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"Recht auf Leben - Pflicht zum Leben" - Schwangerschaftsabbruch aus ethischer Sicht

Título: "Recht auf Leben - Pflicht zum Leben" - Schwangerschaftsabbruch aus ethischer Sicht

Trabajo Universitario , 2007 , 16 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Jasmin Schlotterbeck (Autor)

Teología - Teología práctica
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Ein junges Mädchen wird ungewollt schwanger und steht vor der Frage wie es nun weitergeht. Sie selbst fühlt sich eigentlich zu jung um ein Kind zu bekommen, auch steht sie unter dem Druck von Eltern und Partner. Doch auch die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruches wirft Fragen auf. Schwangerschaftsabbruch wird von vielen Seiten problematisiert, sei es im rechtlichen, medizinischen, theologischen, ethischen oder aber auch im privaten Bereich. Immer geht es um das Gut des Rechts auf Leben des Kindes und um das Gut der psychischen und physischen Unversehrtheit der Mutter. Man befindet sich somit also im Bereich der Güterethik. Um selbst zu einem Entscheid über einen möglichen Schwangerschaftsabbruch zu kommen, müssen die einzelnen Argumente – die hier in die Oberbegriffe Recht, Kirche, Medizin und Familie unterteilt sind – und Güter gegeneinander abgewogen werden. Da die Entscheidung jedoch letztlich von der betroffenen Person selbst - hier: des Mädchens - abhängt, handelt es sich ebenfalls um ein Problem aus dem individualethischen Bereich.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Darstellung der Situation

2. Schilderung der Problematik

3. Erörterung der Argumente für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch

3.1 Schwangerschaftsabbruch aus rechtlicher Sicht

3.2 Schwangerschaftsabbruch aus kirchlicher Sicht

3.2.1 Die katholische Sichtweise

3.2.2 Die evangelische Sichtweise

3.3 Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Sicht

3.4 Schwangerschaftsabbruch aus familiärer Sicht

4. Erste Zusammenfassung

5. Begründung des Selbstbestimmungsrechtes der Frau

6. Zusammenfassung und Urteilsentscheid

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das ethische Spannungsfeld eines Schwangerschaftsabbruchs zwischen dem Schutz des ungeborenen Lebens und dem Selbstbestimmungsrecht der Frau. Ziel ist es, unter Einbeziehung rechtlicher, kirchlicher, medizinischer und familiärer Perspektiven aufzuzeigen, wie unterschiedliche ethische Argumentationslinien zur Bewertung dieser komplexen Einzelfallentscheidung führen.

  • Analyse des Rechtsstatus und gesetzlicher Rahmenbedingungen (§218/§218a StGB).
  • Gegenüberstellung der Positionen der katholischen und evangelischen Kirche.
  • Untersuchung medizinethischer Aspekte unter Berücksichtigung des hippokratischen Eides.
  • Betrachtung der Einflussfaktoren familiärer Wertevorstellungen auf die Entscheidungsfindung.
  • Begründung des Selbstbestimmungsrechts der Frau auf Basis der Menschenwürde und des Grundgesetzes.

Auszug aus dem Buch

3.3 Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Sicht.

Medizinisch gestaltet sich der Konflikt um den Schwangerschaftsabbruch vielfältig. Zuerst einmal gilt, dass sich der Arzt den Regeln des Gesetzes, hier §218, sowie dem hippokratischen Eid zu unterstellen hat, in dem es heißt: „[…] Ich werde niemandem, auch auf eine Bitte nicht, ein tödlich wirkendes Gift geben und auch keinen Rat dazu erteilen; gleicher Weise werde ich keiner Frau ein fruchtabtreibendes Zäpfchen geben […].“

Der Arzt hat also in erster Linie dem §218 und dem hippokratischen Eid Folge zu leisten, womit er sich legalistisch sowie deontologisch im Allgemeinen gegen einen Schwangerschaftsabbruch aussprechen müsste. Auch hier tritt das Gut des Lebens des Ungeborenen zweifelsfrei in den Vordergrund.

Anzumerken ist jedoch, dass dem Arzt situationsbedingt nach §218a mehrere Handlungsmöglichkeiten offen stehen als nach dem hippokratischen Eid. Dieser Eid verbietet geradewegs, dem Mädchen zum Schwangerschaftsabbruch zu verhelfen, egal welche Situation vorhanden ist. Dieser ist somit auch prinzipienethisch ausgerichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Darstellung der Situation: Einleitung in die Problematik anhand eines Fallbeispiels eines ungewollt schwangeren Mädchens unter Druck.

2. Schilderung der Problematik: Hinführung zur Güterethik und Definition des Konflikts zwischen dem Schutz des Lebens und der mütterlichen Unversehrtheit.

3. Erörterung der Argumente für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch: Detaillierte Analyse der Thematik aus rechtlicher, kirchlicher, medizinischer und familiärer Perspektive.

3.1 Schwangerschaftsabbruch aus rechtlicher Sicht: Untersuchung der gesetzlichen Lage gemäß StGB und der darin enthaltenen Ausnahmeregelungen.

3.2 Schwangerschaftsabbruch aus kirchlicher Sicht: Gegenüberstellung der strikt ablehnenden katholischen Haltung und der eher situationsethisch geprägten evangelischen Sichtweise.

3.2.1 Die katholische Sichtweise: Begründung der Ablehnung durch den Katechismus und Diskussion der medizinischen Indikation als einzige Ausnahme.

3.2.2 Die evangelische Sichtweise: Historische Entwicklung hin zu einer Haltung, die im Konfliktfall auf Zuwendung und individuelle Entscheidungsmöglichkeiten setzt.

3.3 Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Sicht: Reflexion über den hippokratischen Eid im Vergleich zu den gesetzlichen Handlungsspielräumen und Indikationen für Ärzte.

3.4 Schwangerschaftsabbruch aus familiärer Sicht: Einordnung der Rolle familiärer Wertevorstellungen und sozialer Faktoren für die Entscheidungsfindung der Schwangeren.

4. Erste Zusammenfassung: Zwischenfazit über die Abwägung der verschiedenen Güter und die letztendliche Verantwortung der schwangeren Person.

5. Begründung des Selbstbestimmungsrechtes der Frau: Herleitung des Rechts auf Selbstbestimmung aus dem Grundgesetz und der Interpretation der Menschenwürde.

6. Zusammenfassung und Urteilsentscheid: Abschließende Betrachtung, dass es keine universelle ethische Lösung gibt und die individuelle Beratung essenziell bleibt.

Schlüsselwörter

Schwangerschaftsabbruch, Ethik, §218, Selbstbestimmungsrecht, Menschenwürde, Güterethik, Medizinische Indikation, Abtreibung, Verantwortungsethik, Lebensschutz, Schwangere, Konfessionen, Grundgesetz, Schwangerschaftskonflikt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen und rechtlichen Bewertung von Schwangerschaftsabbrüchen und beleuchtet, wie die Entscheidung zwischen Lebensschutz und Selbstbestimmung in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen diskutiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Recht auf Leben, die gesetzlichen Regelungen nach §218/§218a StGB, medizinische Handlungsweisen, kirchliche Positionen und der Einfluss des familiären Umfelds.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Komplexität der Güterabwägung darzustellen und aufzuzeigen, warum eine allgemeingültige ethische Antwort schwierig ist und die individuelle Selbstbestimmung der Frau im Mittelpunkt steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine ethische und rechtliche Analyse, in der verschiedene Argumentationsmuster (z.B. Güterethik, Verantwortungsethik, Deontologie) systematisch auf ihre Anwendbarkeit im Kontext des Schwangerschaftsabbruchs geprüft werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die rechtliche Lage, die kirchenethischen Differenzen zwischen Katholizismus und Protestantismus, die medizinischen Handlungsgrenzen und die Bedeutung familiärer Prägung für die Entscheidung der Frau.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Selbstbestimmungsrecht, Menschenwürde, Indikationen (medizinisch, ethisch, sozial), Güterethik und Schutz des ungeborenen Lebens.

Wie unterscheidet sich die kirchliche Bewertung?

Während die katholische Kirche den Abbruch prinzipienethisch ablehnt (außer bei indirekter Lebensrettung der Mutter), zeigt die evangelische Kirche eine stärkere Öffnung hin zur Situationsethik und Seelsorge in Notlagen.

Warum spielt die Indikation eine so wichtige Rolle?

Die vier Indikationen (medizinisch, eugenisch, ethisch, sozial) definieren rechtlich und ethisch die Bedingungen, unter denen ein straffreier Abbruch möglich ist, und dienen als Instrumente zur Güterabwägung.

Was schließt die Arbeit als Fazit für die Praxis?

Die Autorin schlussfolgert, dass eine ethisch unproblematische Entscheidung nicht existiert und betont die hohe Bedeutung einer professionellen Beratung, um Frauen in Konfliktsituationen zu unterstützen, anstatt Zwang auszuüben.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
"Recht auf Leben - Pflicht zum Leben" - Schwangerschaftsabbruch aus ethischer Sicht
Universidad
University of Würzburg  (Philosophisches Institut II)
Curso
Einführung in die Ethik
Calificación
1,5
Autor
Jasmin Schlotterbeck (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
16
No. de catálogo
V174607
ISBN (Ebook)
9783640954575
ISBN (Libro)
9783640954476
Idioma
Alemán
Etiqueta
recht leben pflicht leben schwangerschaftsabbruch sicht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jasmin Schlotterbeck (Autor), 2007, "Recht auf Leben - Pflicht zum Leben" - Schwangerschaftsabbruch aus ethischer Sicht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174607
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Extracto de  16  Páginas
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