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„Fordern und Fördern“ als Prinzipien der deutschen Arbeitsmarktpolitik

Darstellung und Diskussion ausgewählter Instrumente und ihrer Umsetzung

Titre: „Fordern und Fördern“ als Prinzipien der deutschen Arbeitsmarktpolitik

Dossier / Travail , 2010 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Katharina Pielok (Auteur)

Travail Social
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EINLEITUNG
In Zeiten, in denen „Montagsdemo“ wieder ein geläufiger Begriff ist und Sendungen wie „Mitten im Leben“ auf RTL, in denen zum größten Teil Langzeitarbeitslose von ihrem Leben berichten, den Nachmittag füllen, gelangt das Thema „Arbeitslosigkeit“ und damit auch „Hartz IV“ zunehmend in den Vordergrund des Bewusstseins der BürgerInnen. Es stellen sich einige Fragen, die mit der folgenden Arbeit, wenn auch - aus fehlendem Forschungshintergrund- nur zum Teil, beantwortet werden könnten: Hat Hartz IV den gewünschten Effekt in der Arbeitsmarktpolitik erbracht oder trägt die Arbeitsmarktreform doch eher zur Armut bei? (Wie in vielen Beiträgen von Kritikern zu lesen). Sind die Ansichten der heutigen Arbeitsmarktpolitik und die dementsprechend konstituierten Instrumente als hilfreich zu betrachten, oder ändern sie die Arbeitslosigkeit nicht wesentlich?
Diese Arbeit befasst sich mit Grundsätzen die aus den Hartz- Überlegungen entstanden sind und die mittlerweile als Prinzipien der deutschen Arbeitsmarktpolitik im Gesetz verankert sind: Der Grundsatz des „Fordern und Fördern“.
Es werden ausgewählte Instrumente dargestellt und diskutiert, um sie zunächst einmal anschaulich zu machen und ihrer Effizienz für die Arbeitsmarktpolitik nachzugehen. Das erste Kapitel ist zunächst eine Einführung ins Thema, zeigt die Arbeitsmarktentwicklung in den letzten Jahrzehnten und verdeutlicht somit auch die Idee, aus der der Grundsatz des „Fordern und Fördern“ entstanden ist.
Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Prinzip des „Forderns“ und wird in zwei Unterkapitel geteilt, die jeweils einzelne Instrumente dieses Prinzips (2.1 Sanktionen und 2.2 die Eingliederungsvereinbarung) veranschaulichen und kritisch diskutieren.
Kapitel drei umfasst den Grundsatz des „Förderns“ und ausgewählte Instrumente (3.1 Fallmanagement, 3.2 Arbeitsgelegenheiten und 3.3 Leistungen zur Beschäftigungsförderung). Aufgrund der Fülle von Instrumenten werden nur die für diese Arbeit grundlegendsten genannt und diskutiert.
Im vierten und letzten Kapitel geht es noch einmal darum einen kleinen Überblick über die Auswirkungen der Instrumente auf den Arbeitsmarkt zu geben.
Es schien hier bedeutend die einzelnen Gesetzestexte zu zitieren, um nicht nur einleitend zu wirken, sondern auch zum besseren Verständnis der Überlegungen beizutragen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Vom „aktiven“ zum „aktivierenden“ Staat Paradigmenwechsel in der deutschen Arbeitsmarktpolitik

2. Das Prinzip des „Forderns“

2.1 Sanktionen

2.2 Die Eingliederungsvereinbarung

3. Das Prinzip des „Förderns“

3.1 Fallmanagement

3.2 Arbeitsgelegenheiten

3.3 Leistungen zur Beschäftigungsförderung

4. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Prinzip „Fordern und Fördern“ im Kontext der deutschen Arbeitsmarktpolitik nach der Hartz-Gesetzgebung. Dabei wird analysiert, ob die eingesetzten Instrumente tatsächlich eine effektive und nachhaltige Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt ermöglichen oder ob sie lediglich zur Statistikbereinigung beitragen und die Betroffenen in prekäre Lebensverhältnisse drängen.

  • Paradigmenwechsel von der „aktiven“ zur „aktivierenden“ Arbeitsmarktpolitik
  • Analyse und Kritik der „Fordern“-Instrumente (Sanktionen, Eingliederungsvereinbarungen)
  • Untersuchung der „Fördern“-Instrumente (Fallmanagement, Arbeitsgelegenheiten, Beschäftigungsförderung)
  • Evaluation des Einflusses auf den Arbeitsmarkt und den Niedriglohnsektor
  • Diskussion über das Verhältnis von staatlichem Zwang und individueller Förderung

Auszug aus dem Buch

3.1 Fallmanagement

Das Fallmanagement kann erst dann erfolgreich sein, wenn der Fallmanager bereit ist auf den Klienten einzugehen, also zunächst das Problem zu erkennen, Wünsche des Hilfebedürftigen mit einzubeziehen und im Rahmen des „machbaren“ auch umzusetzen. Des Weiteren ist es notwendig nicht nur Probleme, sondern auch vor allem Ressourcen zu erkennen um eine passgenaue Förderung zu sichern. Bereits an dieser Stelle beginnt aber auch die Kritik an das System. Die „aktivierende“ Arbeitsmarktpolitik möchte schnellstmöglich und „sparsam“, also wirtschaftlich, die Hilfebedürftigkeit überwinden. Das bedeutet in der Praxis, dass die Arbeitssuchenden im Kundenzentrum der Agenturen für Arbeit zunächst in vier Gruppen differenziert werden (Profiling) (Vgl. Egle 2008, S.86):

- Marktkunden: In dieser Gruppe besteht kein großer Handlungsbedarf, sie weisen ein gutes persönliches Profil auf und sind in der Lage problemlos in den ersten Arbeitsmarkt zurückzufinden.

- Beratungskunden (Fördern): Diese Kundengruppe weist meist Probleme in der Qualifizierung auf oder besitzt Hemmnisse.

- Beratungskunden (Fordern): Hier geht es darum, die Arbeitssuchenden zu „motivieren“ und zu „aktivieren“.

- Betreuungskunden: Diese Arbeitssuchenden werden als die „am schwierigsten zu vermittelnden“ angesehen. Sie weisen große Defizite in mehreren Bereichen auf und brauchen aufgrund dessen eine ganzheitliche Betreuung („Fallmanagement“).

Diese Differenzierung ist höchst fragwürdig, wenn man bedenkt, dass nur die so genannten „Betreuungskunden“ eine ganzheitliche Betreuung bekommen und die Beratungskunden nur auf einzelne Defizite herabgesetzt werden. Noch kritischer wird es jedoch, wenn man die folgende dazugehörige Abbildung betrachtet, vor allem mit besonderem Augenmerk auf die festgelegten „Zeitbudgets“:

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle gesellschaftliche Relevanz des Themas Arbeitslosigkeit und steckt den Rahmen für die Analyse des Hartz-IV-Grundsatzes „Fordern und Fördern“ ab.

1. Vom „aktiven“ zum „aktivierenden“ Staat Paradigmenwechsel in der deutschen Arbeitsmarktpolitik: Das Kapitel erläutert den konzeptionellen Wandel in der deutschen Arbeitsmarktpolitik, der den Arbeitslosen stärker in die Eigenverantwortung nimmt.

2. Das Prinzip des „Forderns“: Hier werden die restriktiven Instrumente, namentlich Sanktionen und die Eingliederungsvereinbarung, kritisch hinsichtlich ihrer Wirkung und Rechtmäßigkeit untersucht.

3. Das Prinzip des „Förderns“: Dieser Abschnitt widmet sich den unterstützenden Instrumenten wie Fallmanagement und Arbeitsgelegenheiten und hinterfragt deren Effektivität bei der Integration in den Arbeitsmarkt.

4. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Das Kapitel analysiert die Folgen der Arbeitsmarktreformen, insbesondere die Ausbreitung des Niedriglohnsektors und die Lohnsubventionierung durch staatliche Transferleistungen.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Prinzip „Fordern und Fördern“ derzeit ein Ungleichgewicht zugunsten repressiver Maßnahmen aufweist und eine kritische Überarbeitung erfordert.

Schlüsselwörter

Arbeitsmarktpolitik, Hartz IV, Fordern und Fördern, SGB II, Sanktionen, Eingliederungsvereinbarung, Fallmanagement, Arbeitsgelegenheiten, Beschäftigungsförderung, Aktivierung, Niedriglohnsektor, Langzeitarbeitslosigkeit, Prekarisierung, Armut, Arbeitsförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Prinzipien „Fordern und Fördern“ im deutschen Arbeitsmarktrecht und bewertet deren Umsetzung und Auswirkungen auf die Betroffenen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen der Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik, die praktische Anwendung von Sanktionen sowie die Wirksamkeit von Förderinstrumenten wie dem Fallmanagement.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob Hartz IV den gewünschten Effekt in der Arbeitsmarktpolitik erzielt hat oder ob die Reformen eher zur Armutsentwicklung und zu einer fragwürdigen Massenabfertigung beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Gesetzestexten (SGB II), Fachliteratur sowie statistischem Datenmaterial der Bundesagentur für Arbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des „Forderns“ durch Sanktionen und Vereinbarungen sowie des „Förderns“ durch Fallmanagement und Arbeitsgelegenheiten, gefolgt von einer Analyse der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Arbeitsmarktpolitik, Aktivierung, Sanktionen, Prekarisierung und die Diskrepanz zwischen Förderanspruch und Verwaltungspraxis.

Inwieweit werden Eingliederungsvereinbarungen kritisch gesehen?

Die Arbeit weist darauf hin, dass diese oft als einseitiges Diktat der Behörde wahrgenommen werden, bei dem kein „Aushandlungsprozess auf Augenhöhe“ stattfindet, sondern primär Sanktionsdruck ausgeübt wird.

Warum wird das Profiling im Fallmanagement als problematisch eingestuft?

Die Einteilung in Kategorien wie „Marktkunden“ oder „Betreuungskunden“ wird als Ausdruck einer Massenabfertigung kritisiert, die eher an Defiziten ansetzt, als individuelle Ressourcen nachhaltig zu fördern.

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Résumé des informations

Titre
„Fordern und Fördern“ als Prinzipien der deutschen Arbeitsmarktpolitik
Sous-titre
Darstellung und Diskussion ausgewählter Instrumente und ihrer Umsetzung
Université
University of Duisburg-Essen
Note
1,3
Auteur
Katharina Pielok (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
19
N° de catalogue
V174930
ISBN (ebook)
9783640955886
ISBN (Livre)
9783640956135
Langue
allemand
mots-clé
fördern“ prinzipien arbeitsmarktpolitik darstellung diskussion instrumente umsetzung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katharina Pielok (Auteur), 2010, „Fordern und Fördern“ als Prinzipien der deutschen Arbeitsmarktpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174930
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Extrait de  19  pages
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