Ein Dorf, das schweigt.
Ein Kloster, das schützt.
Ein Schatten, der heimkehrt.
Seit Jahrzehnten liegt ein namenloses Ereignis über dem Tal – ein Schweigen, das wie ein kalter Nebel in jede Erinnerung sickert. Als elf Menschen im Kloster Zuflucht suchen, erkennt Beat, der Beichtvater, dass ihre Geständnisse nicht zufällig sind. Sie folgen einem Muster, das zurückführt zu Marena, der im Mittelalter der Hexerei Beschuldigten, und zu der Hebamme, die man damals opferte.
Doch nun erwachen die alten Mechanismen erneut. Gerüchte werden zu Urteilen, Angst zu Wut, und die Gemeinschaft kippt in eine Spirale aus Misstrauen und Schuld. Beat sieht die Gefahr kommen – und ist doch an sein Schweigen gebunden. Er weiß, was sich wiederholt. Und dass niemand bereit ist, den Preis zu zahlen.
Je näher er der Wahrheit kommt, desto deutlicher spürt er: Die Vergangenheit ruht nicht. Sie wartet. Und sie fordert zurück, was ihr genommen wurde.
Ein düsterer Spannungsroman über kollektive Schuld, die zerstörerische Macht von Worten und ein Dorf, das an seinen eigenen Schatten zerbricht.
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- Franz Ludin (Author), 2026, Die Beichte des Tals, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1737990