Information, Wissen, Technologie und Fortschritt bestimmen das Zeitalter der modernen Gesellschaft. Es gilt sich anzupassen an die Strukturen und Denkmuster der digitalen Revolution und gleichzeitig durch Innovation und Weiterentwicklung den Zeitgeist voran zu treiben.
Besonders die etablierten Medien sind dazu gezwungen mit den Entwicklungen Schritt zu halten und nicht nur durch Reaktion zu agieren, sondern durch eine Reform ihrer Systeme die Revolution mitzugestalten. Um die Nachfrage nach aktuellen und allerorts zugänglichen Themen zu befriedigen, müssen Informationskanäle mobil zugänglich sein. Der globale Mobilfunk der dritten Generation bietet diese Möglichkeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entstehung des mobilen TV Markts
2.1 MFD und DMB
2.2 Mobile 3.0 und DVB-H
2.3 Mobilfunkunternehmen und DVB-T
2.4 UMTS setzt sich durch
2.5 Das iPhone als Hybrid
3. Die Rolle der Mobilfunkbetreiber
3.1 T-Mobile
3.2 Vodafone
4. Angebote der Fernsehsender
4.1 ProSiebenSat.1 Media GmbH
4.1.1 Sportjournalismus
4.1.2 Nachrichtenjournalismus
4.2 RTL-Group
4.2.1 Sportjournalismus
4.2.2 Nachrichtenjournalismus
4.2.3 RTL entwickelt eigenen Mobilfunktarif
4.3 Öffentlich-rechtliche Sender
5. Marktprognose
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung des Handy-TV-Marktes in Deutschland. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Angebote durch Mobilfunkbetreiber sowie privater und öffentlich-rechtlicher Fernsehsender, um zukünftige Marktchancen unter Berücksichtigung technischer Standards und Nutzerpräferenzen einzuschätzen.
- Historische Entwicklung technischer Standards für mobiles Fernsehen
- Rolle und Strategien der Mobilfunkbetreiber (T-Mobile, Vodafone)
- Angebotsanalyse der Sendergruppen (RTL, ProSiebenSat.1, öffentlich-rechtliche Sender)
- Technische Infrastruktur und Netzabdeckung (UMTS, DVB-T/H)
- Marktprognose basierend auf Nutzerverhalten und technologischen Trends
Auszug aus dem Buch
2.1 MFD und DMB
Der erste kommerziell nutzbare Dienst in Deutschland wurde am 31. Mai 2006 eingeführt. Der Betreiber MFD (Mobiles Fernsehen Deutschland) wollte die WM 2006 als Ausgangspunkt zur Verbreitung des DMB-Standards (Digital-Multimedia-Broadcast) nutzen. Doch trotz einer positiven Reaktion der Rezipienten, konnte sich MFD mit dem DMB-Standard nicht durchsetzen. Nach Angaben des MFD-Geschäftsführers Henrik Rinnert konnten drei Wochen nach dem Start der Kooperation von debitel, mobilcom und simply lediglich 1400 Kunden gewonnen werden. Nichtsdestotrotz wurden hohe Ziele gesetzt. Mit dem mobilen Fernsehdienst watcha strebte der MFD bis 2007 eine Bevölkerungsabdeckung von 75 Prozent an. Das Angebot von fünf TV-Programmen (ARD, ZDF, N24, MTV Music und ProSiebenSat.1 Mobile) sowie dem mit Bildinformation ausgestatteten Radioprogramm bigFM radio 2 see, wurde kostenpflichtig eingeführt. Henrik Rinnert: "Der Nutzer ist gewohnt, dass die Benutzung des Handys Geld kostet." Die Erwartungen wurden jedoch enttäuscht und am 30.04.2008 wurde watcha eingestellt. Abermals wegen mangelndem Kundeninteresse („niedrig fünfstellig“), waren die Nutzerzahlen. Es folgte eine Neuausrichtung auf DVB-H (Digital Video Broadcasting – Handheld) und eine Beteiligung am Konsortium Mobile 3.0.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des modernen Handy-TV-Marktes in Deutschland ein und beschreibt die Forschungsabsicht, die Rolle von Mobilfunkbetreibern und Sendern zu beleuchten.
2. Entstehung des mobilen TV Markts: Dieses Kapitel erläutert die technologische Historie von Standards wie DMB, DVB-H und DVB-T sowie die zunehmende Bedeutung von UMTS für mobiles Fernsehen.
3. Die Rolle der Mobilfunkbetreiber: Das Kapitel bietet einen Überblick über die Strategien und Angebote der Mobilfunkbetreiber T-Mobile und Vodafone zur Vermarktung von Handy-TV-Diensten.
4. Angebote der Fernsehsender: Hier werden die spezifischen journalistischen Angebote und Programminhalte der privaten Sendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 sowie der öffentlich-rechtlichen Sender analysiert.
5. Marktprognose: Dieses Kapitel untersucht die Ausstattung der deutschen Bevölkerung mit Endgeräten und Internetzugang, um eine Einschätzung über die zukünftige Entwicklung des Handy-TV-Marktes zu treffen.
Schlüsselwörter
Handy-TV, mobiles Fernsehen, Mobilfunkbetreiber, T-Mobile, Vodafone, UMTS, DVB-H, DVB-T, RTL-Group, ProSiebenSat.1, Sportjournalismus, Nachrichtenjournalismus, Mediennutzung, Marktprognose, Mobile Media
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem aktuellen Status des Handy-TV-Marktes in Deutschland sowie den Strategien, die von Mobilfunkunternehmen und Fernsehsendern zur Etablierung dieses Mediums genutzt werden.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die technischen Rahmenbedingungen (DVB-H, UMTS), die Marktangebote der Mobilfunkanbieter und die spezifische inhaltliche Aufbereitung von Fernsehformaten für mobile Endgeräte.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie mobiles Fernsehen durch die Kombination von technischen Standards und inhaltlichen Angeboten der Sender den Weg zum Verbraucher findet und wie sich der Markt zukünftig entwickeln könnte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, bei der Fachzeitschriften, Studien und aktuelle Pressemitteilungen sowie Internetquellen zum Stand der Technik ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Entstehung des Marktes, die Analyse der Mobilfunkbetreiber als Distributoren sowie die detaillierte Untersuchung der journalistischen und unterhaltenden Angebote der privaten und öffentlich-rechtlichen Sender.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Handy-TV, Mobilfunk, UMTS, Content-Vermarktung, Fernsehsendergruppen und Medienkonvergenz.
Warum konnte sich der DMB-Standard in Deutschland nicht durchsetzen?
Trotz der ambitionierten Pläne zur Weltmeisterschaft 2006 mangelte es am Interesse der Kunden; die Nutzerzahlen blieben nach der Einführung des kostenpflichtigen Dienstes deutlich hinter den Zielen zurück.
Welche Rolle spielt das iPhone in der Entwicklung mobiler Dienste?
Das iPhone wird als Hybridgerät betrachtet, das durch die Integration moderner Internetstandards und spezieller Applikationen eine neue Plattform für den Medienkonsum bietet.
Wie bewerten die öffentlich-rechtlichen Sender das mobile Angebot?
Obwohl das Angebot zunächst spärlich war, haben sich Formate wie die "Tagesschau in 100 Sekunden" etabliert, wenngleich der weitere Ausbau in der Branche kontrovers diskutiert wurde.
- Citation du texte
- Bachelor of Arts Niklas Weith (Auteur), 2009, Mobiler Journalismus. Handy TV, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173830