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Das Theater in den Filmen Ingmar Bergmans

Título: Das Theater in den Filmen Ingmar Bergmans

Trabajo de Seminario , 2008 , 16 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Silke Voß (Autor)

Medios / Comunicación - Películas y television
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"Als Kind hatte ich ein Marionettentheater, und das ist nicht unwichtig, das war nicht nur ein Spiel. Und dann ging ich praktisch jede Woche ins Theater [...] Ich war wie besessen von der Bühne ... vom Schauspieler, der die Bühne betritt, und nicht nur vom Schauspieler, sondern von allem, was er um sich schafft, der Aura, der Verschwörung."

"Dort in der Dunkelheit der Garderobe kurbelte ich langsam ein Viereck nach dem anderen hervor, sah die fast unmerklichen Veränderungen, kurbelte schneller: eine Bewegung.
Die stummen, oder sprechenden Schatten wenden sich ohne Umschweife meinen geheimsten Räumen zu."

Bergmans tiefe Faszination für beide Medien gleichermaßen wurzelt in seiner Kindheit. Über Jahrzehnte teilte er in beispielloser Weise und auf gleichbleibend hohem Niveau Leben und Karriere zwischen ihnen auf. Es liegt auf der Hand, dass diese, zwischen den Kunstformen beständig wechselnde Arbeitsweise, beide Medien nicht nur im Leben sondern auch im Werk in besonderer Weise aufeinandertreffen lässt.
Im Folgenden soll es um Bergmans Filme und darin enthaltene Elemente des Theaters gehen. Um seine unkonventionelle Art der Verknüpfung von Stilmitteln beider Medien miteinander und die daraus resultierende Wirkung. Anhand einiger weniger Beispiele soll etwas genauer betrachtet werden, wo und in welcher Weise solche theatralen Formen mit den, durchaus auch bewusst eingesetzten, filmischen Mitteln koexistieren.

Dazu werden zunächst die formalen Gestaltungsmittel, wie im jeweiligen Beispiel vorgefunden, beschrieben. Daraus erschließt sich ihre Zuordnung zu Traditionen jeweils eines der Medien. Auch Bergmans Bruch mit bis dahin gültigen Konventionen wird sich anhand dieser Beschreibungen abzeichnen, ebenso seine stilistische Vielfalt und auch sein mitunter sehr freizügiges Verfahren beim Einsatz dieser Stilmittel. Er drückte vieles mittels theatraler Formen aus, tat dies mitunter aber auch gezielt nicht.

Danach soll der Theateraspekt in Bergmans Filmen auch auf der inhaltlichen Ebene, auf einige wiederkehrende Grundzüge und deren Funktion hin, betrachtet werden. Bergman griff das Theater immer wieder auch als Sujet seiner Filme auf.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Theater in den Filmen Bergmans

2.1. Theatrale- und filmische Gestaltungsmittel

2.2. Das Theater als Motiv

3. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifische Verknüpfung von theatralen Gestaltungsmitteln und filmischen Erzähltechniken in den Werken von Ingmar Bergman sowie die funktionale Rolle des Theaters als wiederkehrendes Motiv innerhalb seiner filmischen Narration.

  • Analyse formaler Gestaltungsmittel und deren Zuordnung zu Theater- und Filmtraditionen.
  • Untersuchung der inszenatorischen Arbeit mit Schauspielern und Ensembles.
  • Betrachtung von Bergmans Bruch mit filmischen Konventionen zugunsten theatraler Ästhetik.
  • Interpretation des Theaters als Sujet und Repräsentation von Künstlerdasein und Kindheit.
  • Erörterung der Bedeutung von Bergmans intermedialer Arbeitsweise für die Wirkung seiner Filme.

Auszug aus dem Buch

2.1. Theatrale – und filmische Gestaltungsmittel

Der Einsatz theatraler Gestaltungsmittel in Bergmans Filmen ist augenfällig. Primäres Ausdrucksmittel sind die Schauspieler:

When I work together with the actors in the studio, in front of the camera, I always place the actors in relation to the camera so that they feel they are at their best. [...] On the stage I do exactly the same.3

The one fundamental similarity between his work as a film maker and his work in the theater is, in his own opinion, the overriding necessity of arranging the actors, in relation to each other and in relation to the spectator (camera), in such a way, that their persuasive charisma (‘the magic of their faces and their movements’) communicates itself as forcefully and unambiguously as possible.4

Folgerichtig charakterisiert Bergman seine Figuren und ihre Konflikte wesentlich durch den Dialog. Die Analogie zum traditionellen Medium Theater ist deutlich:

Die Über-Artikuliertheit der dramatischen Figur, die, von konsequent naturalistischen Texten abgesehen, in je verschieden stark ausgeprägtem Maß eine historische Konvention des Dramas darstellt [...], lässt sich beschreiben als die replikeninterne Überlagerung des inneren Kommunikationssystems durch ein vermittelndes, über das der Autor seine Figuren analysiert und interpretiert.5

Bergmans Figuren neigen ganz überwiegend dazu Gefühle, Wahrnehmungen und Bewusstseinszustände unmittelbar verbal, dabei häufig auffallend beredt und reflektiert, zu äußern. Diese unmittelbare szenische Präsentation des Geschehens wird nur sehr sparsam durch den Einsatz filmisch-erzählerischer Gestaltungsmittel, wie beispielsweise Kamerabewegungen, Hervorheben von bedeutungtragenden Details der Umgebung etc. ergänzt. Filmische Mittel setzt Bergman gezielt und immer korrespondierend mit der Aussage bzw. diese spiegelnd ein.6

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert Bergmans lebenslange Faszination für Theater und Film, die in seiner Kindheit wurzelt, und legt die Zielsetzung der Untersuchung der intermedialen Verknüpfungen dar.

2. Das Theater in den Filmen Bergmans: Der Hauptteil analysiert die bewusste Integration theatraler Stilmittel wie die Arbeit mit festen Ensembles und die Abkehr von konventionellen Schnitttechniken sowie die inhaltliche Thematisierung des Theaterbetriebs als Motiv.

3. Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass Bergmans intermediale Arbeitsweise nicht als rückschrittig, sondern als innovative Strategie zu verstehen ist, um eine tiefere emotionale Wirkung und Katharsis beim Publikum zu erreichen.

Schlüsselwörter

Ingmar Bergman, Theater, Film, Gestaltungsmittel, Kammerspiel, Schauspielkunst, Intermedialität, Regie, Fanny und Alexander, Abend der Gaukler, Szenen einer Ehe, Motivation, Ästhetik, Erzähltechnik, Katharsis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem wechselseitigen Einfluss von Theater und Film im Werk von Ingmar Bergman und analysiert, wie er gestalterische Elemente beider Kunstformen kombiniert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die formalen Gestaltungsmittel, die Inszenierung von Schauspielern sowie die Funktion des Theaters als inhaltliches Motiv und Sujet in ausgewählten Filmen Bergmans.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Bergmans unkonventionelle Art der Verknüpfung beider Medien zu untersuchen und aufzuzeigen, wie diese Synthese zur besonderen Wirkung seiner filmischen Arbeiten beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Analyse formaler Gestaltungsmittel anhand konkreter Filmbeispiele und setzt diese in den Kontext der medienhistorischen Traditionen von Theater und Film.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von spezifischen theatralen Gestaltungsmitteln wie der Dialogführung und der Arbeit mit Ensembles sowie in eine inhaltliche Betrachtung des Theatermotivs als Ausdruck von Künstlerdasein.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Ingmar Bergman, Intermedialität, Schauspielkunst, Kammerspiel, Erzähltechnik, Theatermotiv und filmische Ästhetik.

Warum wählt Bergman laut der Arbeit oft theatrale Formen für den Film?

Ein Grund ist seine stark ausgeprägte Affinität zum Theater und die Überzeugung, dass theatrale Konzentration und das Handwerk der Schauspielarbeit bestimmte emotionale Zustände präziser vermitteln können.

Wie bewertet der Autor Bergmans Bruch mit filmischen Konventionen?

Der Bruch wird als innovativ und als Mittel zum Zweck gewertet, um eine besondere Intensität zu erzeugen, die über naturalistische, rein filmische Erzählweisen hinausgeht.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Theater in den Filmen Ingmar Bergmans
Universidad
University of Hamburg  (Institut für Medien und Kommunikation)
Curso
Seminar - Ingmar Bergman
Calificación
1,0
Autor
Silke Voß (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
16
No. de catálogo
V174381
ISBN (Ebook)
9783640951673
ISBN (Libro)
9783640951598
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ingmar Bergman; Das siebte Siegel; Abend der Gaukler;
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Silke Voß (Autor), 2008, Das Theater in den Filmen Ingmar Bergmans, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174381
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