Gegenstand der hier vorgestellten Arbeit sind die Anforderungen an das Qualifikationsprofil von Fach- und Führungskräften in der Immobilienwirtschaft. Die aktuellen Entwicklungen der Branche zeigen, wie wichtig qualifiziertes und engagiertes Personal ist. Um Kompetenz und Professionalität in der Branche zu etablieren und entsprechend der dynamischen Entwicklungen zu lenken, spielt die fundierte Aus- und Weiterbildung eine tragende Rolle. Dieser Prozess kann durch das Zusammenwirken aller Marktteilnehmer entwickelt und zielgerichtet gesteuert werden. Lange Zeit wurde die Bedeutung personalpolitischer Fragen in der Immobilienwirtschaft vernachlässigt. Da das Humankapital jedoch die Grundlage eines jeden Unternehmen ist, um im Wettbewerb bestehen zu können und Kunden langfristig an sich zu binden, spielen die Methoden und Instrumente der Personalbeschaffung mittlerweile eine weitaus bedeutendere Rolle. Eine Empirie untersucht welche speziellen Anforderungen immobilienwirtschaftliche Unternehmen an Professionals stellen und in welchem Rahmen Erwartungen an eine qualitativ hochwertige Bildung erfüllt werden. Zusätzlich werden favorisierte Wege der Personalbeschaffung dar gelegt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlegende Merkmale und Tendenzen des Immobilienmarktes
2.1 Rahmenbedingungen des Immobilienmarktes
2.1.1 Besonderheiten des Immobilienmarktes
2.1.2 Typologie und Entwicklung der Teilmärkte
2.1.3 Konjunkturzyklen am Markt
2.2 Entwicklung der Dienstleistungsdiversifizierung
2.2.1 Produktlebenszyklus der Immobilie
2.2.2 Dienstleistungen in der Wertschöpfungskette
2.3 Zusammenfassung
3 Imageanalyse und immobilienwirtschaftliche Institutionen
3.1 Erkenntnisse vorangegangener Imageuntersuchungen
3.1.1 Betrachtung des Branchenimages
3.1.2 Attraktivität der Branche
3.2 Kontraproduktive Faktoren
3.2.1 Defizite in der Bildung
3.2.2 Defizite in der Verbandsarbeit
3.3 Struktur der Aus- und Weiterbildung
3.3.1 Bildungsangebot im Überblick
3.3.1.1 Ausbildung
3.3.1.2 Weiterbildung
3.3.2 Mögliche Ansätze der Aufwertung
3.4 Zusammenfassung
4 Grundsätze und Methoden der Personalbeschaffung
4.1 Bedeutung der Personalbeschaffung
4.2 Begriff und Ziel der Personalbeschaffung
4.3 Ablauf der Personalbeschaffung
4.3.1 Methoden der Personalanwerbung
4.3.1.1 Interne Personalanwerbung
4.3.1.2 Externer Personalanwerbung
4.3.2 Instrumente der Personalauswahl
4.3.2.1 Vorauswahl
4.3.2.2 Auswahl
4.3.2.3 Endauswahl
4.4 Validität verschiedener Auswahlverfahren
5 Ergebnisse der empirischen Erhebung
5.1 Vorbemerkungen zur empirischen Untersuchung
5.1.1 Erhebungsinhalt
5.1.2 Erhebungsverfahren
5.1.3 Aufbau und Intention des Fragebogens
5.2 Die Stichprobe
5.2.1 Teilnehmer der Befragung
5.2.2 Einordnung in immobilienwirtschaftliche Bereiche
5.2.3 Angliederung an einen Konzernverbund
5.2.4 Internationalität der Unternehmen
5.2.5 Mitarbeiter in immobilienwirtschaftlichen Abteilungen
5.3 Zusammensetzung des Qualifikationsprofils
5.3.1 Ausbildung
5.3.1.1 Grad der Akademisierung
5.3.1.2 Immobilienspezifische Abschlüsse
5.3.1.3 Berufsausbildung
5.3.1.4 Spezielle Kenntnisse
5.3.2 Soft Skills
5.3.3 Gewichtung der fachlichen und sozialen Kompetenzen
5.4 Zusätzliche branchenspezifische Anforderungen
5.4.1 Tätigkeitsbereiche mit speziellen Anforderungen
5.4.2 Zukünftige Trends und ihre Auswirkungen
5.5 Einstufung der Qualität von Aus- und Weiterbildung
5.5.1 Zufriedenheit mit der Bildungssituation
5.5.2 Firmeninterne und –externe Aus- und Weiterbildung
5.5.3 Defizite und Verbesserungsansätze
5.6 Relevante Methoden der Personalbeschaffung
5.6.1 Entwicklung des Personalbedarfs
5.6.2 Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung
5.6.3 Wege der Personalanwerbung
5.6.4 Instrumente der Personalauswahl
5.6.5 Inanspruchnahme der Personalberatung
5.7 Zusammenfassung
6 Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Anforderungen an das Qualifikationsprofil von Fach- und Führungskräften in der Immobilienwirtschaft und untersucht dabei kritisch die aktuelle Aus- und Weiterbildungssituation sowie die Methoden der Personalbeschaffung.
- Aktuelle Tendenzen und Anforderungen auf dem Immobilienmarkt
- Imageanalyse der Immobilienwirtschaft als Arbeitgeber
- Struktur und Qualität der Aus- und Weiterbildung in der Branche
- Methoden und Instrumente der Personalbeschaffung und -auswahl
- Empirische Erhebung der Anforderungen immobilienwirtschaftlicher Unternehmen
Auszug aus dem Buch
Besonderheiten des Immobilienmarktes
Verglichen mit anderen Wirtschaftsmärkten ist der Immobilienmarkt stark durch die Charakteristika seines Wirtschaftsgutes Immobilie (siehe Anlage 1) gekennzeichnet. Die Besonderheiten der Immobilie bedingen, dass der Immobilienmarkt ein in hohem Maß unvollkommener Markt ist. Nachstehende Kriterien definieren diese Unvollkommenheit:
Die angebotenen Güter sind heterogen. Damit bestehen zwangsläufig Präferenzen für einen bestimmten Anbieter oder ein bestimmtes Angebot.
Die räumlichen Präferenzen der Nachfrager sind aufgrund der Standortgebundenheit der Immobilien zwangsläufig gegeben.
Auf dem Immobilienmarkt besteht, bedingt durch die lange Produktionsdauer des Wirtschaftsgutes, eine sehr geringe Angebotselastizität gegenüber Nachfrageänderungen.
Eine vollkommene Markttransparenz ist nicht gegeben, da bei der Vermarktung der Immobilie zu viele verschiedene Organisationsformen nebeneinander existieren.
Auf den verschiedenen Teilmärkten ist die Anzahl der agierenden Marktteilnehmer (sowohl Anbieter als auch Nachfrager) begrenzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Stellt das Thema der Arbeit vor und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Qualifikationsprofils von Fach- und Führungskräften in der Immobilienwirtschaft.
2 Grundlegende Merkmale und Tendenzen des Immobilienmarktes: Erläutert die Spezifika des Immobilienmarktes, wie die Unvollkommenheit und die Phasen des Produktlebenszyklus der Immobilie.
3 Imageanalyse und immobilienwirtschaftliche Institutionen: Untersucht das Branchenimage sowie die Struktur und Qualität der Aus- und Weiterbildungslandschaft.
4 Grundsätze und Methoden der Personalbeschaffung: Definiert die Ziele der Personalbeschaffung und beschreibt gängige Anwerbungsmethoden sowie Auswahlverfahren.
5 Ergebnisse der empirischen Erhebung: Analysiert die Resultate der durchgeführten Befragung von Unternehmen hinsichtlich ihres Personalbedarfs und ihrer Anforderungen.
6 Schlussbemerkung: Fasst die Erkenntnisse zusammen und gibt Empfehlungen für eine Optimierung des Qualifikationsprofils.
Schlüsselwörter
Immobilienwirtschaft, Fachkräfte, Führungskräfte, Personalbeschaffung, Personalrekrutierung, Qualifikationsprofil, Aus- und Weiterbildung, Personalberatung, Branchenimage, Auswahlverfahren, Immobilienmarkt, Personalauswahl, Kompetenzprofil, Immobilienökonom.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Diplomarbeit untersucht die spezifischen Qualifikationsanforderungen an Fach- und Führungskräfte in der Immobilienwirtschaft und analysiert, wie diese durch Bildung und Rekrutierung erfüllt werden können.
Welche Themenfelder werden zentral behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Charakteristika des Immobilienmarktes, dem Image der Branche, der Effektivität von Bildungswegen sowie den Methoden der Personalbeschaffung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, ein optimiertes Qualifikationsprofil zu identifizieren, das den heutigen und zukünftigen Anforderungen der Immobilienwirtschaft gerecht wird.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Neben einer theoretischen Analyse des Immobilienmarktes und der Bildungslandschaft wurde eine empirische Erhebung mittels eines Fragebogens bei zahlreichen Immobilienunternehmen durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Marktanalyse, eine Imageuntersuchung der Branche, eine detaillierte Darstellung der Personalbeschaffungs-Methodik sowie die Auswertung der empirischen Daten.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Personalbeschaffung, Immobilienwirtschaft, Qualifikationsprofil, Aus- und Weiterbildung, Personalberatung und Branchenimage.
Wie bewerten die Unternehmen die aktuelle Aus- und Weiterbildungssituation?
Die befragten Unternehmen bezeichnen die aktuelle Situation weitgehend als lediglich zufriedenstellend, kritisieren jedoch die fehlende Transparenz und Praxisnähe der Bildungsangebote.
Welchen Stellenwert hat der "Immobilienökonom" in der Branche?
Die empirische Analyse zeigt, dass der "Immobilienökonom" von einer Mehrheit der befragten Unternehmen als favorisierter Abschluss für Fach- und Führungskräfte angesehen wird.
- Quote paper
- Annegret Schacks (Author), 2002, Professionals Real Estate - Anforderungen an Fach- und Führungskräfte unter besonderer Berücksichtigung der Personalrekrutierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17409