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Personzentrierung in der umweltpsychologisch orientierten Nachhaltigkeitsberatung

Ein Mehrwert für sozial-ökologische Zukunftsbeständigkeit?

Título: Personzentrierung in der umweltpsychologisch orientierten Nachhaltigkeitsberatung

Tesis de Máster , 2011 , 83 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Kai-Julien Lenßen (Autor)

Psicología - Consulta y Terapia
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Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft relevante Aktivitäten sollen spätestens seit den 1990er Jahren am Prinzip der Nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet werden. Doch die aktuelle Lage lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass auch Deutschland weit von diesem Anspruch entfernt ist. Auswirkungen von Wetterextremen, epidemischen Trends, ungezähmtem Kapitalismus, sozialer Ungleichheit und wachsender Anspruchssteigerung machen uns weiterhin große Sorgen. Die vorliegende Arbeit fragt nach den Bedingungen für den zaghaften Erfolg und sucht nach Aspekten für mehr Veränderungskraft. Besondere Bedeutung für den sozial-ökologischen Wandel wird in der konsequenten Einbindung einer psychologischen Perspektive gesehen. Die Chance, das Ziel zu erreichen, liegt einerseits in der ökopsychologisch ausgerichteten Beratung derjenigen, die den Wandel hauptsächlich in der Hand haben: Entscheidungsträger, Meinungsmacher und Multiplikatoren. Der Weg zu mehr Zukunftsgerechtigkeit erfordert, dass sich Überzeugungen, Einstellungen, Werte, Normen und letztendlich auch Handeln der Protagonisten ändern. Hierzu bietet die umweltpsychologische Interventionsforschung eine breite Palette von Erkenntnissen. Andererseits können Veränderungen im Denken, Fühlen und Handeln nur im Rahmen einer tragfähigen und vertrauensvollen Arbeitsbeziehung gelingen. Rat Gebende sind demzufolge auf entsprechende interaktive Kompetenzen (Empathie, Situationsangemessenheit und positive Wertschätzung) angewiesen, wie sie der Personzentrierte Ansatz beschreibt. Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen, auf der Basis beratungstheoretischer Auseinandersetzungen und mittels eines Praxisbeispiels werden Möglichkeiten und Nutzen einer kombinierten Beratung herausgearbeitet und ein integratives Modell vorgestellt. Fazit ist, dass beide Ansätze erstaunlich viele Grundannahmen mit den Maximen der Nachhaltigkeit teilen. Eine so verknüpfte Beratungsform weist vor allem dann einen Mehrwert auf, wenn Menschen sich gegenseitig verständigen, verstehen und anerkennen müssen, um konsensual und Kosten sparend zu gesellschaftlichem und ökologischen Wohlstand zu gelangen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Wozu Nachhaltige Entwicklung?

2.1 Bisherige Hemmnisse bei der Umsetzung Nachhaltiger Entwicklung

2.2 Notwendigkeit einer psychologischen Perspektive

3 Gegenstand der umweltpsychologischen Nachhaltigkeitsberatung

3.1 Mensch-Umwelt-Beziehung

3.2 Matthies Integratives Einflussschema Umwelt schonenden Verhaltens

3.3 Bedarf, Themen und Anforderungen an eine umweltpsychologisch orientierte Beratung im Kontext Nachhaltiger Entwicklung

4 Aspekte der Personzentrierten Beratung

4.1 Menschenbild, Ziele und Persönlichkeitstheorie – für die Nachhaltigkeitsberatung relevante Schlüsselbegriffe

4.1.1 Problemwahrnehmung, Selbstkonzept und Inkongruenzerleben

4.1.2 Selbstverwirklichungstendenz und die fully functioning person

4.1.3 Beziehungsgestaltung, Selbstbestimmung und Ressourcen

4.2 Themen, Anwendungsbereiche und Praxis

4.3 Der Personzentrierte Ansatz in der Umweltberatung?

5 Umweltpsychologische und personzentrierte Beratung – ein ungleiches Paar auf Erfolgskurs?

5.1 Parallelen und Ergänzungspotenzial

5.1.1 Gemeinsame Themen, Ansprüche und Begriffsbestimmungen

5.1.2 Strategien aus der (umwelt)psychologischen Interventionsforschung

5.1.3 Methodische, soziale und reflexive Kompetenzen

5.1.4 Personzentrierte Wirkweisen als hilfreiche Erweiterung in der umweltpsychologisch orientierten Nachhaltigkeitsberatung

5.2 Beziehungsfähig - das Beispiel Wohnen in Gemeinschaft

5.3 Unterschiede und Grenzen

6 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den potenziellen Mehrwert, der durch die Integration des Personzentrierten Ansatzes (PZA) nach Carl R. Rogers in das Konzept einer umweltpsychologisch orientierten Nachhaltigkeitsberatung entstehen kann, um so einen Beitrag zur sozial-ökologischen Zukunftsbeständigkeit zu leisten.

  • Integration von Personzentrierter Beratung und umweltpsychologischen Interventionsstrategien.
  • Analyse von Hindernissen bei der Umsetzung nachhaltigen Verhaltens.
  • Identifikation gemeinsamer theoretischer Grundlagen und Wirkfaktoren beider Ansätze.
  • Erarbeitung eines Kompetenzmodells für die nachhaltige Beratungspraxis.
  • Praxisbeispiel zur Anwendung personzentrierter Methoden in der Projektgruppe "Wohnen in Gemeinschaft".

Auszug aus dem Buch

3.1 Mensch-Umwelt-Beziehung

Die umweltpsychologische Forschung geht von unauflösbaren Mensch-Umwelt-Wechselwirkungen aus (Graumann & Kruse, 2008), welche erlebens- und verhaltensrelevant sind. Wir werden somit nicht nur als Opfer unserer (schlechten) Lebensbedingungen, sondern gleichermaßen als Verursacher und potenzielle Bewältiger verstanden, da wir unsere Umwelt aktiv wahrnehmen und gestalten (Marans & Rodgers, 1975).

Bezogen auf die Transaktion zwischen Person und Umwelt setzt die Disziplin auf der individuellen Ebene an, versetzt sich also in den Menschen, in seinen Alltag hinein und betrachtet Denken, Fühlen und Handeln im Kontext gebauter, sozialer und natürlicher Umwelt. Diese komplexe Sichtweise liegt in multidisziplinären wissenschaftstheoretischen Wurzeln begründet. Theoretische Zugänge kommen etwa aus der Feldtheorie, Phänomenologie, Gestalt- und Systemtheorie (Kruse, Graumann & Lantermann, 1996).

Gemäß der engen Rückkopplungsprozesse postuliert die Psychologie der Mensch-Umwelt-Beziehung besondere (städtische) Bedingungen, die die gesunde Entwicklung der Persönlichkeit mitbestimmen: z. B. Gelegenheiten zu anspruchsvollen, selbstvergessenen Aktivitäten, eine Vielzahl und Vielfalt von Handlungs(spiel)räumen, kognitiv gut lesbare, individuell gestaltete Stadtteile, eine geringe Anzahl unbeeinflussbarer, unvorhersehbarer, unerklärbarer Stressoren, funktional komplexe und manipulierbare Umwelten (z. B. autofreie Blockinnenhöfe, Biotope in Baulücken) sowie (offizielle) Möglichkeiten zum Ressourcenschutz (Hellbrück & Fischer, 1999, S. 470f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Das Kapitel skizziert die Dringlichkeit gesellschaftlicher und ökologischer Probleme und begründet die Notwendigkeit, psychologische Aspekte in die Nachhaltigkeitsarbeit einzubeziehen.

2 Wozu Nachhaltige Entwicklung?: Es wird die Vielschichtigkeit des Begriffs der Nachhaltigkeit beleuchtet sowie die bisherigen Hindernisse bei dessen Umsetzung in der Praxis diskutiert.

3 Gegenstand der umweltpsychologischen Nachhaltigkeitsberatung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Mensch-Umwelt-Interaktion und ein integratives Modell zur Verhaltenssteuerung nach Matthies vorgestellt.

4 Aspekte der Personzentrierten Beratung: Dieses Kapitel führt in das Menschenbild, die Ziele und die zentralen Schlüsselbegriffe des Personzentrierten Ansatzes ein, die für die Beratung relevant sind.

5 Umweltpsychologische und personzentrierte Beratung – ein ungleiches Paar auf Erfolgskurs?: Der Autor vergleicht beide Ansätze, untersucht Synergieeffekte und demonstriert deren Anwendung an einem praktischen Beispiel aus der Arbeit mit einer Wohnprojektgruppe.

6 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick darauf, wie der Personzentrierte Ansatz langfristig in Beratungskontexte der Nachhaltigkeit integriert werden kann.

Schlüsselwörter

Nachhaltigkeitsberatung, Personzentrierter Ansatz, Umweltpsychologie, Verhaltensänderung, Mensch-Umwelt-Beziehung, Selbstverwirklichungstendenz, Nachhaltige Entwicklung, Kongruenz, Sozial-ökologische Zukunftsbeständigkeit, Beratungspraxis, Ressourcenorientierung, Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der Personzentrierte Ansatz (PZA) nach Carl R. Rogers als wertvolles Instrument in die umweltpsychologisch orientierte Nachhaltigkeitsberatung integriert werden kann, um den Wandel zu einer nachhaltigeren Gesellschaft zu unterstützen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Zusammenführung von ökopsychologischen Erkenntnissen, Methoden der Gesprächsführung, die Analyse von Barrieren beim Wandel des Umweltverhaltens sowie die professionelle Begleitung von Veränderungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie personzentrierte Methoden die Effektivität und Qualität der Nachhaltigkeitsberatung verbessern und welche spezifischen Kooperationsmöglichkeiten zwischen PZA und Umweltpsychologie bestehen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer theoretischen Zusammenführung psychologischer Konzepte sowie auf der Dokumentation und Evaluation eines konkreten Praxisbeispiels aus der eigenen Beratungstätigkeit des Autors.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der beiden Fachgebiete, die Herleitung von Synergien bei den Einflussfaktoren für nachhaltiges Verhalten und die Anwendung dieser Erkenntnisse auf praktische Beratungsfelder wie beispielsweise die Mediation in Wohnprojekten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben Nachhaltigkeit und Personzentrierung spielen vor allem die Begriffe Kongruenz, Selbstverwirklichungstendenz, transaktionale Mensch-Umwelt-Beziehung und Veränderungskompetenz eine zentrale Rolle.

Wie trägt der Personzentrierte Ansatz konkret zu mehr Nachhaltigkeit bei?

Durch die Etablierung einer wertschätzenden, empathischen Beratungsbeziehung werden Klienten in ihrer Eigenverantwortung gestärkt, was dazu beiträgt, Blockaden bei der Umsetzung umweltgerechten Handelns abzubauen.

Welche Rolle spielen die Praxisbeispiele in der Arbeit?

Sie illustrieren die Anwendung theoretischer Konzepte in der Realität, insbesondere wie Widerstände in Gruppenprozessen durch personzentrierte Interventionen überwunden und erfolgreich zu konsensualen Lösungen geführt werden können.

Final del extracto de 83 páginas  - subir

Detalles

Título
Personzentrierung in der umweltpsychologisch orientierten Nachhaltigkeitsberatung
Subtítulo
Ein Mehrwert für sozial-ökologische Zukunftsbeständigkeit?
Universidad
University of Hagen  (Kurt Lewin Institut für Psychologie)
Calificación
1,3
Autor
Kai-Julien Lenßen (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
83
No. de catálogo
V173885
ISBN (Ebook)
9783640943951
ISBN (Libro)
9783640943968
Idioma
Alemán
Etiqueta
Agenda 21 Akzeptanz Armut Beratung Beratungspsychologie Bewusstsein Beziehung Bürgerinitiative Chancengerechtigkeit counselling counseling Degradation Dialog Dilemma Düsseldorf Empathie Entscheidungsträger Epidemie Erderwärmung Ethik Evaluation Feldtheorie Finanzkrise Generation Gesundheitsförderung Gleichberechtigung Handeln humanistisch Inkongruenz Interaktion Intervention Kapitalismus Klima Kommunikation Kompetenz Konflikt Kongruenz Konsum Lebensstil Lösungskompetenz Mediation Menschenbild Mobilität Moderation Moral Motivation Nachhaltige Entwicklung Nachhaltigkeit Natur Netzwerk Norm ökologisch Partizipation Persönlichkeit persönliche Kontrolle Personzentriert Politik Psychologie reflexiv Ressourcen Risiko Rogers Selbstkonzept Stuttgart 21
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kai-Julien Lenßen (Autor), 2011, Personzentrierung in der umweltpsychologisch orientierten Nachhaltigkeitsberatung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173885
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