In der heutigen Zeit richtet sich das Augenmerk nicht nur noch ausschließlich auf die originäre Kernkompetenz der Unternehmung, sondern auch verstärkt auf die Verwirklichung von Wertbeiträgen durch die IT. Somit ist es erforderlich, die IT langfristig im Sinne der Unternehmensstrategie auszurichten. Auf der einen Seite ist die IT entsprechend den organisationsweiten Zielen zu steuern und auf der anderen Seite sind Instrumente zu schaffen, welche die Effizienz des Handelns kontrollieren.
Um die Strategie der IT nachhaltig an den Unternehmenszielen zu gestalten ist es wichtig, dies nicht einmalig zu behandeln, sondern als dauerhafte Aufgabe der Organisation zu begreifen. Dies impliziert, dass der gesamte Prozess auch eher als eine strategische IT-Planung, denn nur als eine Strategieerstellung zu sehen ist. In diesem Zusammen-hang wird Planung verstanden als „ein systematisches, zukunftsbezogenes Durchdenken und Festlegen von Zielen, Maßnahmen, Mitteln und Wegen zur zukünftigen Zielerrei-chung.“
Inhaltsverzeichnis
1. Grundlegendes zur strategischen IT-Planung
2. Strategische Situationsanalyse
2.1. Vier verschiedene Rollen der Informationsfunktion
2.2. Strategische Schlagkraft der IT-Infrastruktur
2.3. Analysen der Unternehmensumwelt
3. Planung der strategischen IT-Ziele
3.1. Zieldimension
3.2. Vier Dimensionen der strategischen IT-Ziele
4. Entwicklung der IT-Strategie
4.1. Gegenstand der IT-Strategie
4.2. Auswirkungen der IT-Strategie
4.3. Ablauf der Strategieentwicklung
5. Strategische Maßnahmenplanung
6. Ausgewählte Forschungsbefunde und Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen IT-Planung als essenziellem Bestandteil des modernen Informationsmanagements. Das primäre Ziel ist es, den Prozess der Ausrichtung von IT-Infrastrukturen an übergeordneten Unternehmenszielen darzulegen, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern und das IT-Business-Alignment zu gewährleisten.
- Strategische Analyse des internen IT-Leistungspotenzials
- Methoden der Umweltanalyse (z. B. PESTEL, SWOT)
- Systematik der strategischen IT-Zielplanung
- Ansätze zur IT-Strategieentwicklung
- Strukturierte Planung strategischer Maßnahmen und Projektportfolios
Auszug aus dem Buch
2.1 Vier verschiedenen Rollen der Informationsfunktion
Um die strategische Rolle der Informationsfunktion im Unternehmen zu bestimmen, wird dessen Leistungspotential geschätzt. Man unterscheidet hierbei zwischen den Attributen gegenwärtiges oder zukünftiges (prognostiziertes) Leistungspotential mit dessen Ausprägung gering oder groß. Hieraus ergeben sich vier Unternehmenstypen:
Unternehmenstyp I Unterstützung: Das vorhandene Erfolgspotential reicht auch in Zukunft zur Ausschöpfung des Leistungspotentials aus.
Unternehmenstyp II Fabrik: Das vorhandene Erfolgspotential ist in Zukunft zur Ausschöpfung des Leistungspotential nicht nötig.
Unternehmenstyp III Durchbruch: Das vorhandene Erfolgspotenzial ist in Zukunft zur Ausschöpfung des Leistungspotenzials zu gering
Unternehmenstyp IV Waffe: Das vorhandene Erfolgspotenzial ist auch in Zukunft zur Ausschöpfung des Leistungspotenzials auf einem hohen Niveau von Nöten.
Durch kategorische Zuordnung des Unternehmens zu einem Unternehmenstyp können notwendige Entscheidungen über die zukünftige IT-Infrastruktur gefällt werden. Das Ziel des Unternehmertyps Fabrik sollte beispielsweise eine Reduzierung der Erfolgspotenziale sein. Bei den Typen “Durchbruch“ und “Waffe“ sollte man die Erfolgspotenziale ausbauen, bei dem Typ “Unterstützung“ sollten diese gehalten werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Grundlegendes zur strategischen IT-Planung: Einführung in die Notwendigkeit der langfristigen IT-Ausrichtung zur Unterstützung von Unternehmenszielen und Definition des IT-Planungsprozesses.
2. Strategische Situationsanalyse: Beschreibung der Bestandsaufnahme interner Ressourcen und externer Umweltfaktoren zur Ermittlung der Rolle der IT im Unternehmen.
3. Planung der strategischen IT-Ziele: Erläuterung der Ableitung von IT-Sach- und Formalzielen sowie deren Dimensionierung für eine konsistente Zielvorgabe.
4. Entwicklung der IT-Strategie: Darstellung der Strategieentwicklung als Brücke zwischen Zielplanung und Maßnahmenplanung sowie Klassifizierung unterschiedlicher Strategietypen.
5. Strategische Maßnahmenplanung: Prozess der Identifikation von strategischen Lücken und deren Schließung durch ein strukturiertes Projektportfolio-Management.
6. Ausgewählte Forschungsbefunde und Schlussbetrachtung: Zusammenfassung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Wirkungsweisen der IT und abschließende Bewertung der strategischen IT-Planung.
Schlüsselwörter
Strategische IT-Planung, Informationsmanagement, IT-Business-Alignment, IT-Infrastruktur, Leistungs- und Erfolgspotenzial, Situationsanalyse, IT-Strategie, Maßnahmenplanung, Wettbewerbsvorteile, PESTEL-Analyse, SWOT-Analyse, IT-Projektportfolio, Digitalisierung, Unternehmensziele, Innovationsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen und den systematischen Ablauf der strategischen IT-Planung in Unternehmen und wie diese zur Erreichung von Unternehmenserfolgen beitragen kann.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder umfassen die Situationsanalyse, die Definition von IT-Zielen, die Entwicklung passgenauer IT-Strategien sowie die praktische Planung strategischer Maßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie IT-Infrastrukturen im Einklang mit der Unternehmensstrategie gestaltet werden müssen, um Wettbewerbsvorteile zu generieren und nachhaltig zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze und Managementinstrumente der Wirtschaftsinformatik systematisch zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in vier Prozessschritte: die Situationsanalyse, die IT-Zielplanung, die IT-Strategieentwicklung und die strategische Maßnahmenplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind strategische IT-Planung, IT-Business-Alignment, Erfolgspotenziale, IT-Infrastruktur, Wettbewerbsvorteile und Projektportfolio.
Wie unterscheidet der Autor zwischen verschiedenen Unternehmenstypen?
Der Autor nutzt eine Matrix basierend auf dem Leistungspotenzial der IT, um Unternehmen in die Typen Unterstützung, Fabrik, Durchbruch und Waffe zu kategorisieren.
Warum ist das "IT-Business-Alignment" laut Autor so kritisch?
Es dient dazu, ein Gleichgewicht zwischen IT-Leistungspotenzial und unternehmerischen Erfolgspotenzialen zu schaffen, um Ineffizienzen durch Unter- oder Überinvestitionen zu vermeiden.
Welche Rolle spielt die SWOT-Analyse in diesem Kontext?
Sie wird genutzt, um interne Stärken und Schwächen der IT mit externen Marktchancen und Risiken zu kombinieren, was die Grundlage für strategische Entscheidungen bildet.
- Citar trabajo
- Manuel Maurer (Autor), 2011, Grundlagen der strategischen IT-Planung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174949