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Die Rechtsfragen der Telepathologie

Titre: Die Rechtsfragen der Telepathologie

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2002 , 26 Pages , Note: 8 Punkte

Autor:in: Max Meißner (Auteur)

Droit - Autres
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Zur Frage was überhaupt unter Telepathologie und hinführend dazu zunächst einmal unter dem Oberbegriff der Telemedizin verstanden wird, bedarf es vor der rechtlichen Würdigung einer Gegenstandsbestimmung. Da jedoch die praktischen Ausgestaltungsformen so zahlreich sind, ist eine bloße Gegenstandbestimmung noch keine ausreichende Basis für eine rechtliche Untersuchung. Vielmehr ist erforderlich, dass die Frage beantwortet wird, warum man die Telemedizin einsetzen sollte und was gegen ihren Einsatz spricht, welche Chancen und Risiken also mit der Telemedizin bzw. speziell der Telepathologie verbunden sind. Aus diesen Risiken und Gefährdungspotentialen lassen sich rechtliche und technische Problemstellungen ableiten, welche anschließend zu speziellen Untersuchungsgegenständen und –fragen zu konkretisieren sind. Im Streben nach kostengünstigen und sauberen Systemen der Patientendatenverarbeitung und –verwaltung gerät die Telemedizin und in diesem Zusammenhang natürlich auch die Telepathologie immer mehr in den Vordergrund.
Die nachfolgende Zusammenstellung soll in diese Thematik einführen und ein Versuch der rechtlichen Einbettung des Themas in unser System unter Aufzeigen von rechtlichen Risiken und Problemen darstellen.

Extrait


Gliederung

A Einführung in die Welt der Telematik

I. Einführung

II. Gegenstandsbestimmung

1. Begriffsbestimmungen

2. Anwendungsgebiete

B Die Telepathologie

I. Entstehung

II. Allgemeiner Überblick

III. Begriffsbestimmung

IV. Der Telekonsiliar

V. Einsatzgebiete und Haftung

VI. Kommunikationsformen

1. zeitversetzte Kommunikation

2. zeitgleiche Kommunikation

VII. Qualitätssicherung und Qualitätsstandard

VIII. Test- und Lernprojekt aus der Praxis

1. Überblick, Gegenstand, Material und Methode des Projektes

2. was ist eine Schnellschnittdiagnose

3. was ist „HISTKOM“

4. Ergebnisse und Auswertung der Lern- bzw. Testphase

5. Endbetrachtung des Projektes aus der Praxis

C rechtliche Würdigung des telepathologischen Verfahrens

I. Einführung

II. Gliederung der Rechtsfragen

III. Die Stellung/Anforderungen an den/die behandelnden Arzt/Ärzte

Die haftungs- und versicherungsrechtliche Situation

1. Behandlungsvertrag mit niedergelassenen Ärzten

2. Behandlungsvertrag mit dem Krankenhaus (Krankenhausvertrag)

IV. die Anforderungen an die der Telepathologie zugrunde liegenden Technik

V. Qualität und Qualitätssicherung der telepathologischen Diagnostik

VI. Abrechnung der telepathologischen Leistung

1. derzeitige Lage

2. mögliche Problemlösungsansätze

VII. Haftungssituation bei grenzüberschreitender Anwendung der Telepathologie

1. Inlandsfälle

2. grenzüberschreitende Fälle

D Zusammenfassung und Gesamtwürdigung der rechtlichen Belange der Telepathologie

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Fragestellungen, die sich aus der Anwendung der Telepathologie als Teilbereich der Telemedizin ergeben. Das primäre Ziel ist es, die juristischen Rahmenbedingungen, insbesondere im Hinblick auf die Haftungssituation der beteiligten Ärzte und die Anforderungen an den Facharztstandard, unter Berücksichtigung technischer Entwicklungen zu analysieren.

  • Telemedizinische Grundlagen und Begriffsbestimmungen
  • Kommunikationsformen in der Telepathologie (zeitversetzt vs. zeitgleich)
  • Qualitätssicherung und technische Standards der Diagnostik
  • Haftungsrechtliche Analyse und Vertragsverhältnisse (Arzt-Patient, Krankenhausvertrag)
  • Abrechnungsfragen telepathologischer Leistungen

Auszug aus dem Buch

Die Stellung/Anforderungen an den/die behandelnden Arzt/Ärzte

Der Arzt zieht auf multimedialem Wege einen Kollegen zur erfolgreichen Durchführung seiner Behandlung hinzu. Also stellt sich die Frage, wer in welchem Rahmen zur Haftung herangezogen werden kann.

Die Haftungs- und versicherungsrechtliche Situation

Zur Haftungssituation ist zunächst ein Grundverhältnis erforderlich, nach welchem sich die Ansprüche am Ende richten.

1. Behandlungsvertrag mit niedergelassenen Ärzten

Der Behandlungsvertrag ist der Ausgangspunkt des Arzt/Patient-Verhältnisses. Dabei wird zunächst von einem Behandlungsvertrag zwischen einem niedergelassenem Arzt und einem Patient ausgegangen. Dieser Behandlungsvertrag stellt einen Dienstvertrag i.S.d. §§ 611ff. BGB dar. Der auf dem Wege der Telepathologie hinzugezogene Kollege müsste ein Telekonsiliar sein, der an der Behandlung aktiv teilnimmt und somit Einfluss auf den Behandlungsablauf hat. Dabei muss scharf unterschieden werden, ob der Konsiliararzt eine eigenständige Leistung erbringt oder lediglich eine bloße Unterstützung eines Kollegen vornimmt. Im Rahmen der Telepathologie beherrscht ein solcher Telekonsiliar das Behandlungsgeschehen mit und kann folglich kein Erfüllungsgehilfe gemäß § 278 BGB sein. Vielmehr entsteht durch die Hinzuziehung des Telekonsiliarius ein weiteres Vertragsverhältnis zwischen diesem und dem Patienten, sofern der Patient seine Zustimmung erteilt hat. Fraglich bleibt an dieser Stelle nunmehr, mit welcher rechtlichen Konstruktion das Vertragsverhältnis begründet wird. Einfach erscheint, wenn der Patient dem hinzugezogenen Kollegen (persönlich) vorgestellt wurde, schwieriger wird es, wenn der Patient keinen Kontakt mit dem Konsiliarius hat. In diesen Fällen wird die weitere, eigenständige Vertragsbeziehung dogmatisch als im Wege der Stellvertretung begründet erklärt.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einführung in die Welt der Telematik: Dieses Kapitel definiert den Oberbegriff der Telemedizin und setzt sich mit der Notwendigkeit einer Gegenstandsbestimmung für die rechtliche Untersuchung auseinander.

B Die Telepathologie: Hier werden die Entstehung, die technischen Kommunikationsformen, die Qualitätssicherung sowie ein praktisches Testprojekt (HISTKOM) eingehend dargestellt und analysiert.

C rechtliche Würdigung des telepathologischen Verfahrens: Dieses Kernstück der Arbeit untersucht Haftungsfragen, Vertragsverhältnisse, Anforderungen an die Technik, Qualitätssicherung und Abrechnungsproblematiken der Telepathologie.

D Zusammenfassung und Gesamtwürdigung der rechtlichen Belange der Telepathologie: Das abschließende Kapitel fasst den Entwicklungsstand der Telepathologie zusammen und betont den Bedarf an juristischen Anpassungen im Rahmen der gesellschaftlichen Entwicklung.

Schlüsselwörter

Telepathologie, Telemedizin, Arzthaftung, Behandlungsvertrag, Facharztstandard, HISTKOM, Qualitätssicherung, Datensicherheit, Telekonsiliar, Dienstvertrag, Schnellschnittdiagnose, Haftungsrisiko, Fernbehandlung, Rechtsfragen, Medizintechnik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Analyse der Telepathologie als innovatives Verfahren innerhalb der Telemedizin.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen Haftungsfragen, vertragsrechtliche Konstruktionen zwischen Ärzten und Patienten sowie die Sicherstellung ärztlicher Standards bei telemedizinischen Verfahren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, juristische Ansatzpunkte für die telepathologische Praxis zu identifizieren und den Umgang mit neuen Haftungsrisiken bei arbeitsteiliger medizinischer Behandlung zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse, die durch die Auswertung eines telepathologischen Feldtests (HISTKOM) empirisch unterfüttert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine technische und praktische Einführung in die Telepathologie sowie eine tiefgehende juristische Würdigung aller relevanten Haftungs- und Abrechnungsaspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Telepathologie, Haftung, Arztrecht, Behandlungsvertrag und Facharztstandard.

Warum ist der Behandlungsvertrag mit dem Krankenhaus besonders relevant?

Da der Vertrag beim Krankenhaus direkt zwischen Krankenhausträger und Patient geschlossen wird, gelten spezifische Haftungsregeln für die beteiligten Ärzte als Erfüllungsgehilfen.

Wie wird mit der Haftung bei grenzüberschreitenden Fällen umgegangen?

Hier greifen die Regeln des internationalen Privatrechts (IPR), die bestimmen, welches Recht bei der Anwendung telepathologischer Leistungen im Ausland anzuwenden ist.

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Résumé des informations

Titre
Die Rechtsfragen der Telepathologie
Université
University of Leipzig  (Juristische Fakultät)
Cours
Seminar zur Telemedizin
Note
8 Punkte
Auteur
Max Meißner (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
26
N° de catalogue
V17437
ISBN (ebook)
9783638220170
ISBN (Livre)
9783638645218
Langue
allemand
mots-clé
Rechtsfragen Telepathologie Seminar Telemedizin
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Max Meißner (Auteur), 2002, Die Rechtsfragen der Telepathologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17437
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Extrait de  26  pages
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