Unsere atheistischen Zeiten verstellen den Blick auf den Glauben und vielleicht wurde "Barlaam und Josaphat" gerade für Zeiten wie die unsrige verfasst, das Werk wäre demnach eine Art zeitlose Komposition, mit der Mission, Ungläubigen bzw. Halbgläubigen wieder auf den rechten Weg zurückzuhelfen.
In dieser Arbeit sollen zwei Seiten des Versromans "Barlaam und Josaphat" beleuchtet und untersucht werden: Dasjenige, was im Text als Kern des Christentums ausgewiesen wird, und als Gegenstück dazu das, was im Werk als Kern des Christentums aus Sicht seiner Gegner angegeben wird. Herausgearbeitet werden soll, was die Darstellung der christlichen Lehre und die Darstellung ihrer Kritik unterscheidet, wo Parallelen sind und wo die grundlegenden Unvereinbarkeiten. Stellen, die für die Analyse herangezogen werden, sind unter anderem: Passagen der Barlaam-Josaphat-Gespräche, die Vorhaltungen Nachor gegenüber bei dessen Gefangennahme sowie Passagen des Avenier-Josaphat-Konflikts.
- Citation du texte
- Lukas Peters (Auteur), 2024, Der Kern des Christentums und der Kern der Vorwürfe ans Christentum im Versroman "Barlaam und Josaphat" von Rudolf von Ems, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1746941