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Werkaufgaben im Stadium der Bildhaftigkeit und im Stadium der Funktionstüchtigkeit

Title: Werkaufgaben im Stadium der Bildhaftigkeit und im Stadium der Funktionstüchtigkeit

Term Paper , 2002 , 85 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nadja Hinze (Author)

Textile, Print, Crafting
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Summary Excerpt Details

„Basteln“ ein oft noch abwertend gebrauchter Begriff, der von dessen Gegner am liebsten aus dem Werkunterricht gestrichen werden sollte. Sie kritisieren den Gebrauch unterschiedlichen Materials und meinen dieses spielerische „Herumwerkeln“ würde das Prestige des Werkunterrichts gefährden. Heute jedoch ist das Basteln eine besondere Aufgabe der Grundschule und das nicht nur im Fach Werken. Es ist eine selbsttätige intensive Weise des Verstehens, wodurch sich das Grundschulkind ein Bild von den Dingen macht, die es schon gesehen hat.
Werkerziehung in der Grundschule bedeutet zusätzliche Erweiterung der Bildungsanliegen, um den soziokulturellen Erfordernissen besser entsprechen zu können. Die Kinder sollen an eine hochtechnisierte Umwelt und an eine vielschichtige Gesellschaftsstruktur herangeführte
werden - und dies kindgemäß. Das heutzutage perfekte Spielzeug verdrängt die Möglichkeit zur Selbstfertigung. Die Handgeschicklichkeit der Kinder nimmt ab und der Fernsehkonsum in erhöhtem Maße zu. Gerade in der Bildsamkeitsstufe der Bastelstufe versucht der Werkunterricht dem entgegenzuwirken, um auch Phantasie und Kombinationsfähigkeit der Kinder anzuregen. Spielerisch werden die Kinder sensibilisiert für relevante Ausformungen der technischen Welt, entsprechend der altersgemäßen Verstehenspositionen. Die frühe Konfrontation mit elementar-technischen Problemlösungsprozessen bedeutet ein Hinführen zur selbständig denkenden, kritischen Grundhaltung. Werkerziehung vermal also, als Teilbestand eines gesamtschulischen Bildungsanliegens, einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Menschenbildung zu leisten.
Diese Arbeit soll den Lesern den Bereich des Werkunterrichts in der Grundschule etwas näher bringen, indem es sie sich mit den Werkaufgaben im Stadium der Bildhaftigkeit und im Stadium der Funktionstüchtigkeit befasst. Die Ausführungen beginnen allgemein mit den Stufen den Werken,angelehnt an Bodo Wessels und fahren dann fort mit den Werkaufgaben, welche nach Werkstoffen gegliedert wurden. Die Bebilderung soll dem besseren Nachvollzug der Ausführung der Werkaufgaben dienen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Stufen des Werkens (nach Bodo Wessels)

1. Die Bastelstufe

1.1.1 Das Merkmalstadium

1.1.2 Das Stadium der Bildhaftigkeit

1.1.3 Das Stadium der Funktionstüchtigkeit

2 Aufgaben und Ziele das Faches Werken in der Grundschule

3 Werken mit Papierwerkstoffen

3.1 Lernaspekte

Aufgabe 1: Ein Schloss oder einen Königspalast aus Schachteln bauen und bemalen

Aufgabe 2: Einen fahrbaren Rennsegler herstellen

Aufgabe 3: Ein Rennwagen aus Styropor mit Düsenantrieb

Aufgabe 4: Windrädchen

Aufgabe 5: Konstruktion eines Wurfgleiters (ab 4. Schuljahr)

Aufgabe 6: Bauwerke aus Papier

Aufgabe 7: Ein Fotoalbum herstellen

4 Werken mit Holz

4.1 Lernaspekte

Aufgabe 1: Ein Schiff aus Rest-Holzwerkstoffen herstellen

Aufgabe 2: Ein Flugzeug aus Restholz herstellen

Aufgabe 3: Ein Fantasieauto herstellen

Aufgabe 4: Ein Indianermesser aus Massivholz herstellen

Aufgabe 5: Stabpuppe herstellen

Aufgabe 6: Serviettenhalter

Aufgabe 7: Klettermax herstellen

5 Werken mit Metall

5.1 Lernaspekte

Aufgabe 1: Eine Warmluftspirale aus Metallfolie planen und herstellen

Aufgabe 2: Einen Kerzenständer aus Stahlblech fertigen

Aufgabe 3: Herstellen einer Schere (ab. Klasse 4)

Aufgabe 4: Bau von Wasserrädern

Aufgabe 5: Herstellen einer Verschlussklammer

6 Werken mit Ton

6.1 Lernaspekte

Aufgabe 1: Kräutergarten vor dem Haus aus Ton herstellen

Aufgabe 2: Einen Topfuntersetzer herstellen

Aufgabe 3: Einen Kerzenleuchter herstellen

Aufgabe 4: Eine kleine Schüssel in Wulsttechnik herstellen

7 Werken mit Naturmaterialien

7.1 Lernaspekte

Aufgabe 1: Herstellen von Armschmuck

Aufgabe 2: Weihnachtskrippe

Aufgabe 3: Naturmaterialien als Gipsabdruck

Aufgabe 4: Kerzenständer aus Wurzel

Aufgabe 5: Pinselständer

8 Werken mit textilen Materialien

8.1 Lernaspekte

Aufgabe 1: Herstellen einer Buchhülle aus Leder

Aufgabe 2: Topflappen herstellen

Aufgabe 3: Marionette herstellen

Aufgabe 4: Teufelpuppe herstellen

Aufgabe 5: Lesezeichen aus Bast herstellen

Aufgabe 6: Ledertäschchen fertigen

9 Plastisches Gestalten im Werkunterricht

9.1 Lernaspekte

9.2 Skulptieren

Aufgabe 1: Tierfigur aus Holz (Brettsägefigur)

Aufgabe 2: Rundfigur (Kegelfigur, Puppe)

9.3 Montieren

Aufgabe 3: Objekte aus Papierstreifen

Aufgabe 4: Figuren aus Naturmaterialien

9.4 Modellieren

Aufgabe 5: Luftballon-Sparschwein herstellen

Aufgabe 6: Tierfiguren herstellen

Aufgabe 7: Eine Vollplastik gestalten

Aufgabe 8: Einen Indianerkopf als Relief gestalten

10 Konstruieren - Montieren und Herstellen komplexer technischer Objekte unter Einsatz verschiedener Baukästen und Werkstoffe

10.1 Lernaspekte

Aufgabe 1: Herstellen eines Rührgerätes

Aufgabe 2: Versuche mit dem Zahnradgetriebe

Aufgabe 3: Bauen eines Modells einer elektrischen Handbohrmaschine

Aufgabe 4: Ein Transportband bauen

Aufgabe 5: Bau elektrischer Anlagen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der didaktischen Bedeutung des Werkunterrichts in der Grundschule, wobei der Schwerpunkt auf den Werkaufgaben im Stadium der Bildhaftigkeit und im Stadium der Funktionstüchtigkeit nach Bodo Wessels liegt. Ziel ist es, den Lesern aufzuzeigen, wie unterschiedliche Werkstoffe und technische Herausforderungen eingesetzt werden können, um die kognitive, soziale und feinmotorische Entwicklung der Kinder zu fördern.

  • Die Stufen des Werkens nach Bodo Wessels und deren Bedeutung für die Grundschulpädagogik.
  • Die praktische Umsetzung von Werkaufgaben mit Materialien wie Papier, Holz, Metall, Ton und Naturstoffen.
  • Die Förderung technisch-funktionalen Denkens durch den Bau technischer Objekte und Baukastensysteme.
  • Die Bedeutung des Werkens als fächerverbindender Unterrichtsbereich für die allgemeine Menschenbildung.
  • Methodische Hinweise zur Planung und Durchführung von Werkprozessen in verschiedenen Altersstufen.

Auszug aus dem Buch

Aufgabe 1: Ein Schloss oder einen Königspalast aus Schachteln bauen (zusammenkleben) und bemalen.

Insgesamt umfasst diese Werkaufgabe einen Zeitraum von 3 Unterrichtsstunden. In der ersten stunde haben die Schüler eine Vielzahl verschiedener Schachteln, Pappröhren und Papier- und Pappreste zur Auswahl, aus denen sie sich geeignetes Material aussuchen. Probeweise stellen sie dieses zu einem Gebilde zusammen und entwickeln eine Idee für ihr Schloss. Darauf aufbauend folgen dann weitere Ergänzungen. Dabei werden Bauteile ausgetauscht, angebaut oder umgestellt. Der Lehrer steht bei diesem Prozess als Berater zur Seite. Ist - nach der Ansicht des Schülers - die so entstandene Komposition Ausdruck nicht befriedigender Einsicht, ungenügender Fertigkeit oder ganz allgemein mangelhafter Problemlösung mag dieses Gebilde dennoch seinen Sinn in dem dann angemessenen Zerstörungsakt erweisen.

Die Vernichtung des Misslungenen ist in diesem Falle als konstruktives Handeln zu verstehen, da es geistig ordnend ist. Genügt dem Schüler die Komposition, werden die Schachteln und Röhren an einzelnen Stellen mit Klebeband oder mit Leim fixiert. Die Fugen zwischen den Bauteilen werden ebenfalls überklebt mit in Kleister getauchtem Papierstücken, damit es eine gewisse Stabilität erhält.

In der zweiten Unterrichtsstunde folgt die Gliederung der Wände und das Anbringen der Details. Die Gebäude werden mit Wandfarbe weiß grundiert und die Details wie Fenster, Türen, Simse u.a. werden aus Bundpapier... zurechtgeschnitten und aufgeklebt.

In der letzten Stunde werden Bauteile wie Balkon, Geländer, Freitreppe u.ä. aus Zeichenpapier gefertigt und an die Gebäude angebracht. Um eine gewisse Lebendigkeit hervorzurufen, fertigen die Schüler Menschen, Bäume, Blumen und Tiere aus Papier durch ausschneiden, einschneiden, falten, rollen etc. und versehen die Objekte mit Hilfe von Faserstiften noch mit graphischen Einzelheiten.

Zusammenfassung der Kapitel

Stufen des Werkens (nach Bodo Wessels): Einführung in die drei Hauptstufen der Werkentwicklung und deren psychologische sowie physische Grundlagen im Kindesalter.

Aufgaben und Ziele das Faches Werken in der Grundschule: Erörterung der lehrplanmäßigen Ziele zur Förderung der Sach-, Handlungs- und Entscheidungskompetenz sowie der Charakterbildung.

Werken mit Papierwerkstoffen: Darstellung kreativer Arbeitsprozesse mit Papier und Karton, illustriert durch konkrete Beispiele wie Windräder oder Fotoalben.

Werken mit Holz: Fokus auf die manuelle Bearbeitung von Holzresten zur Förderung der Feinmotorik und des technisch-konstruktiven Verständnisses.

Werken mit Metall: Einführung in die Bearbeitung von Draht und Blech sowie die Bedeutung der Materialeigenschaften und Sicherheitsregeln.

Werken mit Ton: Beschreibung plastischer Gestaltungsverfahren wie der Ringwulsttechnik zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen aus Ton.

Werken mit Naturmaterialien: Aufgreifen des kindlichen Sammeltriebs zur Gestaltung von Objekten aus Naturstoffen wie Wurzeln oder Ästen.

Werken mit textilen Materialien: Anleitung zur Verarbeitung von Leder, Stoffen und Filz für praktische Gebrauchsgegenstände.

Plastisches Gestalten im Werkunterricht: Vertiefung in die Techniken des Skulptierens, Montierens und Modellierens von Figuren.

Konstruieren - Montieren und Herstellen komplexer technischer Objekte unter Einsatz verschiedener Baukästen und Werkstoffe: Zusammenfassung technischer Projekte unter Verwendung von Baukästen und elektrischen Komponenten.

Schlüsselwörter

Werkunterricht, Grundschule, Werkerziehung, Bodo Wessels, Bastelstufe, Bildhaftigkeit, Funktionstüchtigkeit, Werkarbeit, Materialerfahrung, Technisches Werken, Bildnerische Entwicklung, Pädagogik, Gestaltung, Feinmotorik, Konstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die pädagogische Bedeutung und die methodische Umsetzung des Werkunterrichts in der Grundschule, wobei sie sich primär auf die Stadien der Bildhaftigkeit und Funktionstüchtigkeit stützt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die materialgerechte Bearbeitung von Werkstoffen (Holz, Metall, Papier, Ton, etc.), die kindliche Entwicklungspsychologie beim Gestalten und die Förderung technischer Problemlösekompetenzen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Werklehrern konkrete Anregungen und fachliche Hintergründe zu liefern, um den Werkunterricht entwicklungsgemäß und motivierend zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, insbesondere der Theorie der Werkerziehung nach Bodo Wessels, sowie einer praxisorientierten Darstellung von Unterrichtsbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nach Werkstoffen gegliederte Werkaufgaben vorgestellt, die den Übergang vom spielerischen Basteln hin zum technischen Konstruieren verdeutlichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Werkerziehung, Grundschuldidaktik, technische Bildung, Bastelstufe und kreatives Gestalten.

Warum spielt das "Basteln" eine wichtige Rolle in der Arbeit?

Die Autorin rehabilitiert den oft abwertend gebrauchten Begriff "Basteln" als eine intensive und selbsttätige Weise des Verstehens, die für die kindliche Welterkundung essentiell ist.

Wie soll mit misslungenen Werkstücken umgegangen werden?

Die Autorin betont, dass die Vernichtung eines misslungenen Objekts, wie bei einem Schlossbau aus Schachteln, als konstruktives und geistig ordnendes Handeln verstanden werden kann.

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Details

Title
Werkaufgaben im Stadium der Bildhaftigkeit und im Stadium der Funktionstüchtigkeit
College
University of Leipzig  (Grundschuldidaktik)
Grade
1,0
Author
Nadja Hinze (Author)
Publication Year
2002
Pages
85
Catalog Number
V17478
ISBN (eBook)
9783638220507
ISBN (Book)
9783638699846
Language
German
Tags
Werkaufgaben Stadium Bildhaftigkeit Stadium Funktionstüchtigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadja Hinze (Author), 2002, Werkaufgaben im Stadium der Bildhaftigkeit und im Stadium der Funktionstüchtigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17478
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