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Menschenrechte in der Französischen Revolution 1789 - 1799

Philosophische und historische Hintergründe der Menschenrechtserklärungen

Título: Menschenrechte in der Französischen Revolution 1789 - 1799

Trabajo de Seminario , 2009 , 30 Páginas , Calificación: 1,5 (CH: 5,5)

Autor:in: M.A. Manuel Irman (Autor)

Derecho - Filosofía, Sociología e Historia del Derecho
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Die Französische Revolution (1789-1799) brachte nicht nur radikale Änderungen im politischen System Frankreichs hervor. Erstmals wurde auf dem europäischen Kontinent versucht die neuen Ideen von Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung in politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen umzusetzen. Als Inbegriff dieser Ideen stehen die universell gültigen Menschenrechte, welche ihre Gestalt während der Revolution in kurzen Abständen verändert haben und in der Form der Deklaration mehrmals neu niedergeschrieben wurden. Neben einer Darstellung der zentralen Inhalte der Menschenrechtsdeklarationen und Verfassungen aus der Zeit der Französischen Revolution werden in diesem Text auch die philosophischen und historischen Hintergründe in aller Knappheit beleuchtet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Politische Philosophie und Aufklärung als Grundlage der Menschenrechte

1. John Locke

a) Naturzustand

b) Überwindung des Naturzustandes und Recht auf Eigentum

2. Charles-Louis de Secondat de Montesquieu

a) Naturgesetze und Kriegszustand

b) Regierungsformen, Gleichheit und Freiheit

c) Gewaltenteilung

3. Jean-Jacques Rousseau

a) Naturzustand und Gesellschaftsvertrag

b) Volkssouveränität

III. Menschenrechtserklärungen, Verfassungen und Verfassungsentwürfe

1. Déclaration des Droits de l’Homme et du Citoyen

a) Unveräusserlichkeit, Universalität und Objektivität der Menschenrechte

b) Materieller Bestand der Menschenrechtserklärung

2. Die Verfassung von 1791

3. Der girondistische Verfassungsentwurf

4. Die Montagnard-Verfassung

5. Die Direktorialverfassung

IV. Rezeption der Menschenrechte während der Revolution

1. Edmund Burke

2. Thomas Paine

3. Rechtsgleichheit und Frauenrechte

V. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die philosophischen und historischen Hintergründe der Menschenrechtserklärungen während der Französischen Revolution von 1789 bis 1799. Dabei wird analysiert, wie die Theorien bedeutender Aufklärer in die verschiedenen Verfassungstexte und Erklärungen einflossen und wie sich das Verständnis von Freiheit, Gleichheit und staatlicher Ordnung in dieser Dekade wandelte.

  • Politische Philosophie von Locke, Montesquieu und Rousseau als Fundament der Menschenrechte.
  • Analyse der Déclaration des Droits de l’Homme et du Citoyen und nachfolgender Verfassungen.
  • Transformation der staatlichen Ordnung vom Absolutismus zum individualistischen Rechtsstaat.
  • Rezeption der Revolution durch zeitgenössische Denker wie Edmund Burke und Thomas Paine.
  • Diskurs um die Erweiterung der Menschenrechte auf Frauen (Olympe de Gouges, Mary Wollstonecraft).

Auszug aus dem Buch

2. Charles-Louis de Secondat de Montesquieu

Montesquieu befasste sich in seinem Hauptwerk De l’esprit des lois (1748) mit der Frage, welche Verfassung ein Staat haben müsste, um die individuelle Freiheit der Menschen am besten gewährleisten zu können. Er liess sich dabei sowohl von Lockes Überlegungen als auch von den englischen Verfassungstraditionen leiten.

Nach Montesquieus Vorstellung ist der Mensch in der Lage, sich dank einer am Anfang stehenden Vernunft eigene Gesetze zu geben. Jedoch haben auch Gesetze Geltung, die nicht die Menschen geschaffen haben, sondern von Gott gegeben sind. Da positives Recht nicht alleine die Welt zu ordnen vermag, werden die Menschen auch von überpositivem Recht beherrscht. Einerseits ist der Mensch physischen Gesetzen, welche nicht verändert werden können, unterworfen, andererseits verändern Menschen als vernunftbegabte Wesen aber dauernd ihre eigenen und die von Gott gegebenen Gesetze. Da die Menschen unzähligen Leidenschaften unterliegen, werden sie durch religiöse und moralische Gesetze sowie durch Staats- und Zivilgesetze geführt.

Vor all diesen Gesetzen kommen [aber] die Naturgesetze. Unter Naturgesetzen versteht Montesquieu Motive, die das Verhalten der Menschen von Natur aus leiten und erkennbar sind, wenn man sie in einen vorgesellschaftlichen Zustand versetzt. Während sowohl bei Locke als auch bei Hobbes das Verlassen des Naturzustandes bzw. der Abschluss eines Gesellschaftsvertrags durch die Vermeidung des Kriegszustandes motiviert waren, kehrt Montesquieu diese vertragstheoretische Prämisse um: Er bezieht sich dabei direkt auf Hobbes und unterstellt ihm, dass er den Menschen im Naturzustand Merkmale zuschreiben würde, welche diese aber erst im gesellschaftlichen Zustand aufweisen könnten. Der gesellschaftliche Zustand hebt die Gleichheit zwischen den Menschen auf und der Kriegszustand hebt an. Die Erstarkung von Individuen und Nationen, welche durch die Gemeinschaftsbildung hervorgerufen wurde, führt zum zweifachen Kriegszustand, welcher mit der Schaffung von Gesetzen zu überwinden versucht wird.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Analyse der politischen Ausgangslage und der gesellschaftlichen Spannungen vor dem Ausbruch der Französischen Revolution.

II. Politische Philosophie und Aufklärung als Grundlage der Menschenrechte: Untersuchung der prägenden Theorien von John Locke, Montesquieu und Rousseau und deren Bedeutung für das moderne Verständnis von Staat und Recht.

III. Menschenrechtserklärungen, Verfassungen und Verfassungsentwürfe: Detaillierte Betrachtung der Déclaration von 1789 und der verschiedenen nachfolgenden Verfassungsdokumente im Kontext ihrer philosophischen Einflüsse.

IV. Rezeption der Menschenrechte während der Revolution: Darstellung der zeitgenössischen Debatten und Kritik an der Revolution sowie der frühen Forderungen nach Frauenrechten.

V. Schlussteil: Zusammenfassende Einschätzung der langfristigen Auswirkungen der Französischen Revolution auf das moderne Verständnis von Menschenrechten und Demokratie.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Französische Revolution, Aufklärung, John Locke, Montesquieu, Rousseau, Gewaltenteilung, Volkssouveränität, Verfassungsgeschichte, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Rechtsgleichheit, Eigentum, Freiheit, Frauenrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die philosophischen Grundlagen der Menschenrechte während der Französischen Revolution und deren Umsetzung in den rechtlichen Dokumenten der Jahre 1789 bis 1799.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Felder sind die politische Philosophie der Aufklärung, die Entwicklung von Verfassungsentwürfen, die Bedeutung von Gewaltenteilung und das Ringen um individuelle Freiheitsrechte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie theoretische Konzepte (wie jene von Locke oder Rousseau) die rechtliche Praxis der Revolution prägten und welche historischen Rahmenbedingungen diese Prozesse beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechts- und verfassungsgeschichtliche Analyse, die primäre Quellen der Zeit mit einschlägiger philosophischer und historischer Sekundärliteratur vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine philosophische Analyse der Denker, eine Untersuchung der konkreten Verfassungstexte und eine Diskussion der zeitgenössischen Rezeption durch Persönlichkeiten wie Burke und Paine.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Menschenrechtserklärungen, Volkssouveränität, Gewaltenteilung, Liberalismus und das Erbe der Französischen Revolution geprägt.

Welchen Einfluss hatten Frauen auf die Menschenrechtsdebatte?

Die Arbeit thematisiert, dass Frauen wie Olympe de Gouges und Mary Wollstonecraft kritisierten, dass der proklamierte Universalismus der Rechte die Geschlechtergleichstellung vernachlässigte, und eigene Forderungen stellten.

Wie veränderte sich die Rolle des Eigentums in den Verfassungsentwürfen?

Die Arbeit zeigt auf, dass das Recht auf Eigentum anfangs als zentrales individuelles Freiheitsgut definiert wurde und sich in späteren Entwürfen teilweise mit sozialpolitischen Garantien verschränkte oder in der Direktorialverfassung wieder stärker eingeschränkt wurde.

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Detalles

Título
Menschenrechte in der Französischen Revolution 1789 - 1799
Subtítulo
Philosophische und historische Hintergründe der Menschenrechtserklärungen
Universidad
University of Zurich  (Rechtswissenschaftliches Institut)
Curso
Seminar "Theorie der Menschenrechte"
Calificación
1,5 (CH: 5,5)
Autor
M.A. Manuel Irman (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
30
No. de catálogo
V174926
ISBN (Ebook)
9783640955855
ISBN (Libro)
9783640956128
Idioma
Alemán
Etiqueta
Menschenrechte Französische Revolution 1789 - 1799 Individuelle Rechte Freiheit Gleichheit Verfassungsvergleichung Deklaration John Locke Jean-Jacques Rousseau Menschenrechtserklärung Edmund Burke Thomas Paine Olympe de Gouges Montesquieu Mary Wollstonecraft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Manuel Irman (Autor), 2009, Menschenrechte in der Französischen Revolution 1789 - 1799, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174926
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