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Die Stellung des Menschen in der „Oratio de hominis dignitate“ des Giovanni Pico della Mirandola

Título: Die Stellung des Menschen in der „Oratio de hominis dignitate“ des Giovanni Pico della Mirandola

Trabajo , 2008 , 37 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Wenzel Seibold (Autor)

Filosofía - Filosofía moderna (entre 1350-1600)
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Diese Arbeit macht es sich zur Aufgabe, die Stellung des Menschen, die ihn, nach Pico, beneidenswert zu machen scheint, anhand der Oratio de hominis dignitate aufzuweisen. Zunächst soll ein Abschnitt über das Menschenbild der Renaissance in die Zeit und das philosophische Denken dieser Epoche einführen. Die Frage, inwiefern sich das Denken in der Renaissance dem mittelalterlichen entgegenstellt, soll hierbei richtungweisend sein. Darauf werden Leben und Werk des Pico della Mirandola umrissen, woran sich eine Erläuterung seiner Philosophie anschließt. Im Weiteren wird der Versuch gewagt, sich von drei Seiten der Stellung des Menschen anzunähern und diese zu beschreiben. Eine primär erkenntnistheoretische, eine kosmologische und eine anthropologische Perspektive auf den Text sollen nacheinander eingenommen werden. Dabei wird sich nicht nur die Frage klären, welche Stellung es ist, die den Menschen als solchen auszeichnet, sondern auch, warum er diese inne hat. Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse zum Gesamtbild der Oratio in Bezug gesetzt, um die Positionierung des Menschen werten zu können. Dabei wird sich auch der Kerngedanke von Picos Philosophie aufweisen lassen, so wie ihn diese Arbeit versteht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der Mensch im Spiegel der Renaissance

III. Giovanni Pico della Mirandola

III.I. Biographischer und werkgeschichtlicher Abriss

III.II. Die Philosophie des Grafen von Mirandola

IV. Die Stellung des Menschen in der Oratio

IV.I. Der Mensch als Mitte

IV.II. Der Mensch als Medium

IV.III. Die Freiheit des Menschen

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die besondere Stellung des Menschen in der "Oratio de hominis dignitate" von Giovanni Pico della Mirandola zu analysieren und zu begründen, warum der Mensch als ein zentrales, bewundernswertes Geschöpf innerhalb des Universums dargestellt wird.

  • Das Menschenbild im Kontext der Renaissance und der Übergang vom Mittelalter.
  • Die Analyse der "Oratio de hominis dignitate" als Ausdruck von Menschenwürde.
  • Die Bedeutung des Menschen als "Mitte" und "Medium" zwischen den Welten.
  • Die philosophische Fundierung von Freiheit und Selbstbestimmung bei Pico.
  • Die Rolle der Philosophie als Instrument zur Erreichung von Eintracht (pax philosophia).

Auszug aus dem Buch

IV.I. Der Mensch als Mitte

Der wichtigste und in der Sekundärliteratur am häufigsten zitierte Abschnitt der Oratio, ist die fiktive Rede Gottes zu Adam. Hier kommen die Gründe für die Mittelstellung des Menschen klar zum Ausdruck:

„Ich habe dich in die Mitte der Welt gestellt, damit du dich von dort aus bequemer umsehen [circumspicere, d.Verf.] kannst, was es auf der Welt gibt. Weder haben wir dich himmlisch noch irdisch, weder sterblich noch unsterblich geschaffen, damit du wie dein eigener, in Ehre frei entscheidender, schöpferischer Bildhauer dich selbst zu der Gestalt ausformst, die du bevorzugst.“

Die Mitte wird seit Beginn der Philosophie oftmals auch als „das Absolute“ oder „das Vollkommene“ gebraucht. Der Mensch in der Mitte hat demnach etwas mit Vollkommenheit gemein. Gott hat den Menschen in die Mitte der Welt gestellt, damit er sich gleichsam als Bildhauer und Dichter seine eigene Form geben kann. Der metaphorische Umgang mit der Handwerkskunst des Bildhauers lässt den engen Zusammenhang von Selbstbewusstsein und Kunstbewusstsein des Menschen der Renaissance erkennen. Der Mensch ist in einer Position, aus der heraus er sich selbst formen kann. Er scheint dabei keinerlei Vorbestimmung zu unterliegen. Und er kann sich bequem in jede Richtung umsehen, um zu erkennen, was es auf der Welt gibt. Doch warum?

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung stellt die zentrale Aussage Picos zur Stellung des Menschen vor und formuliert das Ziel, diese durch erkenntnistheoretische, kosmologische und anthropologische Perspektiven zu ergründen.

II. Der Mensch im Spiegel der Renaissance: Das Kapitel zeichnet den Epochenwandel vom mittelalterlichen Jenseitsfokus zur diesseitigen, aktiven Selbstbetrachtung der Renaissance nach.

III. Giovanni Pico della Mirandola: Hier werden Leben und Werk des Philosophen skizziert, wobei sein Anspruch auf Universalität und seine Einbettung in die florentinische Akademie hervorgehoben werden.

III.I. Biographischer und werkgeschichtlicher Abriss: Dieser Abschnitt beschreibt Picos Bildungsweg, seine philosophische Prägung durch Platonismus und Aristotelismus sowie die Umstände der gescheiterten Disputation seiner Thesen.

III.II. Die Philosophie des Grafen von Mirandola: Das Kapitel erläutert Picos Streben nach einer "pax philosophia", also der Versöhnung gegensätzlicher philosophischer Strömungen durch die Suche nach einer gemeinsamen Wahrheit.

IV. Die Stellung des Menschen in der Oratio: Der Hauptteil analysiert die Bedeutung der "Oratio" als "Manifest der Renaissance" und die philosophische Würdigung des Menschen als zentrales, bewundernswertes Geschöpf.

IV.I. Der Mensch als Mitte: Dieser Abschnitt thematisiert die fiktive Rede Gottes an Adam und interpretiert die Position in der "Mitte der Welt" als Freiheit zur Selbstgestaltung und als Voraussetzung für wahre Welterkenntnis.

IV.II. Der Mensch als Medium: Es wird die Interpretation des Menschen als Vermittler (Medium) zwischen sinnlicher und intelligibler Welt untersucht, die ihn als "Ebenbild Gottes" auszeichnet.

IV.III. Die Freiheit des Menschen: Hier wird Picos Autonomiekonzept analysiert, in dem der Mensch durch seinen Willen und seine Vernunft zum Schöpfer seiner selbst und seines Platzes in der Hierarchie wird.

V. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Pico den Menschen nicht nur als Objekt der Untersuchung, sondern als aktiven Vollender der göttlichen Schöpfung begreift, dessen höchstes Ziel die geistige Einheit mit Gott ist.

Schlüsselwörter

Giovanni Pico della Mirandola, Oratio de hominis dignitate, Renaissance, Menschenwürde, Anthropozentrik, Freiheit, Selbstbestimmung, pax philosophia, Mittelstellung, Vernunft, Erkenntnis, Schöpfung, Idealismus, Studium humanitas, Gottähnlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Position des Menschen in der Schrift "Oratio de hominis dignitate" von Giovanni Pico della Mirandola innerhalb des Renaissance-Kontextes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Menschenwürde, das Verhältnis von Freiheit und Notwendigkeit, der Mensch als Mittler zwischen den Seinsstufen und das Streben nach einer harmonischen philosophischen Einheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, warum Pico den Menschen als "beneidenswertes Geschöpf" begreift und welche Rolle ihm als "Mitte" der Welt dabei zukommt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philologisch-philosophische Analyse, die den Text Picos in Beziehung zu anderen Renaissance-Philosophen (wie Ficino oder Manetti) und den historischen Diskurs stellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine erkenntnistheoretische, eine kosmologische und eine anthropologische Perspektive auf Picos Text, um die verschiedenen Facetten der "Mittelstellung" zu beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Menschenwürde, Freiheit, Selbstbestimmung, "pax philosophia" und der Mensch als "Mitte" und "Medium" der Welt.

Was bedeutet Picos Begriff der "Mitte der Welt" konkret für den Menschen?

Die Mitte ist kein fester Ort, sondern ein "Ortlosigkeit" genannter Freiraum, der es dem Menschen ermöglicht, sich frei zwischen den Seinsstufen zu entscheiden und sich somit selbst zu formen.

Inwiefern unterscheidet sich Picos Freiheitsbegriff vom mittelalterlichen Denken?

Während im Mittelalter die Wahl des Menschen oft strikt auf ein Seelenheil im Jenseits ausgerichtet war, betont Pico die aktive Selbstgestaltung des Menschen als "schöpferischer Bildhauer" seiner eigenen Identität.

Was versteht Pico unter der "pax philosophia"?

Sie beschreibt ein Ziel der Philosophie, bei dem durch die Suche nach der Wahrheit verschiedene, scheinbar widersprüchliche Lehrmeinungen in eine harmonische Einheit gebracht werden sollen.

Ist der Mensch laut Pico nur ein Beobachter der Welt?

Nein, der Mensch ist "contemplator universi" (Betrachter des Ganzen), aber er ist zugleich aktiver Mitbegründer der irdischen Schönheit und Vollender der Schöpfung durch sein Philosophieren.

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Detalles

Título
Die Stellung des Menschen in der „Oratio de hominis dignitate“ des Giovanni Pico della Mirandola
Universidad
University of Freiburg
Calificación
1,7
Autor
Wenzel Seibold (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
37
No. de catálogo
V173708
ISBN (Ebook)
9783640939930
ISBN (Libro)
9783640940110
Idioma
Alemán
Etiqueta
Menschenbild Renaissance Italien Medium Freiheit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Wenzel Seibold (Autor), 2008, Die Stellung des Menschen in der „Oratio de hominis dignitate“ des Giovanni Pico della Mirandola, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173708
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