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Die apostolische Sukzession und Tradition in den Schriften gegen die Häresien bei Irenäus von Lyon und Tertullian

Título: Die apostolische Sukzession und Tradition in den Schriften gegen die  Häresien bei Irenäus von Lyon und Tertullian

Trabajo , 2011 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Marco Schmitt (Autor)

Historia universal - Antigüedad
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„Wir sind Papst“ , so titelte eine deutsche Boulevardzeitung 2005 als Josef Ratzinger zum Papst Benedikt XVI. gewählt worden ist. Als Oberhaupt des kleinsten Staates der Welt hat Papst Benedikt ein Amt inne, dessen Leitung mehr als eine Milliarde Menschen betrifft.
Doch das Amt des Papstes hat einen langen und beschwerlichen Weg hinter sich, der aber nicht Gegenstand dieser Arbeit sein soll. Vielmehr beschäftigt sich diese Arbeit mit einem speziellen Aspekt bei den Anfängen des Christentums und seiner Stärkung von Innen heraus gegen andere Lehren.
So sahen sich die aufkeimenden christlichen Gemeinden jener Zeit vielen Schwierigkeiten gegenüber. Es waren nicht alleinig die Kaiser des Reiches, welche in der immer stärker zunehmenden Verbreitung des Christentums eine Gefahr sahen und versuchten diese Gefahr einzuschränken oder zu verbannen. Auch tauchten auch immer wieder andere christliche Glaubensgemeinschaften auf, die sich von der bisherigen Lehre abspalteten und einen eigenen Zweig des Christentums gründeten und sich somit in ihren Praktiken und Lehren unterschieden. Nicht selten wurden diese Gruppierungen später der Häresie angeklagt, wie man im weiteren Verlauf der Arbeit sehen wird.
Allerdings führten genau diese Probleme auch zu einer innerkirchlichen Stärkung gegenüber äußeren und inneren Konflikten und zu Abgrenzungsversuchen zu Häresien und Schismen. Die permanent steigende Anzahl an neuen Gemeindemitgliedern erforderte das Festlegen von Ämtern und deren Aufgaben sowie Zuständigkeitsbereiche.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die apostolische Sukzession

3. Die apostolische Sukzession bis zu Tertullian und Irenäus von Lyon

4. Die apostolische Sukzession bei Tertullian

5. Die apostolische Sukzession bei Irenäus von Lyon

6. Die Modelle der apostolischen Sukzession im Vergleich

7. Wirkung von Tradition und der Lehre Christi bei der apostolischen Sukzession

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Bedeutung und den Wert der Schriften von Irenäus von Lyon und Tertullian gegen die Häresie im Hinblick auf die Entwicklung der apostolischen Sukzessionstheorie. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese frühchristlichen Kirchenväter die Sukzessionslehre als "Waffe" nutzten, um sich von häretischen Strömungen abzugrenzen und die eigene Lehrautorität zu festigen.

  • Entwicklung und Legitimation der apostolischen Sukzession im 2. Jahrhundert.
  • Methodik der Abgrenzung gegenüber häretischen Gruppierungen durch Tertullian.
  • Irenäus von Lyon und die römische Bischofsreihe als Maßstab für Rechtgläubigkeit.
  • Die Wechselwirkung zwischen Tradition, Lehre Christi und kirchlicher Amtsfolge.

Auszug aus dem Buch

4. Die apostolische Sukzession bei Tertullian

Tertullian hat es sich mit seinem Werk „De praescriptione haereticorum“ mittels seiner juristischen Kenntnisse zur Aufgabe gemacht die Häretiker Abseits der, seiner Meinung nach, wahren Kirche zu stellen, ohne dabei Bezug auf die Bibel nehmen zu müssen. Denn nur der rechtmäßige Besitzer der Heiligen Schrift dürfe diese benutzen, um den wahren Glauben zu vertreten. Und die Streitfrage um den wahren Besitzer der Heiligen Schrift ist eines der Hauptanliegen seiner Prozesseinrede gegen die Häretiker, weshalb er Abstand davon nimmt, sich in seiner Rede auf die Bibel zu beziehen.

Dank dieser Prozesseinrede gegen die Häretiker ist es möglich einen Einblick in das Verständnis eines der ersten Kirchenväter zu erhalten und es gibt Auskunft über Rechtfertigung und Glaube an seine eigene Kirche und deren Tradition. Für diese Arbeit soll jedoch der Fokus zunächst auf die apostolische Sukzession und deren Rechtfertigung gegenüber der Häresie liegen.

Ein wichtiger Bestandteil der Rede ist Tertullians Erläuterung zur apostolischen Sukzession, die zwar nahezu deckungsgleich mit früheren Sukzessionstheorien ist, aber auch neue Aspekte vorweist: So steht am Anfang Gott selbst, der mit Hilfe des Heiligen Geistes seinen Sohn Jesus Christus schuf. Jener wiederum übertrug auf die Apostel durch den Heiligen Geist seine Kraft. Die Apostel gründeten nun mehrere Gemeinden, angefangen mit Judäa, welche bei Tertullian mit „apostolischen Gemeinden“ tituliert sind. Diese apostolischen Gemeinden besaßen nun den Samen des Glaubens, welcher sich zentrifugal von den Urgemeinden aus verbreitete. Da aber alle nachfolgenden Gemeinden von eben diesen abstammen, dürfen sie sich selbst, nach Tertullian, auch als apostolischen Gemeinden betrachten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Ausgangslage des frühen Christentums und die Notwendigkeit der Abgrenzung von Häresien sowie die Etablierung kirchlicher Ämter.

2. Die apostolische Sukzession: Dieses Kapitel erläutert die biblische Grundlage der Sukzession und die Notwendigkeit, nach dem Tod der Apostel eine rechtmäßige Tradition zu bewahren.

3. Die apostolische Sukzession bis zu Tertullian und Irenäus von Lyon: Hier werden Vorläufermodelle der Sukzession, etwa bei Hegesipp oder Clemens, und die methodischen Ansätze der Antike zur Bewahrung von Lehren diskutiert.

4. Die apostolische Sukzession bei Tertullian: Das Kapitel analysiert Tertullians juristisch geprägte Argumentationsweise in "De praescriptione haereticorum" und seine Definition apostolischer Gemeinden.

5. Die apostolische Sukzession bei Irenäus von Lyon: Fokus liegt auf Irenäus' Darlegung der römischen Bischofsreihe als zentralem Maßstab für die Wahrheit des Glaubens gegen häretische Ansprüche.

6. Die Modelle der apostolischen Sukzession im Vergleich: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der Modelle von Tertullian und Irenäus mit älteren Sendungsreihen, wobei die Ausgefeiltheit und Intention der neuen Theorien hervorgehoben wird.

7. Wirkung von Tradition und der Lehre Christi bei der apostolischen Sukzession: Dieses Kapitel untersucht die enge Verknüpfung von Tradition, oraler Weitergabe und der Person des Amtsträgers als Garant für unverfälschte Lehre.

8. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Sukzessionstheorie maßgeblich zur Stabilisierung des frühen Christentums beitrug und den Häretikern den Spielraum für eigene Interpretationen entzog.

Schlüsselwörter

Apostolische Sukzession, Tradition, Häresie, Irenäus von Lyon, Tertullian, Frühchristentum, Kirchenväter, Bischofsreihe, Lehre Christi, Amtsverständnis, Dogmengeschichte, Glaubenslehre, Urkirche, Episkopat, Gnosis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die Kirchenväter Tertullian und Irenäus von Lyon das Konzept der apostolischen Sukzession als Verteidigungsinstrument gegen die damalige Häresie einsetzten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung der kirchlichen Amtsfolge, der Kampf gegen häretische Glaubensgemeinschaften und die Rolle der Tradition für die Bewahrung der wahren Lehre.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, welche Bedeutung und welchen Wert die Schriften gegen die Häresie für die Festigung der Sukzessionstheorie hatten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theologiehistorische Quellenanalyse, bei der primär die Schriften "Adversus haereses" (Irenäus) und "De praescriptione haereticorum" (Tertullian) untersucht wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die unterschiedlichen Ansätze von Tertullian und Irenäus detailliert dargestellt, verglichen und deren Funktion als Waffe gegen abweichende Lehren diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören apostolische Sukzession, Häresiebekämpfung, kirchliche Tradition, Bischofsreihe und die Rechtmäßigkeit der Lehrautorität.

Wie unterscheidet sich Tertullians Ansatz von dem des Irenäus?

Tertullian nutzt stark juristische Argumentationsmuster, um Häretiker von der Nutzung der Heiligen Schrift auszuschließen, während Irenäus stärker die historische Kontinuität (speziell der römischen Kirche) betont.

Warum war die apostolische Sukzession für die Kirche eine "Waffe"?

Sie diente dazu, die eigene Lehre als direkt von den Aposteln abgeleitet zu legitimieren, wodurch Gegner, die keine nachweisbare Kette zu den Ursprüngen vorlegen konnten, diskreditiert wurden.

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Detalles

Título
Die apostolische Sukzession und Tradition in den Schriften gegen die Häresien bei Irenäus von Lyon und Tertullian
Universidad
University of Mannheim  (Historisches Institut)
Curso
Die Entstehung des Papsttums
Calificación
1,7
Autor
Marco Schmitt (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
19
No. de catálogo
V174511
ISBN (Ebook)
9783640953158
ISBN (Libro)
9783640953455
Idioma
Alemán
Etiqueta
Häresie Sukzession Tertullian Irenäus Kirchenväter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marco Schmitt (Autor), 2011, Die apostolische Sukzession und Tradition in den Schriften gegen die Häresien bei Irenäus von Lyon und Tertullian, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174511
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