Unbegleitete minderjährige AusländerInnen (UMA) zählen zu einer besonders vulnerablen Zielgruppe innerhalb der Sozialen Arbeit. Ohne familiäre Begleitung in Deutschland angekommen, sehen sie sich mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert. Hierzu gehören rechtliche Unsicherheiten, sprachliche Hürden und die Notwendigkeit sich in einem völlig neuen sozialen und kulturellen Umfeld zurechtzufinden. Besonders in stationären Jugendhilfeeinrichtungen, wie Wohngruppen, ist die Soziale Arbeit gefordert diesen Jugendlichen Orientierung, Sicherheit und Unterstützung im Alltag zu bieten.
Der lebensweltorientierte Ansatz nach Hans Thiersch stellt hierfür einen theoretisch fundierten und zugleich praxisnahen Ansatz dar. Der Fokus wird dabei auf die subjektive Lebenswelt der Klientel gelegt, wobei individuelle Bewältigungsstrategien berücksichtigt werden. Insgesamt zielt der Ansatz auf eine alltagsnahe und partizipative Unterstützung ab. Gerade UMAs weisen oftmals instabile, prekäre oder sich neuentwickelnde Lebensräume auf, weshalb der Zugang mittels der Lebensweltorientierung besonders relevant ist.
Die zentrale Fragestellung der Arbeit lautet daher: Wie kann lebensweltorientierte Soziale Arbeit in stationären Jugendhilfeeinrichtungen dazu beitragen, dass die Alltagsbewältigung unbegleiteter minderjähriger AusländerInnen unterstützt wird?
Zur Beantwortung der Frage wird zunächst das Konzept der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch erläutert. Darauf aufbauend werden die spezifischen Lebenslagen von UMAs analysiert, bevor die Anwendung lebensweltorientierter Prinzipien im Kontext von Wohngruppen praxisbezogen beleuchtet und kritisch reflektiert werden. Mit einem Abschließendem Fazit wird die Hausarbeit beendet.
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- Anonym (Auteur), 2025, Wohngruppe und unbegleitete minderjährige AusländerInnen (UMA), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1737218