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Grenzenloses Europa?

Nationale und supranationale Elemente europäischer Migrationspolitik

Título: Grenzenloses Europa?

Trabajo , 2011 , 34 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Clemens Walter (Autor)

Sociología - Política, Mayorías, Minorías
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Grenzenloses Europa. Mit diesem Stichwort lassen sich viele Assoziationen verbinden. Die Idee der Freiheit und Freizügigkeit innerhalb eines multinationalen Raumes. Die Möglichkeit, ohne ernstzunehmende bürokratische Hürden, überall wohnen und arbeiten zu können. Gemeinsamer Wohlstand, Sicherheit und Harmonie. Wohl kaum jemand, der sich dieser faszinierenden Idee entziehen könnte.

Grenzenloses Europa. Zugleich ein höchst polarisierendes Thema. Nur selten vergeht ein Monat, in dem nicht von irgendeinem Flüchtlingsunglück berichtet wird. Gescheitert bei dem riskanten Versuch, das „gelobte Land“ zu erreichen. Bilder primitiver Boote oder provisorischer Auffanglager, zum Bersten gefüllt mit ärmlich gekleideten Flüchtlingen. Umzingelt, von einer Armada hochtechnisierter Grenzschutzbeamter. Über kaum ein anderes Bild, ließen sich wohl die globalen Gegensätze besser visualisieren.

Inhalt dieser Arbeit soll aber nicht die normative Wertung jener angedeuteten Ambivalenz, oder ein Insider/ Outsider- Phänomen sein. Vielmehr soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit sich heutzutage schon wirklich von einer gemeinsamen europäischen Einwanderungspolitik sprechen lässt. Dazu werden eingangs kurz, im „theoretischen“ Teil, die Hintergründe und Zahlen dargelegt. Anschließend sollen über den Vergleich zweier europäischer Länder, vermeintlich verschiedene nationalstaatliche Muster der Migrationspolitik dargestellt werden- bevor im „Hauptteil“, den historischen Ereignissen folgend, versucht wird, die Entwicklungslinien supranationaler Migrationspolitik der Europäischen Union nachzuzeichnen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erklärungsansätze und Trends

2.1. Theoretischer Ansatz zur Entstehung von Migration

2.2. Aktuelle Trends und Zahlen

3. Nationalstaatliche Modelle der Migrationspolitik

3.1. Großbritannien

3.2. Bundesrepublik Deutschland

4. Europäisierung

4.1. Erste Schritte einer europäischen Politik

4.2. Amsterdamer Vertrag

4.3. Das Programm von Tampere

4.3.1. Flucht und Asyl

4.3.2. Grenzschutz und Kampf gegen irreguläre Einreise

4.3.3. Integration und Antidiskriminierung

4.3.4. Bewertung

4.4. Das Haager Programm

4.4.1. Steuerung der regulären Zuwanderung

4.4.2. Externalisierung und Ursachenbekämpfung

4.4.3. Bewertung

4.5. Das Stockholmer Programm

5. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Herausforderungen einer supranationalen Migrationspolitik innerhalb der Europäischen Union im Spannungsfeld zwischen nationalstaatlichen Interessen und gemeinschaftlicher Integration. Dabei wird analysiert, inwiefern eine gemeinsame europäische Einwanderungspolitik existiert und welche historischen sowie politischen Faktoren diesen Prozess maßgeblich beeinflusst haben.

  • Theoretische Grundlagen und aktuelle Trends der globalen Migration
  • Vergleichende Analyse der nationalen Migrationsmodelle in Großbritannien und Deutschland
  • Die Entwicklung europäischer Programme wie Tampere, Haager Programm und Stockholmer Programm
  • Herausforderungen der Steuerung regulärer Zuwanderung versus Externalisierung
  • Spannungsfeld zwischen Sicherheitsaspekten, humanitären Verpflichtungen und wirtschaftlicher Prosperität

Auszug aus dem Buch

3.2. Bundesrepublik Deutschland

Im Gegensatz zu Großbritannien, herrschte in Deutschland über Jahrzehnte ein völlig konträres Muster der Wahrnehmung bezüglich der eigenen Rolle in der europäischen Migrationslandschaft. Das von der Regierung Kohl zu Beginn der 1980er Jahre ausgegebene Dictum „Deutschland ist kein Einwanderungsland“, welches sich- zumindest in abgeschwächter Form- bis heute hartnäckig in den Köpfen einiger Politiker und Teilen der Öffentlichkeit festgesetzt hat, dient bestens zur Illustrierung eines mangelnden Bewusstseins der gegebenen Verhältnisse. Daraus resultierend wurde es von Regierungsseite versäumt, sich anhand bindender und umfassender Migrations- und Integrationskonzepte der Thematik anzunehmen. Erst seit dem Ende des 20. Jahrhunderts sind verstärkte Bemühungen erkennbar, begünstigt von dem Regierungswechsel im Jahre 1998, und den immer eklatanter werdenden Migrations- und Integrationsproblemen, sich dem „Stiefkind“ der deutschen Politik bewusst zuzuwenden.

Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung, war Deutschland seit Mitte der 1950er eines der wichtigsten europäischen Zuwanderungsländer (vgl. HWWI 2007b: 1). Es lassen sich hierbei verschiedene Phasen der Zuwanderungswellen und- Politik erkennen. Mit dem Einsetzen des ökonomischen Booms, dem sogenannten „Wirtschaftswunder“, wurde deutlich, dass die Bundesrepublik den Arbeitskräftebedarf nicht aus dem heimischen Markt würde decken können. Daher wurde ab 1955 begonnen, über bilaterale Vereinbarungen, gezielt Arbeitskräfte aus bestimmten Ländern anzuwerben. Die als „Gastarbeiter“ bezeichneten Zuwanderer stammten vor allem aus südeuropäischen und nordafrikanischen Ländern (Türkei, Spanien, Italien, Griechenland, Marokko). Da sich vor dem Hintergrund der „Ölschockkrise“ der Aufschwung nicht unbegrenzt fortsetzte, erließ man 1973 einen Anwerbestopp, und begann sich erstmals um die Begrenzung der Zuwanderung zu kümmern. Seit dem Ende der 1970er, und im Laufe der 1980er Jahre, wurden vermehrt Vorbehalte der Bevölkerung gegenüber den Zuwanderern offensichtlich. Es kam zu einer Instrumentalisierung der Thematik unter dem Stichwort des „Ausländerproblems“, und zum Erlass verschiedener Rückkehrförderungsgesetze (vgl. Nuscheler 2004: 137 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Ambivalenz der Idee eines grenzenlosen Europas ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Entwicklungslinien einer supranationalen europäischen Migrationspolitik nachzuzeichnen.

2. Erklärungsansätze und Trends: Das Kapitel erläutert grundlegende theoretische Migrationsursachen und liefert einen Überblick über aktuelle statistische Entwicklungen im globalen und europäischen Kontext.

3. Nationalstaatliche Modelle der Migrationspolitik: Es werden die historisch gewachsenen, unterschiedlichen Migrationspolitiken Großbritanniens und der Bundesrepublik Deutschland gegenübergestellt und analysiert.

4. Europäisierung: Dieses zentrale Kapitel behandelt die schrittweise Entstehung einer europäischen Migrationspolitik durch Programme wie Tampere, Den Haag und Stockholm, wobei Schwerpunkte auf Asyl, Grenzschutz und Integration liegen.

5. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst die Fortschritte und Defizite des europäischen Integrationsprojekts zusammen und kritisiert die Diskrepanz zwischen politischem Anspruch und der Realität im Umgang mit Migranten.

Schlüsselwörter

Migration, Europäische Union, Migrationspolitik, Integration, Asyl, Grenzsicherung, Europäisierung, Zuwanderung, Nationalstaat, Arbeitsmigration, Menschenrechte, Tampere, Haager Programm, Flucht, Gastarbeiter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Migrationspolitik und untersucht, wie nationale Konzepte mit supranationalen Anforderungen der EU in Einklang gebracht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Steuerung von Zuwanderung, die Gestaltung des Asylrechts, die Sicherung der EU-Außengrenzen sowie Ansätze zur Integration von Migranten in den europäischen Staaten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, inwiefern heute tatsächlich von einer kohärenten europäischen Einwanderungspolitik gesprochen werden kann und welche historischen Faktoren diesen Prozess geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie den Vergleich der Migrationsmodelle zweier ausgewählter europäischer Staaten, ergänzt durch die historische Aufarbeitung politischer Programme der EU.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die nationalen Ansätze Deutschlands und Großbritanniens sowie die schrittweise Entwicklung europäischer Migrationsstrategien von den ersten Anfängen bis zum Stockholmer Programm.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Migration, Europäische Union, Migrationspolitik, Asylrecht, Integration, Grenzschutz, Zuwanderungssteuerung, Nationalstaat und europäische Identität.

Wie hat sich das Verständnis von Integration in Großbritannien verändert?

Großbritannien wandelte sich von einem eher liberalen Ansatz, der durch das Commonwealth und das Ideal des Multikulturalismus geprägt war, hin zu einer restriktiveren Politik mit Fokus auf qualifizierte Zuwanderung und nationalen Wertekodizes.

Welche Rolle spielt das „liberale Paradox“ in der Migrationspolitik?

Das liberale Paradox beschreibt das Dilemma moderner Staaten, die einerseits auf offene Märkte und globale Mobilität angewiesen sind, andererseits aber aus demokratischen und sozialstaatlichen Gründen die Kontrolle und Limitierung der Zuwanderung anstreben.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
Grenzenloses Europa?
Subtítulo
Nationale und supranationale Elemente europäischer Migrationspolitik
Universidad
Dresden Technical University
Calificación
2,0
Autor
Clemens Walter (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
34
No. de catálogo
V174644
ISBN (Ebook)
9783640951161
ISBN (Libro)
9783640950348
Idioma
Alemán
Etiqueta
grenzenloses europa nationale elemente migrationspolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Clemens Walter (Autor), 2011, Grenzenloses Europa?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174644
Leer eBook
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