Gemeinsame Erinnerung oder geteilte Vergangenheit?

Die Kontroversen um die „richtige“ Erinnerung nach 1990 am Beispiel der Neukonzeption der Gedenkstätte Buchenwald


Bachelorarbeit, 2011

45 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschichte Buchenwalds im historischen Rückblick
2.1. Das nationalsozialistische Konzentrationslager
2.2. Das sowjetische Speziallager Nr. 2
2.2.1. Entstehungskontext
2.2.2. Die Wahrnehmung der „Speziallager“ - Internierten in DDR und BRD
2.2.3. Das „Speziallager Nr. 2“

3. Der Umgang mit der NS-Vergangenheit in BRD und DDR von 1945 - 1990
3.1. Der Umgang mit dem Nationalsozialismus in der BRD
3.2. Der Umgang mit dem Nationalsozialismus in der DDR

4. Die „Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald“

5. Die Kontroversen um die Neuorientierung der Gedenkstätte Buchenwald von 1990 - 1992
5.1. Die mediale Berichterstattung
5.1.1. Die Enttabuisierung der „Speziallager“
5.1.2. Die Debatten über das „Speziallager Nr. 2“ 1990
5.1.3. Das Jahr 1991. Der Einsatz der Historikerkommission
5.1.4. Die Reaktionen auf die Empfehlungen der Historikerkommission
5.2. Weitere Konflikte um die Gedenkstätte Buchenwald

6. Der Umgang mit der DDR-Vergangenheit nach 1990

7. Fazit

8. Literatur- und Quellenverzeichnis
8.1. Literaturverzeichnis
8.2. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Nach dem Ende der DDR und den damit verbundenen tief greifenden Veränderungen im politischen System wandelte sich auch der kulturelle Umgang mit der Vergangenheit. Unterschiedliche politische Ziele, Geschichtserfahrungen und individuelle Einstellungen trafen aufeinander. Bei der nach 1990 einsetzenden Neubetrachtung der Vergangenheit und ihrer musealen Umsetzung kam es auf Grund dieser verschiedenen Perspektiven und Erinnerungen zu lang andauernden Auseinandersetzungen über die Funktion, Ausrichtung und Ziele von Gedenkstätten auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Besondere Beachtung fanden die Gedenkorte ehemaliger Konzentrationslager. Auch das ehemalige Konzentrationslager (nachfolgend „KZ“) Buchenwald, als einer der wichtigsten erinnerungskulturellen Orte in der DDR, stand im Zentrum der Auseinandersetzungen. Nachdem Anfang 1990 Massengräber in unmittelbarer Nähe des ehemaligen KZs gefunden wurden, entwickelte sich die Frage nach der Neukonzeption der Gedenkstätte zu einer emotionalen, teilweise polemisch geführten Kontroverse über das Verhältnis von Nationalsozialismus (nachfolgend „NS“) und Kommunismus.

Wolfram von Scheliha fragte in seinem Beitrag „Sackgasse Totalitarismus“ im „Deutschland Archiv“ aus dem Jahr 2006: „Welchen Platz nehmen die sowjetischen Speziallager und das SED-Unrecht insgesamt in der deutschen Erinnerungskultur ein und in welchem Verhältnis steht es zur Erinnerung an die nationalsozialistischen Konzentrationslager?“[1] Dass diese Frage auch heute noch im Forschungsfeld der Historiographie steht, zeigt welch zentrale Bedeutung die Problematik der Internierungslager in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) in der Erinnerungspolitik und Zeitgeschichtsforschung einnimmt. Bereits in den Jahren 1989/1990 wurden die Speziallager als Teil der DDR-Geschichte aufgegriffen und ihre Aufarbeitung gefordert. Dabei kam es zeitweise zu unsachlichen Kontroversen über den Umgang mit den Orten ehemaliger Speziallager, der Anerkennung der dort internierten Häftlinge als Opfergruppe und daraus folgend der Neukonzeption der Gedenkstätten mit „zweifacher Vergangenheit“.

Zentraler Bezugsrahmen dieser Arbeit ist die nach 1990 einsetzende Debatte darüber, wie mit der DDR-Geschichte umzugehen ist und was im kulturellen Gedächtnis verankert werden soll. Die Begriffe Erinnerungskultur und kulturelles Gedächtnis werden im Kontext kulturtheoretischer Auffassungen als vermittelte und nachträglich konstruierte Sicht auf die Vergangenheit beschrieben, „wobei diese Vergangenheitsbezüge jedoch gleichzeitig eine unabdingbare Grundlage für kulturelle Identität und Stabilität eines politischen Gemeinwesens sind.“[2] Erinnerungskultur ist demnach die Vermittlung der Vergangenheit in Form von beispielsweise öffentlichen Ritualen, Denkmälern, Gedenktagen und Gedenkstätten. Die „Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald“ war zentraler Punkt des kollektiven Gedächtnisses in der DDR und sollte im Rahmen der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit nach 1990 neu konzipiert werden.

In der folgenden Analyse werden die zentralen Punkte der Auseinandersetzung über die Neukonzeption der Gedenkstätte Buchenwald vorgestellt. Es soll gezeigt werden, dass die Vorstellungen von einer Neukonzeption im Sinne der jeweiligen Opferperspektiven, bis hin zu einer Gleichsetzung der beiden Lagergeschichten, in Anlehnung an klassische totalitarismustheoretische Konzepte[3] reichten. Zentrale Fragestellung ist dabei, wie diese Opferperspektiven von den regionalen und überregionalen Zeitungen rezipiert wurden. Darüber hinaus soll gezeigt werden, dass die Frage um die Erinnerungskultur nach 1990 auch in der Zeitgeschichtsforschung einen wichtigen Wandel durchlief.

Zunächst wird die Geschichte des Konzentrationslagers Buchenwald und des „Speziallager Nr. 2“ kurz dargestellt. Dabei wird besonders auf den intern organisierten Widerstand im Konzentrationslager eingegangen, sowie den Umgang mit den Internierten des Speziallager nach dessen Auflösung. Diese beiden unterschiedlichen Erfahrungen haben die Identität der betroffenen Menschen (und darüber hinaus) stark geprägt, wodurch die Kontroverse um den Opfervergleich nach 1990 teilweise sehr emotional verlief.

Darauf folgend wird die Geschichte der „Nationalen Mahn- und Gedenkstätte“ in der DDR dargestellt, um den Konflikt über die Bewertung der Erinnerungskultur in der DDR zu verdeutlichen. Um die Forderungen nach einer Neukonzeption der Gedenkstätte nach 1990 besser verorten zu können, wird daran anschließend der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der DDR und BRD skizziert.

Im Hauptteil der Arbeit werden die Kontroversen um die Neugestaltung der Gedenkstätte zwischen 1990 und 1992 dargestellt. Dazu werden in chronologischer Folge Presseartikel auf die zentrale These dieser Arbeit hin untersucht. Die „qualitative Inhaltsanalyse“[4] dient als methodischer Leitfaden bei der Interpretation und Kontextualisierung des Datenmaterials. Die Auswahl besteht aus einzelnen Artikeln von regionalen und überregionalen Zeitungen und exemplarischen Pressetexten der jeweiligen „Opferverbände“ (Vgl. Anm. 58 und 68), da diese eine bedeutende Rolle in den Auseinandersetzungen um die Gedenkstätte einnahmen. Der Konflikt setzte sich noch bis zur Eröffnung des Dokumentenhauses zur Geschichte des „Speziallager Nr. 2“ 1997 fort. In dieser Arbeit werden aber primär die Jahre 1990 bis 1992 analysiert, da sich die Auseinandersetzungen um die Anerkennung als Opfer in dieser Zeit besonders zuspitzten. Zum Schluss wird der Konflikt um die Neukonzeption als ein zentraler Konflikt der politischen Umbruchphase eingeordnet. Auch die Perspektive in der Zeitgeschichtsforschung zum Umgang mit der DDR-Vergangenheit hat sich in diesen Jahren besonders stark gewandelt, was die politische Bildung und die Vermittlung in Museen und Gedenkstätten nachhaltig beeinflusste.

2. Die Geschichte Buchenwalds im historischen Rückblick

2.1. Das nationalsozialistische Konzentrationslager

Nach der Errichtung der ersten beiden großen Konzentrationslager Dachau und Sachsenhausen wurden im Juli 1937 die ersten Häftlinge im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert.

Das Lager sollte als Arbeits- nicht als Vernichtungslager dienen. In den folgenden Jahren wandelte sich jedoch dessen Funktion und daher die Zusammensetzung der Häftlingsgesellschaft, was durch die politischen Begebenheiten dieser Zeit bedingt war.

Zu Beginn bildeten Zeugen Jehovas, Homosexuelle, Kommunist_innen und andere politische Gefangene sowie sogenannte „Arbeitsscheue“ und „Asoziale“ aus den Gebieten des „Deutschen Reiches“ den Großteil der Insassen. Nach den Novemberpogromen 1938 und mit den Massendeportationen nach Kriegsbeginn 1939 aus der Sowjetunion und Polen wurden auch tausende Juden und Jüdinnen in das KZ Buchenwald gebracht. Auch im Laufe der Kriegsjahre änderte sich die Zusammensetzung der Häftlingsgesellschaft bedeutend. Durch den zunehmenden Arbeitskräftemangel im Zuge der Expansion der Rüstungsindustrie wurden viele „arbeitsfähige“ Häftlinge aus anderen

Konzentrationslagern nach Buchenwald gebracht, um in den umliegenden Außenkommandos als Arbeitskräfte zu dienen. Am Ende des Krieges setzte sich die

Mehrzahl der Häftlingsgesellschaft aus Zwangsarbeiter_innen, Juden und Jüdinnen sowie Kriegsgefangenen aus den besetzten Gebieten Europas zusammen.

Von 1937 bis 1945 waren insgesamt eine viertel Million Menschen aus zahlreichen europäischen Ländern inhaftiert, von denen schätzungsweise 56.000 durch Arbeit und Terror in den Tod getrieben wurden. Harry Stein beschreibt das KZ Buchenwald als „Lager zur Aussonderung von 'Gemeinschaftsfremden', zur Unterdrückung des Widerstands in Deutschland und in den besetzten Ländern und mit seinen insgesamt 136 Außenlagern Teil des riesigen Zwangsarbeiterimperiums der SS.“[5]

Wie in anderen Lagern wurden auch in Buchenwald Häftlinge rekrutiert, die „stellvertretend die tägliche Routine und das Lagerregime“[6] durchsetzen sollten. Die so genannten Funktionshäftlinge waren unterteilt in „Lagerältesten“, „Blockältesten“ und die „Kapos“, deren privilegierte Positionen stark umkämpft waren. Sie verrichteten Arbeiten in Verwaltung, Magazin, Krankenbau, Küche und Handwerk. Zunehmend wurden die Positionen durch politische Häftlinge besetzt und von 1939 bis 1942 schrittweise durch Mitglieder der illegal im Lager existierenden Parteiorganisation[7] der KPD, da sich die kommunistischen Häftlinge besonders „durch ihr diszipliniertes Verhalten, ihre große Organisationsfähigkeit, ihr handwerkliches Geschick und nicht zuletzt dadurch [...], daß sie Deutsche waren“[8] auszeichneten.

Arbeitsschwerpunkte der Funktionshäftlinge waren insbesondere die so genannte Arbeitsstatistik und der Häftlingskrankenbau. Als Häftlingsärzte mussten sie die „Arbeitsfähigkeit“ der Häftlinge prüfen und über die Arbeitseinsätze entscheiden. Diese zentralen Aufgaben, in denen die Häftlinge oft über Leben oder Tod anderer Häftlinge entscheiden mussten, konnten nicht ohne Opfer vonstatten gehen. Nicht selten führte die Verpflichtung über Leben und Tod entscheiden zu müssen zum „Opfertausch“, d. h. die Rettung von kommunistischen Häftlingen konnte nicht ohne Opfer anderer Häftlingsgruppen geschehen, was in der Zeitgeschichtsforschung heute als „moralisches Dilemma“ gedeutet wird. Dieses Thema spielte auch in den Konflikten um die Neukonzeption der Gedenkstätte Buchenwald nach 1990 eine zentrale Rolle.[9]

Auf Grund des Vorrückens der alliierten Truppen wurden die Konzentrations- und Vernichtungslager in West- und Osteuropa aufgelöst und Tausende von Häftlingen in die

noch bestehenden Konzentrationslager transportiert. Insgesamt wurden etwa 28.000 Häftlinge des Stammlagers und ca. 10.000 Häftlinge aus den Außenkommandos des Konzentrationslagers Buchenwald auf insgesamt 60 Marschrouten aus den Lagern getrieben.[10] Kurze Zeit später erreichten die ersten Panzer der US-Armee das Gelände des Konzentrationslagers. Ein Teil der noch im Lager verbliebenen Häftlinge begann am 11. April 1945 die letzten SS-Leute zu entwaffnen und gefangen zu nehmen. Insgesamt befanden sich zu dieser Zeit noch 21.000 Häftlinge im Lager. Aus diesem Ereignis entstand später die These der „Selbstbefreiung“. Anfang Juli 1945 verließen die amerikanischen Truppen das Lager und übergaben es an sowjetische Truppen.

2.2. Das sowjetische Speziallager Nr. 2

2.2.1. Entstehiingskontext

Die Entstehung der so genannten „Speziallager“[11] in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands ist nicht ohne die vorhergehenden historischen und politischen Vorgänge zu verstehen. Bereits 1944 beschlossen die Alliierten, neben der Forderung nach einer bedingungslosen Kapitulation Nazideutschlands, auch die Bestrafung von Verantwortlichen des NS-Regimes. Die Gründe für diese Entscheidung liegen auf der Hand: Unter Bruch aller völkerrechtlicher Normen forderte der völkische Antisemitismus und Vernichtungskrieg während des Nationalsozialismus nicht nur Millionen von Tote in den umkämpften und besetzen Gebieten, sondern führte auch zum industriell organisierten Massenmord an den europäischen Juden und Jüdinnen.

Auf der Potsdamer Konferenz im Sommer 1945 wurden die „Entnazifizierungsmaßnahmen“ konkretisiert. Die alliierten Siegermächte beschlossen, dass „Naziführer, einflußreiche Nazianhänger und hohe Amtsträger der Naziorganisationen bzw. -Einrichtungen sowie alle anderen für die Besatzung oder ihre Ziele gefährlichen Personen festgenommen und interniert“[12] werden sollen. In der amerikanischen Besatzungszone wurden ca. 100.000 verdächtige Personen interniert, in der britischen etwa 93.000 und in der französischen ca. 2107. Nach Angaben der Akten in den russischen Archiven wurden in der sowjetischen Besatzungszone ungefähr 123.000 Menschen interniert.[13]

Über die rechtliche und institutionelle „Entnazifizierung“, wie die Auflösung des Militärs oder die Bestrafung bedeutender NS-Funktionäre, bestand bei den Siegermächten einheitlich Konsens. Neben den quantitativen Unterschieden, gab es auch einen differenzierten Umgang in Art und Dauer der Internierung in den verschiedenen Besatzungszonen. Interessengegensätze der Alliierten verhinderten eine einheitliche Internierungspolitik. Während in den westlichen Besatzungszonen die Internierten vor allem aus NS-Funktionären höherer Funktionsebenen zusammengesetzt waren und bereits nach ca. einem Jahr Einzellfalluntersuchungen zugeführt wurden (was zum Teil zur Entlassung führte), herrschten in den Internierungslagern der SBZ rigidere Bedingungen. „Diese Internierungspraxis, die in hohem Maße präventiven Charakter besaß, bot praktisch keinen Schutz vor willkürlicher und extensiver Anwendung.“[14] Hier wurde ein sehr hoher Anteil der Internierten ohne ein Gerichtsverfahren inhaftiert oder in häufig durchgeführten Sammelverfahren verurteilt. Neben der Verhaftung und Internierung von kleineren bis höheren NS-Funktionären genügten im Sinne der „antifaschistisch-demokratischen Umwälzung“[15] vermeintlich „konterrevolutionäre“ Tätigkeiten oder Denunziationen zu teilweise willkürlichen Verhaftung. So kam es auch zur Internierung von Unschuldigen, da sie als politische Gegner_innen oder Spion_innen wahrgenommen wurden. Die Frage nach der individuellen Schuld bzw. Unschuld ist damals wie heute schwer zu beantworten, zumal ihre Deutung auch abhängig vom Standpunkt der Betrachtenden ist.

Auch die Anzahl der im Internierungslager verstorbenen Menschen differiert in den verschiedenen Besatzungszonen, wobei die Aktenlage eine Sterbezahl von ca. einem Drittel der Internierten in der SBZ nachweist.[16] Nahrungsmangel, Kälte, fehlende Hygiene und unbehandelte Krankheiten führten zu dieser hohen Sterbezahl. Hier ist der deutliche Unterschied zu den nationalsozialistischen Konzentrationslagern erkennbar. Weder die Zugehörigkeit zu einer bestimmten „Rasse“ oder „Volksgruppe“ noch ein ideologisch basierter Vernichtungswille verursachten den daraus folgenden Terror und die millionenfache Vernichtung. Vielmehr haben die äußeren Bedingungen und die Passivität der zuständigen sowjetischen Stellen zu einer hohen Sterblichkeit geführt. Bodo Ritscher bemerkt: „Die Verantwortlichen haben zumindest unzureichend und zögerlich gehandelt, um die Ursachen des Massensterbens abzustellen“.[17]

2.2.2. Die Wahrnehmung der „Speziallager“ - Internierten in DDR und BRD

Ein weiterer Unterschied gegenüber den westlichen Internierungslagern waren die Auswirkungen der Lagerhaft auf die späteren Lebensgeschichten in der SBZ bzw. späteren DDR. Grundlegend war, dass die „Speziallager“ von Beginn an tabuisiert wurden. Kontakte zu Verwandten oder anderen Personen wurden stark eingegrenzt und zum großen Teil auch verhindert, die Existenz der Lager kaum bis gar nicht thematisiert und die Häftlinge nach der Entlassung zum Schweigen verpflichtet. Trotz der Intention, das Bewusstsein über die „Speziallager“ in der Öffentlichkeit zu marginalisieren oder gar auszulöschen, war ihre Existenz, zumindest in bestimmten gesellschaftlichen Bereichen, bekannt. Familienangehörige von Internierten wanden sich an staatliche Instanzen, Kirchen und Institutionen oder gaben Suchmeldungen in der Presse auf. Die Thematik „Speziallager“ war zumindest bis zum Bau der Berliner Mauer in den öffentlichen Medien (sowohl in den Schlagzeilen der westdeutschen Presse als auch in einigen Zeitungen der SBZ) nicht unterrepräsentiert.[18] Wolfram von Scheliha hat beim Vergleich der Presselandschaft im Zeitraum 1945 - 1961 die „Speziallager“ als Symbol der „kommunistischen Verbrechen“ in den Zeitungsartikeln der westlichen Besatzungszonen bzw. in der bundesrepublikanischen Presse und den internationalen Veröffentlichungen festgestellt. Die „Speziallager“ wurden als „sowjetische Konzentrationslager“ gekennzeichnet und somit „zu einem politischen Symbol des kommunistischen Unrechts“ umgedeutet. Demnach war die öffentliche Thematisierung der „Speziallager“ Teil der übergeordneten politischen Interessen im „Kalten Krieg“.[19] Die Berichterstattung westlicher Medien veranlasste die sowjetischen

Behörden zur Notwendigkeit einer Rechtfertigung ihrer Verhaftungspraxis, indem die Internierungslager zum Teil stark verharmlost oder verschönert dargestellt wurden.

Nach der Haftentlassung hatten die Internierten einen erschwerten Zugang zum öffentlichen Leben in der SBZ / DDR und der BRD. Viele ehemalige Internierte hatten Schwierigkeiten ihre Erfahrungen aus der Zeit der Inhaftierung öffentlich auszusprechen oder erklärten in späteren Interviews ein mangelndes öffentliches Interesse an ihrer Haftzeit. Spätestens seit der kritischen Thematisierung der kollektiven Schuld Ende der 1960er Jahre fiel es den ehemaligen Internierten schwerer über ihre Lagererfahrungen öffentlich zu sprechen, sogar unter ihren Bekannten, Freunden und Familienangehörigen, so dass auch in der Öffentlichkeit der Bundesrepublik zunehmend über die Speziallagerproblematik geschwiegen wurde. Auch der Vorwurf der fehlenden Aufarbeitung der NS-Vergangenheit durch die zweite Generation verschärfte die Verdrängung der eigenen Geschichte in der damaligen BRD. Somit stand auch die Thematik der „stalinistischen Verbrechen“ in den Speziallagern nicht mehr auf der Agenda der politischen Auseinandersetzungen während des Kalten Krieges.

Ein offizielles Erwähnungsverbot gab es in der DDR nicht. Vielmehr haben die Betroffenen aus einer eigenen Vorahnung heraus geschwiegen, mit der Befürchtung in Schwierigkeiten zu kommen oder auf Ablehnung zu stoßen. Auch hier wurde die eigene Vergangenheit gegenüber Familienangehörigen oder Bekannten kaum bis gar nicht thematisiert. Die Gründe dafür sind ambivalent. Besonders die Sozialisation eines „antifaschistischen“ und „sozialistischen“ Staates, in dem alle schuldigen NS-Verbrecher_innen eine würdige Strafe erhalten sollten (Vgl. Kapitel 3. 2.), hätte die Frage nach der eigenen Schuld aufgeworfen und ein Verbot der generellen Kritik an dem Vorgehen der SBZ zur Folge gehabt.

Diese fehlende Thematisierung der Speziallager in Ost- und Westdeutschland hat nach 1989/1990 viele noch lebende Internierte dazu veranlasst über ihre Vergangenheit öffentlich sprechen zu wollen. Diese Arbeit soll zeigen welches Konfliktpotential die Veröffentlichungen der Speziallagerhäftlinge mit sich brachten und welchen Einfluss sie auf die Neukonzeption der Gedenkstätte Buchenwald hatten.

2.2.3. Das „Speziallager Nr. 2“

Insgesamt wurden 10 Lager der „Abteilung Speziallager“ in der SBZ zugeordnet[20], im Folgenden wird sich jedoch nur auf das „Speziallager Nr. 2“ konzentriert. Nach der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald wurde es im Juli 1945 an die Rote Armee übergeben. Im August 1945 trafen die ersten Internierten im „Speziallager Nr. 2“ ein. Durchschnittlich waren 10.000 bis 12.000 Menschen interniert, im April 1947 wurde der Höchststand mit 16.371 Personen erreicht.[21] Die neueren Forschungsergebnisse belegen, dass 75% - 85% der Insassen (kleinere) NS-Funktionäre waren und der geringere Teil auf Grund von Verwechslungen oder willkürlichen Verhaftungen (Spionageverdacht, Werwolf- Verdacht[22], Denunziationen) interniert wurden.[23] Die schlechten Lebensbedingungen im Lager hatten eine hohe Sterberate zur Folge. Laut Statistiken russischer Archive sind bis 1950 insgesamt 7.113 Menschen gestorben.[24] Im Januar und Februar 1950 wurde das Lager aufgelöst und die Internierten entlassen oder den deutschen und sowjetischen Behörden zur Verurteilung übergeben. Bezeichnend dafür seien hier die „Waldheimer Prozesse“ erwähnt, in denen im April nach einer Serie von Schnellverfahren mehr als 3000 ehemals Internierte aus den Speziallagern zu einer hohen Freiheitsstrafe oder zum Tode verurteilt wurden. Anschließend wurde das Lagergelände vom sowjetischen Militär genutzt und im Dezember 1951 an die DDR übergeben. Diese plante die Errichtung eines Gedenkortes auf dem ehemaligen Gelände des Konzentrationslagers und in dessen Umgebung. 1958 wurde die „Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald“ eingeweiht.

3. Der Umgang mit der NS-Vergangenheit in BRD und DDR von 1945 - 1990

Die Kontroversen um die Neukonzeption der Gedenkstätte Buchenwald und der Wandel der Erinnerungskultur nach 1990 sind nur zu verstehen, wenn zunächst die Erinnerungspraxis in BRD und DDR betrachtet wird. Erinnerungspraxis soll in diesem Sinne als ein Prozess der Auseinandersetzung mit der mittelbar oder unmittelbar erlebten Vergangenheit verstanden werden, in dem Verdrängung und Verleugnung eben so präsent sein können wie Reflexion und Instrumentalisierung.

Der Begriff „Vergangenheitsbewältigung“ ist von verschiedenen Autor_innen unterschiedlich definiert und kritisiert worden. Er impliziere, dass die Vergangenheit nachträglich veränderbar oder abschließbar sei. Alternativbegriffe, wie „Aufarbeitung der Vergangenheit“ (Theodor W. Adorno), „Erinnerungskultur“ (Peter Reichel) oder „Vergangenheitspolitik“ (Norbert Frei) sollten diese Problematik umgehen.[25] Angelehnt an Jürgen Danyel soll im Folgenden der „Umgang mit Nationalsozialismus“ als kategorialer Rahmen gewählt sein, der zum einen die „inhaltliche Spezifik der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Diktatur“[26] beschreibt, andererseits auch die unterschiedlichen politischen, juristischen und kulturellen Bemühungen bei der Aufarbeitung des Nationalsozialismus beinhaltet.

Der Umgang mit dem Nationalsozialismus in BRD und DDR hatte auf Grund der „doppelten Staatsgründung“ und den damit einhergehenden unterschiedlichen politischen Systemen verschiedene Ausgangsbedingungen, die unterschiedliche Entwicklungen zur Folge hatten. Die subjektive Wahrnehmung des NS, die Entnazifizierungsmaßnahmen in den vier Besatzungszonen, der beginnende Kalte Krieg sowie die divergierenden Erwartungen und Ansprüche prägten das Verhältnis zum Nationalsozialismus in der BRD und DDR. Im Folgenden soll in groben Zügen der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in den beiden Ländern umrissen werden, um den Wandel der Geschichtspolitik und Erinnerungskultur nach 1990 reflektieren zu können.

3.1. Der Umgang mit dem Nationalsozialismus in der BRD

Der Umgang mit dem Nationalsozialismus in der BRD lässt sich in 4 Phasen gliedern, die mit den jeweiligen politischen und sozialen Situationen einhergehen.

[...]


[1] Scheliha, Wolfram von: Sackgasse Totalitarismus. Die Forderungen nach einem Gedenken an die sowjetischen Speziallager im Zeichen der Totalitarismustheorie führt ins erinnerungspolitische Abseits. In: Deutschland Archiv. Zeitschrift für das vereinigte Deutschland. 39. Jg. 2/2006. S. 284.

[2] Lenz, Claudia; Schmidt, Jens; von Wrochem, Oliver (Hrsg.): Erinnerungskulturen im Dialog. Europäische Perspektiven auf die NS-Vergangenheit. reihe antifaschistischer texte. Hamburg / Münster: UNRAST-Verlag 2002. S. 9.

[3] Genauere theoretische Erläuterungen über die Entwicklung der Totalitarismustheorie gibt: Wippermann, Wolfgang: Totalitarismustheorien. die Entwicklung der Diskussion von den Anfängen bis heute. Darmstadt: Primus-Verlag 1997.

[4] Vgl.: Mayring, Phillip: Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Technik. 10. Aufl. Weinheim, Basel: Beltz Verlag 2008., Przyborski, Aglaja; Wohlrab-Sahr, Monika: Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. München: Oldenbourg 2008.

[5] Stein, Harry; Gedenkstätte Buchenwald (Hrsg.): Konzentrationslager Buchenwald 1937-1945. Begleitband zur ständigen historischen Ausstellung. Göttingen: Wallstein 1999. S. 24.

[6] Ebd. S. 49.

[7] Das s. g. „Internationale Lagerkomitee“ wurde 1943/44 gegründet, zuvor waren die kommunistischen Häftlinge lose im Lager organisiert.

[8] Zimmer, Hasko (in Zusammenarbeit mit Katja Flesser und Julia Volmer): Der Buchenwald-Konflikt. Zum Streit um Geschichte und Erinnerung im Kontext der deutschen Vereinigung. Münster: agenda Verlag 1999. S. 59.

[9] Auf diesen Teil des Konflikts kann hier nicht eingegangen werden. Vgl.: Ebd. S. 181 - 207.

[10] Stein, Harry; Gedenkstätte Buchenwald (Hrsg.): Konzentrationslager Buchenwald 1937-1945. Begleitband zur ständigen historischen Ausstellung. Göttingen: Wallstein 1999. S. 227 - 232.

[11] Dieser Begriff wurde vom sowjetischen Innenministerium (NKVD) eingeführt. In den sowjetischen Akten wird vornehmlich vom „SpezLager“ gesprochen.

[12] Zitat aus dem Protokoll der Potsdamer Beschlüsse III A (5) Deutschland 1945, 13. In: Haustein, Petra et al. (Hrsg.): Instrumentalisierung, Verdrängung, Aufarbeitung. Die sowjetischen Speziallager in der gesellschaftlichen Wahrnehmung 1945 bis heute. Im Auftrag der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora und der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Göttingen: Wallstein Verlag 2006. S. 101.

[13] Plato, Alexander von: Internierungen in Ost und West nach 1945. Elemente des Vergleichs der Opferhierarchien und Opferkonkurrenzen. In: Haustein, Petra et al. (Hrsg.): Instrumentalisierung, Verdrängung, Aufarbeitung. Die sowjetischen Speziallager in der gesellschaftlichen Wahrnehmung 1945 bis heute. Im Auftrag der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora und der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Göttingen: Wallstein Verlag 2006. S. 101.

[14] Ebd. S. 22.

[15] Detaillierte Beschreibungen der politischen Prozesse in der SBZ / DDR sind zu finden in: Faulenbach, Bernd: Die DDR als antifaschistischer Staat. In: Eckert, Rainer; Faulenbach, Bernd (Hrsg.): Halbherziger Revisionismus. Zum postkommunistischen Geschichtsbild. München - Landsberg am Lech 1996.

[16] Plato, Alexander von: Internierungen in Ost und West nach 1945. Elemente des Vergleichs der Opferhierarchien und Opferkonkurrenzen. In: Haustein, Petra et al. (Hrsg.): Instrumentalisierung, Verdrängung, Aufarbeitung. Die sowjetischen Speziallager in der gesellschaftlichen Wahrnehmung 1945 bis heute. Im Auftrag der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora und der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Göttingen: Wallstein Verlag 2006. S. 101.

[17] Ritscher, Bodo: Spezlager Nr. 2 Buchenwald. Zur Geschichte des Lagers Buchenwald 1945 bis 1950. 2. überarb. Aufl. Weimar: Gedenkstätte Buchenwald. Arbeitsstelle „Speziallager 2“ 1995. S. 82.

[18] Wolfram von Scheliha hat 3.332 Zeitungsartikel mit dem Thema Speziallager aus der Zeit von 1945 bis 1961 gefunden, weist aber daraufhin, dass der internationale Pressemarkt wesentlich mehr Beiträge zu diesem Thema herausgegeben hat. Vgl. Scheliha, Wolfram von: Die sowjetischen Speziallager - ein Symbol des kommunistischen Unrechts in der publizistischen Auseinandersetzung zwischen Ost und West bis zum Bau der Berliner Mauer 1961. In: Haustein, Petra et al. (Hrsg.): Instrumentalisierung, Verdrängung, Aufarbeitung. Die sowjetischen Speziallager in der gesellschaftlichen Wahrnehmung 1945 bis heute. Im Auftrag der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora und der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Göttingen: Wallstein Verlag 2006.

[19] Ebd. S. 29., weitere Informationen zur öffentlichen Wahrnehmung, besonders des „Speziallager Nr. 2“, sind zu finden in: Haustein, Petra et al. (Hrsg.): Instrumentalisierung, Verdrängung, Aufarbeitung. Die sowjetischen Speziallager in der gesellschaftlichen Wahrnehmung 1945 bis heute. Im Auftrag der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora und der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Göttingen: Wallstein Verlag 2006., sowie: Ritscher, Bodo: Die Öffentlichkeit in der sowjetischen Besatzungszone und das Speziallager Buchenwald. In: Ritscher, Bodo: Spezlager Nr. 2 Buchenwald. Zur Geschichte des Lagers Buchenwald 1945 bis 1950. 2. überarb. Aufl. Weimar: Gedenkstätte Buchenwald. Arbeitsstelle „Speziallager 2“ 1995. S. 153 - 160.

[20] Plato, Alexander von: Zur Geschichte des sowjetischen Speziallagersystems in Deutschland. Einführung. In: Mironenko, Sergej; Niethammer, Lutz; Plato, Alexander von: Sowjetische Speziallager in Deutschland 1945 - 1950. Berlin 1998. S. 32. Eine weitere Übersicht ist zu finden in: Ritscher, Bodo: Speziallager Nr. 2 Buchenwald. Zur Geschichte des Lagers Buchenwald 1945 bis 1950. 2. überarb. Aufl. Weimar: Gedenkstätte Buchenwald. Arbeitsstelle „Speziallager 2“ 1995. S. 27ff.

[21] Ebd. S. 40.

[22] Bezeichnung für die 1944 von Heinrich Himmler aufgerufenen Spezialkommandos für Sabotageakte in den besetzten Gebieten um die Alliierten zu schwächen und die Bevölkerung an einer Zusammenarbeit zu hindern. Nach Kriegsende befürchteten die Alliierten weitere „Werwolf-Aktionen“, was zur Verhaftung von vor allem Jugendlichen in der SBZ führte.

[23] Zimmer, Hasko (in Zusammenarbeit mit Katja Flesser und Julia Volmer): Der Buchenwald-Konflikt. Zum Streit um Geschichte und Erinnerung im Kontext der deutschen Vereinigung. Münster: agenda Verlag 1999. S. 68f.

[24] Plato, Alexander von: Zur Geschichte des sowjetischen Speziallagersystems in Deutschland. Einführung. In: Mironenko, Sergej; Niethammer, Lutz; Plato, Alexander von: Sowjetische Speziallager in Deutschland 1945 - 1950. Berlin 1998. S. 311.

[25] Vgl. ausführlich: Kleßmann, Christoph: „Vergangenheitsbewältigung“ und politische Kultur der frühen Nachkriegszeit. In: Galinski, Dieter; Schmidt, Wolf (Hrsg.): Jugendliche erforschen die Nachkriegszeit. Materialien zum Schülerwettbewerb Deutsche Geschichte Hamburg: 1984.

[26] Danyel, Jürgen: Die geteilte Vergangenheit. Gesellschaftliche Ausgangslagen und politische Dispositionen für den Umgang mit Nationalsozialismus und Widerstand in beiden deutschen Staaten nach 1949. In: Kocka, Jürgen (Hrsg.): Historische DDR-Forschung. Aufsätze und Studien. Zeithistorische Studien. Forschungsschwerpunkt Zeithistorische Studien Potsdam. Bd. 1. Berlin: Akademie Verlag 1993. S. 135.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten

Details

Titel
Gemeinsame Erinnerung oder geteilte Vergangenheit?
Untertitel
Die Kontroversen um die „richtige“ Erinnerung nach 1990 am Beispiel der Neukonzeption der Gedenkstätte Buchenwald
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Kulturwissenschaften)
Autor
Jahr
2011
Seiten
45
Katalognummer
V174321
ISBN (eBook)
9783640965908
ISBN (Buch)
9783640966332
Dateigröße
660 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gemeinsame, erinnerung, vergangenheit, kontroversen, erinnerung, beispiel, neukonzeption, gedenkstätte, buchenwald
Arbeit zitieren
Melanie Rennert (Autor), 2011, Gemeinsame Erinnerung oder geteilte Vergangenheit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174321

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