Die Landschaft im heutigen Handelsgeschehen zeigt sich als äußerst vielfältig. Die Konsumenten können für ihren Einkauf aus einer Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten an Einkaufsstätten und einem gewaltigen Warenangebot frei nach ihren Bedürfnissen wählen. Die Handelsunternehmen werden zunehmend als austauschbar angesehen und der Wettbewerbsdruck steigt kontinuierlich.
Aus diesem Grund müssen die Handelsunternehmen versuchen sich selbst zu einer unverwechselbaren und für den Konsumenten als nachhaltig wahrgenommene Marke etablieren. Den Konsumenten muss somit ein Mehrwert für seinen Einkauf geboten werden, damit dieses Ziel der Handelsunternehmen erreicht werden kann.
Die Markenpolitik hat sich in diesem Zusammenhang sehr verändert und seit einigen Jahren ist ein stetiger Wandel zu beobachten. Die Markenpolitik lässt sich somit nicht länger nur auf die Produkte der Hersteller, sondern auch auf die Handelsunternehmen selbst anwenden. Dabei rückt die Differenzierung gegenüber den Wettbewerbern immer mehr in den Vordergrund und die einzelnen Verkaufsstellen werden als „die Produkte“ der Handelsunternehmen vermarktet. Ein Ziel des Handels ist dabei die Schaffung einer eigenen und starken Markenpersönlichkeit und die daraus resultierende Identifikation des Konsumenten mit der Verkaufsstelle.
Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser einen Eindruck darüber zu verschaffen, wie sich Handelsunternehmen mithilfe geeigneter Marketing- bzw. Profilierungsinstrumente erfolgreich am Markt positionieren können und um sich dadurch in den Köpfen der Konsumenten als dauerhaft kaufentscheidend zu verankern.
Dazu wird zuerst der Begriff einer Storebrand genauer definiert und auf einige Besonderheiten, die es in diesem Zusammenhang zu beachten gilt, eingegangen. Anschließend soll vermittelt werden, was überhaupt unter einer Positionierung zu verstehen ist und mit Hilfe wel-cher Instrumente diese erfolgreich umgesetzt werden kann. Zum Schluss dieser Arbeit werden einige Beispiele aufgeführt, die Handelsunternehmen zeigen, welche sich erfolgreich zu einer Storebrand entwickelt haben.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- 1 Einleitung
- 2 Storebrands
- 2.1 Definition
- 2.2 Charakteristika und Besonderheiten
- 2.3 Positionierung
- 2.4 Instrumente zur Profilierung
- 2.4.1 Sortimentspolitik
- 2.4.2 Preispolitik
- 2.4.3 Kommunikationspolitik
- 2.4.4 Servicepolitik
- 2.4.5 Instore-Marketing
- 2.5 Fit/Handelsmarketingmix
- 3 Beispiele
- 4 Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung von Handelsunternehmen zu eigenständigen Marken, den sogenannten Storebrands. Sie untersucht, wie sich Handelsunternehmen durch gezielte Marketingstrategien erfolgreich im Markt positionieren und sich nachhaltig in den Köpfen der Konsumenten verankern können.
- Definition und Charakteristika von Storebrands
- Positionierung von Storebrands im Wettbewerb
- Marketinginstrumente zur Profilierung von Storebrands
- Beispiele erfolgreicher Storebrands
- Fazit und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Storebrands
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Das erste Kapitel bietet eine Einführung in die Thematik der Storebrands und beleuchtet die Herausforderungen, denen Handelsunternehmen im heutigen Wettbewerbsumfeld gegenüberstehen. Es wird die Notwendigkeit einer eigenständigen Markenidentität und die Bedeutung der Markenpolitik im Handel betont. Das zweite Kapitel definiert den Begriff der Storebrand und analysiert wichtige Charakteristika und Besonderheiten dieses Konzepts. Es beleuchtet die Bedeutung von Positionierung und diskutiert verschiedene Instrumente, die zur erfolgreichen Profilierung von Storebrands eingesetzt werden können. Die einzelnen Instrumente, wie Sortimentspolitik, Preispolitik, Kommunikationspolitik, Servicepolitik und Instore-Marketing, werden genauer betrachtet und ihre Anwendung im Kontext der Storebrand-Strategie erläutert. Das dritte Kapitel präsentiert Beispiele erfolgreicher Storebrands, die die im zweiten Kapitel beschriebenen Konzepte erfolgreich umgesetzt haben. Es werden wichtige Erfolgsfaktoren und konkrete Strategien aufgezeigt.
Schlüsselwörter (Keywords)
Storebrands, Handelsmarketing, Markenpolitik, Positionierung, Profilierung, Sortimentspolitik, Preispolitik, Kommunikationspolitik, Servicepolitik, Instore-Marketing, Wettbewerbsvorteile, Kundenbindung, Markenloyalität, Erfolgsfaktoren.
- Citation du texte
- Betriebswirt (VWA) Sebastian Rauchhaus (Auteur), 2010, Handelsunternehmen als Marke: Storebrands , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173854