Welchen Symbolgehalt besitzen die lebenszyklischen Ereignisse zwischen der Geburt bis hin zur Erlangung der religiösen Mündigkeit von Jungen und Mädchen im orthodoxen Judentum?
In einer jeden Kultur und Religion finden sich unzählige Rituale wieder, die das Leben eines Individuums oder gar einer gesamten Gesellschaft maßgeblich beeinflussen. Insbesondere das Judentum zeichnet sich durch eine Vielzahl von lebenszyklischen Festen aus. Zu den bedeutsamsten Ereignissen im Leben einer jüdisch gläubigen Person gehören die Geburt und Beschneidung sowie das Erreichen der Religionsmündigkeit, die sogenannte Bar Mizwa und Bat Mizwa. Von diesem Zeitpunkt an haben die Jugendlichen die gleichen religiösen Rechte und Pflichten wie die Erwachsenen, denn sie sind fortan zur Einhaltung des jüdischen Gesetzes verpflichtet. Insgesamt existiert zu den verschiedenen lebenszyklischen Festen eine Fülle an Forschungsliteratur, wie zum Beispiel Israel Meir Laus anschauliches Werk „Wie Juden leben. Glaube, Alltag, Feste“, in dem er auf authentischer Weise den jüdischen Glauben in den Blick nimmt und auch einem nichtjüdischen Leserkreis1 interessante Zugänge zur jüdischen Lebensweise vermittelt. In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird nachfolgend der Versuch unternommen, den Weg bis zur Erreichung der religiösen Mündigkeit im orthodoxen Judentum aufzuzeigen.
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- Anonym (Auteur), 2023, Die Bar Mizwa und Bat Mizwa. Der Weg bis zur Erreichung der religiösen Mündigkeit von Jungen und Mädchen im orthodoxen Judentum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1744183