Die Überlebenswahrscheinlichkeit und neurologische Prognose von Patienten mit plötzlichem Herztod außerhalb von Krankenhäusern ist in hohem Maße abhängig von der Zeitspanne, in der Augenzeugen mit der Reanimation beginnen, wobei Laien-Helfer eine entscheidende Rolle spielen. In Deutschland liegt die Ersthelfer-Reanimations-Quote allerdings nur bei ca. 20%. Als Grund hierfür ist vor allem die Tatsache zu nennen, dass Kreislaufstillstände nicht sicher erkannt werden und in der Folge Patienten mit Kreislaufstillstand oft (kontraindiziert) in die stabile Seitenlage gebracht werden. Die stabile Seitenlage wird vor allem von denjenigen Laienhelfern überdurchschnittlich oft angewendet, die innerhalb der letzten 3 Monate einen Erste Hilfe Kurs besucht haben. Es erscheint daher sinnvoll, die Qualität von Erste Hilfe Kursen zu untersuchen und nach Gründen für die geringe Ersthelfer-Reanimations-Quote innerhalb der Ausbildung zu suchen.
Ziel der Arbeit ist die Konzeption eines Analyseinstruments für die Erfassung der Qualität von Erste Hilfe Kursen mit Hilfe der internationalen Literatur. Das Analyseinstrument soll dann auf seine Praxistauglichkeit getestet werden, indem es von einem beobachtenden Teilnehmer angewendet wird. Dabei sollen Erste Hilfe Kurse verschiedener Anbieter (DRK, Johanniter Unfallhilfe, Malteser Hilfsdienst sowie private Anbieter) qualitativ verglichen werden. Besonderes Augenmerk soll dabei den Lebensrettende Sofortmaßnahme Kursen (sogenannte "Führerscheinkurse") gebühren, da mit diesen Kursen ein breiter Bevölkerungsquerschnitt angesprochen wird. Ggf. wird zusätzlich eine etablierte Testmethode zur Überprüfung des Wissenszuwachses bei den Teilnehmern der sogenannten Führerscheinkurse angewendet.
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- Patrick Wagner (Auteur), 2010, Ausbildung von medizinischen Laien in Kursen für "Erste Hilfe", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1737216