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Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) - Die deutsche Bankenrettung im Vergleich zu Großbritannien

Título: Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) - Die deutsche Bankenrettung im Vergleich zu Großbritannien

Tesis , 2009 , 95 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Lars Postler (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Bankier: ein Mensch, der seinen Schirm verleiht, wenn die Sonne scheint, und ihn sofort zurückhaben will, wenn es zu regnen beginnt.
(Mark Twain)

Zum deutschen Finanzsystem zählen alle Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen, Kapitalanlagegesellschaften, Betreiber von Börsen- und Wertpapiermärkten, Betreiber von Zahlungs-verkehrssystemen, Zentralbanken und alle Märkte, auf denen Handlungen stattfinden. Zum Wirtschaftswachstum in Deutschland tragen dieses Finanzsystem sowie die Kapitalanlagen und Investitionen der privaten Haushalte und der Unternehmen entscheidend bei.
Der Bankensektor in Deutschland ist in Form der sogenannten „Drei-Säulen-Struktur“ aufgebaut. Die erste Säule beschreibt die privaten Geschäftsbanken, die zweite Säule wird vertreten durch die öffentlich-rechtlichen Banken, wie Sparkassen und Landesbanken, und als drittes folgen die genossenschaftlichen Banken. Zwischen den einzelnen Säulen herrscht eine hohe Wettbewerbsintensität. Mit 2.277 Banken hat Deutschland die meisten Banken innerhalb der Europäischen Union (EU). Jedoch liegt die Dichte der Bankfilialen im europäischen Durchschnitt. Die flächendeckende Präsenz ist auf die mittelständische und regionale Struktur der deutschen Volkswirtschaft ausgerichtet.
Kennzeichnend für das deutsche Bankwesen ist das Universalbankprinzip, anders als in angloamerikanischen Ländern. Somit betreiben die meisten Kreditinstitute alle Arten von Bankgeschäften, wie zum Beispiel das Einlagen-, Kredit- und Wertpapiergeschäft. Bei Universalbanken ist die Risikotransformation meist besser ausgeglichen als in stark spezialisierten Instituten.
Die weltweiten Turbulenzen der Finanzmärkte haben auch in Deutschland zu einer starken Vertrauenskrise im Finanzsektor geführt. Hierzu wurde in Deutschland ein Maßnahmenpaket der Bundesregierung geschaffen, das eine solide Grundlage darstellen sollte, um das deutsche Finanzsystem zu stabilisieren und die Vertrauenskrise einzudämmen. Die Maßnahmen zur Selbsthilfe der Banken sind befristet, damit sie wieder zu ihrem Tagesgeschäft zurückkehren können. Das deutsche Finanzsystem zeigte sich aufgrund der hohen Diversifikation bei der Refinanzierung und einem hohen Anteil an Kundeneinlagen vergleichsweise robust. Es war von Vorteil, dass das deutsche Finanzsystem langfristig orientiert ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Ursachen der Finanzmarktkrise

2.1 Die Auswirkungen auf Deutschland

3 Das Finanzmarktstabilisierungsgesetz

3.1 SoFFin – Gründe und Aufgaben

3.2 Der Aufbau des Fonds und Organe

3.3 Stabilisierungsmaßnahmen

3.3.1 Garantien

3.3.2 Rekapitalisierungen

3.3.3 Risikoübernahmen

3.4 Voraussetzungen und Auflagen für die Antragstellung

3.5 Aktuelle Inanspruchnahmen

3.5.1 Die Hypo Real Estate AG

3.5.2 Die Commerzbank AG

3.6 Kritik am SoFFin

3.6.1 Klage vor dem Bundesverfassungsgericht

4 Bad Bank als Alternative

4.1 Bad Bank-Modell für Privatbanken

4.2 Bad Bank-Modell für Landesbanken

4.3 Ein Beispiel zum Bad Bank-Gesetz

5 Die Bankenkrise in Großbritannien

5.1 Das Bankensystem in Großbritannien

5.2 Hintergrund und Entwicklung

5.3 Maßnahmen zur Bankenrettung in Großbritannien

5.3.1 Das erste Bankenrettungspaket

5.3.2 Das zweite Bankenrettungspaket

5.4 Beispiele

5.5 Vergleich zur Bankenrettung in Deutschland

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Darstellung der Finanzmarktstabilisierung in Deutschland sowie ein vergleichender Blick auf die Bankenrettungsmaßnahmen in Großbritannien. Die Forschungsfrage konzentriert sich dabei auf die Wirksamkeit staatlicher Eingriffe zur Stützung des Finanzsektors während der Krise.

  • Ursachen der Subprime-Krise und Auswirkungen auf das deutsche Finanzsystem
  • Aufbau, Aufgaben und Instrumente des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin)
  • Fallbeispiele der staatlichen Stützung der Hypo Real Estate AG und der Commerzbank AG
  • Analyse der "Bad Bank"-Modelle als alternative Lösungsansätze
  • Vergleich der Rettungsansätze zwischen Deutschland und Großbritannien

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Garantien

Im Rahmen des Finanzmarktstabilisierungsfonds können Garantieübernahmen in einem Umfang von 400 Milliarden Euro vergeben werden. Der Fonds kann bis 31. Dezember 2009 Garantien für „neu begebene Schuldtitel und begründete sonstige Verbindlichkeiten von Finanzunternehmen abgeben.“ Alle Verbindlichkeiten durften zunächst eine Laufzeit von 36 Monaten haben. Dies wurde jedoch inzwischen auf eine Laufzeit von bis zu 60 Monaten erhöht, so dass die Laufzeit der Garantien spätestens am 31. Dezember 2014 endet.

„Für die Gewährung von Garantien erhebt der Fonds einen individuellen Prozentsatz des garantierten Höchstbetrages, der das Ausfallrisiko abbildet, nebst einer Marge.“ Der Finanzmarktstabilisierungsfonds hat eine „marktübliche Avalprovision“ zu erheben. „Für Schuldtitel mit einer Laufzeit von 3 bis 12 Monaten soll die Avalprovision allgemein 0,5 Prozent betragen. Für Verbindlichkeiten mit Laufzeiten von 12 bis 36 Monaten sollen hingegen institutsspezifische Gebühren erhoben werden, die sich an Marktzinssätzen für Credit Default Swaps orientieren und daher auch das jeweilige Ausfallrisiko abbilden.“

Unternehmen, die Garantien in Anspruch nehmen, haben für eine angemessene Eigenmittelausstattung zu sorgen. Die Höchstgrenze der Garantien orientiert sich an den Eigenmitteln des Finanzunternehmens inklusive der verbundenen Unternehmen.

Hiermit soll eine Möglichkeit geschaffen werden, den Interbankenmarkt wiederzubeleben, der nach der Pleite von „Lehmann Brothers“ zeitweise still stand. Weiterhin sollen die Kosten für kurzfristige Ausleihungen auf ein angemessenes Maß zurückgeführt werden. Es sollen zudem etwaige Liquiditätsprobleme von Unternehmen behoben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die deutsche Bankenstruktur ein und begründet die Notwendigkeit des staatlichen Maßnahmenpakets zur Bewältigung der Vertrauenskrise im Finanzsektor.

2 Die Ursachen der Finanzmarktkrise: Das Kapitel erläutert die Entstehung der Subprime-Krise aus US-Immobilienkäufen und deren Übertragung auf internationale Märkte sowie Deutschland.

3 Das Finanzmarktstabilisierungsgesetz: Es folgt eine detaillierte Beschreibung des SoFFin, seiner Struktur, der eingesetzten Instrumente (Garantien, Rekapitalisierungen, Risikoübernahmen) sowie deren Anwendung bei HRE und Commerzbank.

4 Bad Bank als Alternative: Hier werden die gesetzlichen Modelle zur Auslagerung risikobehafteter Wertpapiere für Privat- und Landesbanken vorgestellt und kritisch beleuchtet.

5 Die Bankenkrise in Großbritannien: Dieses Kapitel stellt das britische Bankensystem, die dortigen Rettungsprogramme sowie spezifische Beispiele wie RBS und Lloyds Banking Group dar und vergleicht diese mit dem deutschen Vorgehen.

6 Fazit und Ausblick: Abschließend wird die Wirksamkeit der Rettungsmaßnahmen beurteilt und ein Ausblick auf die zukünftige Restrukturierung des Finanzsystems gegeben.

Schlüsselwörter

Finanzmarktkrise, Bankenrettung, SoFFin, Hypo Real Estate, Commerzbank, Garantien, Rekapitalisierung, Bad Bank, Risikoübernahme, Finanzmarktstabilisierungsgesetz, Großbritannien, Interbankenmarkt, Staatshilfen, Liquidität, Finanzstabilität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die staatlichen Maßnahmen zur Stützung des deutschen Finanzsystems nach Ausbruch der Finanzkrise 2007/2008 und vergleicht diese mit den Rettungsbemühungen in Großbritannien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf das deutsche Finanzmarktstabilisierungsgesetz, die Funktionsweise des SoFFin, die Verwendung von Bad Banks und eine Gegenüberstellung der internationalen Bankenrettungsstrategien.

Welches Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist eine detaillierte Darstellung der Stabilisierungsinstrumente und deren Anwendung an Praxisbeispielen, um die Auswirkungen staatlicher Eingriffe auf betroffene Banken zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor führt eine umfassende Literaturanalyse durch, wertet Geschäftsberichte und offizielle Dokumente aus und verknüpft diese mit einer vergleichenden Analyse nationaler Rettungssysteme.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil der Arbeit?

Den Kern bilden die detaillierte Aufarbeitung des SoFFin-Gesetzes, die Untersuchung konkreter Fälle wie der Hypo Real Estate AG und der Commerzbank AG sowie die Erläuterung des "Bad Bank"-Konzepts.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Finanzmarktstabilisierung, Bankenrettung, SoFFin, systemrelevante Banken und nationale Rettungspakete.

Wie unterscheidet sich die Situation der Landesbanken von der der Privatbanken bei der "Bad Bank"-Lösung?

Das Modell für Landesbanken ist weitergehend, da es die Länder als Eigentümer stärker in die Pflicht nimmt und eine stärkere Integration in die Abwicklungsanstalten der FMSA vorsieht.

Was kritisiert der Autor an der Kontrolle des SoFFin?

Kritisiert wird vor allem die mangelnde parlamentarische Kontrolle durch das Finanzmarktgremium, da der Informationsfluss unzureichend ist und die Regierung Eingriffe von außen weitgehend vermeidet.

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Detalles

Título
Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) - Die deutsche Bankenrettung im Vergleich zu Großbritannien
Universidad
Cologne University of Applied Sciences  (Wirtschaftswissenschaften)
Calificación
1,7
Autor
Lars Postler (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
95
No. de catálogo
V174465
ISBN (Ebook)
9783640949809
ISBN (Libro)
9783640949892
Idioma
Alemán
Etiqueta
finanzmarktstabilisierung bankenrettung vergleich großbritannien finanzkrise
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lars Postler (Autor), 2009, Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) - Die deutsche Bankenrettung im Vergleich zu Großbritannien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174465
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