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Textgebundene Erörterung zum Thema Heldentum

Textanalyse und Argumentation

Titre: Textgebundene Erörterung zum Thema Heldentum

Thèse Scolaire , 2010 , 3 Pages , Note: 0,75 (15 Punkte)

Autor:in: Julia Harzheim (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Discussions et Rédactions
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Bei diesem Text handelt es sich um einen ehemaligen Aufsatz in der Oberstufe des allgemeinbildenden Gymnasiums in BW (Note: 15 Notenpunkte). Schwerpunkt der Klausur war die Erörterung. Bezugstext: "Wertvoller als das eigene Wohlergehen - Wann ist ein Held ein Held?" von Harald Martenstein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse der Argumentation Harald Martensteins

3. Kritische Reflexion der Heldendefinition

4. Beurteilung von Kriegshelden und staatlichen Befehlen

5. Widersprüche im Heldenbegriff

6. Moderne Perspektiven auf das Heldentum

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Definition und dem Wandel des Heldenbegriffs in Harald Martensteins Kommentar „Wertvoller als das eigene Wohlergehen: Wann ist ein Held ein Held?“ auseinander und hinterfragt die Anwendbarkeit seiner Kriterien in der heutigen Gesellschaft.

  • Analyse der Definition von Heldentum durch Opferbereitschaft und Demut.
  • Untersuchung der Differenzierung zwischen „wahren“ und „falschen“ Helden.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Rolle von Kriegshelden und staatlich legitimierten Taten.
  • Diskussion über die moralische Konsistenz innerhalb des Heldenbegriffs.
  • Entwurf einer zeitgemäßen Perspektive auf Zivilcourage und selbstloses Handeln.

Auszug aus dem Buch

Die Problematik der Heldendefinition und der Kriegsheld

Allerdings schreibt der Autor ebenfalls, die Frage heiße, was „die wahren von den falschen Helden“ unterscheide (vgl. Z.7f) und unterteilt somit nach ganz bestimmten Maßstäben in zwei Schubladen. Doch fällt die Unterscheidung wirklich immer so leicht, gibt es tatsächlich nur die „wahren“ und die „falschen“ Helden einer Gesellschaft? Und wer darf darüber bestimmen, wer zu welcher Kategorie gehört?

Als Beispiel für einen Helden, der diese Bezeichnung eigentlich überhaupt nicht verdiene, nennt Martenstein die große Gruppe der zu Kriegshelden Stilisierten. Er sagt, sie hätten allesamt nur so gehandelt wie sie handelten, weil es ihnen befohlen worden sei und sie dadurch zu Helden „gemacht“ worden wären (Z.51), dass es bei ihnen generell nur darauf ankäme, „das eigene Leben geringer zu schätzen als den staatlichen Befehl“ (Z.46f). Dies mag gewiss für einen großen Anteil der Soldaten zutreffen, die schlicht und einfach in den Krieg zogen und kämpften, weil sie Angst hatten und keinen anderen Ausweg sahen. In diesem Fall handelt es sich tatsächlich um bestimmt ganz bedauernswerte, aber keineswegs heldenhafte Figuren. Auch diejenigen, die sich als Mitläufer von der anfänglichen Euphorie anstecken ließen und dem Militär beitraten, weil es schick oder üblich so war, lassen sich wohl bestenfalls als „Werkzeuge des Staates“ bezeichnen, wie schon der Autor so treffend formulierte.

Was aber ist mit all jenen, die aus eigener Überzeugung in den Krieg zogen, die es taten aus einem „Gefühl der Verantwortung des Einzelnen für das Ganze“ (Z.25f), wie ausgerechnet Harald Martenstein selbst einen der wesentlichen Bestandteile (nämlich das Konservative) für Heldentaten definierte? Beispielsweise aus einem Gefühl der Verantwortung bezogen auf Moralvorstellungen oder Werte, die sie in Gefahr sahen?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Thematik des Heldenbegriffs und Vorstellung der zentralen These Harald Martensteins.

2. Analyse der Argumentation Harald Martensteins: Untersuchung der rhetorischen Mittel und der inhaltlichen Argumentationsstruktur des Ausgangstextes.

3. Kritische Reflexion der Heldendefinition: Hinterfragung der subjektiven Kategorisierung in „wahre“ und „falsche“ Helden.

4. Beurteilung von Kriegshelden und staatlichen Befehlen: Auseinandersetzung mit der Motivation von Soldaten und der Abgrenzung zwischen Befehlsempfängern und Helden.

5. Widersprüche im Heldenbegriff: Aufzeigen der Diskrepanz zwischen geforderter Demut und der Eigendarstellung von Helden.

6. Moderne Perspektiven auf das Heldentum: Plädoyer für eine zeitgemäße Interpretation von Heldentum und gesellschaftlicher Verantwortung.

Schlüsselwörter

Heldentum, Zivilcourage, Moral, Selbstüberwindung, Demut, Kriegshelden, Martenstein, Gesellschaftswandel, Verantwortung, Ethik, Selbstlosigkeit, Wertesystem, Individualisierung, Hedonismus, Heldentat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Kommentar von Harald Martenstein über den Wandel des Begriffs „Heldentum“ und diskutiert dessen Definition kritisch aus aktueller Sicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit der moralischen Bewertung von Heldentaten, der Problematik von Kriegshelden und der Frage, wie Heldentum in der modernen Gesellschaft definiert werden kann.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die von Martenstein aufgestellten Kriterien für „wahre Helden“ zu prüfen und aufzuzeigen, dass diese Definitionen der Komplexität menschlicher Handlungsweisen oft nicht gerecht werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textgebundene Erörterung, bei der die Argumentationsweise des Autors analysiert und durch eigene kritische Perspektiven ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Martenstein-Argumente, die kritische Diskussion der Heldeneigenschaften und die Untersuchung der Abgrenzung zwischen individueller Tat und staatlicher Instrumentalisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Heldentum, Selbstlosigkeit, Moral, Demut, Verantwortung und die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Vorbildern.

Inwieweit widerspricht der Autor sich selbst bei der Definition von Demut?

Die Arbeit weist darauf hin, dass Martenstein Demut fordert, aber gleichzeitig ein Heldenbild zulässt, das sich durch Eigenlob und mediale Vermarktung auszeichnet, was einen logischen Widerspruch darstellt.

Warum wird die Einteilung in „wahre“ und „falsche“ Helden hinterfragt?

Die Arbeit argumentiert, dass eine solche pauschale Einteilung moralisch problematisch ist, da sie komplexe individuelle Beweggründe für heldenhaftes Handeln nicht ausreichend berücksichtigt.

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Résumé des informations

Titre
Textgebundene Erörterung zum Thema Heldentum
Sous-titre
Textanalyse und Argumentation
Note
0,75 (15 Punkte)
Auteur
Julia Harzheim (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
3
N° de catalogue
V174460
ISBN (ebook)
9783640948857
ISBN (Livre)
9783640948819
Langue
allemand
mots-clé
Erörterung; Analyse; Deutsch; Held;
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Harzheim (Auteur), 2010, Textgebundene Erörterung zum Thema Heldentum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174460
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