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Die Maschine, die nicht staunt

Eine philosophische Einrede zur Ontologie kosmischer Selbstbezüglichkeit im Zeitalter künstlicher Intelligenz

Titel: Die Maschine, die nicht staunt

Essay , 2026 , 22 Seiten

Autor:in: Thomas Kämpfer (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Gegenwart
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Der Beitrag formuliert eine systematische Einrede gegen eine mögliche anthropologische Verengung der Ontologie kosmischer Selbstbezüglichkeit. Ausgangspunkt ist die These, dass reflexionsfähige Wesen als Teile des Universums lokale Relationen realisieren, in denen das Universum durch eigene Hervorbringungen zum Gegenstand wird. Die rasche Entwicklung künstlicher Intelligenz erzwingt jedoch eine Differenzierung zwischen phänomenalem Bewusstsein, epistemischer Wirksamkeit, funktionaler Selbstmodellierung und hybrider Erkenntnis. Argumentiert wird, dass kausale Rückkopplung nicht mit epistemischer Selbstbezüglichkeit identisch ist, dass Irrtums- und Revisionsfähigkeit eine plausible Schwelle epistemischer Relevanz markieren und dass nichtbewusste künstliche Systeme konstitutive Bestandteile hybrider epistemischer Konfigurationen sein können, ohne selbst als bewusste Subjekte gelten zu müssen. Mit dem Begriff epistemischer Emergenz ohne subjektive Emergenz wird eine Position vorgeschlagen, die sowohl KI-Mystifizierung als auch instrumentellen Reduktionismus vermeidet. Die Leitformel lautet: Die Maschine staunt nicht; sie kann jedoch den Raum verändern, in dem bewusste Wesen sich wundern und ihre Modelle des Universums revidieren.

Details

Titel
Die Maschine, die nicht staunt
Untertitel
Eine philosophische Einrede zur Ontologie kosmischer Selbstbezüglichkeit im Zeitalter künstlicher Intelligenz
Autor
Thomas Kämpfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2026
Seiten
22
Katalognummer
V1743095
ISBN (PDF)
9783389199183
ISBN (Buch)
9783389199190
Sprache
Deutsch
Schlagworte
maschine eine einrede ontologie selbstbezüglichkeit zeitalter intelligenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Kämpfer (Autor:in), 2026, Die Maschine, die nicht staunt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1743095
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Leseprobe aus  22  Seiten
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