Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Economie politique - Economie de la santé

Erfolgsorientierte Vergütung - Pay for Performance

Leistungsorientierte Vergütung in Deutschland und USA im Gesundheitswesen

Titre: Erfolgsorientierte Vergütung - Pay for Performance

Dossier / Travail , 2011 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Franziska Misch (Auteur)

Economie politique - Economie de la santé
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

1. Einleitung
Vor Einführung des DRG Systems lag im Sinne der Ertragsoptimierung der Gedanke nahe, die Aufenthaltsdauer von Patienten zu verlängern und gleichzeitig die Leistungen möglichst gering zu halten (vgl. Gerdes et al. 2009). Mit Einführung der DRGs erfolgte eine Regulierung der Aufenthaltsdauer, Leistungsträger waren gezwungen, die Aufenthaltsdauer zu verkürzen. Sowohl die vorgenommene Reduzierung der Leistungen, als auch die Verkürzung der Aufenthaltsdauer können sich hinsichtlich der Versorgungsqualität des Patienten problematisch auswirken (vgl. Gerdes et al. 2009/ Zehnder 2007). Es war notwendig geworden, neue Strategien zu entwickeln, um die Qualität der erbrachten Leistungen aufrechtzuerhalten und weiter zu verbessern (ebd.). Ein weiteres Problem zeigte sich mit der Feststellung, dass Kliniken mit geringer Qualität genauso belegt und vergütet werden wie die mit hoher Qualität (vgl. Zehnder 2007). Das führt dazu, dass Einrichtungen, die in Qualität investieren, tendenziell eher in ihrer Existenz bedroht sind als jene, die weniger in Innovationen investieren (ebd.). Aus diesen und anderen Fragen ergab sich die Idee zur Entwicklung eines Vergütungssystems, das für die Leistungsträger finanzielle Anreize bei der Erbringung einer möglichst guten Versorgungsqualität setzt, bekannt unter dem Begriff erfolgsorientierte Vergütung (vgl. Gerdes et al. 2009). Ansätze zur Implementierung einer erfolgsorientierte Vergütungsform können derzeit nur über Modellprojekte oder Vorhaben der integrierten Versorgung realisiert werden, da eine flächendeckende Umsetzung an der aktuellen Gesetzeslage scheitert (vgl. Lüngen, Lauterbach 2002). In den USA werden ähnliche Ansätze, unter dem Begriff Pay for Performance (P4P) verfolgt (Gerdes et al. 2009). Hier hatten Experten festgestellt, dass schwerwiegende Defizite in der Qualität der gesundheit¬lichen Versorgung herrschten (ebd.).
In der vorliegenden Arbeit wird herausgestellt, wie in verschiedenen P4P-Systemen die Behandlungsqualität der Leistungserbringer gemessen und als Basis für eine erfolgsorientierte Vergütung herangezogen wird. Dabei werden die Ziele und Funktionsweisen von P4P-Systemen in Deutschland, jeweils an einem Beispiel aus der Pflege, der Rehabilitation und der medizinischen Versorgung, sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitswesen aufgezeigt. Außerdem werden die Erfahrungen in den USA und Großbritannien hinsichtlich der Vor- und Nachteile von P4P Systemen herausgestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffe

3. P4P-Systeme in Deutschland

4. Diskussion – P4P Systeme in Deutschland

5. P4P-Systeme in England und den USA

6. Diskussion P4P-Systeme in England und den USA

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung erfolgsorientierter Vergütungssysteme (Pay for Performance, P4P) im Gesundheitswesen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Behandlungsqualität gemessen und als Basis für finanzielle Anreize genutzt werden kann, wobei die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Erfahrungen aus verschiedenen internationalen und nationalen Modellprojekten analysiert werden.

  • Grundlagen und Definitionen der erfolgsorientierten Vergütung
  • Analyse deutscher P4P-Modellprojekte in der Pflege und Rehabilitation
  • Vergleich der Erfahrungen mit P4P in England und den USA
  • Diskussion über Auswirkungen auf die Versorgungsqualität und das Verhalten der Leistungserbringer

Auszug aus dem Buch

3. P4P-Systeme in Deutschland

Vor allem in den letzten 10 Jahren wurden verschiedene Projekten zur erfolgsorientierten Vergütung in Deutschland initiiert, grundlegende Erfahrungen konnten bereits in Amerika gemacht werden (vgl. van Herck et al. 2010). Im Rahmen dieser Arbeit werden drei verschiedene methodische Herangehensweisen zur Einführung erfolgsorientierter Vergütung in Deutschland vorgestellt. An erster Stelle sei auf das Modellprojekt des IKK Landesverbandes Niedersachsen eingegangen. Hier wurden in einem 18monatigen Projekt zwischen 2003 und 2004 mit 10 ambulanten Pflegediensten modellhaft gearbeitet. Es wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, mittels P4P eine Verbesserung in der Versorgungsqualität für die Versicherungsnehmer zu erreichen (vgl. Krause/ Göpfert-Divivier 2005). Man verfolgte dabei auch die These, dass die aus dem Ansatz P4P resultierenden Verbesserungen in der Versorgung Hilfebedürftiger Menschen zu einer Verringerung der Anzahl an Menschen führen würde, die in ein Pflegeheim ziehen (ebd.).

Bevor das angestrebte Projekt gelingen konnte, bedurfte es einer zusätzlichen Vereinbarung zwischen den Leistungserbringer- und Kostenträgerverbänden, sowie der Entwicklung von 20 Kriterien zur Qualitätsmessung, auf dessen Basis ein Bonussystem entwickelt wurde. Durch Entwicklung eines speziellen Auditverfahrens, mittels dessen Qualitätsmerkmale auf den Ebenen Struktur- und Prozessqualität erfassbar wurden, erfolgte zunächst eine Selbsteinschätzung des jeweiligen Pflegedienstes, bei der einzelne Kriterien mit 1 bis 5 Punkten (1 Punkt: nicht vorhanden, 5 Punkte detailliert vorhanden) bewertet wurden. In einem nächsten Schritt erfolgte eine gegenseitige Einschätzung zwischen den beteiligten Pflegediensten. Vertraglich war festgehalten worden, dass bei einem Gesamtpunktwert von unter 60 Punkten keine Bonuszahlung erfolgte, bei 60 – 70 Punkten wurden je Einsatz nach § 37 SGB V 0,05€ gezahlt, bei 71 – 85 Punkten 0,10€ je Einsatz und bei einem Gesamtpunktwert von 86 – 100 Punkten 0,15€ Bonus (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der bisherigen Krankenhausfinanzierung durch DRGs und stellt das Konzept von Pay for Performance als Lösungsansatz zur Qualitätssicherung vor.

2. Begriffe: Dieses Kapitel definiert die leistungsorientierte Vergütung und erläutert die verschiedenen Qualitätsebenen nach Avedis Donabedian (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität).

3. P4P-Systeme in Deutschland: Es werden drei konkrete deutsche Modellprojekte zur erfolgsorientierten Vergütung in der ambulanten Pflege und Rehabilitation detailliert vorgestellt.

4. Diskussion – P4P Systeme in Deutschland: Hier findet eine kritische Auseinandersetzung mit den deutschen Modellvorhaben statt, wobei insbesondere die unterschiedlichen Messinstrumente und Finanzierungskonzepte bewertet werden.

5. P4P-Systeme in England und den USA: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über internationale Erfahrungen, insbesondere hinsichtlich des Fachkräftemangels und der Steuerung durch CMS-Richtlinien in den USA sowie umfassender Reformen in England.

6. Diskussion P4P-Systeme in England und den USA: Die internationalen Modelle werden im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und ihre Auswirkungen auf das Patientenwohl und die Arzt-Patienten-Beziehung diskutiert.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine methodische Umsetzung zwar möglich ist, aber eine ganzheitliche Betrachtung unter Einbeziehung der Patientenmotivation und der nachhaltigen Stärkung der Pflegenden erfordert.

Schlüsselwörter

Pay for Performance, P4P, erfolgsorientierte Vergütung, Versorgungsqualität, Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Gesundheitsökonomie, Qualitätsmanagement, Bonussystem, Maluszahlung, Patientenwohl, Pflegequalität, Modellprojekt, Leistungsanreize

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des "Pay for Performance" im Gesundheitswesen, also der Vergütung von medizinischen und pflegerischen Leistungen basierend auf deren Qualität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Qualitätsmessung nach Donabedian, finanzielle Anreizsysteme (Bonus/Malus), der Vergleich zwischen deutschen Modellprojekten und internationalen Erfahrungen sowie die Auswirkungen auf die Versorgungsqualität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Behandlungsqualität gemessen werden kann, um daraus faire und wirksame finanzielle Anreize für Leistungserbringer im deutschen und internationalen Gesundheitssystem abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung und den Vergleich verschiedener Praxisbeispiele und Modellprojekte aus Deutschland, den USA und England.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische P4P-Methoden wie das SINGER-Assessment, diskutiert die Vor- und Nachteile von Bonus-Malus-Regelungen und beleuchtet die Rolle von elektronischen Patientenakten sowie die Konsequenzen für die Arzt-Patienten-Beziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind P4P, Versorgungsqualität, Ergebnisqualität, Bonussysteme, Gesundheitsökonomie und Qualitätsindikatoren.

Warum ist das Donabedian-Modell für diese Arbeit relevant?

Das Modell ist grundlegend für die Arbeit, da es die Qualitätsmessung in Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität unterteilt und somit die methodische Basis für die Bewertung der P4P-Ansätze liefert.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Pflege?

Die Autorin betont die wesentliche Bedeutung der Pflege für den Behandlungserfolg und fordert, dass P4P-Modelle stärker als bisher die Nachhaltigkeit und die Arbeitsbedingungen der Pflegenden berücksichtigen sollten.

Fin de l'extrait de 19 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Erfolgsorientierte Vergütung - Pay for Performance
Sous-titre
Leistungsorientierte Vergütung in Deutschland und USA im Gesundheitswesen
Université
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Note
1,3
Auteur
Franziska Misch (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
19
N° de catalogue
V174629
ISBN (ebook)
9783640953301
ISBN (Livre)
9783640953103
Langue
allemand
mots-clé
erfolgsorientierte vergütung performance leistungsorientierte vergütung deutschland gesundheitswesen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Franziska Misch (Auteur), 2011, Erfolgsorientierte Vergütung - Pay for Performance, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174629
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint