Umweltrelevante Einstellungen und Verhalten


Hausarbeit, 2003
23 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorstellung der verwandten Studie
2.1 Problemstellung
2.2 Methoden
2.2.1 Stichprobenbeschreibung
2.2.2 Operationalisierung zentraler Variablen
2.3 Pfadmodell des persönlichen Umweltverhaltens
2.4 Divergenzen zwischen Umweltbewusstsein und –verhalten
2.5 Barrieren der Transformation von Einstellung in Verhalten
2.6 Anreize zu umweltgerechtem Verhalten
2.7 Ergebnisse

3 Modelle umweltrelevanten Verhaltens
3.1 Strukturmodelle
3.2 Prozessmodelle
3.3 Einflussschema von Fietkau und Kessel

4 Moderatoren zwischen Umweltbewusstsein und umweltbewusstem Handeln

5 Fazit

6 Anhang

7 Literaturverzeichnis

Umweltrelevante Einstellungen und Verhalten

1 Einleitung

Sicherlich gibt es nur wenige Menschen, denen Umweltschutz ein Fremdwort bzw. ein fernliegender Begriff ist. Jeder von uns wird im Alltag mit diesem Begriff konfrontiert, ob es sich nun um das Sparen von Wasser während des Zähneputzens oder das kraftstoffsparende Fahren des Autos handelt. Doch trotz des Wissens um die Notwendigkeit umweltschonender Verhaltensweisen können wir uns oft dabei ertappen, den Wasserhahn beim Zähneputzen offen zu lassen, und haben wir es eilig, so fahren wir nicht weiterhin Optimalgeschwindigkeit.

Trotz aller bekannten naturwissenschaftlichen Tatsachen und Erkenntnisse, die dringend eine grundsätzliche Änderung unserer Lebens- und Wirtschaftsweise nahelegen, beharren die meisten Menschen auf ihren umweltschädlichen Verhaltensweisen; dies obwohl ihnen gleichzeitig bewusst ist, dass es so nicht weitergehen kann und obwohl sie den Fragen des Umweltschutzes prinzipiell aufgeschlossen gegenüberstehen. Sehr rasch kann der Eindruck gewonnen werden, dass auf fast allen Ebenen erhebliche Inkonsistenzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit bestehen. Trotz eines hohen Umweltbewusstseins hinkt das faktische Verhalten hinterher.

Eine Lösung des Umweltproblems erfordert es, dass alle Nationen ihre Produktions- und Wirtschaftsweise ändern. Es ist offensichtlich, dass dies nicht durch technische und politische Änderungen allein erreichbar ist. Es muss auch ein Wandel der individuellen Lebensstile erfolgen; umweltrelevantes - also umweltschädigendes oder umweltschützendes - Verhalten einzelner Individuen trägt maßgeblich zur Lösung des Problems bei.

In der vorliegenden Arbeit wenden wir uns der Beziehung zwischen umweltbezogenen Einstellungen und dem tatsächlichen, individuellen Umweltverhalten zu.

Die Ausgangsbasis dieser Arbeit wird die Studie „Persönliches Umweltverhalten – Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ von Andreas Diekmann und Peter Preisendörfer aus dem Jahre 1992 sein. Wir werden diese Studie vorstellen und wiederholt Verbindungen zu theoretischen Überlegungen weiterer Autoren, die sich mit Fragestellungen des Umweltverhaltens beschäftigt haben, herstellen.

Ziel dieser Arbeit soll es sein, einen umfassenden Überblick über die Beziehung zwischen umweltrelevanten Einstellungen und Verhalten zu geben. Dabei soll vor allem auf Diskrepanzen zwischen diesen beiden Komponenten eingegangen und auf mögliche Erklärungen dieser Widersprüche hingewiesen werden.

2 Vorstellung der verwandten Studie

2.1 Problemstellung

Diekmann und Preisendörfer setzen sich mit ihrer vorliegenden Studie zum Thema „Persönliches Umweltverhalten“ mit umweltrelevanten Einstellungen und dem persönlichen Umweltverhalten des Einzelnen im alltäglichen Leben auseinander. Ausgangsbasis ihrer Arbeit ist die Annahme, dass Anspruch und Wirklichkeit nicht Hand in Hand zu gehen scheinen. Die Studie setzt sich zum Ziel, Bestimmungsgründe für diese Inkonsistenzen zu untersuchen sowie vor allem eine Erklärung der Widersprüchlichkeiten zwischen bestehenden Einstellungen und tatsächlichem Verhalten zu finden.

Unter umweltbewusstem Handeln wird ein Verhalten verstanden, bei dem sich die Ausführenden der Umweltrelevanz ihres Handelns aktuell oder zumindest prinzipiell bewusst sind. Dies würde bedeuten, dass mit zunehmendem Umweltbewusstsein der Bevölkerung die individuellen und gesellschaftlichen Verhaltensweisen umweltförderlicher werden. Entgegen einer weit verbreiteten Annahme, die darin besteht, dass umweltrelevantes Verhalten von Umweltbewusstsein determiniert wird, soll die Studie von Diekmann und Preisendörfer belegen, dass eine umweltbewusste Einstellung nicht genügt, um Verhalten vorherzusagen. Aus der Einstellungsforschung ist bekannt, dass positive oder negative Einstellungen keineswegs zwangsläufig das entsprechende Verhalten zur Konsequenz haben (z.B. Fishbein und Ajzen 1975). Daraus lässt sich ableiten, dass nicht davon auszugehen ist, dass sich umweltbewusste Einstellungen eins zu eins in umweltgerechtes Verhalten transformieren lassen.

Es kann zwar von einem positiven, nicht jedoch von einem engen Zusammenhang zwischen Umweltbewusstsein und dementsprechenden Verhalten ausgegangen werden. In einer Meta-Analyse von Hines, Hungerford und Tomera (1984) wird im Mittel ein Korrelationskoeffizient von 0.35 zwischen den beiden Größen angegeben.

Durch das Umweltbewusstsein allein lassen sich also nur ca. 13 Prozent der Verhaltensvarianz erklären. Ein Anteil von ca. 87 Prozent der Varianz bliebe also unerklärt, wenn einzig und allein diesem Faktor Aufmerksamkeit geschenkt würde.

Aus diesem Grund wird Umweltverhalten in den meisten Fällen als komplexes Konstrukt verstanden, das aus mehreren Komponenten besteht. Auch die hier verwandte Studie beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Bestimmungsgrößen des Umweltverhaltens. Es gilt, unterschiedliche Komponenten des komplexen Konstrukts und ihre Vorhersagekraft kenntlich zu machen, sowie dennoch bestehende Inkonsistenzen zu erklären.

2.2 Methoden

2.2.1 Stichprobenbeschreibung

Als empirische Datenbasis dient ein Telefoninterview mit 1357 Einwohnern der Städte Bern und München. Im Frühjahr 1991 wurde bei 392 zufällig ausgewählten Einwohnern der Stadt Bern, sowie bei 965 Personen in München eine telefonische Befragung durchgeführt. Die Berner Teilstichprobe ging ursprünglich von 737 Telefonbuchadressen aus, die Rücklaufquote betrug jedoch 66%. In München, wo mit 1830 Adressen begonnen wurde, betrug die Rücklaufquote 73%. Die Interviewdauer betrug 30 bis 40 Minuten. Inhaltliches Ziel dieser Telefoninterviews war eine möglichst detaillierte Erfassung des persönlichen und alltäglichen Umweltverhaltens der Befragten. Es wurden Informationen zu mehr als 30 konkreten, umweltrelevanten Verhaltensweisen der Befragten erhoben.

2.2.2 Operationalisierung zentraler Variablen

Zur Messung des persönlichen Umweltverhaltens wurde auf 16 unabhängige Verhaltensweisen zurückgegriffen, die sich in vier verschiedene Kategorien unterteilen lassen. Diese vier Bereichen wurden bezeichnet als: (1) umweltfreundliches Einkaufsverhalten, (2) umweltbewusste Abfallbeseitigung, (3) umweltschonender Umgang mit Energie und (4) umweltfreundliches Verkehrsverhalten. Jeder dieser 4 Bereiche wird über 4 konkrete Verhaltensweisen erfasst. Ein Gesamtindex des persönlichen Umweltverhaltens fasst alle 16 Verhaltensweisen der vier Bereiche additiv zusammen.

Neben dem persönlichen, selbstberichteten Umweltverhalten wurde in der Studie zusätzlich die umweltrelevante Einstellung der Befragten erfasst. Diekmann und Preisendörfer operationalisieren umweltrelevante Einstellungen über die Komponente des Umweltbewusstseins. Des weiteren ziehen die Autoren die Variablen Umweltwissen und die persönliche Betroffenheit von Umweltbelastungen als Faktoren zur Erfassung von Umwelteinstellungen heran.

Umweltbewusstsein wird über die additive Zusammensetzung von 6 Items erfasst. Diese sind jeweils auf einer fünfstufigen Likert-Skala einzuordnen (stimme voll zu, stimme zu, unentschlossen, stimme eher nicht zu, stimme nicht zu). Beispielhafte Items lauten: (1) „Wenn wir so weitermachen, wie bisher steuern wir auf eine Umweltkatastrophe zu.“, (2) „Nach meiner Einschätzung wird das Umweltproblem in seiner Bedeutung von vielen Umweltschützern stark übertrieben“, (3) „Die Politik tut viel zu wenig für den Umweltschutz“. Hohe Werte indizieren ein hohes Umweltbewusstsein (Item (2) geht mit umgekehrter Polung in den Index ein).

Umweltwissen wird ebenfalls mit einem additiven Index beschrieben, der über insgesamt 9 Items erfasst wird, wie zum Beispiel: (1) Wissen, wie weit der nächste Altpapier- bzw. Altglascontainer vom Wohnhaus entfernt ist, (2) Ort des nächstgelegenen Atomkraftwerks, (3) Wissen um die Auswirkungen von FCKW. Hohe Werte bezeichnen hier ein hohes Umweltwissen des Befragten.

Persönliche Betroffenheit von Umweltbelastungen wird über die additive Zusammensetzung von 10 dichotomen Items bestimmt, von denen hier beispielhaft einige angeführt werden sollen: (1) eigener Garten direkt am Wohnhaus, (2) Wohnen an einer vielbefahrenen Straße, (3) geringe Entfernung zur nächsten Grünanlage. Das Item (2) ging mit umgekehrter Polung in den Index ein. Hohe Werte indizieren eine hohe persönliche Betroffenheit von Umweltbelastungen.

Die Indizes des persönlichen Umweltverhaltens (Kauf, Abfall, Energie und Verkehr), der Index des Umweltbewusstseins, der Index des Umweltwissens und der Index der persönlichen Betroffenheit von Umweltbelastungen sind die zentralen Variablen der folgenden Analysen. Eine vollständige Übersicht der verwandten Items findet sich im Anhang.

2.3 Pfadmodell des persönlichen Umweltverhaltens

Diekmann und Preisendörfer haben die als relevant bezeichneten Variablen in einem vierstufigen Pfadmodell in Beziehung zueinander gesetzt. Für jede der vier Variablen wurden mehrere Bestimmungsfaktoren ausfindig gemacht, die einen signifikanten Einfluss auf das jeweilige Konstrukt aufwiesen. Auf diese Bestimmungsfaktoren (z.B. Geschlecht, Alter, politisches Interesse) soll im Rahmen dieser Arbeit jedoch nicht im Einzelnen eingegangen werden. Wichtig sind an dieser Stelle lediglich die zwischen den vier Variablen bestehenden Beziehungen, die an Hand von Regressionskoeffizienten verdeutlicht werden (siehe Abb. 1). Die Variablen Umweltbetroffenheit (UBET), Umweltwissen (UW), Umweltbewusstsein (UB) und Umweltverhalten (UV) wurden über die unter 2.2.2. beschriebenen Indizes gemessen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Häufig werden Umweltbetroffenheit und Umweltwissen als Komponenten des Umweltbewusstsein betrachtet. Das Pfadmodell liefern bezüglich dieser Annahme interessante Ergebnisse. Eine hohe Betroffenheit durch Umweltbelastungen setzt sich laut Diekmann und Preisendörfer nicht signifikant in ein höheres Umweltbewusstsein um (.05). Das Umweltwissen weist hingegen einen größeren Effekt auf (.10). Am interessantesten für unsere Arbeit ist natürlich die Beziehung zwischen Umweltbewusstsein (Einstellung) und Umweltverhalten. Hier konnten die Autoren in ihrer Studie einen signifikanten Zusammenhang von .15 aufzeigen. Auch das Umweltwissen scheint einen erheblichen Anteil an Erklärungskraft für das jeweiligen Umweltverhalten zu besitzen.

2.4 Divergenzen zwischen Umweltbewusstsein und –verhalten

Wie bereits einleitend erwähnt, sollen vermutete Divergenzen zwischen umweltrelevanten Einstellungen und tatsächlichem Verhalten untersucht werden. Diese Vermutungen stützen Diekmann und Preisendörfer auf schlichte persönliche Erfahrungen, wie beispielsweise auf Beobachtungen von Parkplatzproblemen vor Ökoläden oder auf Verkehrsstaus im Vorfeld von Umweltdemonstrationen.

Die Korrelation zwischen dem Index Umweltbewusstsein (UB) und dem Gesamtindex des persönlichen Umweltverhaltens (UV) (bestehend aus den 4 Komponenten Kauf, Abfall, Energie, Verkehr) ist zwar signifikant aber sie weist dennoch mit einem Koeffizienten von r = 0.22 einen relativ geringen Wert auf.

Diese Diskrepanz zwischen Einstellung und Verhalten soll an einigen Beispielen anschaulich demonstriert werden. Die insgesamt 1357 Befragten wurden in 3 Teile unterteilt. Die Befragten, die in der Studie von Diekmann und Preisendörfer aufgrund ihrer Selbstbeschreibungen das obere Drittel (mit den höchsten Werten) im Bereich des Umweltbewusstseins bildeten gaben folgendes Verhalten an: 74 Prozent dieser Gruppe begaben sich mit dem Flugzeug bzw. mit dem Auto in ihre letzten Ferien, 54 Prozent besitzen ein Auto und von den Autofahrern 54 Prozent ein Auto ohne Katalysator, 38 Prozent drehen im Winter ihre Heizung nicht ab, wenn sie für längere Zeit die Wohnung verlassen und 25 Prozent verwenden in ihrem Haushalt einen Wäschetrockner, der – auch bezüglich der angeblich stromsparenden neueren Modelle – in jedem Ratgeber zum privaten Ökoverhalten als ein äußerst stromintensives Gerät gilt.

Anhand dieser Prozentwerte werden Unstimmigkeiten zwischen dem Umweltbewusstsein auf der einen Seite und dem tatsächlichen Umweltverhalten auf der anderen Seite deutlich. Besonders evident wurden Inkonsistenzen auch bei 290 Befragten, die sich als sehr umweltbewusst beschrieben und angaben, im Verlauf der letzten zwei Wochen in einem Bio- bzw. Ökoladen eingekauft zu haben. 12 Prozent dieser Personen haben im gleichen Zeitraum jedoch Getränke in Dosen gekauft, 44 Prozent kauften ihre Milch in einer abfallproduzierenden Verpackung und 36 Prozent entsorgten Aluminium über die Mülltonne. Divergenzen des persönlichen Umweltverhaltens lassen sich allerdings auch feststellen, wenn man die 423 „umweltsündigenden“ Besitzer eines Autos ohne Katalysator betrachtet. 91 Prozent dieser Personen gaben an, ihre Batterien ordnungsgemäß zu entsorgen. 90 Prozent nehmen zum Einkaufen in der Regel eine Einkaufstasche mit, 84 Prozent berichten, dass sie auf den Kauf von Getränken in Dosen verzichten und 18 Prozent haben in den letzten Wochen in einem Bioladen eingekauft.

Aufgrund dieser Befunde stellt sich die Frage, wie die Individuen es schaffen, diese Unstimmigkeiten subjektiv in Einklang zu bringen.

Betrachtet man den Gesamtindex des UV, stellt man fest, dass sich die Befragten im Großen und Ganzen durchaus umweltfreundlich verhalten. 82 Prozent aller Befragten verhalten sich bei mehr als acht der 16 erfragten Verhaltensweisen, die das Umweltverhalten in dieser Studie konstituieren, umweltgerecht. Da Umweltverhalten offensichtlich sehr heterogen und vielschichtig ist, ermöglicht es dem Einzelnen jeweils diejenigen umweltrelevanten Verhaltensbereiche zu betonen, in denen er selbst besonders positiv hervorsticht. Dementsprechend können Verhaltensweisen, die eher umweltschädlich sind, leicht übergangen bzw. durch den Verweis auf andere Bereiche in ihrer Bedeutung herabgestuft werden. Somit können die Befragten im Durchschnitt ihr persönliches Umweltverhalten als umweltgerecht einschätzen, ohne dabei kognitive Dissonanz zu verspüren.

2.5 Barrieren der Transformation von Einstellung in Verhalten

Die aufgezeigten Inkonsistenzen zwischen umweltrelevanten Einstellungen und Umweltverhalten machen deutlich, dass es offensichtlich gewisse Barrieren für die Umsetzung von Umweltbewusstsein und Umweltwissen in Umweltverhalten gibt. Diese Barrieren könnten Erklärungen im Hinblick darauf liefern, warum der Zusammenhang von Umweltbewusstsein und Umweltwissen zu Umweltverhalten im Pfadmodell lediglich mit 0.15 nachgewiesen werden konnte.

Diekmann und Preisendörfer gehen in ihrer Studie davon aus, dass sich UB und UW vor allem dann in tatsächliches Verhalten transformieren lassen, wenn es sich um „Low - Cost“ Situationen handelt. Individuen werden ihrem selbsteingeschätzen hohen UB gerecht, indem sie ihrer ideologischen „Umweltmoral“ in Situationen entsprechen, die keine einschneidenden Verhaltensänderungen erfordern. „Low – Cost“ Situationen verursachen keine größeren Unbequemlichkeiten und sie verlangen keinen besonderen Zusatzaufwand. Das Zeigen umweltfreundlichen Verhaltens in sogenannten „Low – Cost“ Situationen ermöglicht es, kognitive Dissonanz zu vermeiden.

In Situationen mit steigenden Verhaltenskosten schwindet jedoch die Bedeutung ideologischer Einflüsse auf das individuelle Verhalten. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Kosten umweltgerechten Verhaltens in den Bereichen „Einkaufen“ und „Abfallsortierung“ geringer sind, als beim „Energiesparen“ und „Verkehrsverhalten“. Somit wäre zu erwarten, dass der Einfluss des UB auf das UV in den beiden ersten Bereichen stärker ausgeprägt ist als in den zwei zuletzt genannten, da der Verhaltensaufwand geringer ist. Die Bereiche „Einkaufsverhalten“ (Mitnehmen einer Einkaufstasche, Verzicht auf den Kauf von Getränken in Dosen, Milchkauf in Pfandflaschen, Einkauf in Bioläden) und „Abfalltrennung“ (Wegbringen von Papier, Glas, Aluminium, Batterien) erfordern weniger einschneidende Verhaltensänderungen als die Bereiche „Energie“ (geringerer Warmwasserverbrauch, Abdrehen der Heizung, Verzicht auf Wäschetrockner) und „Verkehr“ (Verzicht auf Autobesitz, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel).

Somit können die Verhaltensbereiche Kauf und Abfall als „Low – Cost“ Situationen und die Bereiche Energie und Verkehr hingegen als „High – Cost“ Situationen angesehen werden. Abbildung 2 verdeutlicht diese Aussage in grafischer Form.

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Umweltrelevante Einstellungen und Verhalten
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg  (Wirtschaftspsychologie)
Note
1,0
Autoren
Jahr
2003
Seiten
23
Katalognummer
V17464
ISBN (eBook)
9783638220392
Dateigröße
551 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Umweltrelevante, Einstellungen, Verhalten
Arbeit zitieren
Katharina Niehoff (Autor)Constanze Kleinert (Autor), 2003, Umweltrelevante Einstellungen und Verhalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17464

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