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Theorie der kulturellen Reproduktion nach Pierre Bourdieu

Der Einfluss kulturellen Kapitals auf Bildungschancen

Título: Theorie der kulturellen Reproduktion nach Pierre Bourdieu

Trabajo Escrito , 2007 , 15 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Johannes Buhl (Autor)

Pedagogía - Sociología pedagógica
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Der französische Soziologe Pierre Bourdieu strebte schon zu Beginn seiner Arbeit als Sozialwissenschaftler nach einer Form des Eingreifens in die soziale Welt. Damit verbunden ist für Bourdieu immer die Möglichkeit der Reform, die aktive Bemühung um den Abbau von sozialer Ungleichheit, Not und Elend (Münch 2004, S. 417). Denn Bourdieu versteht seine Aufgabe vielmehr als engagierter
Intellektueller, der sich angesichts kultur-und sozialpolitischer Probleme der Teilnahme an konstruktiven Diskussions- und Gestaltungsprozessen verpflichtet fühlt (Schwingel 2000: 8).
Die bildungssoziologsichen Erkenntnisse und Theorien Pierre Bourdieus sollen Gegenstand dieser Arbeit werden. Sie analysieren die Reproduktion sozialer Ungleichheiten durch das Bildungssystem. Dabei soll seiner Theorie der kulturellen Reproduktion besondere Aufmerksamkeit zukommen.
Die folgende Arbeit geht der Frage nach, aus welchem Grund und inwiefern die soziale Herkunft als ausschlaggebend für Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg angesehen werden kann.
Dabei wird zu Beginn der Arbeit die Bedeutung der Bildungsexpansion für den sozialpolitisch angestrebten Abbau sozialer Ungleichheiten im Bildungssystem untersucht.
Anschließend sei Bourdieus Theorie der kulturellen Reproduktion dargestellt. Wobei die Reproduktion kulturellen Kapitals und deren Implikationen für die Aufrechterhaltung sozialer Ungleichheit im und durch das Bildungssystem im Vordergrund steht. Bourdieus Konzepte sind Grundlage der Erklärung bestehender Ungleichheiten der Bildungschancen und der Bedeutung der Ressourcen des Einzelnen im Bildungssystem sowie der Bedeutung des Bildungssystems für die Verteilung von Chancen. Nach der theoretischen Ausarbeitung Bourdieus Konzepte der kulturellen Reproduktion folgt die Darlegung ausgewählter empirischer Untersuchungen. In der Tradition der Soziologie Bourdieus soll versucht werden, einerseits durch empirische Studien einen anschaulichen Einblick in die Theorie zu gewähren, andereseits konkrete Ansätze bourdieuscher Bildungssoziologie in der Praxis zu liefern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Bourdieus Theorie kultureller Reproduktion

2.1 Das kulturelle Kapital

2.2 Kapitaltransformationen

2.3 Kulturelles Kapital und soziale Ungleichheiten im Bildungssystem

3. Empirische Untersuchungen

3.1 Kulturelles Kapital und Bildungsaspiration

3.2 Kulturelles Kapital und Schulerfolg

3.3 Kulturelles Kapital und Reproduktion von Führungskräften im französischen Unternehmensbereich

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Theorie der kulturellen Reproduktion nach Pierre Bourdieu und analysiert, inwiefern die soziale Herkunft die Bildungschancen und den Bildungserfolg maßgeblich beeinflusst. Dabei wird der Frage nachgegangen, warum trotz Bildungsexpansion soziale Ungleichheitsstrukturen im Bildungssystem bestehen bleiben.

  • Die verschiedenen Formen des Kapitals (ökonomisch, kulturell, sozial) nach Bourdieu.
  • Die Mechanismen der Kapitaltransformation und deren Einfluss auf den Statuserwerb.
  • Die Rolle der sozialen Herkunft bei Bildungsempfehlungen und Bildungsaspirationen.
  • Empirische Nachweise zur Reproduktion sozialer Ungleichheiten im deutschen und französischen Bildungssystem.

Auszug aus dem Buch

2.1 Das kulturelle Kapital

Im Zuge seiner Theorie der kulturellen Reproduktion unterscheidet Bourdieu im Wesentlichen drei Kapitalsorten: das ökonomische Kapital, das kulturelle Kapital und das soziale Kapital. Die unterschiedlichen Kapitalarten stellen gesellschaftliche Ressourcen dar, die die Möglichkeit bieten sich unter strategischem Einsatz begehrte Güter anzueignen. Deren Verteilung ist dabei entsprechend individuell zu bestimmen.

In einem bestimmten sozialen Feld, beispielsweise im Feld der Wissenschaft, haben bestimmte Kapitalien, z.B. Bildungskapital in Form von Titeln, einen hohen Tauschwert. Durch die unterschiedliche Verfügung der verschiedenen Kapitalarten und deren Akkumulationen werden die sozialen Positionen und die Lebenschancen im sozialen Raum bestimmt, d.h. es ist nicht für jeden alles in gleichem Maße möglich (Bourdieu 1983: 183).

Vielmehr ergibt sich die soziale Position des Einzelnen in der Gesellschaft aus dessen Kapitalvolumen, der Kapitalstruktur und der zeitlichen Dimension, der sozialen Laufbahn (Fuchs-Heinritz/ König: 194ff).

Für Bourdieu war es entscheidend den Kapitalbegriff in allen seinen Erscheinungsformen einzuführen, um der Struktur und dem Funktionieren der gesellschaftlichen Welt gerecht werden zu können.

Nachfolgend werden die Erscheinungsformen des kulturellen Kapitals differenziert und näher beschrieben, da Bourdieu mit diesem Begriff versucht die Ungleichheit der schulischen Leistungen von Kindern aus verschiedenen sozialen Klassen zu begreifen (Bourdieu 1983: 184). Denn das vererbte kulturelle Kapital, das je nach sozialer Schicht variiert, ist für die ursprüngliche Ungleichheit der Kinder und konsequenterweise für den daraus resultierenden Schulerfolg verantwortlich (Bourdieu 2006: 26).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Der Autor führt in die bildungssoziologischen Erkenntnisse Bourdieus ein und verdeutlicht die Aktualität der Theorie angesichts sozialer Ungleichheiten im Bildungssystem.

2. Bourdieus Theorie kultureller Reproduktion: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Konzepte des kulturellen Kapitals, dessen Transformation sowie dessen Wirkungsweise als Reproduktionsmechanismus sozialer Ungleichheit.

3. Empirische Untersuchungen: Anhand ausgewählter Studien wird aufgezeigt, wie kulturelles Kapital Bildungsaspirationen, Schulerfolge und die Rekrutierung von Führungskräften beeinflusst.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das Bildungssystem bestehende Ungleichheitsstrukturen reproduziert und Bourdieus Theorie hierfür ein zentrales Analyseinstrument darstellt.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, kulturelle Reproduktion, kulturelles Kapital, soziale Ungleichheit, Bildungssystem, Bildungschancen, soziale Herkunft, Kapitaltransformation, Bildungsaspiration, Schulerfolg, Habitus, Meritokratie, Bildungsexpansion, Sozialstruktur, Führungskräfterekrutierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Theorie der kulturellen Reproduktion von Pierre Bourdieu und untersucht, wie soziale Herkunft und kulturelles Kapital die Lebenschancen und Bildungserfolge von Individuen bestimmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen verschiedenen Kapitalarten, die Funktion des Bildungssystems bei der Stabilisierung sozialer Machtverhältnisse und die empirische Nachvollziehbarkeit dieser Mechanismen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu analysieren, aus welchem Grund und inwiefern die soziale Herkunft maßgeblich für die Bildungsbeteiligung und den Schulerfolg ist und warum Bildungsexpansion diese Ungleichheiten nicht auflösen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung der bourdieuschen Soziologie, ergänzt durch die Analyse und Interpretation bereits existierender empirischer Studien, um die theoretischen Konzepte in der Praxis zu belegen.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Kapitalsorten, Transformation), die empirische Untersuchung von Bildungsempfehlungen und Bildungsaspirationen sowie die Analyse der Reproduktion von Eliten im Unternehmensbereich.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe kulturelles Kapital, soziale Herkunft, Reproduktion, Habitus, Bildungschancen und soziale Ungleichheit definiert.

Warum spielt das "inkorporierte kulturelle Kapital" eine so große Rolle für den Schulerfolg?

Es bezeichnet Bildung und Wissen, die als dauerhafte Dispositionen zum Habitus geworden sind. Da dieser Prozess Zeit und familiäre Ressourcen erfordert, benachteiligt er Kinder aus Schichten, in denen dieses Kapital nicht vermittelt wird.

Wie erklärt der Autor das "Paradox der Bildungsexpansion"?

Das Paradox besteht darin, dass die Erhöhung der Bildungsbeteiligung zwar zu einer Höherqualifizierung der Gesellschaft führte, gleichzeitig aber eine Entwertung der Zertifikate bewirkte, ohne die grundlegenden schichtspezifischen Ungleichheitsstrukturen abzubauen.

Was bedeutet "Kapitaltransformation" im Kontext der Arbeit?

Dies beschreibt den Prozess, in dem verschiedene Kapitalarten, vor allem ökonomisches in kulturelles Kapital, umgewandelt werden können, um so den sozialen Status abzusichern oder Machtpositionen zu erreichen.

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Detalles

Título
Theorie der kulturellen Reproduktion nach Pierre Bourdieu
Subtítulo
Der Einfluss kulturellen Kapitals auf Bildungschancen
Universidad
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Soziologie I)
Curso
Bildung im Lebenslauf - Soziale Herkunft und Bildungsverläufe
Calificación
1,3
Autor
Johannes Buhl (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
15
No. de catálogo
V173952
ISBN (Ebook)
9783640942664
ISBN (Libro)
9783640942671
Idioma
Alemán
Etiqueta
theorie reproduktion pierre bourdieu einfluss kapitals bildungschancen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johannes Buhl (Autor), 2007, Theorie der kulturellen Reproduktion nach Pierre Bourdieu, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173952
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