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Heroen und Götterkult: Vergleich von Zeus und Pelops im Olympia der Anfänge

Título: Heroen und Götterkult: Vergleich von Zeus und Pelops im Olympia der Anfänge

Trabajo Escrito , 2011 , 24 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Daniel Jochem (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Vergleicht man die beiden Kulthandlungen bei Zeus und Pelops, so wird eindeutig klar, dass es sich hier um eine Symbiose im religiösen Ablauf in Olympia handelt. So musste es erst das Blutopfer für Pelops geben, dann den Agon (insbesondere der Stadionlauf) und schließlich durfte dem höchsten Gott, Zeus, geopfert werden. Burkert bemerkt hierzu:
"Der Stadionlauf setzt also das blutige Geschäft des Tötens voraus; auch Pelops ist, im Voropfer, längst ,mit Blut gesättigt'. Ziel und Ende des Laufes aber ist der Gipfel des uralten Aschenhaufens, wo das Feuer flammen und die Schenkelknochen verzehren muß. Der Lauf markiert den Übergang vom Blut zum reinigenden Feuer, von der Todesbegegnung zum Vollgefühl des Überlebens, das sich in der Kraft des Siegers manifestiert. Der wichtigste Agon in Olympia ist ein Teil der Opferhandlung zwischen Pelopion und Zeusaltar."
Somit kann das eine ohne das andere nicht bestehen, und auch die sportlichen Wettkämpfe haben eine Legimitation im kultischen Ablauf der Spiele. Diese Verbindung von Nacht und Tag, Dunkelheit und Licht, chthonisch und olympisch, jung und alt, Tod und Leben dient der Gemeinschaftsbildung der im Agon wetteifernden Griechen, wobei der Sieger des Stadionlaufs mit Entzünden des Zeusopfers die große Siegesfeier einläutete und den größten Ruhm erhielt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pelops

3. Die Geschichte von Pelops und Oinomaos

4. Der Ostgiebel des Zeustempels & Ikonographie

5. Pelopskult und Zeremonie

A. Vom Agrarkult zum Pelopskult

B. Pelopion

C. Zeremonie und Opferritus bei Pelops

6. Zeus

7. Die Gründung des Zeuskultes

8. Das Orakel des Zeus Olympos

9. Der Tempel des Zeus

10. Aschealtar

11. Opferritus

12. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Hintergründe der Gründung des Kultplatzes in Olympia sowie die Etablierung der beiden zentralen Kulte um Pelops und Zeus. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Kulte Gemeinsamkeiten aufweisen, in welchen Abhängigkeiten sie zueinander stehen und wie sie zur religiösen sowie politischen Legitimation des Heiligtums beitrugen.

  • Historische Genese des Kultplatzes Olympia
  • Vergleich der Mythen und Kulte von Pelops und Zeus
  • Die Bedeutung des Orakels von Olympia
  • Archäologische Befunde zu den Opferriten und Bauten
  • Religiöse Symbiose zwischen chthonischen und olympischen Kulten

Auszug aus dem Buch

3. DIE GESCHICHTE VON PELOPS UND OINOMAOS

Der Mythos, zu dem mehrere verschiedene Varianten existieren, erzählt die Geschichte des ersten olympischen Wagenrennens, das Pelops gegen Oinomaos bestreitet und gewinnt. Unterscheiden muss man zwischen den beiden Hauptrichtungen, der "Gottesbevorzugung" und der "Betrugsvariante". Vorgeschichte dieses Wagenrennens ist das Versprechen des Oinomaos, des Königs von Pisa, demjenigen seine schöne Tochter Hippodameia zur Frau zu geben, der ihn im Wagenrennen besiegen wird. Dem Verlierer droht demgegenüber der Tod. Dieser Herausforderung stellen sich mehrere Freier, die jedoch ausnahmslos scheitern und von Oinomaos bzw. seinem Wagenlenker Myrtilos getötet werden. Das Versprechen des Oinomaos dringt auch zu Pelops. Er hat von der außergewöhnlichen Schönheit Hippodameias gehört und beschließt, sein Glück zu versuchen und ihre Hand zu gewinnen. Laut Pindar hat er von dem Schicksal der bisherigen dreizehn glücklosen Kandidaten erfahren und weiß um die Gefahr, die ihm von Oinomaos droht.

Deshalb wendet er sich an Poseidon mit der Bitte, ihm zu helfen: "Wohlan, so fessele die Lanze / Des Oinomaos, die eherne, / Und laß mich auf dem schnellsten Wagen / Nach Elis fahren und bring mich zum Sieg. / Denn schon drei und zehn Männer hat er vernichtet, / Die warben, und schiebt die Hochzeit / Der Tochter hinaus. Das große Wagnis aber ergreift / Keinen unwehrhaften Mann. / Doch welchen einmal zu sterben bestimmt ist: / Wozu sollte da einer ein ruhmloses Alter, / Im Dunkel sitzend, hinbringen vergeblich, / Verlustig alles Schönen? Nein, mir / Steht dieser Kampf fest. Aber du gib günstiges Vollbringen!"

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Verknüpfung von Sport und Mythologie in Olympia und definiert das Ziel der Arbeit, die Hintergründe der Gründung und Kultsetzung zu analysieren.

2. Pelops: Dieses Kapitel zeichnet die mythischen Ursprünge des Heroen Pelops nach, von seiner Herkunft aus Kleinasien bis hin zu seiner Rolle als Kultempfänger in Olympia.

3. Die Geschichte von Pelops und Oinomaos: Hier werden die verschiedenen Varianten des Gründungsmythos des Wagenrennens, insbesondere die "Gottesbevorzugung" und die "Betrugsvariante", detailliert gegenübergestellt.

4. Der Ostgiebel des Zeustempels & Ikonographie: Das Kapitel analysiert die künstlerische Darstellung des Wagenrennens im Ostgiebel des Zeustempels als Ausdruck der göttlichen Gunst für Pelops.

5. Pelopskult und Zeremonie: Hier werden die Ursprünge des Pelopskultes in einem ehemaligen Agrarkult untersucht sowie das Pelopion und der spezifische Opferritus thematisiert.

6. Zeus: Dieses Kapitel skizziert die Bedeutung des Zeus als obersten Gott in Olympia und erläutert seinen indoeuropäischen Ursprung und seine mythische Genealogie.

7. Die Gründung des Zeuskultes: Die Analyse konzentriert sich auf den Übergang vom Agrarkult zum Zeuskult, verknüpft mit der dorischen Wanderung und der Neugestaltung des Heiligtums.

8. Das Orakel des Zeus Olympos: Der Text untersucht die historische Bedeutung des Orakels für die Bekanntheit Olympias und analysiert die Zunahme von Votivgaben als Dank für Siege.

9. Der Tempel des Zeus: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die architektonischen Merkmale und die kulturelle Bedeutung des Zeustempels als frühklassisches Bauwerk.

10. Aschealtar: Hier wird die Geschichte und Funktion des großen Aschealtars des Zeus beschrieben, der durch kontinuierliche Opfergaben stetig wuchs.

11. Opferritus: Das Kapitel erläutert den Ablauf des täglichen Opferritus, die sakrale Bedeutung des Stadionlaufs und die Trennung zwischen Brandopfer und Festessen.

12. Fazit: Das Fazit fasst die Symbiose zwischen den Pelops- und Zeuskulten zusammen und betont deren Rolle bei der politischen Festigung der panhellenischen Gemeinschaft.

Schlüsselwörter

Olympia, Pelops, Zeus, Wagenrennen, Oinomaos, Zeustempel, Aschealtar, Opferritus, Götterkult, Heroenkult, Mythologie, Panhellenismus, Antike, Agrarkult, Stadionlauf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die religiösen und historischen Ursprünge von Olympia, mit einem Fokus auf dem Vergleich zwischen den Kulten für den Heroen Pelops und den Gott Zeus.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Gründungsmythen, die archäologischen Befunde zu den Bauten, die verschiedenen Opferrituale sowie die politische Bedeutung der Kulte für die Region Elis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es herauszuarbeiten, wie Pelops und Zeus als zentrale Kultempfänger fungierten und in welcher gegenseitigen Abhängigkeit ihre kultischen Handlungen zueinander standen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse antiker Quellenliteratur, ergänzt durch archäologische Ausgrabungsergebnisse und die Auswertung einschlägiger Forschungsliteratur.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die Mythen um Pelops, die Ikonographie des Zeustempels, die Entwicklung der Kultriten sowie die Bedeutung des Orakels von Olympia für die griechische Welt.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kultsymbiose, chthonische und olympische Kräfte, politische Kultentscheidung und die Wandlung von Agrar- zur Viehwirtschaft charakterisiert.

Warum war die Einsetzung des Pelopskultes aus politischer Sicht wichtig?

Die Einsetzung diente Elis dazu, nach der Zerstörung Pisas einen panhellenischen Heroenkult zu etablieren, der die Griechen vereinen und die Herrschaft über die heiligen Stätten legitimieren sollte.

Wie unterscheidet sich der Opferritus für Pelops von dem für Zeus?

Das Pelopsopfer als chthonischer Ritus war dem Zeusopfer vorgelagert; das Blut des schwarzen Widders floss in eine Grube, während beim Zeusopfer das Feuer auf dem Altar das reinigende Element darstellte.

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Detalles

Título
Heroen und Götterkult: Vergleich von Zeus und Pelops im Olympia der Anfänge
Universidad
Saarland University  (Alte Geschichte)
Curso
Das Antike Olympia
Calificación
1,3
Autor
Daniel Jochem (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
24
No. de catálogo
V174631
ISBN (Ebook)
9783640951093
ISBN (Libro)
9783640951338
Idioma
Alemán
Etiqueta
heroen götterkult vergleich zeus pelops olympia anfänge
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Jochem (Autor), 2011, Heroen und Götterkult: Vergleich von Zeus und Pelops im Olympia der Anfänge, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174631
Leer eBook
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