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Reflexion der Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen im Spannungsfeld von Aussonderung und Integration anhand von Beispielen aus den Hospitationen

Titre: Reflexion der Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen im Spannungsfeld von Aussonderung und Integration anhand von Beispielen aus den Hospitationen

Dossier / Travail , 2006 , 17 Pages , Note: 1,30

Autor:in: Master of Arts in Inclusive Education Inna Doms (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Résumé Extrait Résumé des informations

Integration wird heute immer bedeutender, da die Zahl an ausländischen Mitbürgern
stetig ansteigt, und auch die Anzahl der immer älter werdenden Menschen weiter zunimmt.
Auch im Sinne behinderter Menschen gewinnt Integration immer weiter an
Bedeutung. Unter ihr versteht man die Einbeziehung und Eingliederung bestimmter
Menschengruppen in ein größeres Ganzes, hier entsprechend die Gesellschaft (vgl.
DUDEN, 2005: S. 465). Integration ist ein langsamer Prozess innerhalb des deutschen
Sozialstaatsprinzips.
In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit der Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen
im Spannungsfeld von Aussonderung und Integration. Hierzu werde
ich die von mir im Rahmen des Studiums besuchten Einrichtungen einbeziehen und
die Erfahrungen an Texten aus der Lehrveranstaltung reflektieren.
Alle Institutionen der Behindertenhilfe verstehen Integration unterschiedlich. Dementsprechend
setzen sie diese auf ihre Weise um. Auf Grund der vielfältigen Organisationsformen,
habe ich mich auf solche beschränkt, die allgemein bekannt sind und
im ständigen Interesse der Öffentlichkeit stehen. Demnach habe ich eine Psychiatrie
(Klinik Hohe Mark), eine Sonderschule (Königin Olga-Schule), die Lebenshilfe Heidenheim
und ein relativ neues Konzept vom Verein zur Förderung der Integration
Behinderter e.V. (FIB) kennen gelernt. Um die Erfahrungen sichtbar zu machen, bediene
ich mich verschiedener Texte. Ich beginne hierbei mit dem auf die Vergangenheit
bezogenen Aufsatz „Wir verstehen die Geschichte der Moderne nur mit den Behinderten
vollständig“. Gehe weiterführend auf den Text zum Beschluss der Kultusministerkonferenz
von 1994 „Die Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung“
ein und zeige auf warum die Sonderschulen fähig sind diese Richtlinien zu befolgen
und weshalb Regelschulen damit Schwierigkeiten haben. Um dies zu veranschaulichen,
ziehe ich den Text „Zur bildungspolitischen Dimension der Integration“
hinzu. Ob die von mir besuchten Institutionen schlussendlich fähig sind „Normalität“
zu schaffen, wird sich anhand des Normalisierungsprinzips zeigen.
Anschließend gehe ich kurz auf das Menschenbild im Sinne des Behinderungsbegriffes
ein, indem ich einige Aspekte des Textes „Die Behinderung liegt im Auge des
Betrachters“ von Lindemann/Vossler schildere. Schlussendlich schließe ich mit der
Erörterung der zweiten Fragestellung, inwiefern sich bei mir selbst etwas im Bild von
behinderten Menschen verändert hat ab.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hospitation in der Klinik Hohe Mark

2.1 Reflexion an Hand des Textes „Wir verstehen die Geschichte der Moderne nur mit den Behinderten vollständig“ von Klaus Dörner

2.2 Anwendung des Normalisierungsprinzips von B. Nirje/B. Perrin

3. Die Nikolauspflege und die Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung

4. Vergleich der Lebenshilfe Heidenheim mit dem „FIB“ unter den Aspekten des Normalisierungsprinzips

5. Resümee

6. Veränderungen in meinem eigenen Bild von behinderten Menschen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit reflektiert die Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen im Spannungsfeld zwischen Aussonderung und Integration, basierend auf praktischen Hospitationen in verschiedenen sozialen Einrichtungen sowie theoretischen Reflexionen.

  • Analyse des Normalisierungsprinzips in psychiatrischen und heilpädagogischen Einrichtungen
  • Evaluation der Umsetzung sonderpädagogischer Förderempfehlungen
  • Vergleich zwischen stationären Institutionen und integrativen Konzepten (FIB)
  • Reflexion über das gesellschaftliche Bild von Menschen mit Behinderung
  • Kritische Auseinandersetzung mit Leistungsdenken und Aussonderungstendenzen

Auszug aus dem Buch

2.1 Reflexion an Hand des Textes „Wir verstehen die Geschichte der Moderne nur mit den Behinderten vollständig“ von Klaus Dörner

Erbaut wurde die Klinik „Hohe Mark“ im Jahre 1904 in Oberursel, anfangs allein für den Hochadel, um dem Menschen Genesung zu bringen und ihn zu lehren wie man gesund bleibt (vgl. Klinik Hohe Mark, 2004: S. 19). 1933 wurde die leer stehende Kuranstalt vom heutigen Träger, der Deutschen Gesellschaft Diakonieverband Marburg e.V. erworben (vgl. Klinik Hohe Mark, 2004: S. 21). Die Diakonissen prägten die Klinik mit der Vorstellung einer seelsorgerlichen Begleitung von psychisch kranken Menschen (vgl. Klinik Hohe Mark, 2004: S. 14). Im zweiten Weltkrieg wurde die Kuranstalt zum Reservelazarett umgestaltet. Somit wurde verhindert, dass die Hohe Mark in das später von den Nationalsozialisten einsetzende Euthanasieprogramm psychisch Kranker einbezogen wurde. Es gelang der Klinikleitung durchzusetzen „Zivilkranke“ zunächst in kleiner, später auch in größerer Anzahl weiter behandeln zu dürfen (vgl. Klinik Hohe Mark, 2004: S. 22).

Die gute Beziehung zu der Besatzungsmacht USA machte es möglich 400 Patienten mit Nahrungsmitteln zu versorgen (vgl. Klinik Hohe Mark, 2004: S. 22). Ab 1971 entstanden verschiedene Therapiemöglichkeiten, wie beispielsweise die Beschäftigungs-, Gestaltungs- oder Arbeitstherapie, mit zunächst internen und später auch externen Arbeitsplätzen in den Betrieben von Oberursel. Diese Therapie machte es den Patienten leichter, schon während ihres Klinikaufenthaltes, sich auf die Anforderungen des Arbeitslebens einzustellen (vgl. Klinik Hohe Mark, 2004: S. 26). Außerdem machte die heute so genannte „Belastungserprobung“, durch gezielte Wochenendbeurlaubungen, den Patienten die vorhandenen Konfliktfelder zu Hause wieder erlebbar (vgl. Klinik Hohe Mark, 2004: S. 26). Seit 1980 organisiert die Klinik jährlich Tage der offenen Tür und Führungen nach dem Sonntagsgottesdienst, um Öffentlichkeitsarbeit zu leisten (vgl. Klinik Hohe Mark, 2004: S. 26).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Lebenssituation behinderter Menschen anhand von Hospitationen und Fachliteratur kritisch zu reflektieren.

2. Hospitation in der Klinik Hohe Mark: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Klinik und bewertet deren therapeutische Ansätze sowie das Normalisierungsprinzip in der psychiatrischen Praxis.

3. Die Nikolauspflege und die Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung: Hier werden die Förderkonzepte der Nikolauspflege und der Königin Olga-Schule mit den offiziellen Richtlinien zur sonderpädagogischen Förderung in Beziehung gesetzt.

4. Vergleich der Lebenshilfe Heidenheim mit dem „FIB“ unter den Aspekten des Normalisierungsprinzips: Das Kapitel vergleicht ein stationäres Lebenshilfe-Modell mit dem integrativen Konzept des Vereins zur Förderung der Integration Behinderter (FIB).

5. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass ein Perspektivenwechsel im Umgang mit Behinderung notwendig ist, um Stärken statt Defizite in den Mittelpunkt zu rücken.

6. Veränderungen in meinem eigenen Bild von behinderten Menschen: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Entwicklung und den Wandel ihres Menschenbildes durch die Erfahrungen aus ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr.

Schlüsselwörter

Integration, Aussonderung, Normalisierungsprinzip, Heilpädagogik, Behindertenhilfe, Klinik Hohe Mark, Sonderpädagogik, Lebenshilfe, FIB, Selbstbestimmung, Menschenbild, Inklusion, Hospitation, Behinderung, Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen und analysiert das Spannungsfeld zwischen der Aussonderung in Institutionen und den Möglichkeiten der gesellschaftlichen Integration.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Themenbereiche Psychiatrie, sonderpädagogische Förderung, Behindertenwerkstätten sowie alternative, ambulante Integrationskonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis von Hospitationen in vier verschiedenen Einrichtungen aufzuzeigen, wie unterschiedliche Institutionen mit Integration umgehen und wo Barrieren für ein selbstbestimmtes Leben liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert die Reflexion eigener praktischer Erfahrungen aus Hospitationen mit der Analyse von relevanter Fachliteratur, Texten und Richtlinien zur Integrationspädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Fallbeispiele Klinik Hohe Mark, Nikolauspflege, Lebenshilfe Heidenheim und den FIB, wobei jedes Modell anhand von Kriterien wie dem Normalisierungsprinzip bewertet wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Integration, Normalisierungsprinzip, Selbstbestimmung, Behindertenhilfe und der Perspektivenwechsel im Menschenbild sind die zentralen Begriffe.

Inwieweit spielt das „Normalisierungsprinzip“ eine Rolle?

Es dient als theoretischer Maßstab, um zu prüfen, ob die besuchten Einrichtungen (Wohnen, Arbeiten, Freizeit) eine tatsächliche Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen oder ob sie weiterhin isolierende Strukturen aufweisen.

Welchen Unterschied stellt die Autorin zwischen der Lebenshilfe und dem FIB fest?

Der FIB verfolgt konsequent den Ansatz „ambulant vor stationär“ und legt Wert auf Selbstbestimmung durch Assistenz, während die Lebenshilfe trotz Bemühungen oft in stationären und teils fremdbestimmten Strukturen verharrt.

Wie hat sich das Bild der Autorin von behinderten Menschen verändert?

Durch die Praxis hat sie verstanden, dass Behinderung nicht nur eine körperliche Beeinträchtigung ist, sondern stark durch gesellschaftliche Barrieren und ein defizitäres Bild geprägt wird, was ihre eigene Haltung grundlegend gewandelt hat.

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Résumé des informations

Titre
Reflexion der Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen im Spannungsfeld von Aussonderung und Integration anhand von Beispielen aus den Hospitationen
Université
Protestant University of Applied Sciences Darmstadt
Cours
Einführung in die integrative Heilpädagogik
Note
1,30
Auteur
Master of Arts in Inclusive Education Inna Doms (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
17
N° de catalogue
V173996
ISBN (ebook)
9783640943760
ISBN (Livre)
9783640943616
Langue
allemand
mots-clé
lebenssituation beeinträchtigungen aussonderung integration
Sécurité des produits
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Citation du texte
Master of Arts in Inclusive Education Inna Doms (Auteur), 2006, Reflexion der Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen im Spannungsfeld von Aussonderung und Integration anhand von Beispielen aus den Hospitationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173996
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Extrait de  17  pages
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