Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Romanistique - Philologie espagnole

Luis García Monteros Großstadtlyrik

Poesie im Spannungsfeld zwischen "Yo Lírico" und "la ciudad"

Titre: Luis García Monteros Großstadtlyrik

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Franco Dahms (Auteur)

Romanistique - Philologie espagnole
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

"Poeta y lector se reconfortan llorando la resaca de sus propias lágrimas, sin atreverse a poner en duda los poemas, evidentes y fieles, como hermosos actos de complicidad. Y eso siempre da resultado […], porque cuando alguien hace referencia a la poesía, alguien se pone a hablar de sí mismo."

Mit diesen Worten leitet Luis García Montero die literarische Sammlung poetologischer Essays in „La otra sentimentalidad“ ein. Der 1958 in Granada geborene Poet und Literaturwissenschaftler gilt derzeit als einer der modernsten und erfolgreichsten Dichter Spaniens. Seine Lyrik und deren Konzeption sind Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit. Aus dem oben angeführten Exzerpt wird bereits ersichtlich, dass für Montero Poesie bzw. die Ausübung dieser a priori autoreferentiell ist, woraus zu folgern ist: das Subjekt begründet die Poesie.

Genau diese ‚Subjektivität’ soll Ausgang sein für die vorliegende Erörterung Monteros Dichtkunst – insbesondere vor dem Hintergrund der ciudad, d.h. im Kontext des Stadtmotivs. Kurz gesagt: das lyrische Ich wird ‚Subjekt’, die Stadt ‚Objekt’ der wissenschaftlichen Betrachtung sein.
Bevor sich allerdings konkret mit Monteros dichterischen Produktionen auseinandergesetzt wird, soll im Vorfeld eine Bestandsaufnahme seiner Eigenschaften als Dichter, also die Charakteristika seiner Poesie an sich und eine Verortung seines Œuvre in den literarischen Kanon erfolgen. Monteros Lyrik wird daher in einem ersten Schritt literaturgeschichtlich spezifiziert und klassifiziert. Daran schließt die Vertiefung seines Lyrikbegriffs – erst allgemein, dann speziell mit Referenz auf die Stadt respektive dessen Verwendung als globale Metapher respektive Allegorie. Nachdem sein poetologisches Konzept hinreichend eruiert ist, wird dieses anhand zweier Gedichte mit der Thematik „Stadt“ exemplifiziert, um daraus letztlich zu abstrahieren, was ebendiese für Montero (übertragen) bedeutet, und was das lyrische Ich über die Architektur und Psychologie des ‚realen Ichs’ aussagt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Monteros Poesie

2.1 Literaturhistorischer Kontext

2.2 Poetologisches Konzept allgemein

2.3 Poetologisches Konzept speziell: la ciudad

3. Poetische Proben: Analyse und Interpretation

3.1 „CIUDAD“ (1994)

3.2 „La ciudad de agosto“ (1998)

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Großstadtlyrik des spanischen Dichters Luis García Montero, wobei der Fokus auf der Wechselbeziehung zwischen dem lyrischen Ich und dem Stadtmotiv liegt. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Montero die Stadt als Metapher nutzt, um Identität und moderne subjektive Erfahrungen in der urbanen Umgebung zu reflektieren.

  • Literaturgeschichtliche Einordnung Monteros in der spanischen Postmoderne
  • Analyse des poetologischen Konzepts der „Poesie der Erfahrung“
  • Untersuchung der Stadt als Projektionsfläche für das lyrische Ich
  • Interpretation der Gedichte „CIUDAD“ und „La ciudad de agosto“
  • Diskurs über die Verbindung von Realität, Fiktion und Wahrnehmung

Auszug aus dem Buch

3.1 „CIUDAD“ (1994)

“No tuve más remedio que sequirla”(I, Vers 1). Hinter diesem einleitenden Vers verbirgt sich mehr als der erste Blick zulässt: das lyrische Ich spricht stellvertretend die Worte des modernen Dichters. Gleich zu Beginn wird hier also das Grundverhältnis zwischen Dichter und Großstadt zum Ausdruck gebracht: Dass diesem auf dem Weg der Selbstverwirklichung ‚nichts anderes übrig blieb als ihr [der Stadt] zu folgen’; die Stadt als Inspirationsquelle und normatives Medium des heutigen Dichters (vgl. 2.3, urbanitas). Die Personifikation der Stadt („seguirla“[I, 1], „ella“[I, 2] etc.) verdeutlicht dabei die unmittelbare persönliche Nähe des Dichters zur Stadt bzw. deren Nähe zum Dichter.

Für das Gedicht selbst fungieren der Vers und die zwei folgenden dieser Strophe als Prolog. Das lyrische Ich redet hier noch in der Vergangenheit, in indefinido, wobei das grammatische Tempus eine Retrospektive einleitet oder suggeriert, nach der die anschließenden Verse – welche ihrerseits in Präsens gefasst sind – insgesamt wie eine Erinnerung wirken, die somit (zurück) ins Bewusstsein geholt wird. Der Effekt ist wie der Zoom einer Kamera: Durch die Vergangenheitsform wird im ersten Schritt eine Distanz zum Leser aufgebaut, um dann im zweiten Schritt im Rahmen des temporalen Wechsels zur Gegenwart diesen ans unmittelbare Geschehen heranzuholen oder auch umgekehrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Werk von Luis García Montero und Definition des Forschungsgegenstandes sowie der Zielsetzung der Arbeit.

2. Monteros Poesie: Theoretische Verortung des Autors im literaturhistorischen Kontext und Darlegung seines poetologischen Konzepts der „Poesie der Erfahrung“ sowie dessen spezifischer Anwendung auf das Stadtmotiv.

3. Poetische Proben: Analyse und Interpretation: Detaillierte Untersuchung und hermeneutische Analyse der Gedichte „CIUDAD“ und „La ciudad de agosto“ zur Exemplifizierung der theoretischen Thesen.

4. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse hinsichtlich der Identitätskonstruktion des lyrischen Ichs im Spannungsfeld der modernen Großstadt.

Schlüsselwörter

Luis García Montero, Großstadtlyrik, Poesie der Erfahrung, spanische Postmoderne, lyrisches Ich, Stadtmotiv, urbanitas, Intertextualität, Subjektivität, Metapoesie, Identität, Wahrnehmung, Raumempfinden, Literaturgeschichte, Spanien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Lyrik von Luis García Montero und beleuchtet, wie das lyrische Ich die Großstadt als zentrales Motiv für die eigene Identitätsfindung und poetische Reflexion nutzt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Postmoderne in der spanischen Lyrik, das Konzept der „Poesie der Erfahrung“, die Personifizierung der Stadt und die Interdependenz zwischen äußerer urbaner Umgebung und innerem Seelenzustand.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie das lyrische Ich durch die Auseinandersetzung mit der modernen Stadt eine poetische Welt konstituiert und dabei die Grenzen zwischen persönlicher Erfahrung, Fiktion und Realität neu definiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die literaturhistorische Kontextualisierung mit einer detaillierten Gedichtinterpretation (Close Reading) verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Monteros Poetologie und die praktische Anwendung an den zwei exemplarischen Gedichten „CIUDAD“ und „La ciudad de agosto“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Postnovísimos, Subjektivität, Metadichtung, städtischer Raum, Heimatlosigkeit und die Reflexion von Zeit und Vergänglichkeit.

Inwiefern beeinflusst das „lyrische Ich“ die Wahrnehmung der Stadt in den analysierten Gedichten?

Das lyrische Ich fungiert als Filter, durch den die städtische Realität erst Bedeutung erhält; die Stadt wird zur „Seelenlandschaft“ umgedeutet, wodurch die Wahrnehmung stets subjektiv geprägt bleibt.

Welche Rolle spielt die Zeit in der Lyrik Monteros laut dieser Arbeit?

Zeit ist eng mit Schmerz, Vergänglichkeit und dem Gefühl des Abschieds verbunden; sie markiert den Kontrast zwischen dem modernen, schnelllebigen Stadtalltag und einer zeitlosen, reflektierten poetischen Dimension.

Fin de l'extrait de 22 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Luis García Monteros Großstadtlyrik
Sous-titre
Poesie im Spannungsfeld zwischen "Yo Lírico" und "la ciudad"
Université
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Romanistik)
Cours
Großstadt in der spanischen Lyrik des 20. Jh.
Note
1,3
Auteur
Franco Dahms (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
22
N° de catalogue
V174562
ISBN (ebook)
9783640949298
ISBN (Livre)
9783640949533
Langue
allemand
mots-clé
luis garcía monteros großstadtlyrik poesie spannungsfeld lírico
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Franco Dahms (Auteur), 2007, Luis García Monteros Großstadtlyrik , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174562
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint