Im Südosten der Westfälischen Kreidebucht zwischen Haarstrang und Lippe liefern die „grünen“ und „blauen“ Werksteinbänke (Soest-Grünsand-Subformation) in Form des Soester- oder Anröchter-Grünsandsteins den Baustein für eine ganze Region. Dank der warmen Optik, die durch den im Gestein eingebetteten Glaukonit hervorgerufen wird, der leichten Gewinnbarkeit, Dauerhaftigkeit sowie gleichzeitig auch vorzüglichen Eigenschaften für die Bearbeitung durch die Steinmetzen ist er seit langem ein geschätzter und begehrter Baustein, der an vielen Kirchen und Gebäuden dieses Raumes anzutreffen ist. Die Anfänge des Abbaus werden hierbei nach mündlicher Überlieferung in der Region Werl–Soest vermutet und stehen im Zusammenhang mit dem Bau der großen Hallenkirchen in der Stadt Soest. Heute hat sich im Raum Klieve, Anröchte und Berge ein Schwerpunkt der Sandsteingewinnung herausgebildet, wo er als Werkstein zur Herstellung von Bodenplatten, Fliesen, Fenster- und Türgewänden, Fassadenplatten und zum Verblenden von Mauerwerk (Bossensteine) gebrochen wird. Das Absatzgebiet reichte bis heute ins Rheinland, wie im Folgenden an zahlreichen Beispielen dargelegt werden soll.
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- Klaus Skupin (Author), 2026, Der Soester oder Anröchter Grünsandstein und seine Verwendung als Werkstein im Rheinland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1737413