturalität“ zu untersuchen.

1.1.1. Die Gastarbeiterliteratur

Ab 1955 kommen künftige Autoren neuentstehender multikultureller Literatur zunächst hauptsächlich aus der Türkei, Italien, Spanien, Portugal, Jugoslawien und Griechenland an den deutschen Literaturstandort. Dieser große Teilbereich der deutschsprachigen multikulturellen Literatur im 20. Jahrhundert, der Literatur von Migranten, die in der ersten Phase der sich neu entwickelnden Migration in den deutschsprachigen Raum entsteht, wird zunächst als Gastarbeiterliteratur bezeichnet. Der Weg zu solchem Erfolg ist jedoch nicht reibungslos gewesen. Zwar gibt es bald hierhin, bald dorthin einige Veröffentlichungen von Gastarbeitern oft auch in der deutschen Sprache aber diese erfolgt nur vereinzelt. Autoren bleiben durch nationale Schranken getrennt. Horst Hamm schildert diese Situation wie folgt:

Einheitliche Literatur, die sich umfassend mit der Situation der Fremde auseinandergesetzt hätte, entstand nicht, noch nicht, muss man einschränken. Die einzelnen (nationalen) Gruppen beharrten auf ihren Traditionen; sie verstanden sich als Türken, Italiener oder Griechen, nicht aber als multinationale und multikulturelle Einheit: Keiner hatte mit einem Schriftsteller aus einem ihm fremden Herkunftsland etwas gemein.[21]

In Anlehnung daran kann man zu jenem Zeitpunkt nicht von Gastarbeiterliteratur als übergeordnetem Gattungsbegriff Sprechen. Literarische Werke sind in der Sprache des Herkunftslands verfasst und haben daher keinen Zugang zur Öffentlichkeit. Die 1979 in der deutschen Sprache erschienenen Gedichte „Nicht nur gastarbeiterdeutsch“ von Franco Biondi bedeutet einen entscheidenden Wendepunkt in der deutschsprachigen Gastarbeiterliteratur. „Die deutsche Sprache [ wird ] in eine Lingua Franca umgewandelt.“[22] Gastarbeiter beschreiben ihren Alltag – meistens mühseligen, anstrengenden Alltag- durch die Verwendung der deutschen Sprache und entziehen sich daher ihrer bis dahin hoffnungslosen Isolationslage:

Sie [ die Literatur der Gastarbeiter- M.E.J ] soll vielmehr die ansprechen, die mit Gastarbeitern auf derselben Ebene stehen, aber auch die, die von ihrer Situation, wie sie noch ist und werden kann, erfahren wollen, damit sie sie besser verstehen. Herbei wird versucht, die literarische Kommunikation zunehmend in Deutsch zu schreiben. Damit wollte und will man auch das Gemeinsame betonen, um Brücken zu schlagen zu den deutschen Mitbürgern und zu den verschiedenen Minderheiten anderer Sprachherkunft in der Bundesrepublik.[23]

Die deutsche Sprache wird demgemäß zum Solidaritätsmedium unter Ausländern verschiedener kultureller Herkunft. Die von den schreibenden Gastarbeitern gegründeten Vereine, etwa „PoLikunst“ und „Südwind gastarbeiterdeutsch“, tragen ausschlaggebend zur Entfaltung dieses Literaturgenres bei. Was die „PoLikunst“ anbelangt, verfolgt sie das Ziel, die Verbreitung der von Ausländern geschaffenen Kunst und Literatur zu fördern. Der „Südwind“ trägt seinerseits die Elemente des Südländischen in die deutsche Gesellschaft. Mit Gino Chiellino, erstem Vorsitzenden von „PoLikunst“ und Guiseppe Giambusso, Herausgeber der „Südwind-Literatur“, erscheinen die Italiener als federführende kulturelle Minderheit der Gastarbeiterliteratur. Neben ihnen zählt man auch Schriftsteller türkischer Herkunft. Nevzat Üstün, Bekir Yildiz und Yüksel Pazarkaya werden aufgrund ihrer bereits 1965 und 1966 ersten Veröffentlichungen von meisten Literaturwissenschaftlern als Pioniere dieses neuen deutschen Literaturgenres genannt. Diese Autoren versuchen literarisch den Gastarbeiteralltag zu gestalten und sie heben häufig den aus der Migrationserfahrung entstandenen Kulturschock hervor.

Die einheimische deutsche Rezeption lässt auf sich nicht warten. Sie geht vorwiegend vom Institut für Deutsch als Fremdsprache (Daf) an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Besonders setzen sich hier Irmgard Ackermann und Harald Weinrich ab Ende der 1970er Jahre für die Wahrnehmung, Aufwertung und Verbreitung der von Migranten verfassten Literatur ein. Viele Autoren werden vom Goethe-Institut gefördert, und die Bayerische Akademie der schönen Künste spielt durch ihre Beteiligung an der Schaffung des Adelber-von-Chamisso-Preises, dem Literaturpreis für deutschsprachige Literatur nationaler bzw. kultureller Minderheiten, eine wichtige Rolle. Ab den 1980er Jahren beginnen an Hochschulen und Universitäten in Deutschland sowie in nichtdeutschsprachigen Ländern Magisterarbeiten und Dissertationen zum Thema „Multikulturelle Literatur“ zu entstehen.

Dies macht die Tatsache ersichtlich, dass die Gastarbeiterliteratur als eigenständige neue deutsche Literaturströmung sich behauptet und daher sowohl an Bedeutung als auch an erweiterter Sichtweite gewonnen hat.

Es bestehen aber Bedenken über die Bezeichnung Gastarbeiterliteratur, in dem Maße wie wenige Autoren zum Zeitpunkt des Schreibens tatsächlich Gastarbeiter sind. Die meisten Schriftsteller sind Gelehrte. Bereits Gino Chiellino stellte diese Tatsache fest: „seit Anfang der siebziger Jahre sind immer mehr Abiturienten und Akademiker unter den [schreibenden] Italienern anzutreffen“[24]. Biondi, Schami, Scheinhardt, alle Schriftsteller der ersten Generation, waren beispielsweise Akademiker. Von denjenigen der zweiten Generation ist freilich ganz zu schweigen. Sie sind zwar in einem Gastarbeitermilieu aufgewachsen, sind aber durch Bildung die soziale Stufenleiter hinaufgesteigert. Daher stoßen sie nicht mehr auf dieselben Schwierigkeiten, mit denen die echten Gastarbeiter konfrontiert sind. Eine Gleichsetzung dieser Schriftsteller mit Gastarbeitern wäre dementsprechend demagogisch und unehrlich.

Das Ende der Gastarbeiterpolitik in Deutschland sowie die literarische Wortergreifung von Schriftstellern der zweiten oder dritten Generation und schließlich die der anderen Ausländer, wie Afrikaner, die nicht nach Deutschland im Zuge der Gastarbeiterpolitik ausgewandert waren, fordert unmittelbar die Erarbeitung eines neuen Konzepts, das in die literarische Geschichtsschreibung als Migrationsliteratur eintritt.

1.1.2. Die Migrationsliteratur

Der Begriff „Migrationsliteratur“ ist heutzutage zur gängigen Bezeichnung literarischer Produktion deutschsprachiger Autoren mit einem Migrationshintergrund geworden. Folgerichtig will ich in diesem vorliegenden Unterteil diesem Begriff und den sich darauf beziehenden Grundkategorien tiefgründig nachforschen. Ich stelle mir freilich die Aufgabe, den folgenden Fragestellungen nachzugehen, und zwar, was die Begriffe Migration und Mobilität bedeuten, welche thematischen Schwerpunkte von Autoren erarbeitet werden.

1.1.2.1. Migration und Mobilität

„Die Migration“, so Mensah Wekenon, „wird in der Literatur, der Ethnologie und der Linguistik als Wanderung eines Individuums einer Menschengruppe oder eines Volkes aufgefasst.“[25] Das Phänomen betrifft aber ausschließlich die Bewegung im Raum solcher Personen oder Menschengruppe, welche die Absicht eines dauerhaften Wohnortswechsels besitzen. Dementsprechend soll nicht jede räumliche Bewegung mit Migration gleichgesetzt werden. Reisende, beruflich bedingte Pendler, oder Touristen, die eben keine dauerhaften Wohnortswechsel vollziehen, werden nicht zur Gruppe von Migranten gerechnet. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass dieses Phänomen sich sowohl innerhalb nationalstaatlicher Grenzen- in diesem Fall als Binnenmigration bezeichnet- als auch und meist grenzüberschreitend –internationale Migration- vollziehen kann.

Gründe für die internationale Migration lassen sich durch zwei Begriffe zusammenfassen. Es handelt sich zum einen um „Push-Faktoren“ und zum anderen um „Pull-Faktoren“.

„Push-Faktoren“ nennt man jene Gründe bzw. Beweggründe wie etwa politische oder religiöse Folgen, wirtschaftliche Krisen, Bürgerkriege oder Umwelt- und Naturkatastrophen, die das Individuum zur Auswanderung zwingen. Sie betreffen also das Herkunftsland und die dorthin herrschenden sozialen, politischen, religiösen und ökonomischen Verhältnisse.

Pull-Faktoren“ bezeichnen zuwider jene Gründe und Anreize des Aufnahmelandes, die eine Wirkung auf das Individuum ausüben und dadurch die Migration motivieren. Politische Stabilität, demokratische Sozialstruktur oder auch ökonomische Wohlstandlage kommen hier beispielsweise in Betracht. In dem Migrationskontext bildet die Zusammenwirkung von Push- und Pull-Faktoren auf das Individuum die Beweggründe der Migration.

Auf die Frage, ob das Phänomen Migration neu ist, verneint der Blick auf die Menschheitsgeschichte. Dieser erteilt eher Auskunft darüber, dass Migration zu jeder Zeit gehört. Damit wird suggeriert, dass sie keineswegs ein neues Phänomen ist. Eine solche Hervorhebung erweist sich als besonders triftig, insofern als die Verarbeitung der Migrationsthematik durch die abendländischen Massenmedien das Phänomen in der Geschichte als außergewöhnlich und daher misstrauisch, ja merkwürdig erscheinen lässt. Gegen eine solche Migrationskonzeptualisierung wendet sich etwa Simo. Im Vorwort zu seinem Sammelband betitelt „Migrationen heute und gestern“ hebt er die Tatsache hervor, dass er in jenem Band das Ziel verfolgt, „die Permanenz der (Migrations-) Problematik zu unterstreichen“[26].

Was man auch immer sagen mag, soll die abendländische aber auch die südländische öffentliche Meinung die Tatsache erkennen, dass Migration dem Schwarzkontinent nicht typisch ist. Es ist soweit gekommen, dass sich das Augenmerk durch die Massenmedien um die Migration Schwarzafrikaner herauskristallisiert und folglich kommt die Einstellung zum Ausdruck, dass die Abendländer nie grenzüberschreitend migrieren. Das liegt daran, dass die Migration von Menschen aus sogenannten armen Gegenden in ökonomisch reiche Länder des Westens, also von der „Peripherie“ zu dem „Zentrum“ als chaotisch und ungewöhnlich betrachtet wird. Die Bewegung bzw. Migration, die sich zwischen Ländern des Zentrums vollzieht, wird dagegen als normal gedeutet. Darüber sprechen die internationale Gemeinschaft und die Medien nicht. Wie dem auch sei, ein anderer Begriff wird verwendet, um solche Bewegung zu bezeichnen: die Mobilität.

Im Grunde genommen vollzieht sich die Auswanderung von dem Zentrum zu der Peripherie und besonders innerhalb des Zentrums einwandfrei, ja reibungslos. Der US-Amerikaner, der den Entschluss trifft, in Frankreich, in England oder in Kamerun zu siedeln, kann tatsächlich nicht durch Einreisevisumsschwierigkeiten aufgehalten werden. Die Auswanderung von der Peripherie nach dem Zentrum tritt zuwider als anormal auf. Sie wird zur Kränkung, zur Zerstörung.

Vermitteln die Medien den Eindruck, dass die „Push- und Pull-Faktoren“ der Migration armer Leute sich auf ökonomische Verhältnisse reduzieren, dann leisten sie gleichzeitig einen beklagenswerten, ja beschwerlichen Beitrag zur Glut der Debatte über die Migration. Daraus ergibt sich Unterlegenheits-und Überlegenheitsgefühl, Abgrenzung, Fremdenhass und Vorurteil. In dieser Hinsicht ist die folgende Aussage Sankohs beredsam:

Das Vorurteil, dass ein Afrikaner nur nach Deutschland kommt, weil er arm und hilfsbedürftig ist, ist offensichtlich nicht aus der Welt zu schaffen. Die Menschen hier [in Europa- M.E.J] haben immer nur die Bilder verhungernder Afrikaner, wie sie im Fernsehen gezeigt werden, im Hinterkopf.[27]

Dass im Kontext der Migration Menschen je nach ihrer Herkunft unterschiedlich behandelt werden, weiß jeder. Im Paris, Berlin, oder London stoßen ein Schwarz-US-Amerikaner und ein Schwarzafrikaner nicht auf dieselben Schwierigkeiten. Zudem wird die Migration von Armen immer mehr kodifiziert bzw. kanalisiert. Die von dem gegenwärtigen Staatspräsidenten Frankreichs vorgeschlagene „Immigration choisie“[28] ist in diesem Zusammenhang in Erinnerung zu rufen.

In Anbetracht dieser Sachlage erweist sich die Wortergreifung von Migranten aus Schwarzafrika als dringend, denn ohne diese geben die Afrikaner der abendländischen öffentlichen Meinung die Debatte über die Migration preis.

1.1.2.2. Die schwarzafrikanische Migrationsliteratur

Obwohl die Bezeichnung „Migrationsliteratur“ in dem deutschen literarischen Feld nicht unumstritten ist, wirkt sie aber angemessener. Die Legitimität dieses Begriffs beruht auf seiner Präzision und seiner Neutralität, weil er sich mehr auf das Wesen der Texte konzentriert, das eigentliche Objekt der Literaturwissenschaft.

In Anlehnung an Albert Gouaffo können wir also die Migrationsliteratur als jene Literatur bestimmen, „die aus der Feder von Migranten stammt und sich auf die Einwanderungsgesellschaft als Ort der Literaturproduktion und-Rezeption konzentriert“[29]. Der Migrant arbeitet einen während seines Aufenthalts auf die Aufnahmegesellschaft fokussierten Text aus.

Betrachtet man näher diese Bestimmung, fällt einem die folgende Frage ein: Warum schreiben die Afrikaner auf Deutsch? Auf die Frage nach der Wahl der Sprache, genauer gesagt, der deutschen Sprache kann man antworten, dass Deutsch jene Sprache ist, mit derer Hilfe diese Menschen ihre Anonymität, Ohnmacht und Isolation mindern. Deutsch wird zur Waffe, zur Lebenshilfe. Dies liegt daran, dass im Kontext der Migration der Einzelne seine Heimat verliert aber auch keine neue gewinnt. Er steht in dem Zwischenraum. Er kann nicht mehr die gewohnte Sprache verwenden, weil diese dem neuen Kommunikationsraum nicht entspricht. Erst die Verwendung der deutschen Sprache verhilft ihm dazu, sich seiner Isolationslage zu entziehen. Er taucht aus der Isolation auf und ergreift das Wort. Die Wahl der Sprache impliziert zugleich die Wahl der Adressaten. In diesem Zusammenhang sagt Hamm ausdrücklich:

[…]in deutscher Sprache veröffentlichende Autoren treten aus ihrer (landes-) sprachlichen Isolation heraus und können sich miteinander und mit Deutschen verständigen.[30]

Dass sich die schreibenden Migranten der deutschen Leserschaft wenden, ist selbstverständlich nicht zufällig, insofern als inhaltliche Schwerpunkte jener Literatur die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Kultur, die Identitäts-, Entfremdungs-, Heimats-, und Integrationsproblematik betreffen. Daher steht das „Wie“ der Migration, das heißt, die Frage nach dem interkulturellen Befinden in der Fremden im Mittelpunkt ihrer literarischen Produktion.

Diesen Kernbegriffen bzw. Grundkategorien, nämlich „Fremdheit“ und „Interkulturalität“, will ich infolgedessen jetzt als in der Migrationsliteratur wiederkehrende Kategorien bzw. Thematiken nachgehen.

1.2 Fremdheit und Interkulturalität als wiederkehrende Thematiken der Migrationsliteratur

Aus der Untersuchung mancher Werke der Migrationsliteratur kommen zwei Grundkategorien hervor, deren Klärung unentbehrlich ist. Es handelt sich nämlich um Fremdheit und Interkulturalität.

1.2.1. Fremdheit

Will man an die Fremdheitsproblematik herangehen, soll man von vornherein die Feststellung machen, dass es sich bei dem Begriff „fremd“ um einen relationalen Begriff handelt. Dieser steht beispielsweise oft im Zusammenhang mit dem Begriff „eigen“.

Semantisch gesehen, unterscheidet man drei Bedeutungsebenen des Wortes „fremd“, die die Vorstellung bestärkt, das Wort sei vieldeutig.

Zunächst bedeutet fremd „was außerhalb des eigenen Bereichs vorkommt“[31]. In dieser Hinsicht wird Fremderfahrung erst möglich, wenn man aus der vertrauten Umgebung etwa durch Reise, ja Migration ausgeht.

Die zweite Bedeutung verweist dann auf die Zugehörigkeit. In Anschluss daran ist fremd, was einem Anderen gehört. Man spricht hier von der fremden Kultur, d. h. einer Kultur, zu der man nicht gehört.

Letztendlich bestimmt die dritte Bedeutung das Wort „fremd“ als das, was merkwürdig erscheint und dieses wird in anderen europäischen Sprachen ergiebig mit Wörtern wie „étrange“ auf Französisch und „strange“ auf Englisch ausgedrückt.

Neben dieser rein sprachlichen Bestimmungsmöglichkeit zählt man auch eine von der räumlichen Perspektive ausgegangenen Fremdheitsauffassung, die sich für die Frage nach der Überwindung der Fremdheit des Fremden interessiert, und Antworte zum Erdenken derselben vorschlägt. Ortrud Gutjahr fasst diese Bestimmungsperspektive zusammen:

Fremde als Alteritätsrelation zur Selbstbestimmung lässt sich unter räumlicher Perspektive unter drei prinzipiellen Erscheinungsformen fassen: zum einen als das jenseitige, prinzipiell Unverfügbare und Unzugängliche; zum anderen als das unbekannte Draußen, das dem vertrauten Raum, sei es in dem eigenen Körper, der Familie oder der sozialen Gruppe, entgegensetzt ist; und schließlich als Einbruch in einen als eigen definierten Innenraum.[32]

Eine solche Äußerung ist erklärungsbedürftig. Hiermit wird deutlich, dass hinsichtlich der räumlichen Perspektive drei Bedeutungskomponenten des Begriffs „Fremdheit“ zum Vorschein kommen.

Zuerst wird fremd als das „Unverfügbare und Unzugängliche“ bezeichnet. Dieser Bestimmung kommt eine ausschlaggebende Bedeutung zu. Gerade, in dem Maße wie sie im Umgang mit dem Fremden die Unmöglichkeit der Überwindung der Fremdheit desselben impliziert. Der Fremde, da er unzugänglich ist, bleibt uns fremd. Das Beharren auf dem Eigenen und die Ausgrenzung dem Fremden gegenüber ist demgemäß eine logische Folge solcher Fremdheitserfahrung.

Mit der Bedeutungsfacette der Fremdheit als das Unbekannte, besser als das noch „unbekannte Draußen“[33], öffnet sich ein breites Hoffnungsfeld zur Überwindung der Fremdheit des fremden. Hiermit wird eindeutig, dass diese Bedeutungsfacette der Fremdheit das bereichernde ist. Sie wird, wie eingangs unterstrichen, durch Reise ermöglicht. Unter Reise verstehe ich hier sowohl die tatsächliche Bewegung zum Fremden als auch die durch die Massenmedien ermöglichte virtuelle Versetzung in das Fremde.

Die dritte von räumlicher Perspektive ausgehende Fremdheitsbedeutung bestimmt diese Größe als „das Unbekannte Drinnen“[34]. Sie bezieht sich auf den Eintritt einer unbekannten Person in den anderen Menschen vertrauten Raum. Eine derartige Bestimmung entspricht der Migrationserfahrung. Sie lässt unbekannte Personen in neue kulturelle Räume auftauchen, die die Einheimischen als eigen betrachten. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass bei jener Fremdheitserfahrung der Modus der Aufnahme vom Fremden problematisch ist. In Anlehnung daran wird postuliert, dass die Überwindung der Fremdheit des Fremden zwar möglich ist, aber der Fremde zunächst misstrauisch behandelt wird, soweit die Absicht seines Eintritts nicht geklärt ist.

Aus dem oben Gesagten ergibt sich, dass der Begriff Fremdheit mehrdeutig ist. Er kann nicht nur aufgrund einer sprachlichen Dimension, sondern auch ausgehend von einer räumlichen Perspektive erdacht werden.

Es bestehen aber Bedenken über die Überzeugung, wonach bei der Inszenierung des Eigenen und des Fremden, es um klar definierte und statische Einheiten geht. Zur Klärung dessen greife ich auf die Migrationserfahrung zurück, wo der Migrant sowohl in Aufnahmeland als auch in Herkunftsland sich fremd fühlt, oder als fremd behandelt wird: „In Deutschland war ich eine Ausländerin und in Portugal war ich die ‚Deutsche‘ “, schreibt beispielsweise die Portugiesin Ana Christina de Jesus Dias. Sie fügt hinzu: „wohin gehöre ich? Ich stelle mir oft die Frage [: …] wo ist es besser zu leben? Als Fremde in der Fremde oder als Fremde im eigenen Heimatland?“[35] Dies legt beiläufig Zeugnis davon ab, dass, wie bereits eingeräumt, der Begriff „fremd“ relational und daher subjektiv ist.

Übrigens löst sich die Fremdheitsproblematik nicht mit der Bestimmung derselben auf. Die weitere Frage, die sich der Phänomenologie des Fremden aufdrängt, betrifft jene der Modi der Fremdwahrnehmung.

Unter Fremdwahrnehmung oder Fremderleben verstehen die Wissenschaftler die Reaktion bzw. die Haltung gegenüber dem Fremden oder die Art und Weise, mit dem Fremden umzugehen. Ortfried Schäffter unterscheidet dabei vier „Modi des Fremderlebens.“

Das erste Deutungsmuster lässt das Fremde als „abgetrennte Ursprünglichkeit“[36] erscheinen. Diese Deutungsmuster impliziert zwei wesentliche Einstellungen. Zunächst die feste Überzeugung eines gemeinsamen Ursprungs mit der Erhebung des Fremden zum Vorbild oder zur überholten Entwicklungsphase des Eigenen als Folge. Dann die Ansicht einer prinzipiellen Möglichkeit der Überwindung der Fremdheit des Fremden aufgrund der gemeinsamen anthropologischen Basis[37].

Der zweite von Schäffer[38] skizzierte Fremderlebenmodus beruht auf einer essentialistischen Auffassung der Kategorien „fremd“ und „eigen“, die jene Kategorien als statische eindeutig voneinander abgegrenzte Größe erdenkt. Als Gegenbild erscheint das Fremde durchaus als verborgene Bedrohung . Offenkundig erweist es sich demgemäß, dass eine solche Fremdwahrnehmung nur zur Abgrenzung dem Fremden gegenüber, ja zur Ausländerfeindlichkeit führen kann.[39]

Der dritte Modus beruht hingegen auf einer existentialistischen Auffassung der Kategorien „fremd“ und „eigen“, wobei auf die Vorstellung statischer klar definierter Größen verzichtet und eher die Wandelbarkeit, die Entwicklungsmöglichkeit deren betont wird. Dieser Modus des Fremderlebens deutet Fremdheit als Ergänzung, Bereicherung anhand wechselseitigen Austauschs. Er könnte dieser globalisierten Welt entsprechen. Prüft man jedoch diesen Modus tiefschürfend, zieht man dann die Schlussfolgerungen, dass er nicht einwandfrei ist. Dieser Modus ist nicht nur utilitaristisch, denn er instrumentalisiert das Fremde zum eigenen Vorteil, sondern auch assimilationsstrebend und könnte zu einem Verlust des Selbst führen.[40]

Ein vierter Modus des Fremderlebens ist folglich erforderlich. Dieser Modus lässt Fremdheit als Komplementarität auftreten. Er beruht auf der Erkennung der Grenzen des Verstehens des Fremden und auf dem Verzicht auf Einverleiben des Fremden. Er plädiert demgemäß für eine Respektierung des Fremden in seiner Fremdheit, die nicht mit dem Modus der Fremdheit als Gegenbild verwechselt werden darf, insofern als sie „nie zu einer starren Fixierung des Fremden und des Eigenen führt“[41]. Es gibt hier ein ständiges Schwingen des Individuums zwischen Positionen der Eigenheit und der Fremdheit.

Summa summarum soll man die Tatsache bekräftigen, dass diese verschiedenen Modi der Fremdwahrnehmung von manchen Forschern in zwei entgegenstehenden Haltungen zusammengefasst werden. Die Modi der Fremdwahrnehmung schwanken daher meistens einfach zwischen den Polen von Faszination und Feindbild.[42]

Neben „Fremdheit“ gilt auch „Interkulturalität“ als eine grundlegende Thematik der Migrationsliteratur.

[...]


[1]. La loi concernant la nouvelle politique d’immigration en Allemagne a été adoptée par le parlement en 2004 sous le gouvernement Schroeder. Vgl. O. Verf.„Neue Regelungen zum Bleiberecht“, in: http//www.Bundesausländerbeauftragte.de. (Gelesen am 21./04/11).

[2]. Jean-Emmanuel PONDI, Barack Obama. De L’interrogation à l’admiration. From Question to admiration. (Edition bilingue), Yaoundé, Edition ClE , 2009, S. 21.

[3]. Gaston KELMAN, Je suis noir et je n’aime pas le manioc, Paris, Edition Max Milo, 2004, S. 24.

[4] . Vgl. O. Verf. « Rama Yade, la belle étoile de Sarkozy », in : http://www.Liberation.com, (Gelesen am 11./11/10.)

[5]. Die deutsche Fußballnationalmannschaft wird als multikulturell betrachtet. Denn elf der dreiundzwanzig Spieler haben ausländische Wurzeln. Vgl. O. Verf.

http://www.lwkoeln.de/Publikationen /wd/Archiv/tabid/1122/article id/30287/Default.asp (Gelesen am 11./11/10)

5.. Vgl. « Voile intégral et identité nationale », in : http://www. 20 minutes.fr/article/596964/société-voile-integral-le-projet-de-loi-definitivement-adopté-par-le-parlement (Gelsen am 13.//11/10)

[7]. O. Verf. « Fermeture des Minarets », in : http://www.france24.com/fr/2009 1129-Suisse-referendum-interdiction-minaret-sondage-sortie-urnes-favorables. (Gelsen am 13.//11/10)

[8] . Vgl . Bashy QURAISH, La migration, l’integration,et le rôle de l’éducation . In : Education des adultes et développement, Heribert B. HINZEN (Hg.), Bonn, in puncto druck+medien gmbh , 2008, S. 114.

[9] André EKAMA, Schwarzer sein im weißen Himmel. Erzählungen. Afrikanische Kurzgeschichten aus den fernen Heimatländern, Freiburg, Autorenverlag artep, 2007. Nachfolgend wird das Werk mit SSWH abgekürzt.

[10]. Vgl. Klaus MÜLLER-RICHTER, Imaginäre Topografien. Migration und Verortung, in: Klaus Müller-RICHTER und Ramona URITESCU-LOMBARD (Hg.), Imaginäre Topografien. Migration und Verortung, Bielefeld 2007, S. 11ff.

[11]. Vgl. David SIMO, Migration, Imagination und Literatur, in: David SIMO/Leo KREUTZER (Hg.) : Weltengarten. Deutsch-Afrikanische Jahrbuch für interkulturelles Denken, Hannover, Wehrhahn Verlag, , 2009/2010, S.7-58.

[12]. Vgl. Albert GOUAFFO, Afrikanische Migrationsliteratur und interkulturelles Lernen. Zu ihrem Stellenwert im Literatur-oder Landeskundeunterricht des Deutschen als Fremdsprache im deutschsprachigen Kulturraum, in Albert GOUAFFO (Hg), Mont Cameroun. Literaturen der Migration in Deutschland: Das Beispiel Afrika. Les littératures de migration en Allemagne : le cas de l’Afrique, Dschang, Dschang University Press, décembre 2009, S. 53ff.

[13]. Vgl. „Migration und Integration in Zeiten Transnationalisierung, oder warum braucht Deutschland eine Kulturrevolution? In: http://www.inccas.de/es/download/publ-2001_lp_miguintegration.pdf. (Gelesen am 18./12/10).

[14]. Vgl. Horst HAMM, Fremdgegangen-freigeschrieben. Eine Einführung in die deutschsprachige Gastarbeiterliteratur, Würzburg, Könnigshausen v. Neumann, 1988.

[15].Vgl. Alois MOOSMÜLLER (Hg.), Interkulturelle Kommunikation. Zitiert nach: SIMO, Migration, Integration und Literatur. a. a. O. S. 171.

[16]. Vgl. Jürgen SCHUTTE, Einführung in die Literaturinterpretation, Stuttgart, Metzler, 1985.

[17]. Vgl. Horst HAMM, Fremdgegangen-freigeschrieben, a.a.O.

[18]. Vgl. Hans-Jürgen LÜSEBRINK, Interkulturelle Kommunikation. Interaktion, Fremdwahrnehmung, Kulturtransfe r, Stuttgart, Weimar, 2005, S. 130.

[19]. David SIMO, Migration, Integration und Literatur, a. a. O, S. 21f.

[20]. Unter einem soziologischen Gesichtspunkt meinen wir mit Integration die Ausbildung einer Wertegemeinsamkeit mit dem Einbezug von Gruppierungen, die zunächst oder neuerdings andere Werthaltungen vertreten, oder einer Lebens-und Arbeitsgemeinschaft mit dem Einbezug von Menschen, die aus den verschiedensten Gründen von dieser ausgeschlossen und teilweise in Sondergemeinschaften zusammengefasst waren“. GOUAFFO, Afrikanische Migrationsliteratur und interkulturelles Lernen, a. a. O, S. 55.

[21]. Horst HAMM , Fremdgegangen-freigeschrieben, a. a. O, S. 31.

[22]. Gino CHIELLINO, Literatur und Identität in der Fremde, Augsburg 1985, S. 45.

[23]. Franco BIONDI / Rafik SCHAMI, Literatur der Betroffenheit, O. EO, 1981, S. 134.

[24]. Gino CHIELLINO, Literatur und Identität in der Fremde, a. a. O, S.42.

[25]. Tokponto MENSAH WEKENON, Afrikanische Märchen in deutscher Übersetzung: Ein Vergleich von Märchen der Fon und der Gebrüder Grimm im Deutschunterricht , In: Albert GOUAFFO (Hg), Mont Cameroun. Literaturen der Migration in Deutschland: Das Beispiel Afrika, a.a.O, S. 153 ff.

[26] . David SIMO, Migration, Imagination und Literatur, a.a.O, S.6.

[27]. Osman ALIMAMY SANKOH, Ein Vermittler zwischen zwei Welten. Afrika und Deutschland (Roman), Berlin, 1999, S.139

[28].Vgl. Claire PLANCHARD « La loi Sarkozy : Ce qui va changer », In:

http://www.linternaute.com/actualite/savoir/06/immigration-europe/loi-sarkozy.shtml . (Gelesen am 10. Februar 2011)

[29]. Albert GOUAFFO, Afrikanische Migrationsliteratur und interkulturelles Lernen, a. a. O, S. 54ff.

[30] . Horst HAMM , Fremdgegangen-freigeschrieben., a. a. O, S. 115.

[31]. Michael HOFFMANN, Interkulturelle Literaturwissenschaft. Eine Einführung, Paderborn , Wilhelm Fink Verlag, 2006, S. 14.

[32]. Ortrud GUTJAHR, Alterität und Interkulturalität. Neuere Deutsche Literatur, In: Claudia BENTHIEN/Hans Rudolf VELTHEN (Hrsg.), Germanistik als Kulturwissenschaft, Eine Einführung in neue Theoriekonzepte, Reinbek bei Hamburg , 2002, S. 361.

[33]. Ebd

[34]. Ebd.

[35].Vgl. Irmgard ACKERMANN (Hg), In zwei Sprachen leben. Berichte, Erzählungen, Gedichte von Ausländern, München, 1983, S 23f.

[36]. Ortfried SCHÄFFTER, Modi des Fremderlebens, in: DERS . (Hg), das Fremde, Erfahrungsmöglichkeiten zwischen Faszination und Bedrohung, Opladen , 1991, S 11-42.

[37]. Vgl. Ebd.

[38]. Vgl. Ebd.

[39]. Vgl. Ebd.

[40]. Vgl. Ebd.

[41]. Michael HOFFMANN, Interkulturelle Literaturwissenschaft. Eine Einführung. a. a. O, S. 25.

[42] . Vgl. Helmut FRITZ, Der Wilde im Alltag, In: Thomas THEYE (Hg.), Wir und die Wilden, Einblicke in eine kannibalische Beziehung. Reinbek, Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Januar 1985, S. 132-1141. Hier S. 141.

Ende der Leseprobe aus 90 Seiten

Details

Titel
Die Integrationsproblematik in der Migrationsliteratur am Beispiel von André Ekamas "Schwarzer sein im weissen Himmel"
Hochschule
Université de Yaoundé I
Note
14,5
Autor
Jahr
2011
Seiten
90
Katalognummer
V173707
ISBN (eBook)
9783640944101
ISBN (Buch)
9783640944392
Dateigröße
1210 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
integrationsproblematik, migrationsliteratur, beispiel, andré, ekamas, schwarzer, himmel
Arbeit zitieren
Jeannot Moukouri Ekobe (Autor), 2011, Die Integrationsproblematik in der Migrationsliteratur am Beispiel von André Ekamas "Schwarzer sein im weissen Himmel", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173707

Kommentare

  • Assistant Fogang Toyem am 10.6.2016

    Ich finde die Analyse sehr gut, diese Problematik noch ein in der westlichen Imaginäre bleibt. Von Gastarbeiter Literatur zur Migrationsliteratur über die Migrantenliteratur ist schlecht kompliziert für einen Ausländer eine Stelle zu finden. Siehe hierzu das Problem von Alain Mabankou in Frankreich. Meines Erachtens liegt ein Teil des Problems der Anerkennung der Fremdenliteratur zugrunde.

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