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Die Macht der Sprache

Literarische Aspekte des Weblogs in China

Titre: Die Macht der Sprache

Essai , 2011 , 52 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Diana Xue (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Comparée
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Résumé Extrait Résumé des informations

In kurzer Zeit hat sich in China die weltweit lebendigste und größte Weblog-Szene entwickelt. (vgl. Fokus 2006) Kaum absehbar sind die Folgen des Wachstums für die Entwicklung der Meinungs- und Informationsfreiheit.
Diese Arbeit untersucht, welche Rechtslage und Rechtsauffassung der Internetzensur in China zugrunde liegen; andererseits, welche Methoden zur Kontrolle oder zur Umgehung der Kontrollen vorhanden sind.
Die zunehmende Popularität des Weblogs in China wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und erklärt.
Im Netz der Volksrepublik China entwickelt sich neben den offiziellen Diskursen von Staatsmedien und konservativen volkstümlicher Schriften eine Vielfalt von mehr oder weniger
nonkonformistischen Meinungen. Han Han, rückt immer wieder in den Brennpunkt der öffentlichen Diskussion in der VR China. Er gehört zu der so genannten „Nach-80er-Generation“ Autoren, die rund um 30 Jahre alt und dennoch berühmt sind. Der Blog von Han Han aus Chinas einflussreichem Onlineportal Sina.com zählt seit seiner Eröffnung im Jahr 2006 mehr als 480 Millionen Seitenaufrufe. Als Untersuchungsgegenstand nehme ich deswegen von 2008 bis 2011
chronologisch ausgewählte Einträge von seinem Weblog, weil solche Einträge eine Entwicklung der Ausdrucksform präsentieren und diese den tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel widerspiegeln.
Obwohl er keine direkten Appelle an den sozialen Reformwillen ihrer Leser richtet, nimmt er eine rebellische Haltung ein. Er verspottet die Missstände der Regierungund Parteimitglieder und kommentiert die neusten Ereignisse im gesellschaftlichen und politischen Leben Chinas. Zuweilen umging er die Zensur, indem er die betroffenen Themen nicht immer konkret anspricht, sondern literarische Ausdrucksmittel und Textformen zur Anwendung bringt, die
seinen kritischen Zweck auf den ersten Blick nicht nahe legen. Die Popularität seines Weblogs lässt sich nicht nur auf seinen Mut gegenüber dem Staat, sondern auch auf seine spöttische Schreibweise
zurückführen, die einen zum Lachen und zum Nachdenken bringt. Er gewinnt durch diese Schreibweise zunehmend einheimische Leser und zieht die Aufmerksamkeit der ausländischen Medien auf sich. Daraufhin setzt er sich offener für die kleinen Leute ein, die sich oftmals der Willkür der lokalen Behörden unterwerfen müssen. Des Weiteren ruft er Partei und Regierung auf, mehr Meinungsfreiheit zuzulassen, die Grundrechte der Bürger zu sichern und verantwortungsvoll zu regieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erörterung des Problems aus medienwissenschaftlicher und rechtlicher Sicht

2.1. Massenmedien und Soziale Medien

2.2. Entwicklungen der neuen Medien in China

2.3. Meinungs- und Informationsfreiheit

2.4. Meinungsfreiheit in der chinesischen Verfassung

2.5. Zensur in Internet

3. Analyse von Han Hans Weblogs

3.1. Offenlegung durch die Fakten

3.2. Bildliche Sprache

A) Analogie

B) Metapher

3.3. politische Satire: Ironie, Imitation, Übertreibung und Phantasie

3.3.1. Textanalyse vom Eintrag A

3.3.2. Textanalyse vom Eintrag B

3.4. Kommunikationssituation im Blog

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die literarischen Strategien und rhetorischen Ausdrucksformen in den Weblogs des chinesischen Autors Han Han, um zu untersuchen, wie er trotz staatlicher Zensur kritische gesellschaftliche Themen anspricht. Dabei wird beleuchtet, wie der Blogger mittels literarischer Mittel wie Analogien, Metaphern und Satire seine Botschaften vermittelt und die Interaktion mit seinen Lesern gestaltet, während er gleichzeitig die Entwicklung der Meinungs- und Informationsfreiheit im chinesischen Internetkontext dokumentiert.

  • Rolle und Bedeutung sozialer Medien im modernen China
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Praxis der Internetzensur
  • Rhetorische Analyse von Han Hans Weblog-Einträgen (Analogie, Metapher, Satire)
  • Kommunikationsdynamik zwischen Blogger und Internetnutzern
  • Gesellschaftlicher Wandel und der Einfluss von Online-Meinungsbildung

Auszug aus dem Buch

Die Funktion der Metapher

Nach Coenen lässt sich eine Analogie nur dann in eine Metapher umwandeln, nur wenn sie nicht trivial ist. Die Brauchbarkeit der nicht-trivialen Analogie zum Metapherngebrauch liegt in der sogenannte „Ablösung der eigentlichen Bedeutung durch die metaphorische Bedeutung“ zu begründen. Die semantische Änderung bei einer nicht-trivialen Analogie, auf der eine Metaphernbildung beruht, geht mit einer Umklassifizierung der Gegenstandwelt einher. Dabei geben „die Elemente, die für die eigentliche Bedeutung bestimmend sind“, „die Unterscheidungsfunktion an Elemente“ ab, „die in der eigentlichen Bedeutung nur an niederer Stelle oder gar nicht vorkommen.“ Im Vergleich zu trivialen Analogie nehmen bei nicht-trivialen Analogie die bereichspezifischen Merkmale einen höheren Rang ein als die gemeinsamen Strukturmerkmale, die die Analogiewurzel ausmacht.(Coenen 2002: 97-99) Die folgenden mehrstelligen Analogien stellen deutliche metaphorische Merkmale dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert den Aufstieg der Blog-Kultur in China und stellt Han Han als einen der einflussreichsten Autoren vor, dessen Weblog als Untersuchungsgegenstand für die Analyse gesellschaftlicher Missstände dient.

2. Erörterung des Problems aus medienwissenschaftlicher und rechtlicher Sicht: Dieses Kapitel definiert soziale Medien, vergleicht sie mit traditionellen Massenmedien und erörtert die rechtlichen Grundlagen sowie die Kontrollmechanismen der Internetzensur in China.

3. Analyse von Han Hans Weblogs: Der Hauptteil untersucht detailliert die rhetorischen Mittel wie Analogie, Metapher und politische Satire, die Han Han nutzt, um Kritik zu üben und gleichzeitig die Zensur zu umgehen.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass Han Han durch seine literarische Schreibweise eine breite Resonanz erzeugt und die Entwicklung der Meinungsfreiheit durch die neuen sozialen Medien maßgeblich beeinflusst.

Schlüsselwörter

Han Han, Internetzensur, Soziale Medien, Weblogs, Meinungsfreiheit, China, Analogie, Metapher, Politische Satire, Blogger, Informationsfreiheit, Digitale Kommunikation, Gesellschaftskritik, Zensurbehörden, Internet-Phänomene

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der chinesische Blogger Han Han literarische Stilmittel einsetzt, um kritische politische und gesellschaftliche Themen im Kontext der strengen chinesischen Internetzensur zu kommunizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Mediensystem in China, die Methoden der Internetzensur, die rhetorische Analyse von Weblog-Einträgen und der Einfluss digitaler Meinungsäußerung auf die Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Ausdrucksformen (wie Analogie und Satire) zu analysieren, die Han Han nutzt, um trotz Kontrollmaßnahmen eine kritische Öffentlichkeit zu erreichen und seine Leserschaft zum Nachdenken anzuregen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin oder der Autor nutzt eine medienwissenschaftliche und literaturanalytische Herangehensweise, um ausgewählte Weblog-Einträge systematisch auf ihre rhetorische Struktur und ihre Wirkung zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine medienwissenschaftliche Einordnung der Zensurpraxis sowie in eine detaillierte Analyse der rhetorischen Mittel – insbesondere den Einsatz von Analogien, Metaphern und politischen Satiren in Han Hans Texten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Internetzensur, Weblog, politische Satire, rhetorische Strategien, Meinungsfreiheit, Digitale Partizipation und die Analyse von Online-Diskursen.

Wie unterscheidet Han Han zwischen trivialen und nicht-trivialen Analogien?

Basierend auf Coenen definiert der Autor triviale Analogien als solche, die auf allgemein bekannten Ähnlichkeiten beruhen, während nicht-triviale Analogien tiefere semantische Verschiebungen und neue Perspektiven erfordern, um kritische Zusammenhänge offenzulegen.

Warum spielt die Fünfzig-Cent-Partei in Han Hans Analysen eine wichtige Rolle?

Die Partei der bezahlten Kommentar-Schreiber dient Han Han als Beispiel für die staatliche Lenkung des Informationsflusses; er entlarvt deren Arbeitsweise durch Satire, um die Manipulationsversuche der Zensurbehörden bloßzustellen.

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Résumé des informations

Titre
Die Macht der Sprache
Sous-titre
Literarische Aspekte des Weblogs in China
Université
LMU Munich
Note
2,0
Auteur
Diana Xue (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
52
N° de catalogue
V174822
ISBN (ebook)
9783640957200
ISBN (Livre)
9783640957187
Langue
allemand
mots-clé
Weblog Analogie Metaphor Satire China Meinungsfreiheit zensur soziale Medien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diana Xue (Auteur), 2011, Die Macht der Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174822
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Extrait de  52  pages
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