Die Seminararbeit untersucht die sprachlichen Besonderheiten des Sachsenspiegels, des bedeutendsten deutschen Rechtsbuchs des Mittelalters, und beleuchtet dessen Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Rechtssprache. Im Mittelpunkt stehen die Entstehung des Werks, seine historische und gesellschaftliche Bedeutung sowie die sprachlichen Merkmale, mit denen Eike von Repgow das mittelalterliche Recht verständlich und nachhaltig prägte.
Neben einer Einführung in die Geschichte und den Inhalt des Sachsenspiegels analysiert die Arbeit den Rechtswortschatz sowie den Zusammenhang zwischen Sprache, Recht und gesellschaftlicher Ordnung. Darüber hinaus widmet sie sich den berühmten Bilderhandschriften und zeigt, wie Bildsprache, Gesten und Miniaturen zur Vermittlung rechtlicher Inhalte beitrugen und auch Menschen ohne Lesekenntnisse den Zugang zum geltenden Recht ermöglichten.
Die Untersuchung verdeutlicht, dass der Sachsenspiegel weit über seine Funktion als mittelalterliches Gesetzbuch hinauswirkte. Als frühes Prosawerk des Mittelniederdeutschen beeinflusste er nicht nur die Entwicklung der deutschen Rechtssprache, sondern hinterließ auch Spuren im allgemeinen Sprachgebrauch und in der europäischen Rechtsgeschichte.
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- Lilli Bernitzki-Ash (Author), 2020, Der Sachsenspiegel des Eike von Repgow, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1749376