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Gewerkschaften in Deutschland und Frankreich

Titre: Gewerkschaften in Deutschland und Frankreich

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 17 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Nils Schmidt (Auteur)

Politique - Systèmes politiques en général et en comparaison
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Gewerkschaft ist eine der bedeutendsten Formen der organisierten Interessenvertretung. Sie dient der Artikulation von Arbeitnehmerinteressen gegenüber der Arbeitgeberseite und der Regierung. Gewerkschaften können, wie alle Verbände, als eine für eine Demokratie konstituierende Institution gelten. Sie übernehmen eine wichtige Funktion in der Aggregation von Arbeitnehmerinteressen und haben erheblichen Einfluss auf politische Entscheidungen. Dennoch befinden sich die Gewerkschaften in fast allen Ländern Westeuropas nachweislich in einer Krise. Es sind vielfach deutlich sinkende Organisationsgrade der Gewerkschaften zu beobachten. Genauso vielfältig wie die Ursachen für die Krise und deren Auswirkungen, sind auch die Strategien der Gewerkschaften, mit denen sie ihren Problemen zu begegnen versuchen.
In dieser Hausarbeit werden die grundlegenden Problemstellungen der gewerkschaftlichen Interessensartikulation und die Ursachen und Folgen der Krise der Gewerkschaften in Westeuropa sowie die Bemühungen, den negativen Trend umzukehren, thematisiert.

Extrait


Gliederung

1 Einleitung

2 Gewerkschaftliche Herausforderungen

2.1 Grundlegende Problemstellungen

2.2 Situation der deutschen Gewerkschaften

2.3 Situation der französischen Gewerkschaften

3 Gewerkschaftliche Strategien zur Krisenbewältigung

3.1 Allgemeine Befunde

3.2 Deutsche Gewerkschaften

3.3 Französische Gewerkschaften

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die aktuelle Krise der Gewerkschaften in Deutschland und Frankreich, untersucht die zugrunde liegenden Ursachen wie den sinkenden Organisationsgrad und beleuchtet die angewandten Strategien zur Krisenbewältigung unter Berücksichtigung nationaler Besonderheiten.

  • Strukturelle Herausforderungen der gewerkschaftlichen Interessenvertretung
  • Vergleich der Krisenphänomene in Deutschland und Frankreich
  • Strategien zur Mitgliedergewinnung und Revitalisierung
  • Einfluss von Flexibilisierung und atypischen Beschäftigungsverhältnissen
  • Politische Legitimität und strategische Handlungsspielräume

Auszug aus dem Buch

Gewerkschaftliche Herausforderungen

Gewerkschaften stehen als Vertretung der Arbeitnehmerseite mit der Arbeitgeberseite und mit der Politik und deren Vertretern in einer „face-to-face Beziehung“. Sie sind Ansprechpartner der Politik und an der politischen Ausgestaltung beteiligt, treten aber ebenso häufig als Gegengewicht zur Politik auf. Gewerkschaften nehmen durch bestimmte Forderungen und Entscheidungen Einfluss auf den politischen Prozess. Diese Interaktionen vollziehen sich stets in einem bestimmten strukturellen Rahmen. Es stehen sich hierbei vor allem das Konzept des (Neo-)Korporatismus und das Konzept des Pluralismus gegenüber (Reutter 2001, 10). Für die Wirkungsrichtung einer Gewerkschaft sind dabei zwei Logiken, die den genannten strukturellen Prinzipien zu Grunde liegen, der entscheidende Faktor.

Im (Neo-) Korporatismus besitzt die Einflusslogik Vorrang vor der Mitgliedschaftslogik. Im Pluralismus hat hingegen die Mitgliedschaftslogik Priorität. In der Einflusslogik wird der Anspruch von Verbänden deutlich, als Druck ausübende Institution, als so genannte „pressure group“, aufzutreten. Die Bündelung der Kräfte und Interessen mit dem Ziel der Einflussnahme steht hier also vor der Vertretung von Einzelinteressen, die durch die Mitgliedschaftslogik zum Ausdruck kommt. Beide Logiken, und damit beide strukturelle Prinzipien, weisen jedoch inhärente Spannungsfelder auf: Weder ist jedes (Einzel-) Interesse organisationsfähig, noch ist es möglich, aus vielen verschiedenen Einzelinteressen in jedem Fall ein kollektives Interesse zu artikulieren, insbesondere ohne dabei in Verhandlungen stets nur den kleinsten gemeinsamen Nenner als Ergebnis zu erzielen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert Gewerkschaften als essenzielle Akteure der Interessenvertretung und skizziert die Problematik der aktuellen Krise sowie das Ziel der Untersuchung in Deutschland und Frankreich.

2 Gewerkschaftliche Herausforderungen: Dieses Kapitel erörtert die grundlegenden Spannungsfelder zwischen Einfluss- und Mitgliedschaftslogik und analysiert die spezifische Situation der Gewerkschaften in Deutschland und Frankreich unter dem Druck sinkender Mitgliederzahlen.

3 Gewerkschaftliche Strategien zur Krisenbewältigung: Das Kapitel stellt verschiedene Revitalisierungsstrategien vor und untersucht, wie deutsche und französische Gewerkschaften konkret auf ihre jeweiligen Krisensymptome reagieren.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ähnlichkeiten und Unterschiede der Krisenverläufe zusammen und reflektiert die zukünftigen Handlungsmöglichkeiten und Notwendigkeiten für Gewerkschaften in beiden Ländern.

Schlüsselwörter

Gewerkschaften, Deutschland, Frankreich, Organisationsgrad, Interessensvertretung, Krisenbewältigung, Neo-Korporatismus, Pluralismus, Tarifpolitik, Leiharbeit, Mitgliederschwund, Mitbestimmung, Arbeitsmarkt, Interessenartikulation, Beschäftigungsverhältnisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die aktuelle Krise der Gewerkschaften in Deutschland und Frankreich, insbesondere den drastischen Rückgang der Mitgliederzahlen und die daraus resultierenden Probleme für die Interessenvertretung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die strukturellen Herausforderungen, die unterschiedlichen Konzepte der Interessensartikulation (Einflusslogik vs. Mitgliedschaftslogik) sowie die Reaktion der Gewerkschaften auf den Wandel der Arbeitswelt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Ausprägungen der gewerkschaftlichen Krise in beiden Ländern zu beschreiben und die Wirksamkeit sowie die Grenzen der angewandten Strategien zur Krisenbewältigung zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer vergleichenden Analyse fachwissenschaftlicher Literatur zu politischen Systemen, Verbändelandschaften und Revitalisierungsforschung der Gewerkschaften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert im zweiten Kapitel die theoretischen Grundlagen und die nationale Ausgangslage, während im dritten Kapitel spezifische Strategien wie Tarifverträge, Dienstleistungsmodelle und Fusionsbemühungen untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Gewerkschaften, Organisationsgrad, Krisenbewältigung, Interessenvertretung, Deutschland, Frankreich, Neo-Korporatismus und Pluralismus.

Warum spielt das Konzept der „Einflusslogik“ eine so große Rolle?

Die Einflusslogik ist entscheidend, da sie den Anspruch der Gewerkschaften definiert, als mächtige Institution Druck auf politische Prozesse auszuüben, was jedoch durch sinkende Mitgliederzahlen gefährdet ist.

Wie unterscheidet sich die Situation der französischen Gewerkschaften von der deutschen?

In Frankreich ist die Interessensvertretung stärker politisch und ideologisch geprägt, weist eine höhere Streikbereitschaft auf, leidet aber unter einer noch stärkeren Fragmentierung und einer schwierigen finanziellen Abhängigkeit vom Staat.

Was ist die „dreifache Krise“ der Gewerkschaften?

Diese Krise umfasst den Rückgang der Mitgliederzahlen, eine politische Legitimitätskrise sowie erhebliche finanzielle Schwierigkeiten aufgrund ausbleibender Mitgliedsbeiträge.

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Résumé des informations

Titre
Gewerkschaften in Deutschland und Frankreich
Université
University of Würzburg
Note
2,3
Auteur
Nils Schmidt (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
17
N° de catalogue
V174140
ISBN (ebook)
9783640943975
ISBN (Livre)
9783640943982
Langue
allemand
mots-clé
Gewerkschaften Pluralismus Korporatismus Frankreich DGB Leiharbeit Interessensvertretung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nils Schmidt (Auteur), 2008, Gewerkschaften in Deutschland und Frankreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174140
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Extrait de  17  pages
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