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Natura 2000 - Eine Aufgabe für Europa

Título: Natura 2000 - Eine Aufgabe für Europa

Trabajo Escrito , 2007 , 29 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Sandra Schindlauer (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía política
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[...] Die folgende Ausarbeitung beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit dem bisher größten gemeinschaftlichen Projekt zum Naturschutz der Europäischen Union- mit NATURA 2000.
Unter der Fragestellung „Welches Potenzial und welche Probleme stecken hinter dem Projekt NATURA 2000?“ werde ich versuchen die Vor- und Nachteile aufzuzeigen, sowie einen Klärungsansatz für die Lösung möglicher Konfliktpotenziale bei der Ausweisung der NATURA 2000 Gebiete vorzustellen.
Um zunächst die Grundlagen für einen vertiefenden Einstieg ins Thema zu schaffen, werden sich die Kapitel 1 und 2 zunächst mit der Begriffsbestimmung und der Einordnung des NATURA 2000 Projektes in die Historie des gesamteuropäischen Naturschutzes befassen; in Kapitel 2 werden die durch die EU-Kommission erlassenen Richtlinien, die den rechtlichen und administrativen Rahmen des Projektes vorgeben, behandelt. Kapitel 3, 4 und 5 setzen sich im weiteren Verlauf mit den methodischen und finanziellen Grundlagen des Projektes auseinander. Darauffolgend soll dann in Kapitel 6 im Speziellen auf ein Konzept eingegangen werden, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Nutzungskonflikte und Konfliktpotenziale bei der Ausweisung von NATURA 2000-Gebieten vorab zu erkennen. Indem eine Verständigung zwischen Behörden und Betroffenen vor Ort stattfindet, sollen eventuelle Befürchtungen geklärt und dadurch Widerstände betroffener Akteure vor Ort vermieden werden. Abschließend möchte ich in Kapitel 7 näher auf die Möglichkeiten grenzüberschreitender Kooperation zwischen Mitgliedsstaaten eingehen. Dazu werde ich exemplarisch die Studie zum Gebiet des „Unteren Odertals“ vorstellen, um dann im Fazit die Frage zu beantworten, ob NATURA 2000 eine Chance für Europa darstellen kann und inwieweit noch Verbesserungspotenzial besteht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Was ist NATURA 2000?

2. Die Richtlinien

2.1 Die FFH-Richtlinie

2.2 Die Vogelschutzrichtlinie

3. Die Verträglichkeitsprüfung

4. Aufbau des Gebietsnetzes

5. Finanzierung von NATURA 2000

6. Das Konzept der Voruntersuchung

7. Möglichkeiten grenzüberschreitender Kooperation am Beispiel „Unteres Odertal“

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Herausforderungen des europäischen NATURA 2000-Projekts, wobei insbesondere die Konfliktpotenziale bei der Ausweisung von Schutzgebieten und die Notwendigkeit einer verbesserten grenzüberschreitenden Kooperation im Fokus stehen.

  • Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen von NATURA 2000
  • Methodische und finanzielle Aspekte des Gebietsaufbaus
  • Strategien zur Konfliktbewältigung durch Voruntersuchungen
  • Analyse grenzüberschreitender Schutzkonzepte am Fallbeispiel „Unteres Odertal“

Auszug aus dem Buch

KAPITEL 6: DAS KONZEPT DER VORUNTERSUCHUNG

Ein großes Problem von NATURA 2000 ist, dass nicht nur die Kommunen durch die Gebietsmeldungen betroffen sind, sondern auch die Grundeigentümer bzw. –besitzer der auszuweisenden Gebiete und die Land- und Forstwirtschaft. Nutzungskonflikte sind daher unvermeidlich und können z.T. ein großes Problem darstellen. Daher gilt es in gemeinsamen Gesprächen einen Konsens zu finden, um größere Streitigkeiten zwischen den Gebietsnutzern zu vermeiden.

Im Rahmen dieser Problematik hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in Kooperation mit BfN über zehn Jahre lang versucht eine Strategie zur Steigerung der Akzeptanz des Naturschutzes in Deutschland und den anderen Mitgliedsstaaten der EU zu erarbeiten (SAUER ET AL 2005: 2), auf das im weiteren Verlauf exemplarisch eingegangen wird. Bei den nachfolgenden Ausführungen handelt es sich um eine konzeptionelle Lösungsstrategie für die Entschärfung von Interessenskonflikten bei der Ausweisung der NATURA 2000 Gebiete.

Auf der Grundlage der Untersuchung in zehn FFH-Gebieten wurde das „Konzept der Voruntersuchung“ entwickelt. Dessen Ziele sind:

1. Schlüsselakteure und Interessengruppen, sowie die Art der Interessen zu erfassen

2. mögliche Auswirkungen der örtlichen Vorgeschichte auf das Verfahren abzuschätzen

3. eine Kurzanalyse vorhandener Konflikte und Konfliktmuster durchzuführen

4. eine Rahmenanalyse der rechtlichen und administrativen Rahmenbedingungen durchzuführen

5. Anknüpfungspunkte des FFH-Managements an die lokale Situation zu erkennen

6. Chancen und Risiken einzelner Managementstrategien abzuschätzen

7. den weiteren Handlungsbedarf und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen

(nach SAUER ET AL 2005: 101)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Akzeptanz für Naturschutzpolitik und führt in das NATURA 2000-Projekt als größte gemeinschaftliche Initiative der EU ein.

1. Was ist NATURA 2000?: Dieses Kapitel definiert NATURA 2000 als europaweites Gebietsnetzwerk und erläutert dessen ökologische sowie rechtliche Ziele zur Sicherung der biologischen Vielfalt.

2. Die Richtlinien: Hier werden die FFH-Richtlinie und die Vogelschutzrichtlinie als rechtlicher Rahmen detailliert vorgestellt, inklusive ihrer Auswahlkriterien für Schutzgebiete.

3. Die Verträglichkeitsprüfung: Das Kapitel erklärt den Prozess der Prüfung, ob geplante Projekte oder Pläne die Erhaltungsziele von NATURA 2000-Gebieten beeinträchtigen.

4. Aufbau des Gebietsnetzes: Hier wird der dreiphasige Prozess der Gebietsmeldung von der nationalen zur europäischen Ebene erläutert.

5. Finanzierung von NATURA 2000: Dieses Kapitel thematisiert die Finanzierungsverantwortung der Mitgliedsstaaten sowie Möglichkeiten der Kofinanzierung durch EU-Programme wie LIFE-Natur oder LEADER+.

6. Das Konzept der Voruntersuchung: Es wird eine konzeptionelle Strategie zur frühzeitigen Identifikation und Entschärfung von Nutzungskonflikten zwischen verschiedenen Akteuren präsentiert.

7. Möglichkeiten grenzüberschreitender Kooperation am Beispiel „Unteres Odertal“: Anhand einer Fallstudie an der deutsch-polnischen Grenze werden die Defizite in der grenzüberschreitenden Abstimmung und die Notwendigkeit von Legitimationsstrategien verdeutlicht.

Schlüsselwörter

NATURA 2000, Naturschutz, Europäische Union, FFH-Richtlinie, Vogelschutzrichtlinie, Verträglichkeitsprüfung, Akzeptanz, Nutzungskonflikte, Gebietsausweisung, grenzüberschreitende Kooperation, Unteres Odertal, Biodiversität, Voruntersuchung, Landnutzung, Umweltschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem NATURA 2000-Projekt der EU, seinen rechtlichen Grundlagen, dem Aufbau des Gebietsnetzes und den damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich Akzeptanz und grenzüberschreitender Koordination.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenrichtlinien (FFH und Vogelschutz), die methodische Umsetzung der Gebietsausweisung, Finanzierungsfragen sowie Strategien zur Konfliktlösung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Potenzial und die Probleme hinter NATURA 2000 aufzuzeigen und Ansätze vorzustellen, wie Konflikte bei der Ausweisung durch Voruntersuchungen minimiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der relevanten EU-Richtlinien sowie einer fallorientierten Untersuchung von Schutzgebieten, inklusive GIS-gestützter Analysen und Experteninterviews im Raum Unteres Odertal.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die administrative Struktur, die methodischen Kriterien zur Auswahl von Schutzgebieten, die Finanzierungsmodelle und praktische Lösungsansätze für Konflikte mit betroffenen Akteuren vor Ort.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind NATURA 2000, Akzeptanz, Nutzungskonflikte, grenzüberschreitende Kooperation und EU-Richtlinien zum Naturschutz.

Welche Bedeutung hat das „Konzept der Voruntersuchung“?

Es dient dazu, Konflikte bereits vor der offiziellen Gebietsausweisung durch Kommunikation und Stakeholder-Analyse zu identifizieren und so Widerstände vor Ort zu vermeiden.

Was ergab die Analyse im Unteren Odertal?

Die Studie zeigte, dass trotz informeller Behördenkontakte ein Dialog mit lokalen Akteuren fehlte, was zu einer geringen Akzeptanz und ineffektiver grenzüberschreitender Konnektivität führte.

Warum ist eine grenzüberschreitende Koordinierung so wichtig?

Da ökologische Zusammenhänge und die Verbreitung gefährdeter Arten nicht an Ländergrenzen haltmachen, ist eine einheitliche Abstimmung zwischen den Mitgliedsstaaten für einen effektiven Schutz unerlässlich.

Was ist das Fazit des Autors?

Der Autor bewertet NATURA 2000 als große Chance für Europa, mahnt jedoch an, dass die unzureichende Einbindung lokaler Akteure und mangelnde grenzüberschreitende Koordinierung signifikante Verbesserungspotenziale darstellen.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Natura 2000 - Eine Aufgabe für Europa
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Department of Geography)
Curso
Grundlagen und Aufgaben räumlicher Planung
Calificación
1,7
Autor
Sandra Schindlauer (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
29
No. de catálogo
V174373
ISBN (Ebook)
9783640948536
ISBN (Libro)
9783640948697
Idioma
Alemán
Etiqueta
natura eine aufgabe europa
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sandra Schindlauer (Autor), 2007, Natura 2000 - Eine Aufgabe für Europa, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174373
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