Diese Arbeit gibt einen Einblick in die Theorie und die wichtigsten Konzepte des Lernens als Wissenserwerb. Zudem soll an einem praktischen Beispiel gezeigt werden, wie diese Theorie helfen kann, den eigenen Unterricht zu analysieren und zu verbessern.
Die Kognitive Wende setzte ca. 1960 ein, zuvor hatten lange die behavioristischen Lerntheorien dominiert (Staub, VF 14). Diese verstanden Lernen als Verhaltensänderung aufgrund wiederholter Erfahrungen (Staub, VF 4). Diese Verhaltensänderungen konnten beobachtet werden; die inneren Prozesse der Lernenden hingegen sahen die Behavioristen als Blackbox, welche nicht zugänglich war (Staub, VF 31). Im Gegensatz dazu wollten die kognitivistischen Theorien gerade diese inneren Prozesse auch untersuchen (Staub, VF 6). Zudem wurden Wahrnehmung, Verstehen und Lernen nicht mehr nur als Konditionierung verstanden, sondern als aktive Leistungen des Lernenden, welche auf dessen Vorwissen basieren (Staub, VF 14). Der kognitionspsychologische Ansatz sah Lernen grundsätzlich als Aufbau sowie fortlaufende Modifikation der Wissensrepräsentationen des Individuums (vgl. Steiner, 2006).
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- Natascha Frey (Author), 2020, Lernen als Wissenserwerb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1744890