Das Buch Exodus und das Tabu von Gottesbildern

Analyse eines Bildes von Chagall nach der Theorie von Zenger


Referat / Aufsatz (Schule), 2010
5 Seiten, Note: 1,75

Leseprobe

Einleitung

Diese Arbeit befasst sich mit dem Buch Exodus, dem zweiten Buch des biblischen Kanons, das auch unter dem Namen 2. Buch Mose bekannt ist. Neben einer Inhaltsangabe behandelt das Werk eine Bildbeschreibung eines bekannten Bildes, welches die Übergabe der 10 Gebote an Mose zeigt. Hierauf wende ich die Theorie Zengers an, der über die Tabus von Gottesbildern schreibt. Zu guter Letzt handelt diese Arbeit die Bedeutung der Szene in der heutigen Zeit ab.

Inhalt des Bibeltextes

Das zweite Buch Mose (Exodus) handelt von der Flucht der Israeliten aus dem ägyptischen Exil, angeführt von Mose. Doch zunächst ist die Geburt Moses das Thema, der kurze Zeit später ausgesetzt wird, da jeder erstgeborene Sohn der Israelis als Opfergabe getötet werden soll. Die Tochter vom Pharao findet ihn und zieht ihn auf - auch stellt sie Moses leibliche Mutter als Amme für ihr Ziehkind ein. Als Mose erwachsen wird, tötet er Menschen, sodass er nach Median flieht. Dort lernt er einen Priester kennen, dessen Tochter er kurze Zeit später heiratet.

In dieser Zeit werden die Israelis immer weiter vom Pharao unterdrückt. Auch die Androhung neun Plagen durch Gott, die Mose und Aaron den Pharao vortragen, besser die Lage der Juden in Ägypten nicht. Erst bei der zehnten Plage lässt der Pharao die Israelis ziehen. Hierdurch entsteht das Passah-Fest.

Doch der Pharao scheint es sich anders überlegt und so kommt es kurzerhand zu der Verfolgung der Israelis durch die Ägypter. Doch am Roten Meer hilft Gott den Juden. Er teilt das Meer, damit diese es passieren können. Gerade als die Okkupanten das Meer durchqueren überschwemmt Gott diese und die Israelis haben Ruhe vor den Unterdrückern.

Anschließend kommt eine Wüstenszene. Als die Israeliten diese durchqueren, kommt es zu einer Hungersnot. Aber wie durch ein Wunder finden diese im letzten Moment immer wieder Nahrungsmittel. Schließlich erreichen sie unter der Führung Mose den Berg Sinai, den Mose kurze Zeit später besteigt. Hier bekommt er durch Gott die zehn Gebote mitgeteilt, worauf er den Berg verlassen soll um die Regeln seinem Volk mitzuteilen.

Schließlich besteigt Mose den Berg erneut, damit er die Gebote auf zwei Steintafeln von Gott erhalten kann. Zudem will Gott, dass Aarons Familie in den Priesterstand gehoben wird und einen Tempel erbaut.

Jedoch hält die Freude Gottes nicht lange, denn dieser ist sauer auf die Israelis, da sie sich eine Kuh aus Gold zum Anbeten Gottes gebaut haben. Daher will Gott das ganze Volk bis auf Mose umbringen, tut dieses aber nicht, da ihn Letztere anfleht und doch noch überzeugt. Vor lauter Wut auf sein Volk schlägt Mose die Gebotstafeln kaputt. Schlussendlich erhält Mose neue Steintafeln und die Isrealis erreichen ihr gelobtes Land. Nun beginnt der Bau des Tempels und Aaron wird in den Priesterstand gerufen.

Bilddeutung und Einordnung in den Bibel-Kontext: „ Mose empf ä ngt die Gesetzestafeln “ von Marc Chagall

Das Bild „Mose empfängt die Gesetzestafeln“1 von Marc Chagall zeigt die Szene auf dem Berg Sinai, wo Mose die Tafeln mit den zehn Geboten von Gott erhält. Am linken Rand des Bildes ist eine Menschenmasse zu erkennen. Hierbei handelt es sich wahrscheinlich um die am Fuße des Berges wartenden Anhänger Moses, also der aus Ägypten fliehenden Israelis. Rechts im Bild sind drei Engel zu sehen. Zudem ist unter den Engeln ein Mann mit einem Kerzenhalter, dessen Identität nicht erklärbar ist. Allerdings trägt dieser Mann eine lange Kutte, sodass es sich bei ihm um Aaron, Moses Bruder, handeln könnte, der Priester ist.

Besonders auffällig an diesem Bild ist der große, in der Mitte stehende Mann, der sich auf der Spitze des Sinai befindet. Dieser trägt einen langen Bart und eine ebenfalls lange Robe. Das auffallende ist aber, dass diese Person, wahrscheinlich Mose, die Hände ausstreckt, um eine Steintafel, wahrscheinlich mit den zehn Geboten darauf, entgegen zu nehmen. Diese Tafel erhält er von einer Person recht oben auf dem Bild, dessen Gesicht nicht zu erkennen ist.

Auch die Natur spielt eine bedeutende Rolle auf diesem Bild, denn so sitzt die Person, die Mose die Steintafel überreicht, auf einer Wolke. Außerdem scheint die Sonne, von deren Strahlen Mose getroffen wird.

Innerhalb der Exodus-Erzählung hat die dargestellte Szene eine wichtige Bedeutung, denn so erhält Mose von Gott diese zehn Gebote, die für den christlichen und jüdischen Glauben von Wichtigkeit sind und die Gesetze des heutigen Glaubens der beiden Weltreligionen ausmachen.

[...]


1 Bild: http://gaebler.info/kunst/nizza/Chagall_Moses-Gesetzestafeln.jpg

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten

Details

Titel
Das Buch Exodus und das Tabu von Gottesbildern
Untertitel
Analyse eines Bildes von Chagall nach der Theorie von Zenger
Veranstaltung
Sekundarstufe II
Note
1,75
Autor
Jahr
2010
Seiten
5
Katalognummer
V173741
ISBN (eBook)
9783640939817
Dateigröße
414 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religion, Gottesbilder, Zenger, Exodus, Gott, Mose, Ägypten, Exil
Arbeit zitieren
Simon Winzer (Autor), 2010, Das Buch Exodus und das Tabu von Gottesbildern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173741

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