Unternehmenskrisen entwickeln sich oft schleichend, doch ein unerwarteter "Black Swan" kann über Nacht die Existenz bedrohen. Das zum 1. Januar 2021 eingeführte Gesetz über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen (StaRUG) bietet Geschäftsführern neue Instrumente, um eine drohende Insolvenz frühzeitig und diskret abzuwenden. Doch wie bewährt sich dieser rechtliche Schutzraum in der Praxis?
Diese Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und praktischen Hebel des StaRUG im direkten Vergleich zur klassischen Insolvenzordnung (InsO). Im Zentrum steht dabei der Praxistransfer: Anhand eines retrospektiven, leitfadengestützten Experteninterviews wird die dramatische Restrukturierung eines Kleinunternehmens (Getränkefachgroßhandel) im Krisenjahr 2007 untersucht. Es wird deduktiv aufgezeigt, wie die damals existenziellen Hürden, Ad-hoc-Maßnahmen und fehlenden Schutzräume durch die heutigen StaRUG-Instrumentarien – wie das Moratorium und den gruppenübergreifenden Cram-Down – strukturiert und rechtssicher hätten gelöst werden können.
Die Ausarbeitung richtet sich an Studierende, Geschäftsführer und Berater, die einen kompakten, praxisnahen Einblick in die Sanierungseffizienz, die Krisenfrüherkennung und die Überwindung des klassischen Sanierungsdilemmas bei KMU suchen.
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- Christof Lüke (Auteur), 2026, Präventive Restrukturierung als Instrument des modernen Krisenmanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1740668