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Identität und Verein

Identitätsentwicklung unter dem Einfluss des Vereinssports Fußball

Título: Identität und Verein

Trabajo Escrito , 2008 , 10 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Johannes Buhl (Autor)

Deporte - Sociología deportiva
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Hinter dem Begriff der Identität verbirgt sich mehr als Name, Anschrift und Steuernummer. Identität ist ein das Leben andauernder Prozess. Identität kommt und geht. Sie ist flexibel, wandelbar, um uns in allen Situationen des Lebens entsprechend verhalten zu können. Wir sind in der Lage die unterschiedlichsten Identitäten anzunehmen. Ob im Beruf, unter Freunden oder in der Familie präsentieren wir unterschiedliche Identitäten gemäß unterschiedlicher Image- und
Rollenerwartungen. Diese Arbeit versucht nicht den komplexen Begriff der Identität ins Letzte zu entschlüsseln. Viel mehr soll versucht werden, Identitäten exemplarisch im Vereinsfußball nach den Ideen Goffmans Interaktionismus zu untersuchen.
Wie entsteht Identität? Welchen Einfluss besitzt dabei der Fußball auf die Ausgestaltung der eigenen Identität? Um letztendlich der Frage nachzugehen, ob im Fußballverein eigene Identitäten entwickelt werden, die in der Lage sind andere Identitäten abzulösen.
Beginnend mit einer Begriffsbestimmung nach Mead und Goffman, wird sich die Arbeit mit dem System Fußball als potentielles Realitätsmodellmodell befassen. Im zweiten Teil der Arbeit steht
dann der Verein als Ort der Interaktion und Identitätsentwicklung im Vordergrund, um mit einer Kritik an Goffmans handlungstheoretischen Ansatz und einem Fazit abzuschließen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Identitätsbegriff nach Mead und Goffman

3. Fußball als Realitätsmodell

4. Kommunikation im System Fußball

5. Identität und Verein

5.1 Der Verein als Bühne

5.2 Der Vereinsspieler als Darsteller

6. Kritik und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Identitätsentwicklung von Individuen unter dem spezifischen Einfluss des Vereinssports Fußball. Dabei wird auf Basis handlungstheoretischer Ansätze von George Herbert Mead und Erving Goffman analysiert, wie Fußball als soziales Realitätsmodell fungiert und welche Rolle der Verein als Ort der Identitäts- und Imagekonstruktion einnimmt.

  • Identitätsbegriff nach Mead und Goffman
  • Fußball als soziales Realitätsmodell für Kinder
  • Kommunikationsprozesse innerhalb des Systems Fußball
  • Der Sportverein als geschützte Bühne für die Selbstdarstellung
  • Die Rolle des Vereinsspielers als Darsteller in einem Ensemble

Auszug aus dem Buch

5.1 Der Verein als Bühne

Um die Bühne des Vereins betreten zu dürfen, muss man Mitglied sein. Denn nur so kann eine Sicherheit zwischen den Interaktionspartnern gewährleistet werden (Gebauer et al 2001: 10).

Wie beim klassischen Gesellschaftsvertrag tritt man einem Verband bei, der größer, umfassender und von höherer Bedeutung ist als der Einzelne. Man verpflichtet sich als Mitglied einem bestimmten Verhalten. Der Verein stellt eine Corporate Identity dar, in der Werte gesetzt sind und die es zu respektieren gilt (Väth 1994: 108). Eine Gemeinschaft in einem von bestimmten Werten gefüllten Raum bildet sich (Gebauer et al 2001: 15).

Entsprechend stellt das Bundesministerium des Innern fest, dass der Verein als den Sport tragende Organisation unverzichtbare Leistungen für das Gemeinwesen erbringt. Unter anderem auch die Integration verschiedenster sozialer Gruppen, deren Lebenssituation man unter normalen Umständen als problematisch ansehen würde. Im Sportverein wird man ungeachtet der gesamtgesellschaftlichen sozialen Situation als vollwertiges Mitglied akzeptiert (BMI 1999: 9).

Der Verein kann daher als ein geschützter Raum angesehen werden, der den sozialen Konsequenzen des Alltagshandelns nicht voll ausgesetzt ist. Es erhalten sich Stile und Habitus der Beteiligten, die vor Außenwirkungen verschont bleiben und über Generationen hinweg etabliert werden können. Im traditionellen Verein bietet sich eine institutionelle Rahmung mit kodifizierten Normverständnis und Weisen der Vergemeinschaftung an (Gebauer et al 2001: 17f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung umreißt das Identitätsverständnis als lebenslangen Prozess und stellt die Leitfrage, wie der Fußballverein Identitäten prägen und beeinflussen kann.

2. Identitätsbegriff nach Mead und Goffman: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Identitätsbildung, insbesondere das „self“ bei Mead und die Theatermetaphorik sowie das Imagekonzept bei Goffman.

3. Fußball als Realitätsmodell: Es wird untersucht, wie Fußball bereits in der Kindheit als Weltanschluss dient und zur Vermittlung sozialer Regeln und Werte beiträgt.

4. Kommunikation im System Fußball: Das Kapitel beleuchtet, wie Fußball als gesellschaftlicher Kommunikationsmittler fungiert, der über verschiedene Schichten hinweg eine gemeinsame Interaktionsebene schafft.

5. Identität und Verein: Hier wird der Verein als Ort analysiert, an dem sich Goffmans soziale Gelegenheiten zur Identitätsentfaltung abspielen.

5.1 Der Verein als Bühne: Die Analyse fokussiert auf den Verein als geschützten Raum, der durch Mitgliedschaft und gemeinsame Werte eine spezifische institutionelle Rahmung bietet.

5.2 Der Vereinsspieler als Darsteller: Dieses Kapitel beschreibt, wie der einzelne Spieler innerhalb des Vereins als Darsteller agiert und sich einem authentischen Image sowie den Normen des Ensembles verpflichtet fühlt.

6. Kritik und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion zu Goffmans Ansatz und resümiert die identitätsstiftende Kraft des Vereins und des Fußballs.

Schlüsselwörter

Identität, Verein, Fußball, Interaktionismus, Erving Goffman, George Herbert Mead, Image, Selbstdarstellung, Bühne, Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Vereinsspieler, Soziologie, Rolle, Gemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Identität unter dem Einfluss des Vereinssports, wobei der Fußball als zentrales soziales Feld dient.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der soziologischen Identitätskonstruktion, der Rolle des Sports als Realitätsmodell und der Bedeutung des Vereinslebens für das individuelle Image.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuzeichnen, ob und wie der Fußballverein als „Bühne“ dient, auf der Individuen eine spezifische, oft vom Verein geprägte Identität entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf handlungstheoretischen Ansätzen, insbesondere dem symbolischen Interaktionismus von Mead und Goffman, basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Begriffe geklärt, bevor der Fußball als Modell für soziale Erfahrungen und der Verein als organisatorischer Rahmen für Identitätsentfaltung analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Identität, Interaktionismus, Bühne, Image, Vereinsfußball, Sozialisation und institutionelle Rahmung.

Wie unterscheidet sich die Identitätsentwicklung im Kindesalter von der im Verein?

Meads „play“ und „game“ sind hierfür maßgeblich: Während das kindliche Spiel eher spielerische Rollen antestet, verlangt der Verein im Erwachsenenalter eine institutionelle Einordnung und eine konsistente Selbstdarstellung.

Warum wird der Sportverein als „Bühne“ bezeichnet?

In Anlehnung an Goffman fungiert der Verein als strukturierter Ort, an dem ein Ensemble von Akteuren zusammenarbeitet, um ein berechenbares Image zu präsentieren und soziale Anerkennung zu sichern.

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Detalles

Título
Identität und Verein
Subtítulo
Identitätsentwicklung unter dem Einfluss des Vereinssports Fußball
Universidad
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Soziologie II)
Curso
Allgemeine Soziologie: Handlungstheorien
Calificación
1,0
Autor
Johannes Buhl (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
10
No. de catálogo
V173953
ISBN (Ebook)
9783640942596
ISBN (Libro)
9783640942565
Idioma
Alemán
Etiqueta
Verein Identität Fußball Goffman Mead Interaktionismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johannes Buhl (Autor), 2008, Identität und Verein, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173953
Leer eBook
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Extracto de  10  Páginas
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